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Epd Nachrichten Landesdienst Bayern mobil Nr. 209 vom 02.11.2015

Direktorin von Mission EineWelt: Gegen Menschenhandel und Umweltzerstörung vorgehen

Nürnberg (epd). Zum Kampf gegen die Ausbeutung der Natur hat die Direktorin von Mission EineWelt, Centrum für Partnerschaft, Entwicklung und Mission der bayerischen evangelischen Kirche, Gabriele Hoerschelmann, zum Reformationstag am Samstagabend in Nürnberg aufgerufen. In ihren Predigten zunächst in der Kirche St. Sebald und später in St. Lorenz sagte die Theologin, beim Thema Schöpfung bedürfe es eines „wachsamen kritischen Blicks“.

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Konsultation zum Thema Migration in Belo Horizonte, Brasilien

Im September 2015 fand in Belo Horizonte eine bayerisch-brasilianische Konsultation statt, die bereits 2014 durch das Ökumenereferat der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern zusammen mit der brasilianischen Partnerkirche geplant wurde. Mehrere Vertreterinnen und Vertreter aus Bayern sind dazu nach Brasilien gereist, um sich mit den dortigen Kollegen zum Thema Migration und Flucht auszutauschen. Das Centrum Mission EineWelt wurde durch Hans Zeller, dem Leiter des Referats Lateinamerika, vertreten.

Nach wie vor sitzt es tief in den Knochen und es ist in der Stadt, in der es stattgefunden hat, auch nicht auszublenden: Deutschland besiegt Brasilien 7: 1 bei der Weltmeisterschaft 2014. „Wir sind eben gute Gastgeber“, meint Nilton Giese, Pfarrer der lutherischen Gemeinde in Belo Horizonte. „Irgendwann wird es eine Revanche geben, aber momentan läuft es bei uns nicht so gut, auch wirtschaftlich ist der Wurm drin“, ergänzt er. Bei dem Besuch der verschiedenen sozialen Projekte der Kirchengemeinde wiederholt sich der Eindruck. Brasilien ist wirtschaftlich in eine Krise gerutscht. Als Kirchengemeinde wollen sie aber Licht in der dieser Welt sein, deshalb betreut die Kirche ein Altenheim mit 12 Plätzen, einen Kindergarten für Kinder aus Familien mit geringen Einkommen mit 40 Plätzen und eine schulergänzende Einrichtung für 120 Kinder. Von diesen Einrichtungen konnten sich die Konsultationsmitglieder der bayerisch-brasilianischen Konsultation im September einen Eindruck verschaffen.

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Überwältigender Protest für gerechten Welthandel und  gegen TTIP und CETA in Berlin

250.000 Menschen gingen am Samstag 10.10.15 in Berlin für einen gerechten Welthandel und gegen die Freihandelsverträge TTIP und CETA auf die Straße , so viel wie seit mehr als zehn Jahren nicht mehr bei einer Demonstration in Deutschland.

Eine bunte Mischung von Menschen aus dem Bereich der Umwelt-, Verbraucherschutz-, Kultur- und Sozialverbände, Gewerkschaften, Entwicklungsorganisationen, Kirchl. Organisationen u.a. machte dem vielfältigen Protest an dem bereits ausgehandelten Handelsvertrag CETA (EU-Kanada) und dem derzeit verhandelten TTIP (USA -EU) auf kreative und vielfältige Weise Luft.

Brot für die Welt war Mitveranstalter und auch Mission EineWelt hatte zur Teilnahme an der Demo aufgerufen und war am Samstag vor Ort.

Internationale Konferenz zu Glaube und Vernunft an der theologischer Hochschule in Sao Leopoldo/Brasilien

Das Thema Fides et Ratio – Glaube und Vernunft – beschäftigt die Menschheit, seit Adam und Eva vom Baum der Erkenntnis gegessen haben. Der religiöse und der rationale Mensch, Heiliges und Profanes, Mysterium und rationale Ordnung, der Sünder und Madensack (Luther) und der Heilige ergänzen einander und stellen einander zugleich zutiefst in Frage, ringen um die Deutungsmacht.

Eine Konferenz, die vom 30. September bis 2. Oktober in Brasilien stattfand, beleuchtete diese spannungsreiche Beziehung und ihre politischen Implikationen aus verschiedenen interdisziplinären und internationalen Perspektiven. Initiiert wurde sie von dem maßgeblich von der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern unterstützten Lehrstuhl für Lutherforschung in Lateinamerika, der an der theologischen Hochschule in Sao Leopoldo (EST) verortet ist und den der Systematische Theologe aus Chicago, Professor Vítor Westhelle innehat. Unterstützt und mitorganisiert wurde die hochkarätig besetzte Veranstaltungen von einem interdisziplinären Team von Professoren der Faculdades EST sowie der Universidade Federal de Juiz de Fora: Valério Schaper, Oneide Bobsin, Roberto E. Zwetsch (EST) und Luís H. Drehe und Eduardo Gross (UFJF).

