Beim bundesweiten Aktionstag für gerechten Welthandel am 29. September 2018 setzen sich viele verschiedene Gruppen und Organisationen für einen gerechten Welthandel und eine menschenfreundliche Gestaltung der globalen Wirtschaft ein. Das Ziel: Die Bedürfnisse der Menschen und Gemeinwesen sollen Vorrang vor rein ökonomischen Interessen Weniger haben. Akut geht es darum, die anstehende Ratifizierung des umstrittenen und Freihandelsabkommens CETA zu verhindern. In Nürnberg findet von 12 bis 14 Uhr beim Brunnen in der Kaiserstraße/Ecke Fleischbrücke eine größere Aktion des Nürnberger Bündnisses für gerechten Welthandel statt. Unter anderem ist eine Performance angekündigt.

Mit der Aktion wollen Aktive vom evangelischen Partnerschaftszentrum Mission EineWelt, von attac, von Mehr Demokratie und vom Bund Naturschutz auf die verheerenden Folgen der neoliberalen Wirtschafts- und Handelspolitik der Europäischen Union (EU) hinweisen, die unter anderem in Gestalt der Handelsabkommen CETA (EU-Kanada), EPAs (EU-Afrikanische Staaten), JEFTA (EU-Japan) & Co nachhaltige Entwicklung, Demokratie und die Einhaltung der Menschenrechte bedroht.

Im Vorfeld der Landtagswahlen in Bayern und Hessen treten die am Aktionstag Beteiligten dafür ein, die noch ausstehende Ratifizierung von CETA durch die EU-Mitgliedstaaten mit einem „Nein“ von Bayern und Hessen im Bundesrat zu verhindern. Vor allem von den Grünen und der Linkspartei, die sich auf Bundesebene gegen CETA ausgesprochen haben, wird erwartet, dass sie sich bei einer Regierungsbeteiligung auf Landesebene dafür einsetzen, im Bundesrat die Ratifizierung abzulehnen. Derzeit wird CETA in weiten Teilen vorläufig angewendet.

Ein Kurswechsel in der EU-Handelspolitik ist dringend nötig, denn CETA ist eine Bedrohung für Umwelt- und Verbraucherschutzstandards, bäuerliche Landwirtschaft und öffentliche Daseinsvorsorge. Der in CETA enthaltene Schutz von ArbeitnehmerInnenrechten ist äußerst schwach, und die Bestimmungen zur regulatorischen Kooperation sowie die Einführung einer Investitionsschutz-Paralleljustiz vergrößern den Einfluss transnationaler Konzerne auf die Politikgestaltung und unterhöhlen die Demokratie.

Neben CETA lehnt das Bündnis für gerechten Welthandel auch die weiteren geplanten Handelsabkommen wie JEFTA, EU-Mercosur, EU-Mexiko, EU-Australien, EU-Neuseeland, die Abkommen mit afrikanischen Staaten (EPAs) und ein neues „TTIP light“ (EU-USA) ab. Seit der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten erwecken Bundesregierung und EU-Kommission den Eindruck, als gäbe es nur noch die Alternative zwischen radikaler Freihandelspolitik und rechtspopulistischer Abschottung. Dem widerspricht das Bündnis und setzt auf eine gerechte, soziale und ökologische Gestaltung der Weltwirtschaft im Interesse der Menschen, nicht der Konzerne. Handelspolitik muss transparenter und demokratischer werden, Handelsabkommen müssen sicherstellen, dass Umwelt- und Verbraucherschutz sowie Arbeitsstandards weltweit verbessert statt marginalisiert werden und dass der schonende Umgang mit Ressourcen, deren gerechte Verteilung sowie die Verringerung des Verbrauchs fossiler Rohstoffe aktiv unterstützt wird. Darüber hinaus braucht es verbindliche Menschenrechts- und Nachhaltigkeitskapitel, in denen geregelt wird, dass Verstößen gegen Verpflichtungen im Bereich der Sozial-, Menschenrechts- und Umweltstandards nachzugehen und konsequent Abhilfe zu schaffen ist. Aber Ansätze in diese Richtung, wie das derzeit im UN Menschenrechtsrat verhandelte UN Treaty für Menschenrechte, werden insbesondere von der Bundesregierung blockiert.

(s. auch https://www.gerechter-welthandel.org/wp-content/uploads/2017/12/Zehn-Forderungen-Handelspolitik.pdf)

Ein guter Zeitpunkt für einen Fototermin wäre um 12.30 Uhr.

