Nach drei Jahren in Chile zogen Pfarrer Raphael Quandt und seine Frau Dámaris Bilanz

Pfarrer Raphael Quandt arbeitet seit kurzem als Studentenpfarrer in Bamberg. Die letzten drei Jahre hat der 33-jährige Theologe allerdings gemeinsam mit seiner Frau Dámaris in Chiles Hauptstadt Santiago verbracht und in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Chile (IELCH) zunächst als Gemeindepfarrer in den Gemeinden La Bandera und San Bernardo gearbeitet. Bei einem Abschlussgespräch, das am 16. September bei Mission EineWelt stattfand, berichtete Quandt von schwierigen Zeiten in der Gemeindearbeit, zog aber rückblickend ein positives Resümee des dreijährigen Arbeitseinsatzes in dem südamerikanischen Land.

Er habe bei Dienstantritt eine in sich zerstrittene Gemeinde vorgefunden, die in den 1970/80er Jahren als Basisgemeinde entstanden sei und mit finanzieller Unterstützung von ausländischen Partnern eine Vielzahl von sozialen Projekten aufgebaut habe. Kirchenvorstände in chilenischen Gemeinden hätten viel mehr Macht als hierzulande. Einerseits seien Mitglieder des Kirchenvorstands der Gemeinde mit der Kirchenleitung in Konflikt geraten, andererseits wären Finanzmittel von Partnern weggefallen und damit Stück für Stück einzelne Projekte eingestellt worden. In mühsamer Kleinarbeit habe Quandt deshalb versucht, neues Vertrauen aufzubauen und die Konflikte zu lösen.

Zu seiner Gemeindearbeit seien in den drei Jahren dann noch weitere Aufgaben hinzugewachsen: ein missionarisches Projekt in Padre Hurtado, einem Vorort von Santiago, die Mitarbeit in einer Kommission der Gesamtkirche, ein Lehrauftrag am evangelischen Seminar und schließlich auch die Betreuung der Auslandsgemeinde der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in Santiago, wozu auch die pastorale Begleitung der Villa Baviera gehörte, die besser als ehemalige Colonia Dignidad in Erinnerung ist. Nach der schrecklichen Vergangenheit mit Missbrauch und Folter sollen der Ort und seine Menschen wieder in die chilenische Gesellschaft integriert werden.

Ehefrau Dámaris Quandt war in den letzten beiden Jahren für die Begleitung der jungen Menschen zuständig, die über das Internationale Evangelische Freiwilligenprogramm für ein Jahr in kirchlichen Projekten mitgearbeitet haben. Im heutigen Rückblick, so die Quandts, sei es für sie eine gute und wichtige Zeit gewesen und die Begleitung durch Mission EineWelt und speziell den Lateinamerikareferenten Hans Zeller sei gut gewesen. Drei Jahre in Chile und der dortigen Kirche, so Raphael Quandt, hätten ihn geprägt. „Heute habe ich das Gefühl, die Bedürfnisse, Befindlichkeiten, Sorgen und Hoffnungen einer lutherischen Kirche in Lateinamerika besser zu verstehen als zuvor.“ Die Gesellschaft in dem südamerikanischen Land sei im Umbruch. Das läge an deutlichen neoliberalen Strukturen und zeige sich nicht zuletzt an den Studentenunruhen. Sein Eindruck sei, dass Lateinamerika eine neue Welle der befreienden Theologie gut gebrauchen könne.

In mühsamer Kleinarbeit neues Vertrauen aufbauen

Nach drei Jahren in Chile zogen Pfarrer Raphael Quandt und seine Frau Dámaris Bilanz

Pfarrer Raphael Quandt arbeitet seit kurzem als Studentenpfarrer in Bamberg. Die letzten drei Jahre hat der 33-jährige Theologe allerdings gemeinsam mit seiner Frau Dámaris in Chiles Hauptstadt Santiago verbracht und in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Chile (IELCH) zunächst als Gemeindepfarrer in den Gemeinden La Bandera und San Bernardo gearbeitet. Bei einem Abschlussgespräch, das am 16. September bei Mission EineWelt stattfand, berichtete Quandt von schwierigen Zeiten in der Gemeindearbeit, zog aber rückblickend ein positives Resümee des dreijährigen Arbeitseinsatzes in dem südamerikanischen Land.

