„Unser täglich Brot“ war das Motto des diesjährigen „Evangelischen Frauendinners“ im Evangelischen Haus Schwabach Anfang Februar. Rund 180 Frauen waren dazu eingeladen, sich nach einem Abendessen aus regionalen Bio-Lebensmitteln an mehreren Thementischen über die Bedeutung unseres „täglich Brotes“ auszutauschen und zu informieren.

Getreu dem Motto war auch das Spendenprojekt des Abends ausgewählt worden: Die Veranstalterinnen baten um Spenden für die Bäckerei des Rehabilitationszentrums Usa River in Tansania. Dort hatte vor einigen Jahren der deutsche Bäcker Kai Küfner im Auftrag von Mission EineWelt eine Bäckerei aufgebaut und Einheimischen sein Wissen, was das Backen von Brot und Brötchen angeht, weitergegeben. Aus kleinen Anfängen erwuchs ein regional bekanntes Projekt. Inzwischen werden die Backwaren aus Usa River auch weit über den Ort hinaus vertrieben. Die Bäckerei bietet auch den in Usa River lebenden Menschen mit Behinderung eine Möglichkeit, sich mit ihren Gaben für die Gemeinschaft einzubringen und zum Unterhalt des Zentrums beizutragen.

Das Projekt überzeugte auch die Teilnehmerinnen am Evangelischen Frauendinner: Sie spendeten über 600 Euro. Friederike Spörl-Springer, die Leiterin des Evangelischen Bildungswerks Schwabach, überreichte das Geld persönlich an Julia Ratzmann von Mission EineWelt.

Das Evangelische Frauendinner ist eine gemeinsame Veranstaltung des Bildungswerks in Kooperation mit dem Bund Naturschutz Schwabach, dem Eine-Welt-Laden, der Kirchengemeinde Sankt Martin Schwabach sowie den Dekanatsfrauen. Es fand bereits zum fünften Mal statt. Im Mittelpunkt des Abends steht stets ein biblisches Wort, über das die Frauen nach dem gemeinsamen Abendessen an Thementischen ins Gespräch kommen.

Als Mensch mit Behinderung in Tansania zu leben ist hart! Noch immer wird in einigen Dörfern eine Behinderung als Strafe Gottes angesehen. Das Usa River Rehabilitations- und Trainingscenter hält dieser Sichtweise bereits seit über 20 Jahren den Slogan „Wir glauben an deine Fähigkeiten!“ entgegen. Etwa 150 Menschen mit und ohne Behinderung leben und lernen an diesem Ort der Hoffnung. Hier werden ihre Schwächen respektiert und die Stärken gefördert. Denn jede/r ist es wert, gefördert zu werden. Rund 400 Frauen und Männer bekamen im Usa River Rehabilitations- und Trainingscenter bisher Hilfe und Ausbildung, damit sie ein selbstbestimmtes und unabhängiges Leben führen können.

Julia Ratzmann