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Brasilianischer Bildungsreferent zu Gast in Franken

Dr. Emilio Voigt, Referent für Bildung und Gemeindeaufbau im Kirchenkreis Vale de Itajaí der Evangelischen Kirche lutherischen Bekenntnisses in Brasilien (IECLB), besuchte vom 17. September bis 2. Oktober Mission EineWelt und weitere Einrichtungen der bayerischen Landeskirche.

Der Anlass für die Reise des Brasilianers war die Konferenz „Churches for Planet“ (Kirchen für den Planeten Erde) in Mailand, bei der Kirchen aus elf verschiedenen Ländern und Konfessionen zusammenkamen. Bei der Konferenz wurden die Herausforderungen des Klimawandels und die möglichen Reaktionen der Kirchen dazu diskutiert. Die Veranstaltung fand im Zusammenhang mit der EXPO 2015 statt, die unter dem Thema „Welternährung“ ebenfalls aktuell in Mailand zugegen ist.

Neben der Konferenz besuchte Dr. Emilio Voigt Einrichtungen der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, unter anderem das Centrum Mission EineWelt, um sich zu kirchlichem Umweltmanagement auszutauschen. Bereits 2012 fand hier diesbezüglich eine Begegnung mit Hans Zeller, dem Lateinamerikareferenten von Mission EineWelt, statt. In dessen Folge wurde ein ökumenischer Arbeitskreis zur Erstellung eines Programms „Grüner Gockel“ im brasilianischen Kontext gebildet.

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Mittelfränkische Posaunenchorlehrer in Brasilien

So richtig hell war es noch nicht, als frühmorgens Jugendliche, Frauen und Männer zur großen Turnhalle in Maria de Jetiba, im brasilianischen Bundesstaat Espirito Santo, kamen. Dass mitten in der Woche viele Menschen mit ihren Blasinstrumenten zusammenkommen, ist für Brasilien nicht normal. Doch es war ein besonderer Tag: Das XII. Nationale Treffen der Posaunenchöre der Evangelischen Kirche lutherischen Bekenntnisses in Brasilien, das vom 19. bis 23. August stattfand.

Vorbildfunktion der öffentlichen Hand

Bayerische Ministerien haben weiterhin Nachholbedarf beim Fairen Handel

Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller (CSU) ruft immer wieder Verbraucherinnen und Verbraucher auf, sich für den Einkauf fair gehandelter Produkte zu entscheiden und so einen Beitrag für mehr globale Gerechtigkeit zu leisten. Auch Unternehmen sollen soziale und ökologische Kriterien bei der Produktion beispielsweise von Textilien beachten. Hierzu hat Minister Müller unter anderem das „Textilbündnis“ (www.textilbuendnis.de) auf den Weg gebracht. Wenn Unternehmen sowie Verbraucherinnen und Verbraucher sich besonders gut verhalten sollen, darf der Staat nicht tatenlos zuschauen. Ihm kommt eine Vorbildfunktion zu.

Das Eine Welt Netzwerk Bayern e.V., der bayerische Dachverband der Eine Welt-Initiativen, Hilfswerke und Weltläden, zu deren Mitgliedern auch das Partnerschaftszentrum Mission EineWelt gehört, hat nach 2011 zum zweiten Mal eine Umfrage bei bayerischen Ministerien durchgeführt, inwieweit dort fair gehandelte Produkte zum Einsatz kommen.

Veranstaltungstipp für Kurzentschlossene

Morgen Abend findet im Caritas-Pirckheimer-Haus (Königstraße 64, Nürnberg) eine Veranstaltung „begegnen und bewegen“ zum Thema „Pfingstkirchen – Herausforderung für die Evangelische Kirche“ statt.

Dr. Marceli Fritz-Winkel, Pfarrerin der Evangelischen Kirche Lutherischen Bekenntnisses in Brasilien und ehemalige Doktorandin von Mission EineWelt, gibt um 19:30 Uhr in einem kurzweiligen Vortrag Gedankenanstöße aus Brasilien zu diesem Thema. Im Anschluss daran bleibt Zeit für Diskussion und Gespräche.

Sie sind herzlich eingeladen!

Am 3. und 4. Juni: Die G7- Alternative in München mit Mission EineWelt

Expertinnen und Experten aus der ganzen Welt diskutieren in Podien und Workshops über eine ökologische und solidarische Welt. Jetzt anmelden!

Offen, demokratisch und solidarisch – so zeigt sich der „Gipfel der Alternativen“ am 3. und 4. Juni in München. Zwei Tage lang werden sich Aktivistinnen und Aktivisten, Vertreterinnen und Vertreter von Initiativen, Projekten, NGOs und Kirchen über ihre Ideen und Konzepte für eine andere Welt verständigen. Dabei geht es nicht allein um die Kritik an der Politik der G7, dem exklusiven Club der reichen Länder, der sich Tage später abgeschottet im bayerischen Schloss Elmau trifft.