Er habe bei Dienstantritt eine in sich zerstrittene Gemeinde vorgefunden, die in den 1970/80er Jahren als Basisgemeinde entstanden sei und mit finanzieller Unterstützung von ausländischen Partnern eine Vielzahl von sozialen Projekten aufgebaut habe. Kirchenvorstände in chilenischen Gemeinden hätten viel mehr Macht als hierzulande. Einerseits seien Mitglieder des Kirchenvorstands der Gemeinde mit der Kirchenleitung in Konflikt geraten, andererseits wären Finanzmittel von Partnern weggefallen und damit Stück für Stück einzelne Projekte eingestellt worden. In mühsamer Kleinarbeit habe Quandt deshalb versucht, neues Vertrauen aufzubauen und die Konflikte zu lösen.

Zu seiner Gemeindearbeit seien in den drei Jahren dann noch weitere Aufgaben hinzugewachsen: ein missionarisches Projekt in Padre Hurtado, einem Vorort von Santiago, die Mitarbeit in einer Kommission der Gesamtkirche, ein Lehrauftrag am evangelischen Seminar und schließlich auch die Betreuung der Auslandsgemeinde der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in Santiago, wozu auch die pastorale Begleitung der Villa Baviera gehörte, die besser als ehemalige Colonia Dignidad in Erinnerung ist. Nach der schrecklichen Vergangenheit mit Missbrauch und Folter sollen der Ort und seine Menschen wieder in die chilenische Gesellschaft integriert werden.

Ehefrau Dámaris Quandt war in den letzten beiden Jahren für die Begleitung der jungen Menschen zuständig, die über das Internationale Evangelische Freiwilligenprogramm für ein Jahr in kirchlichen Projekten mitgearbeitet haben. Im heutigen Rückblick, so die Quandts, sei es für sie eine gute und wichtige Zeit gewesen und die Begleitung durch Mission EineWelt und speziell den Lateinamerikareferenten Hans Zeller sei gut gewesen. Drei Jahre in Chile und der dortigen Kirche, so Raphael Quandt, hätten ihn geprägt. „Heute habe ich das Gefühl, die Bedürfnisse, Befindlichkeiten, Sorgen und Hoffnungen einer lutherischen Kirche in Lateinamerika besser zu verstehen als zuvor.“ Die Gesellschaft in dem südamerikanischen Land sei im Umbruch. Das läge an deutlichen neoliberalen Strukturen und zeige sich nicht zuletzt an den Studentenunruhen. Sein Eindruck sei, dass Lateinamerika eine neue Welle der befreienden Theologie gut gebrauchen könne.

Am kommenden Samstag, 20. September, findet um 14.00 Uhr ein Open-Air-Gottesdienst mit Gemeinden unterschiedlicher Sprache und Herkunft am Jakobsplatz in Nürnberg statt. Mission EineWelt lädt alle Interessierten dazu ein.

„Was kann ein Mensch als Gegenwert für sein Leben geben?“ ist der Gottesdienst überschrieben, der durch Predigt, Musik und Glaubens-Zeugnissen von Christinnen und Christen aus internationalen Gemeinden umrahmt wird.  Neben verschiedenen Spanisch sprechenden Gemeinden aus Nürnberg werden auch die Münchner Gemeinden „Les Elus de Dieu“ und „Les 7 chandeliers“ zu Gast sein. Für die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes sorgen verschiedene Bands sowie die Chöre „Les Ambassadeur pour Christ“ aus Ansbach und der multikulturelle Gospelchor „Sanjola“ aus Nürnberg.