Ansprechpartnerin:
Gisela Voltz Tel: 0911 36672-0 oder 0179 7875830

Nachdem Taifun Mangkhut im Norden der Philippinen auf Land getroffen ist, haben die Diakonie Katastrophenhilfe und Mission EineWelt mit ihren lokalen Partnern begonnen, Nothilfe für die betroffene Bevölkerung zu leisten. Der Taifun führte vielerorts zu starken Regenfällen und Erdrutschen. In den kommenden Tagen müssen Verletzte geborgen und das genaue Ausmaß dieser immensen Katastrophe analysiert werden. „Die Menschen auf den Philippinen brauchen jetzt jede Hilfe. Nach einer derart verheerenden Naturkatastrophe zählt jede Stunde“, sagt Cornelia Füllkrug-Weitzel, Präsidentin der Diakonie Katastrophenhilfe.

Pfarrer Alois Schwarz, für Mission EineWelt als Dozent am theologischen Seminar der Lutherischen Kirche in den Philippinen tätig, schreibt: „Es war furchtbar. 30 Stunden ununterbrochen heftiger Regen. Wassermassen, die ihre Spuren hinterließen. Von Freitag bis Sonntag lief nichts mehr: Busverkehr eingestellt, Stromausfall, kein WLAN, kein Trinkwasser. Der Taifun zerstörte nicht nur die Infrastruktur und Gebäude, sondern forderte viele Menschenleben. Das Ausmaß der Katastrophe habe ich heute auf der Fahrt von Baguio nach Manila gesehen.“

Nach dem schweren Taifun Mangkhut werden an die betroffene Bevölkerung erste Hilfssets verteilt. Darin enthalten sind je 10 Kilo Reis, Trockenfisch, Sardinen und Speiseöl sowie außerdem Hygieneartikel wie Seife, Zahnbürsten, Zahnpasta und Waschmittel, zudem Decken und Schlafmatten, einige Meter Plastikplanen zum Schutz vor der Witterung und vor allem Wasserreinigungstabletten.

Mangkhut, der die Philippinen am Samstagmorgen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 260 Km/h erreichte, ist der stärkste Taifun, der das Land getroffen hat. Bislang wird von bis zu 120 Todesopfern berichtet. Durch Sturzfluten, Überschwemmungen und Erdrutsche hat der Sturm im Norden der Hauptinsel Luzon schwere Schäden verursacht. In den betroffenen Regionen leben etwa sechs Millionen Menschen. Der Norden der Philippinen ist eine arme Region, in der die Menschen vor allem von der Landwirtschaft leben. Es wird befürchtet, dass Mangkhut große Teile der Ernten zerstörte. „Wir hoffen, dass sich die meisten Menschen in Sicherheit bringen konnten. Dennoch stehen Hunderttausende vor dem Nichts und brauchen dringend Hilfe“, sagt Michael Frischmuth, Kontinentalleiter Asien bei der Diakonie Katastrophenhilfe.

Vergangene Woche hat die philippinische Partnerorganisation der Diakonie Katastrophenhilfe Mitarbeitende in die betroffenen Regionen entsandt. Dadurch kann die Hilfe vor Ort sofort beginnen. „Wir sind bestmöglich vorbereitet. Unsere Partnerorganisation hat schon in den vergangenen Tagen freiwillige Helfer mobilisiert und Pakete mit Nahrungsmitteln und Schutzplanen gepackt“, beschreibt Frischmuth die Vorbereitungen. „Doch die anhaltenden Regenfälle erschweren den Zugang zu den betroffenen Regionen. Sobald wir sie erreichen, können erste Hilfsgüter verteilt werden“.

Die Diakonie Katastrophenhilfe und MissionEineWelt bitten um Spenden

 

Mission EineWelt

Stichwort: Taifun Hilfe Philippinen

IBAN: DE12 5206 0410 0001 0111 11

BIC: GENODEF1EK1 Evangelische Bank

oder online: http://www.mission-einewelt.de

 

Weitere Informationen:

Pfarrer Thomas Paulsteiner

ppo@mission-einewelt.de

Tel: 09874 / 9- 1201

 

Diakonie Katastrophenhilfe, Berlin

Stichwort: Taifun Hilfe Philippinen

IBAN: DE68 5206 0410 0000 5025 02

BIC: GENODEF1EK1 Evangelische Bank

www.diakonie-katastrophenhilfe.de/spenden/

 

 

Fritz Blanz

blanz@diakonie-bayern.de

Tel.: 0911 / 935 44 44

Die Kraft elementarer Dinge. Davon kann ein Chorwettbewerb der Lutherischen Kirche in Tansania das sprichwörtliche Lied singen. Wirklich gesungen werden müssen ein von der Kirche vorgegebener europäischer Choral und eine Eigenkomposition. Seit über 60 Jahren treten dort jedes Jahr über 1500 Chöre an. Sie alle eint die tiefe Freude und Erfüllung, die sie beim Singen empfinden.

