Einträge von

Konvent zum Menschenrecht auf Nahrung in Nürnberg

Auftaktveranstaltung mit Vandana Shiva – Nürnberger Erklärung geplant

Am 15. und 16. Mai findet im Historischen Rathaussaal in Nürnberg eine hochkarätig besetzte Tagung zum Thema „Menschenrecht auf Nahrung“ statt. Vandana Shiva, indische Aktivistin für Umweltschutz und Menschenrechte, wird den Konvent bei der öffentlichen Auftaktveranstaltung am Freitag, den 15. Mai 2015, um 18.30 Uhr mit dem Vortrag „Patentierung und Privatisierung“ eröffnen.

,

Theologischer im Austausch zwischen Brasilien und Deutschland

Neuendettelsauer Theologieprofessorin an Hochschule in Sao Leopoldo

Die Evangelische Theologische Hochschule in Sao Leopoldo (Escola Superior de Teologia -EST) in Brasilien bekam im April Besuch von Prof. Dr. Gury Schneider-Ludorff von der Augustana-Hochschule in Neuendettelsau. Der Besuch war eine gute Möglichkeit, die Partnerschaft beiden Hochschulen sowie dem Centrum Mission EinWelt zu stärken. Für Prof. Schneider-Ludorff ist es nach eigenen Worten wichtig, diese Partnerschaft zu unterstützen, durch die sie auch die lutherische Kultur in Brasilien kennenlernte: „Es ist wichtig, zu verstehen, wie die Studierenden Luthers Texte lesen“, sagte sie.

,

Die Würde des Menschen darf nicht verkauft werden

Bolivien: Kirchenkonferenz der lutherischen Kirchen in Lateinamerika – Ein Bericht von Lateinamerikareferent Hans Zeller

Auf 4000 Meter über dem Meeresspiegel komme ich in El Alto in Bolivien an. Es ist 6 Uhr morgens. Im Sonnenaufgang sehe ich die unverputzten Häuser aus roten Backsteinen. Ein kalter Wind lässt die Leute, die aus wärmeren Regionen kommen, leicht frösteln. An schnelles Laufen ist nicht zu denken, denn sofort bleibt die Luft weg. So geht es mit einem Kleinbus durch die Millionenstadt El Alto, die in den letzten 30 Jahren entstand, in Richtung La Paz, der Hauptstadt Boliviens.

Dicht drängen sich hunderte Kleinbusse auf den schmalen Straßen. Tausende Menschen sind auf dem Weg zur Arbeit. Deshalb kommt der Kleinbus nur langsam voran. Von links und rechts drängen sich die Autos auf die Straße in Richtung Hauptstadt. Ein atemberaubender Blick auf La Paz in den Morgenstunden entlohnt für das geduldige Vorankommen in dem Kleinbus.

Insgesamt 17 kirchenleitende Verantwortliche aus 17 lateinamerikanischen lutherischen Kirchen haben die Strapazen nach Ostern auf sich genommen, zur lutherischen Konferenz der Kirchenleitungen nach La Paz zu kommen.

Mission EineWelt für eine bunte Stadt Nürnberg

Rückblick auf das Fest der Demokratie und Befreiung in der Frankenmetropole

Am gestrigen Montag (20. April) fand in Nürnberg ein Straßenfest unter dem Motto „Nürnberg ist bunt – Fest der Demokratie und Befreiung“ statt. Mission EineWelt und die Pazifik Informationsstelle nahmen an dem Fest teil.

,

Gedenken an den ermordeten Erzbischof Oscar Romero in El Salvador

Dr. Medardo Gomez sieht sich in der Linie von Romero

Vor fast genau 35 Jahren wurde Erzbischof Oscar Romero am 24. März 1980 in San Salvador erschossen. Während er eine Messe feierte, schossen Scharfschützen auf ihn. Sein Eintreten für den Schutz der Unterdrückten und für Gerechtigkeit in Opposition zur damaligen herrschenden Militärdiktatur in El Salvador kostete ihn das Leben. Er stellte sich wie der heutige Bischof der lutherischen Kirche El Salvadors, Dr. Medardo Gomez, auf die Seite der einfachen Bevölkerung.