In der Fußgängerzone werden die Menschen dort abgeholt, wo sie sich gerade befinden und zu dem Gottesdienst eingeladen. Jede und jeder kann teilnehmen, mitmachen oder spontan dazukommen. Die Veranstaltung beginnt um 14.00 Uhr auf dem Jakobsplatz. Bei Regen findet der Gottesdienst in der St. Jakobskirche statt.

Die Gemeinden unterschiedlicher Sprache und Herkunft, die von Christen und Christinnen aus anderen Ländern in Deutschland gegründet wurden, bringen sich mit neuen geistlichen Impulsen in das deutsche Gottesdienstleben ein. Mission EineWelt begleitet die Arbeit dieser Gemeinden bereits seit mehreren Jahren und bietet in Kooperation mit den Landeskirchen von Württemberg, Baden und der Pfalz den theologischen Fortbildungskurs „Mission Süd-Nord“ (kurz: MiSüNo) an. Ziel dieses Kurses ist es unter anderem, Gemeindepastoren und Mitarbeitenden dieser Gemeinden ein biblisch fundiertes Wissen für ihre Tätigkeit im deutschen Kontext zu vermitteln.

Internationaler Open-Air-Gottesdienst in Nürnberg

Am kommenden Samstag, 20. September, findet um 14.00 Uhr ein Open-Air-Gottesdienst mit Gemeinden unterschiedlicher Sprache und Herkunft am Jakobsplatz in Nürnberg statt. Mission EineWelt lädt alle Interessierten dazu ein.

„Was kann ein Mensch als Gegenwert für sein Leben geben?“ ist der Gottesdienst überschrieben, der durch Predigt, Musik und Glaubens-Zeugnissen von Christinnen und Christen aus internationalen Gemeinden umrahmt wird.  Neben verschiedenen Spanisch sprechenden Gemeinden aus Nürnberg werden auch die Münchner Gemeinden „Les Elus de Dieu“ und „Les 7 chandeliers“ zu Gast sein. Für die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes sorgen verschiedene Bands sowie die Chöre „Les Ambassadeur pour Christ“ aus Ansbach und der multikulturelle Gospelchor „Sanjola“ aus Nürnberg.

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Am Donnerstag, 4. September 2014, fand in der Augustana Hochschule der Eröffnungsvortrag der Vicedom-Dozentur mit Prof. Dr. Remí Klein von der Escola Superior de Teologia, kurz EST, in Sao Leopoldo/Brasilien statt.

Peter Weigand, Direktor von Mission EineWelt, und Dr. Claudia Jahnel, Leiterin des Referats Mission Interkulturell, haben gemeinsam mit Prof. Dr. Gruy Schneider-Ludorff, Rektorin der Augustana Hochschule, und Prof. Dr. Dieter Becker das Konzept für die Dozentur erstellt und mit ihr ein „altes Modell“ der Gastdozenten aus einer Partnerkirche reaktiviert. Ziel ist es, „eine Zeit lang im Team zusammen zu arbeiten, einander zu bereichern, vielleicht auch zu korrigieren und die Beziehungen zwischen den Kirchen zu vertiefen“, so Jahnel in ihrem Begrüßungsvortrag. Es sollen Gastreferenten gewonnen werden, die durch ihre Forschungen einen bemerkenswerten Beitrag zur Förderung von Interkultureller Theologie leisten können.

