Informationen zum Einsatz

  • Beginn: nach Anfrage (nicht in den Sommerferien)
  • Dauer: mind. 6 Wochen (gerne länger)
  • Art: Pflichtpraktikum im Studium oder Orientierungspraktikum (i.d.R. Vollzeit)

Praktikum im Referat Bildung Global

Das Referat Bildung Global ist für die entwicklungspolitische Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit bei Mission EineWelt zuständig. Wir veranstalten und organisieren zahlreiche Bildungsangebote wie Studientage, Wochenendseminare, Fortbildungen, Workshops, Ausstellungen, Vorträge und Studienfahrten und sind das Zentrum der entwicklungspolitischen Kampagnenarbeit innerhalb von Mission EineWelt. Als Serviceleistungen bieten wir die Ausleihe von Literatur, Medien, Modulen für die Bildungsarbeit und Ausstellungen zu Themen des Globalen Lernens. Das Referat Bildung Global ist Heimat des „Studienbegleitprogramm für Studierende aus Afrika, Asien und Lateinamerika“ – (STUBE Bayern).


Sensibilisierung für entwicklungspolitische Bildungsarbeit

Ziel des Praktikums sind die verschiedenen Bereiche und Formen der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit kennenzulernen. Als Praktikant*in erhalten Sie Einblick in die entwicklungspolitische Kampagnen-, Advocacy- und Lobbyarbeit sowie das Globale Lernen.

 

Wir bieten Ihnen ...

eine interessante und abwechslungsreiche Tätigkeit im Referat Bildun Global. Während des Praktikums arbeiten Sie im Bildungsbereich (globales Lernen), bei entwicklungspolitischen Kampagnen und in der Organisation der Fwilligendienste mit. Sie erhalten zudem eine konzeptionelle und inhaltliche Praxisbetreuung durch eine/n qualifizierte/n Mitarbeiter/in.

Zu Ihren Aufgaben als Praktikant:in gehört unter anderem…

  • Konzeption und Fortschreibung von Kampagnen, Workshops, Bildungskisten und Informationsmaterialien
  • Mitarbeit in entwicklungspolitischen Kampagnen (erlassjahr.de, fair toys, Saubere Kleidung, Kampagnen zur Welternährung und Landfragen, Lieferkettengesetz etc.)
  • Mitarbeit in der Workshoparbeit der EineWeltStation Nürnberg: Workshops für Schule und Gemeinde zu entwicklungspolitischen Themen ("Globales Lernen")
  • Mitarbeit bei STUBE Bayern: Organisation und Durchführung von Studientagen und Wochenendseminaren zur
  • Mitarbeit in der Konzeption, Finanzakquise und Gestaltung von Veranstaltungen, Wochenendseminaren, Studientagen etc.
  • Recherchearbeiten zu entwicklungspolitischen Themen

Wir suchen ...

eine (welt-)offene Person, die Interesse hat, sich in einem Werk mit christlich motivierten Zielen zu engagieren. Wir erwarten, dass die übertragenen Aufgaben verantwortungsbewusst und zuverlässig erfüllt werden, sowie eine aktive und selbstständige Mitarbeit im Team.

Gewünschte / erforderliche Kenntnisse...

  • Geeignet für Studierende der ...
    • Sozialen Arbeit, Sozialwirtschaft, Pädagogik
    • Sozialwissenschaften (Politik, Soziologie, Staatswissenschaften etc.)
    • Kulturwissenschaften, Geographie
    • Theologie, Religionspädagogik, Diakonik
    • ...
  • Offenheit und Interesse für Menschen aus anderen Kulturen und für entwicklungsbezogene Zusammenhänge
  • Grundlegende PC-Kenntnisse

Weitere Eckdaten zur Stelle:

Die Praktikumsstelle ist dem Referat Bildung Global zugeordnet.

Kontakt für Bewerbungen:
Vollständige Bewerbungen mit Motivationsschreiben, Lebenslauf , Zeugnissen und der Angabe von möglichen Zeiträum(en) und Länge des Praktikums (mind. 6 Wochen, i.d.R. Vollzeit) sowie Art des Praktikums (Pflichtpraktikum im Rahmen eines Studiums oder freiwilliges Orientierungspraktikum) bitte an: (gerne per Mail als pdf)

Mission EineWelt
Referat Bildung Global
Pfarrerin Gisela Voltz

Königstr. 64
90402 Nürnberg

Tel.: 09874 9-1720
Mail:

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Datenschutz

Gerechter Welthandel

Die derzeitige Politik der EU folgt größtenteils den Interessen von großen Konzernen und Unternehmen. Eine faire und nachhaltige Handelspolitik wird bestenfalls in Sonntagsreden beschworen. In der Praxis handelt die EU immer wieder Abkommen aus, die nicht nur ungerechte Regeln und Strukturen festschreiben, sondern auch die sozialstaatlich basierte Gestaltungsfreiheit der sozialen Daseinsvorsorge und rechtsstaatliche Prinzipien gefährden. Demokratie, soziale Gerechtigkeit, Klimaschutz und Finanzmarktkontrolle drohen für die Interessen internationaler Konzerne ausgehöhlt zu werden. Solche Abkommen verschärfen die Armut im globalen Süden und vergrößern die Schere zwischen Arm und Reich weltweit. Sie tragen somit zu einem erhöhten Migrationsdruck bei. Und sie stehen im Widerspruch zur christlichen Grundüberzeugung, dass die Wirtschaft im Dienst des Lebens steht und dem Wohl aller Menschen dienen soll.