Die Regisseurin Julia Peters ermöglicht mit ihrem Dokumentarfilm „Sing it loud – Luthers Erben in Tansania“ einen Einblick in diese Faszination des Musizierens mit dem menschlichen Instrument schlechthin: der Stimme. In ihren Portraits der Kleinbauern Martha und Simon, die im Neema-Chor singen, des Ehepaars Evarest vom A-Capella Cantate Chor und von Kelvin und Nuru, die mit dem Kanaani Jugendchor beim Wettbewerb mitmachen, erzählt die Regisseurin vom Alltag ihrer ProtagonistInnen und von der Kraft, die Musik entwickeln kann, wenn sie nicht nur gemacht, sondern gelebt wird.

Das Mittwochskino von Mission EineWelt zeigt „Sing it loud“ am 26. September 2018 um 19.30 Uhr im Otto-Kuhr-Saal (Hauptstraße 2 in Neuendettelsau). Der Eintritt ist frei.

„IEF 2017, jetzt geht`s los, wir wollen die Welt sehen!“ – voll Dankbarkeit und Wehmut ließen die frisch zurückgekehrten Freiwilligen bei der Auswertungswoche den Song noch einmal aufleben, den sie vor ihrer Ausreise vor einem Jahr gemeinschaftlich geschrieben und einstudiert hatten.
12 Monate haben sie in Projekten in Afrika, im Pazifik und in Ostasien verbracht und dabei wertvolle Erfahrungen gesammelt – jetzt sind sie zurück, aber nicht minder wichtig ist es für sie selbst und uns als Gesellschaft, was sie mit nach Deutschland zurück bringen und einbringen können.

Ein Video des Treffens findet sich auf unserer facebook-Seite: https://www.facebook.com/MissionEineWelt/

Alle, die ebenfalls an einem Freiwilligendienst in Übersee interessiert sind, können unter diesem Link die Termine für die Infotage über das IEF- Programm ab Oktober einsehen; der Besuch ist Voraussetzung für eine Bewerbung.
https://mission-einewelt.de/service-und-angebot/austausch/nord-sued-freiwilligendienst/

Mission EineWelt hat eine Arbeitshilfe für das Erntedankfest 2018 erstellt.

Mit dem Material können Sie einen „Apfel-Tag“ in Ihrer Gemeinde, in Ihrer Klasse, Ihrer Kleinkindgruppe oder in Ihrem Kindergarten gestalten.

Das kostenlose Material finden Sie unter diesem Link: hier klicken

Ein Verein mit großer Tradition verabschiedet sich. Die 1926 gegründete Neuendettelsauer Missionshilfe wird aufgelöst. Am 29. September 2018 um 14:30 Uhr findet in der Tagungsstätte von Mission EineWelt in Neuendettelsau ein Dankfest für alle SammlerInnen, UnterstützerInnen und FreundInnen des Vereins statt.

Die Anfänge der Neuendettelsauer Missionshilfe gehen noch hinter die eigentliche Vereinsgründung zurück: auf die „Plantagensammlung“ von 1908, mit der die Rückzahlung der Schulden aus dem Kauf von Finschhafen und der zugehörigen Palmenplantage in Papua-Neuguinea unterstützt wurde. Und auf die daraus entstandene „Kleinsammlung der Neuendettelsauer Mission“, die dann 1967 mit der Missionshilfe zusammengelegt wurde.

Das Prinzip dieser Sammlungen war einfach. Engagierte Ehrenamtliche gingen in ihren Gemeinden von Tür zu Tür und baten um Spenden für ausgewählte Projekte der kirchlichen Partnerschafts- und Entwicklungsarbeit. Die Bitte um Spenden war immer flankiert von persönlichen Gesprächen über die Situation von Menschen in anderen Teilen der Welt. Auf diese Weise wurden aus einzelnen Kleinbeträgen erstaunliche Gesamtsummen, mit denen Projekte in den Partnerkirchen der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern wirksam unterstützt werden konnten.