Prof. Dr. Remí Klein, der von nun an bis Anfang November an der Augustana als Gastdozent unterrichten wird, stammt aus der Evangelischen Kirche Lutherischen Bekenntnisses in Brasilien (IECLB), einer Partnerkirche von Mission EineWelt. Mit der Escola Superior de Teologia (EST) steht das Partnerschaftszentrum zusätzlich in engem Kontakt. Der Lehrer, Theologe und kirchlich ordinierter Katechet ist Vizerektor der Fakultät. Sein Arbeitsschwerpunkt liegt im Bereich der christlichen Erziehung, der Katechetik und des Religionsunterrichts. Forschungsprojekte der letzten Jahre von Prof. Klein beziehen sich auf die Professionalisierung der Religionspädagogik in Brasilien (u.a. Etablierung von Rahmenlehrplänen und Unterrichtsmaterialien / Genderfragen etc.).

Mehr Informationen zur Eröffnungsveranstaltung finden Sie unter: http://www.augustana.de/aktuelles/index.html

Glaube und Entwicklung gehören zusammen

Tansanische Bischöfe zum Meinungsaustausch bei Mission EineWelt

Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Tansania wächst enorm. Das hat nach Aussage von Bischof Job Mbwilo aus der Südwest-Diözese zur Gründung von drei neuen Diözesen in der ostafrikanischen Kirche geführt. Mbwilo war zusammen mit dem stellvertretenden Bischof Dr. George Fihavango (Süddiözese) und Bischof Lewis Saga (Südzentraldiözese) zu einem Meinungsaustausch über die Entwicklungen in ihren Diözesen und der Gesamtkirche bei Mission EineWelt in Neuendettelsau.

Bei einer Gesprächsrunde, die am 9. September in Neuendettelsau stattfand, betonte Mbwilo weiter, dass die tansanische Kirche eine Stärkung der unternehmerischen Fähigkeiten ihrer Mitarbeitenden anstrebe, um eigene Einnahmen zu erhöhen und damit von der Unterstützung der Übersee-Partner unabhängiger zu werden. Sein Kollege Lewis Sanga berichtete, dass die Südzentraldiözese eine pädagogische Ausbildung für Lehrerinnen und Lehrer begonnen hat und einen strategischen Plan mit Schwerpunktsetzungen bis 2018 entwickelt hat. Vizebischof Fihavango schließlich äußerte sich verwundert darüber, dass hierzulande die Bereiche Glaube und Entwicklung im Denken und in der organisatorischen Ausrichtung getrennt werden. In Afrika gehörten beide Dinge eng zusammen.

Alle drei Bischöfe betonten in ihren Ausführungen, dass die verschiedenen Glaubensgruppen in Tansania bei der Bekämpfung von Armut und in der Bewältigung der Konflikte zwischen den Religionen zusammenarbeiten müssen. Die lutherische Kirche des Landes sei beispielsweise Vorreiter im christlich-muslimischen Dialog und setze sich mit der Regierung des ostafrikanischen Landes dafür ein, dass die politisch motivierten Konflikte zwischen den Religionen in Gesprächen vermittelnd gelöst werden. Gleiches gelte für die Landproblematik und die damit verbundenen Ungerechtigkeiten. So habe die Kirche dafür gesorgt, dass eine große Landfläche an Kleinbauern zurückgegeben wurde und damit eine politische Entscheidung rückgängig gemacht worden ist.

Mbwilo, Sanga und Fihavango waren nach einem Besuch beim Berliner Missionswerk, wo auf 190 Jahre der Missionsarbeit im östlichen und südlichen Afrika mit dem thematischen Schwerpunkt der politischen Rolle der Kirchen in den jeweiligen Ländern zurückgeschaut worden war, nach Neuendettelsau gekommen. Bischof Mbwilo wird noch einige Tage im Partnerdekanat Coburg verbringen und Bischof Sanga besucht das Partnerdekanat in Augsburg.

Tansanische Bischöfe zum Meinungsaustausch bei Mission EineWelt

Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Tansania wächst enorm. Das hat nach Aussage von Bischof Job Mbwilo aus der Südwest-Diözese zur Gründung von drei neuen Diözesen in der ostafrikanischen Kirche geführt. Mbwilo war zusammen mit dem stellvertretenden Bischof Dr. George Fihavango (Süddiözese) und Bischof Lewis Saga (Südzentraldiözese) zu einem Meinungsaustausch über die Entwicklungen in ihren Diözesen und der Gesamtkirche bei Mission EineWelt in Neuendettelsau.