Eigentlich verpflichtet der EU-Vertrag von Lissabon die europäische Handelspolitik dazu, zur Förderung der Menschenrechte, der Armutsbekämpfung und der nachhaltigen Entwicklung beizutragen. Doch die derzeit verhandelten Wirtschaftspartnerschaftsabkommen mit afrikanischen Staaten (Economic Partnership Agreements - EPAs) verstärken asymmetrische Handelsbeziehungen, und Rohstoffraubbau, behindern die regionale Integration in Afrika und erzwingen den Marktzugang für billige europäische Produkte auf Kosten einheimischer ProduzentInnen.

Die Politik muss die Einhaltung sozialer und ökologischer Standards in Handelsverträgen fest verankern und Menschenrechte vor Konzerninteressen setzen. Handelsabkommen müssen stets auf ihre Verträglichkeit mit dem Wohl des Gemeinwesens überprüft werden.

 

Weitere Informationen:
Netzwerk Gerechter Welthandel:
www.gerechter-welthandel.org
Entwicklung braucht Entschuldung – Bündnis erlassjahr.de: www.erlassjahr.de

Religionsfreiheit weltweit

„Gewalt im Namen von Religion und islamistischer Terror gehören zur Wirklichkeit unserer Zeit und machen Angst. Daraus darf aber keine Angst vor der Religion an sich werden oder generell vor Menschen muslimischen Glaubens. Dieser Trugschluss gefährdet den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Religionsfreiheit.

Als Christinnen und Christen treten wir für Religionsfreiheit ein. Wir sehen die verbindenden Ursprünge und Gemeinsamkeiten der verschiedenen Religionen, genauso wie wir die Unterschiede sehen. Der Dialog zwischen Religionen und Konfessionen ist nicht immer einfach, jedoch fruchtbar, wo es Offenheit und Respekt auf allen Seiten gibt. Toleranz endet, wo Religion und Religionsfreiheit missbraucht werden, um Menschen und ihre Würde zu verletzen. Deswegen stehen wir an der Seite bedrängter und verfolgter Christinnen und Christen weltweit.“
(https://www.ekd.de/Zehn-Ueberzeugungen-Flucht-und-Integration-14970.htm)

Überall sind Politik, Religionsgemeinschaften und jede/r Einzelne gefordert, die Religionsfreiheit zu achten und Menschen nicht wegen ihres Glaubens oder ihrer Weltanschauung zu diskriminieren, zu misshandeln, zu verfolgen oder zu ermorden.

 

Weitere Informationen:

https://www.bayern-evangelisch.de/was-uns-bewegt/christenverfolgung.php

https://www.ekd.de/ekd_de/ds_doc/oekumenischer_bericht_religionsfreiheit2017.pdf

http://www.bruecke-nuernberg.de/

https://mission-einewelt.de/internationale-beziehungen/partnerkirchen-uebersee/

Menschenwürdige Arbeit

Ein Großteil unserer alltäglichen Konsumgüter wie Nahrungsmittel, Kleidung oder IT-Produkte werden unter menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen hergestellt. Viele ArbeitnehmerInnen werden nicht ausreichend bezahlt und leiden unter mangelndem Arbeits- und Gesundheitsschutz. Versuche, sich zur Durchsetzung von Arbeitsrechten gewerkschaftlich organisieren, werden vielerorts massiv, nicht selten auch mit physischer Gewalt, unterdrückt.

-Wirtschaftliche Betriebe sollen ihrer unternehmerischen Sorgfaltspflicht durch die Einhaltung sozialer Standards und der Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) nachkommen. Dazu gehört auch die Verantwortung für die Einhaltung dieser Standards und Normen entlang der kompletten Lieferkette.

- Die Politik ist gefordert, klare gesetzliche Rahmenbedingungen für die Einhaltung sozialer Standards und der Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) durch Unternehmen zu gestalten. Die Einführung einer Berichtspflicht sowie von Sanktionsmöglichkeiten sind unabdingbar. Mission EineWelt fordert die Bundesregierung auf, sich ernsthaft und konstruktiv für das Zustandekommen des auf Ebene der Vereinten Nationen angestrebten verbindlichen internationalen Abkommens für Wirtschaft und Menschenrechte („UN-Treaty“) einzusetzen, das klare Regeln für Unternehmen und Klagemöglichkeiten für Geschädigte vorsieht und vor allem die Einhaltung von Menschenrechten vor Handelsinteressen stellt.

 

Weitere Informationen:

Eine Welt Netzwerk Bayern e.V.: www.eineweltnetzwerkbayern.de

Treaty Alliance Deutschland: https://www.cora-netz.de/cora/die-treaty-alliance-deutschland/

Aktion fair toys: www.woek.de/themen-projekte/fair-spielt/

Kampagne für Saubere Kleidung: http://www.saubere-kleidung.de/

Handyaktion Bayern: www.handyaktion-bayern.de