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Der politische Abend der SPD in Markt Berolzheim am 17. Juni mit fast 1000 ZuhörerInnen war eine gute Gelegenheit den SPD-PolitikerInnen die Kampagne „Wir nageln sie fest!“ vorzustellen. Denn auch der SPD-Kandidat für das Amt des bayerischen Ministerpräsidenten, Christian Ude, forderte eine Politik, die Wort hält.

Von der Finanzpolitik über die Energie- bis zur Bildungspolitik stellte er der Arbeit der CSU und FDP geführten Landesregierung ein schlechtes Zeugnis aus, die Politik ginge an den Bedürfnissen der Menschen vorbei, Versprechen seien nicht gehalten worden. SPD-Bezirksvorsitzende Mittelfranken und MdL Christa Naaß, Landtagskandidat Harald Dösel und Bundestagskandidatin Anette Pappler stimmten zu und warben für einen Regierungswechsel bei den Wahlen im September.

Ziel der Aktion von Mission EineWelt und Brot für die Welt Bayern ist es unter anderem, Politiker auf ihre Haltung zu den einzelnen Fragen zu prüfen und Wählerinnen und Wählern den Themenkatalog als Entscheidungshilfe an die Hand zu geben. Dazu wurde eigens die Internetseite www.wir-nageln-sie-fest.de geschaltet, auf der Interessierte zu den einzelnen Fragen mitdiskutieren und Informationsmaterial abrufen können.

Unter anderem fordern die beiden Werke ein Verbot von Nahrungsmittelspekulationen, eine Einschränkung des Waffenhandels und die Einhaltung von Klimazielen in der internationalen Politik. Dass sich solches Engagement lohnt, zeigt sich unter anderem darin, dass sich auch kirchliche Gruppen und Einrichtungen seit Jahren für eine Finanztransaktionssteuer einsetzen, die nun wohl auch Aussicht hat, in mehreren europäischen Ländern verwirklicht zu werden.

Sie holen im Kongo aus einsturzgefährdeten Minen Coltan für die Herstellung der begehrten Smartphones, sie klopfen in Indien Steine für Gräber oder Pflaster in Europa, sie ernten Kakaofrüchte in der Elfenbeinküste für die in Deutschland verzehrte Schokolade. Weltweit arbeiten laut UNICEF rund 190,7 Millionen Kinder unter ausbeuterischen Bedingungen, können deshalb nicht zur Schule gehen und haben unter gesundheitlichen Schäden zu leiden.

Mission EineWelt, das Partnerschaftszentrum der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (ELKB), ruft anlässlich des Welttags gegen Kinderarbeit, der alljährlich am 12. Juni begangen wird, Unternehmen, die Politik und KonsumentInnen zu einem stärkeren Einsatz gegen ausbeuterische Kinderarbeit auf.

„Um den Ausstieg aus dem Teufelskreislauf ‚zu niedrige Löhne – Elternarmut – Kinderarbeit‘ zu schaffen, muss jedes Unternehmen entlang seiner Produktionsketten endlich sicherstellen, dass in allen Zulieferbetrieben, auch in Asien, Afrika, Lateinamerika und im Pazifik, existenzsichernde Löhne gezahlt werden“, fordert Pfarrerin Gisela Voltz, Fachreferentin für entwicklungspolitische Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit bei Mission EineWelt. „Es kann nicht sein, dass in Deutschland Produkte verkauft werden dürfen, die unter menschenunwürdigen Bedingungen hergestellt wurden.“

In diesem Sinne sei auch besonders die Politik gefordert, die viel zu lange auf die freiwillige Selbstverpflichtung von Unternehmen gesetzt habe, führt Dr. Jürgen Bergmann, der Leiter des Referats Entwicklung und Politik bei Mission EineWelt an. Deshalb fordere das bayerische evangelische Centrum für Partnerschaft, Entwicklung und Mission auch in seiner Kampagne „Wir nageln sie fest!“ von den zukünftigen Bundes- und Landtagsabgeordneten ein klares „Ja“ zu verbindlichen gesetzlichen Regelungen für Sozialstandards entlang der Lieferkette von Unternehmen sowie Transparenz über erfolgte Umsetzungsschritte. Auf der Webseite der Kampagne www.wir-nageln-sie-fest.de kann ein Brief heruntergeladen werden, mit dem die KandidatInnen im jeweiligen Wahlkreis entsprechend befragt werden können.

Neben Politik und Unternehmen können auch die VerbraucherInnen etwas gegen Kinderarbeit tun, indem sie Produkte aus dem Fairen Handel kaufen, die die Einhaltung von Umwelt- und Sozialstandards garantieren. So ist in Weltläden schon seit langem unter anderem fairer Kaffee und Schokolade erhältlich. Auch das Angebot von fair hergestellter Kleidung (www.gruenemode.org) und Xertifix-zertifizierten Grabsteinen nimmt zu. Und seit kurzem kann das erste fair-phone in die Produktion gehen, weil es genügend KäuferInnen gibt.