Bei einer Gesprächsrunde, die am 9. September in Neuendettelsau stattfand, betonte Mbwilo weiter, dass die tansanische Kirche eine Stärkung der unternehmerischen Fähigkeiten ihrer Mitarbeitenden anstrebe, um eigene Einnahmen zu erhöhen und damit von der Unterstützung der Übersee-Partner unabhängiger zu werden. Sein Kollege Lewis Sanga berichtete, dass die Südzentraldiözese eine pädagogische Ausbildung für Lehrerinnen und Lehrer begonnen hat und einen strategischen Plan mit Schwerpunktsetzungen bis 2018 entwickelt hat. Vizebischof Fihavango schließlich äußerte sich verwundert darüber, dass hierzulande die Bereiche Glaube und Entwicklung im Denken und in der organisatorischen Ausrichtung getrennt werden. In Afrika gehörten beide Dinge eng zusammen.

Alle drei Bischöfe betonten in ihren Ausführungen, dass die verschiedenen Glaubensgruppen in Tansania bei der Bekämpfung von Armut und in der Bewältigung der Konflikte zwischen den Religionen zusammenarbeiten müssen. Die lutherische Kirche des Landes sei beispielsweise Vorreiter im christlich-muslimischen Dialog und setze sich mit der Regierung des ostafrikanischen Landes dafür ein, dass die politisch motivierten Konflikte zwischen den Religionen in Gesprächen vermittelnd gelöst werden. Gleiches gelte für die Landproblematik und die damit verbundenen Ungerechtigkeiten. So habe die Kirche dafür gesorgt, dass eine große Landfläche an Kleinbauern zurückgegeben wurde und damit eine politische Entscheidung rückgängig gemacht worden ist.

Mbwilo, Sanga und Fihavango waren nach einem Besuch beim Berliner Missionswerk, wo auf 190 Jahre der Missionsarbeit im östlichen und südlichen Afrika mit dem thematischen Schwerpunkt der politischen Rolle der Kirchen in den jeweiligen Ländern zurückgeschaut worden war, nach Neuendettelsau gekommen. Bischof Mbwilo wird noch einige Tage im Partnerdekanat Coburg verbringen und Bischof Sanga besucht das Partnerdekanat in Augsburg.

Abendveranstaltung mit Generalsekretär Dr. Leonard Mtaita in Nürnberg-Lichtenhof

Das Thema „Christlich-muslimischer Dialog in Tansania“ steht im Mittelpunkt einer Abendveranstaltung, zu der das evangelische Partnerschaftszentrum Mission EineWelt und das Begegnungszentrum Brücke-Köprü am Dienstag, den 16. September, in den Gemeindesaal der Gustav-Adolf-Gedächtniskirche nach Nürnberg-Lichtenhof (Allersberger Straße 116) einlädt.

Der Generalsekretär des Nationalen Christenrates Tansanias, Pfarrer Dr. Leonard Mtaita, wird über das Zusammenleben von Christen und Muslimen in der ostafrikanischen Region und die Zusammenarbeit von Religionen und Regierung für ein friedliches Miteinander in Tansania berichten. Der Vortrag von Generalsekretär Mtaita wird in englischer Sprache mit deutscher Übersetzung sein. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zur Diskussion.

Beginn der Veranstaltung aus der Reihe „begegnen und bewegen – Impulse aus Mission EineWelt“ ist 19.30 Uhr.