Pressekonferenz: Nürnberger Konvent für das Menschenrecht auf Nahrung

Schulterschluss zwischen Menschenrechts-
organisationen, kirchlichen Entwicklungsorganisationen und Umweltverbänden

Ist es zu rechtfertigen, „dass tausende Familien verdrängt werden, um in anderen Teilen der Welt das Vieh zu ernähren? Wer wird die Pflanzen- und Tierarten, die Biodiversität von ganzen Regionen ersetzen?“ – so zitierte Herr Dr. Bergmann den argentinischen Kirchenpräsident Carlos A. Duarte in der Pressekonferenz im Historischen Rathaussaal in Nürnberg am 06. März. Grund der Veranstaltung war der am 15. und 16. Mai stattfindende „Nürnberger Konvent zum Menschenrecht auf Nahrung durch die Bewahrung der biologischen Vielfalt“.

Menschenhandel mit Frauen und Kindern

In Hamburg fand Ende Februar eine Internationale Fachkonsultation statt

Weltweit sind über 4,4, Millionen Mädchen und Frauen Opfer von Menschenhandel. Sie werden sexuell ausgebeutet. Frauen- und Kinderhandel ist ein weltweites lukratives Geschäft, eine globale Industrie, die inzwischen mehr einbringt als der Drogenhandel.

Vom 21. bis 23. Februar 2015 beschäftigte sich in Hamburg eine internationale Fachkonsultation des Evangelischen Missionswerkes in Deutschland in Kooperation mit regionalen Missionswerken wie Mission EineWelt mit Frauen- und Kinderhandel weltweit. Heute wird global ein explosionsartiges Wachstum von kriminellen Netzwerken gesehen, die Mädchen und Frauen verschleppen. Sie werden versklavt, verkauft, unter falschen Versprechungen gezwungen, in die Prostitution zu gehen. Die Opfer werden oftmals in finanziellen Abhängigkeiten gehalten und erpresst, sowie an der Flucht gehindert. Zu den Opfern gehören immer häufiger auch Kinder.

Weltgebetstag 2015 Bahamas

In diesem Jahr kommt die Liturgie des Weltgebetstages der Frauen aus den Bahamas.

Frauen aus den Bahamas laden ein, ihre Lebenssituation kennenzulernen: karibische Gelassenheit, Traumstrände, Tauchparadiese, aber auch wirtschaftliche Abhängigkeit von Tourismus, Notlagen durch Armut, Krankheit und die hohe Verbreitung von Gewalt gegen Mädchen und Frauen. Schon 2012 trafen sich über 40 Frauen von allen Inseln der Bahamas und erlebten als Teil der Vorbereitung auf den Weltgebetstag eine Fußwaschung.

Religion und Globalisierung

Internationales Blockseminar mit Teilnehmern aus Hongkong, Tansania, Ruanda, USA und Deutschland bei Mission EineWelt

„Globalisierung heißt für mich, dass wir einander näherkommen, uns begegnen können wie in diesem Seminar und uns über gemeinsame Fragen austauschen.“ „Globalisierung ist wie ein Topf Curry: In die Curry-Mischung gehen verschiedene Gewürze ein. Es entsteht ein neues Aroma.“

So und ähnlich lauten die Voten der 24 Teilnehmenden des diesjährigen Internationalen Blockseminars für Theologiestudierende. Vom 23.2. bis 6.3.2015 diskutieren Studierende und Dozierende aus Hongkong, Tansania, Ruanda, USA und Deutschland in Neuendettelsau über das Thema „Religion und Globalisierung“.

CILCA-Konferenz 2015

Im Mittelpunkt standen Vertragsfragen und das Thema Klimawandel und seine Folgen

Länder wie El Salvador oder Honduras kommen in der großen Weltpolitik nicht vor. Costa Rica ist nur Urlaubern bekannt, die es zum Surfen ans Meer zieht. Vor 30 Jahren ging Nicaragua durch die Presse, weil dort eine Diktatur gestürzt wurde. In den letzten 25 Jahren haben sich junge lutherische Kirchen entwickelt, die inzwischen eine wichtige religiöse und gesellschaftliche Rolle in den katholisch geprägten Ländern spielen. Die lutherischen Kirchen in den vier Ländern Costa Rica, El Salvador, Honduras und Nicaragua haben eine Gemeinschaft der lutherischen Kirchen in Zentralamerika (CILCA) gebildet. Die bayerische Landeskirche ist seit 1995 mit der CILCA vertraglich verbunden. In 2015 steht die Vertragserneuerung wieder an.