Doch in den letzten 15 Jahren gingen die erzielten Summen deutlich zurück. Waren es 2004 noch über 46.000 Euro, kamen im Jahr 2016 noch 12.000 Euro zusammen. Der Hauptgrund für den Rückgang liegt darin, dass die SammlerInnen alt werden und oft keine NachfolgerInnen mehr finden, wenn sie selbst nicht mehr unterwegs sein können. „Während in einigen Gemeinden und Dekanaten weiterhin von Haus zu Haus gesammelt wird, finden sich vielerorts keine neuen Sammlerinnen und Sammler mehr. Zudem sind viele Unterstützerinnen und Unterstützer dazu übergegangen, per Bankeinzug oder Dauerauftrag oder auf ein Anschreiben hin per Überweisungsauftrag ihren Beitrag zu geben“, beschreibt Reinhild Schneider die Situation. Die Pfarrerin leitet bei Mission EineWelt das Referat Partnerschaft und Gemeinde und ist 1. Vorsitzende der Neuendettelsauer Missionshilfe.

Diesen Umständen trägt nach vielen Überlegungen die Auflösung des Vereins Rechnung. Schneider blickt dennoch optimistisch in die Zukunft: „Es ist unendlich schade, wenn so eine wunderbare Bewegung wie die Missionshilfe zu Ende geht. Ein Trost ist, dass damit die Unterstützung für die die Entwicklungs- und Partnerschaftsarbeit nicht aufhört. Nur die Wege der Spendensammlung sind andere.“

Und auch die noch aktiven SammlerInnen können weiterhin von Haus zu Haus gehen und um Spenden bitten. Das Konto der Missionshilfe wird bei Mission EineWelt weitergeführt.

Wir trauern um unsere Kollegin, Pfarrerin Dr. Simone Bosch (48 Jahre). Sie ist am Freitag, den 31.08.2018, nach langer, schwerer Krankheit in Neuendettelsau verstorben.

Simone Bosch war mit ihrer Familie von 2003 bis 2009 als Pfarrerin in der Südzentraldiözese der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Tansania tätig, einer Partnerkirche der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern. Dort war sie zuständig für die Fort- und Weiterbildung der kirchlichen Mitarbeiter/innen.

Seit Februar 2009 arbeitete sie beim Internationalen Evangelischen Freiwilligendienst von Mission EineWelt in Neuendettelsau. Sie hat mit großem Engagement und viel Einfühlungsvermögen Menschen in ihren verschiedenen Diensten begleitet und ermutigt.

Wir sind sehr dankbar für ihr Leben und für alles, was sie für uns und andere getan hat.

Wir glauben, dass Gott sie nun in seinen Armen hält, und sie sieht, was sie geglaubt und uns allen bezeugt hat. Ihre unvergleichliche Art, mit ihrer Erkrankung umzugehen, wird uns in unserer Trauer um sie helfen.

 

Unser Mitgefühl und unsere Gedanken sind bei ihrer Familie. Bitte nehmen Sie ihren Mann Christoph und ihre Kinder in Ihre Gebete.

 

Die Beerdigung findet am kommenden Freitag, den 7. September 2018 um 14 Uhr auf dem Diakoniefriedhof in Neuendettelsau statt. Anstelle von Blumen bittet die Familie um Spenden für den Kindergarten in Tandala, Tansania; Spendenkonto von Mission EineWelt: IBAN DE12 5206 0410 0001 0111 11. Verwendungszweck: Simone Bosch.

 

Pfrin. Dr. Gabriele und Pfr. Hanns Hoerschelmann, Direktorin und Direktor von Mission EineWelt

Befristet auf 2 Jahre; Beginn 01.10.2018; Dienstort: Neuendettelsau und Stadtbüro Nürnberg

Erst am 25. Juli 2018 hatte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den Ebola-Ausbruch im Westen des Landes für beendet erklärt. Jetzt breitet sich die lebensgefährliche Krankheit im Osten der Demokratischen Republik Kongo aus. Die Diakonie Katastrophenhilfe leistet gemeinsam mit ihrer Partnerorganisation sofortige Nothilfe.

Die neuen Fälle sind hauptsächlich in der Stadt Beni und deren Umgebung in der Provinz Nord-Kivu im Osten der DR Kongo aufgetreten. Im Einzelnen:

 

  • 102 registrierte Fälle, davon 22 bestätigte Ebola-Fälle, 27 wahrscheinliche Fälle und 53 Verdachtsfälle
  • bisher 38 Todesfälle, davon 11 mit Ebola bestätigt, bei den restlichen 27 war Ebola wahrscheinlich

 

In der Provinz Nord-Kivu toben schwere bewaffnete Konflikte. Zudem leben dort 1,3 Millionen Menschen, die vor Kämpfen aus ihren Heimatdörfern fliehen mussten. „Das macht es ungleich schwieriger als im Westen des Landes, Ebola schnell einzudämmen. Doch wir helfen in der Region schon seit vielen Jahren und haben ein Büro vor Ort. Deshalb konnten unsere erfahrenen Mitarbeitenden sofort damit beginnen, unsere Hilfsaktionen zu planen“, erklärt Martin Keßler, Leiter der Diakonie Katastrophenhilfe.