Abendveranstaltung mit Generalsekretär Dr. Leonard Mtaita in Nürnberg-Lichtenhof

Das Thema „Christlich-muslimischer Dialog in Tansania“ steht im Mittelpunkt einer Abendveranstaltung, zu der das evangelische Partnerschaftszentrum Mission EineWelt und das Begegnungszentrum Brücke-Köprü am Dienstag, den 16. September, in den Gemeindesaal der Gustav-Adolf-Gedächtniskirche nach Nürnberg-Lichtenhof (Allersberger Straße 116) einlädt.

Der Generalsekretär des Nationalen Christenrates Tansanias, Pfarrer Dr. Leonard Mtaita, wird über das Zusammenleben von Christen und Muslimen in der ostafrikanischen Region und die Zusammenarbeit von Religionen und Regierung für ein friedliches Miteinander in Tansania berichten. Der Vortrag von Generalsekretär Mtaita wird in englischer Sprache mit deutscher Übersetzung sein. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zur Diskussion.

Beginn der Veranstaltung aus der Reihe „begegnen und bewegen – Impulse aus Mission EineWelt“ ist 19.30 Uhr.

Rekordbeteiligung beim diesjährigen Fotowettbewerb der Freiwilligen von Mission EineWelt

Insgesamt 32 junge Freiwillige haben am diesjährigen Fotowettbewerb von Mission EineWelt teilgenommen und 76 Fotos aus 13 Partnerländern ins Rennen geschickt. Das ist Rekord in der Geschichte des Wettbewerbs. Insgesamt sind im Auftrag des Partnerschaftszentrums derzeit 49 Freiwillige in 15 Partnerländern und arbeiten dort ein Jahr lang in kirchlichen Projekten mit.

In drei Kategorien konnten die jungen Leute jeweils ein Bild einsenden: Alltag und Leben im jeweiligen Land, aus dem Alltag der Freiwilligenarbeit und ein Motiv zum Kampagnenthema „Land“ des Zentrums. Die fünfköpfige Jury hat nun die drei Siegerfotos ausgewählt und prämiert.

Den ersten Platz belegte eine Momentaufnahme von Johanna Maihöfer, die in Bolivien aufgenommen wurde. Das Bild der Tübingerin zeigt eine Marktfrau, die gerade ihr Mittagessen isst, im traditionellen Outfit der Cholita paceña mit Handy. Die Jury hob in ihrer Urteilsbegründung die sehr gelungene Umsetzung der Gleichzeitigkeit von Moderne und Tradition auf diesem Foto hervor. Das Bild strahlt innere Ruhe und Harmonie aus und beeindruckt durch den gewählten Ausschnitt und Farbgebung.

Auf Platz 2 landet ein Foto aus Tansania, das Verena Knöll aus Ellingen aufgenommen hat. Es zeigt Kinder beim Tauziehen während eines Kinderbibeltages. Die Jury befand: Das Bild ist fotografisch brillant und überzeuge sowohl durch den besonderen Bildausschnitt, als auch durch die eingefangene Szene. Es stecke den Betrachtenden mit seiner Fröhlichkeit und Dynamik an.

Antje-Frieda Schröder aus dem niedersächsischen Meinersen schließlich gewann mit ihrem Foto eines Mannes bei seiner Arbeit in der Makoroboi-Area in Mwanza (Tansania) den 3. Preis. Das Bild zeigt ihn, wie er aus Altmetall neue Gebrauchsgegenstände herstellt. Die Momentaufnahme, so die Jurybegründung, zeige einen Alltag in Tansania, der für Touristinnen und Touristen nicht offensichtlich ist und übliche Klischeevorstellungen durchbricht: Ein sinnvoller Umgang mit Ressourcen ermögliche einen ausreichenden Lebensunterhalt und schaffe Zufriedenheit.

Der 1. Preis wird von Mission EineWelt mit 300 Euro prämiert, der 2. Preis mit 200 Euro und der 3. Preis mit 100 Euro.

Hinweis: Das Auswahlverfahren für einen Freiwilligen-Einsatz ab 2015 beginnt bereits im September 2014 mit den Infotagen in München und Nürnberg.