Illustration: Daniela Denk

Illustration: Daniela Denk

 

Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit. 2.Timotheus 1,7

 

Gott gibt uns seinen Geist, das hat Jesus seiner Gemeinde versprochen. Die christliche Gemeinde hat das in guten und schweren Tagen erfahren. Gottes Geist, der Heilige Geist, ist der Atem, ohne den wir Christinnen und Christen nicht leben können.

Alle Tage erfahren wir aber, dass es viele ganz unterschiedliche Geister gibt.

Manche Geister finden wir anziehend, andere abstoßend, aber das Bewerten ist oft nicht einfach, oft sind wir erst hinterher schlauer. Paulus will uns in seinen Briefen Erkennungshilfen geben.

In der Taufe sagt Gott „Ja“ zu uns. Seine drei „Taufgeschenke“: der Geist der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit. Gottes Geistesgaben wollen wir bewahren und anwenden. Das Beten hilft uns dabei. Dann werden unsere Ausreden überflüssig: „Ich kann das nicht“, „mit dieser Person möchte ich nichts zu schaffen haben“, „dazu fällt mir wirklich nichts Hilfreiches ein“. Im Gebet kann Gott uns seinen göttlichen Hauch spüren lassen, dass wir aufwachen und sich unsere inneren Verkrampfungen lösen können. Dann bekommen wir Mut und Kraft und Ideen, dass auch aus uns kleine „barmherzige Samariter und Samariterinnen“ werden können.

Die Geister der Furcht, die uns Gefühle der Hilflosigkeit und Angst einjagen wollen, lauern überall auf unseren Wegen. Wir möchten Augen und Ohren verschließen und die guten Wegweiser und Ratschläge überhören. Gottes Wort will unser „Navi“ sein: geradeaus, nicht abbiegen! Jesus sagt uns: Ich bin der Weg und das Ziel, ich begleite euch bis ihr daheim seid.

Wir beten: Lieber Himmlischer Vater, oft fühlen wir uns allein in einer Nussschale auf hoher See oder auf einem Drahtseil in windiger Höhe. Führe du unsere Hand, gib uns Menschen, die uns begleiten und stärke unseren Glauben an dich, dass wir auch das Unmögliche wagen: Dir nachzufolgen in Jesu Namen. Amen

 

Andacht: Karl Lippmann

Illustration: Daniela Denk

 

 

For God gave us a spirit not of fear, but of power and love and self-control. 2.Timotheus 1:7

 

God gives us his Spirit as Jesus promised it to his followers. That’s the experience of the Christians in good and bad days. The spirit of God, the Holy Spirit, is the breath that’s essential for the survival of the Christian Church.

But each day we are confronted with quite different spirits. Some are attractive, some repulsive. In hindsight we find out that we fell into a trap. Paul wants to give us aids to identify in his letters.

In baptism we are accepted by God. He gives us three presents: The Spirit of Power, the Spirit of Love and the Spirit of self-control.

We want to preserve and use God’s spiritual gifts. The power of prayer helps us. Then our excuses become superfluous: „that’s impossible“, „I cannot handle this thing“, „I don’t want to have anything to do with this person“, „I have no idea what to do“. During our prayer God’s spirit can awaken us and open our mind. Then we get courage, power and new ideas so that we can turn into „good samaritans“, who are important for the survival of people in need. The spirits of fear that will make us helpless and afraid, are everywhere on our road. We want to look the other way or close our eyes and ears. The word of God will navigate us. Don’t follow the aberration, go straight forward. Jesus is the way he leads us to our everlasting life.

Prayer (quote Maria Rudolph) Dear God, I am on the right track when I get challenged by your teaching because it means that your Holy Spirit is stirring in me and challenging me to lay everything bare before you and examine myself in the light of your Son. Just like James and John long ago, I need your help with this every day. Help me to humble myself and count everything a loss but to dwell in your presence. In Jesus’ name. Amen.

 

Prayer: Karl Lippmann

Illustration: Daniela Denk