Die Provinz Nord-Kivu hat für die DR Kongo auch wirtschaftlich eine besondere Bedeutung: Auf den fruchtbaren Böden rund um Beni werden wichtige Nahrungsmittel wie Reis und Maniok angebaut. Die Stadt ist nur etwa 400 Kilometer entfernt von der Großstadt Goma. Dort wäre ein Ausbruch eine noch größere Katastrophe.

Die Diakonie Katastrophenhilfe und ihre Partner vor Ort fokussieren sich jetzt auf Prävention. Nur so kann die Ausbreitung des Virus verhindert werden. Die Menschen brauchen dringend Hygieneprodukte und müssen darüber aufgeklärt werden, wie sich der tödliche Virus weiterverbreitet.

Die Diakonie Katastrophenhilfe und das Partnerschaftszentrum der ELKB, Mission EineWelt, bitten gemeinsam um Spenden für den Kampf gegen Ebola im Ostkongo.

Zum Spendenaufruf: https://mission-einewelt.de/project/kongo-soforthilfe-nach-ebola-ausbruch-gestartet/

 

Diakonie Katastrophenhilfe

Evangelische Bank, BIC: GENODEF1EK1

IBAN: DE68 5206 0410 0000 5025 02

Stichwort: Ebolahilfe Kongo

Online: www.diakonie-katastrophenhilfe.de/spenden/

 

Mission EineWelt

Evangelische Bank, BIC: GENODEF1EK1

IBAN: DE12 5206 0410 0001 0111 11

Stichwort: EBOLA Ost-Kongo 2018

Online: http://www.mission-einewelt.de

Hiroshima mahnt! Keine zivile und militärische Nutzung von Kernenergie! Atomwaffenfrei jetzt! – Mit diesen Forderungen erinnern Friedensgruppen weltweit am „Hiroshima-Gedenktag“ an die Opfer von Atombombentests im Pazifik, die vom gesundheitsschädlichen Uranabbau betroffenen indigenen Bevölkerungen in Australien und Afrika, die Opfer von Uranmunition im Irak und in Afghanistan und die Opfer der Reaktorunfälle von Tschernobyl und Fukushima. Mission EineWelt und die Pazifik-Informationsstelle laden mit vielen weiteren lokalen Initiativen und Organisationen am 6. August von 21 bis 23 Uhr zu einer Gedenkveranstaltung auf der Museumsbrücke in Nürnberg ein.

Mit einem „Kerzenmeer“, Lesungen und Live-Musik wird an die Opfer der weltweit 2.056 Atomtests erinnert. Die Musik kommt vom mehrfach ausgezeichneten amerikanischen Chapman-Stick-Virtuosen Eliah Levy.

In diesem Jahr jähren sich zum 73. Mal die Atombombenabwürfe der USA auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki. Binnen Sekunden starben am 6. August in Hiroshima und am 9. August 1945 in Nagasaki fast 70.000 Menschen. Alleine in den vier Monaten danach fielen weitere 130.000 der tödlichen Strahlung zum Opfer. Bis heute sind die nachfolgenden Generationen durch genetische Schäden belastet.

Die Verhandlungen auf UNO-Ebene in New York für einen Vertrag zum Verbot von Atomwaffen wurden am 7.Juli 2017 mit der Annahme des Vertragstextes durch 122 StaatsvertreterInnen erfolgreich beendet. Damit liegt erstmals ein völkerrechtlich verbindliches Verbot von Nuklearwaffen zur Unterschrift durch unterstützungswillige Staaten vor. Das Abkommen verbietet neben der Herstellung, dem Einsatz und dem Besitz von Atomwaffen auch die Drohung mit einem Nuklearschlag sowie die Stationierung von Nuklearwaffen in anderen Staaten.

Das Abkommen wurde am 20. September 2017 durch die UN-Vollversammlung zur Unterschrift freigegeben. Notwendig sind 50 Ratifizierungen, damit der Vertrag 90 Tage später völkerrechtlich bindend in Kraft tritt. Bisher haben 59 Staaten den Vertrag unterschrieben und 13 ihn ratifiziert. Dazu gehören auch Costa Rica, Nicaragua und Thailand, mit deren lutherischen Kirchen Mission EineWelt partnerschaftlich verbunden ist.