Trainee im Referat Bildung Global

Mission EineWelt gestaltet im Auftrag der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern die part-nerschaftlichen Beziehungen zu Kirchen in Afrika, Asien, Lateinamerika und dem Pazifik/Ostasien und setzt sich in Deutschland für die Anliegen der Einen Welt ein.

Zum 1. September 2022 ist eine Traineestelle neu zu besetzen.

Die Stelle ist dem Referat Bildung Global zugeordnet und hat den Umfang von 20 Wochenstunden.
Dienstorte sind Neuendettelsau und Nürnberg. Die Stelle ist auf 12 Monate befristet.

Das Referat Bildung Global will durch entwicklungsbezogene und interkulturelle Bildungsarbeit sowie durch Kampagnen und Lobbyarbeit eine Stärkung des Bewusstseins für Weltverantwortung erreichen, Interkulturalität als Bereicherung verstehen und global verantwortliches Handeln fördern.

Ihre Bewerbungsunterlagen senden Sie bitte per Mail bis 10.07.2022 an:

Mission EineWelt
Frau Renate Wagner

Hauptstraße 2
91564 Neuendettelsau

Telefon: 09874 9-1002, Fax: 09874 9-3190
E-Mail: renate.wagner@mission-einewelt.de

Fragen zur Trainee-Stelle (Inhaltlich):

Mission EineWelt, Stadtbüro Nürnberg
Herr Dr. Jürgen Bergmann

Telefon: 0911 36672-0
E-Mail: juergen.bergmann@mission-einewelt.de

Wir suchen:
Eine junge Hochschulabsolventin oder einen jungen Hochschulabsolventen, die oder der Berufserfahrung in den Bereichen des Globalen Lernens sowie der interkulturellen und entwicklungspolitischen Seminar- und Kampagnenarbeit sammeln will. Auch Einblicke in die Bereiche Mittelakquise, Projektmonitoring, Evaluierung und Abrechnung werden gegeben. Ein Trainee unterstützt alle anfallenden Arbeiten im neu entstehenden Referat Bildung Global (bisher Referat Mission Interkulturell und Referat Entwicklung und Politik).

Wir setzen voraus:
Studienabschluss in einem für die Arbeit des Referats relevanten Fach sowie ein überdurchschnittliches Interesse für Menschen aus anderen Kulturen und für entwicklungspolitische Zusammenhänge.
Sehr gute Teamfähigkeit und Motivation, selbständiges Arbeiten (ggf. unter Anleitung), Grundlegende PC-Kenntnisse.
Mitgliedschaft in einer Kirche der ACK ist gewünscht.

Wir bieten:
Ein internationales Arbeitsumfeld.
Kreative und engagierte Kolleginnen und Kollegen.
Wir arbeiten teamorientiert und pflegen ein offenes und freundliches Arbeitsklima.
Zusatzleistungen im Rahmen der Altersversorgung.
Ein umfangreiches Programm der betrieblichen Gesundheitsförderung.

Die Vergütung erfolgt in Anlehnung an den TV-L in der Regel in Entgeltgruppe 9 mit den üblichen Sozialleistungen des kirchlichen Dienstes.

Weitere Informationen zur Stelle:
Mission EineWelt
Stadtbüro Nürnberg
Dr. Jürgen Bergmann
Tel.: 0911 36672-0
E-Mail: juergen.bergmann@mission-einewelt.de

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Gerechter Welthandel

Die derzeitige Politik der EU folgt größtenteils den Interessen von großen Konzernen und Unternehmen. Eine faire und nachhaltige Handelspolitik wird bestenfalls in Sonntagsreden beschworen. In der Praxis handelt die EU immer wieder Abkommen aus, die nicht nur ungerechte Regeln und Strukturen festschreiben, sondern auch die sozialstaatlich basierte Gestaltungsfreiheit der sozialen Daseinsvorsorge und rechtsstaatliche Prinzipien gefährden. Demokratie, soziale Gerechtigkeit, Klimaschutz und Finanzmarktkontrolle drohen für die Interessen internationaler Konzerne ausgehöhlt zu werden. Solche Abkommen verschärfen die Armut im globalen Süden und vergrößern die Schere zwischen Arm und Reich weltweit. Sie tragen somit zu einem erhöhten Migrationsdruck bei. Und sie stehen im Widerspruch zur christlichen Grundüberzeugung, dass die Wirtschaft im Dienst des Lebens steht und dem Wohl aller Menschen dienen soll.

Eigentlich verpflichtet der EU-Vertrag von Lissabon die europäische Handelspolitik dazu, zur Förderung der Menschenrechte, der Armutsbekämpfung und der nachhaltigen Entwicklung beizutragen. Doch die derzeit verhandelten Wirtschaftspartnerschaftsabkommen mit afrikanischen Staaten (Economic Partnership Agreements - EPAs) verstärken asymmetrische Handelsbeziehungen, und Rohstoffraubbau, behindern die regionale Integration in Afrika und erzwingen den Marktzugang für billige europäische Produkte auf Kosten einheimischer ProduzentInnen.

Die Politik muss die Einhaltung sozialer und ökologischer Standards in Handelsverträgen fest verankern und Menschenrechte vor Konzerninteressen setzen. Handelsabkommen müssen stets auf ihre Verträglichkeit mit dem Wohl des Gemeinwesens überprüft werden.

 

Weitere Informationen:
Netzwerk Gerechter Welthandel:
www.gerechter-welthandel.org
Entwicklung braucht Entschuldung – Bündnis erlassjahr.de: www.erlassjahr.de

Religionsfreiheit weltweit

„Gewalt im Namen von Religion und islamistischer Terror gehören zur Wirklichkeit unserer Zeit und machen Angst. Daraus darf aber keine Angst vor der Religion an sich werden oder generell vor Menschen muslimischen Glaubens. Dieser Trugschluss gefährdet den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Religionsfreiheit.

Als Christinnen und Christen treten wir für Religionsfreiheit ein. Wir sehen die verbindenden Ursprünge und Gemeinsamkeiten der verschiedenen Religionen, genauso wie wir die Unterschiede sehen. Der Dialog zwischen Religionen und Konfessionen ist nicht immer einfach, jedoch fruchtbar, wo es Offenheit und Respekt auf allen Seiten gibt. Toleranz endet, wo Religion und Religionsfreiheit missbraucht werden, um Menschen und ihre Würde zu verletzen. Deswegen stehen wir an der Seite bedrängter und verfolgter Christinnen und Christen weltweit.“
(https://www.ekd.de/Zehn-Ueberzeugungen-Flucht-und-Integration-14970.htm)

Überall sind Politik, Religionsgemeinschaften und jede/r Einzelne gefordert, die Religionsfreiheit zu achten und Menschen nicht wegen ihres Glaubens oder ihrer Weltanschauung zu diskriminieren, zu misshandeln, zu verfolgen oder zu ermorden.

 

Weitere Informationen:

https://www.bayern-evangelisch.de/was-uns-bewegt/christenverfolgung.php

https://www.ekd.de/ekd_de/ds_doc/oekumenischer_bericht_religionsfreiheit2017.pdf

http://www.bruecke-nuernberg.de/

https://mission-einewelt.de/internationale-beziehungen/partnerkirchen-uebersee/

Menschenwürdige Arbeit

Ein Großteil unserer alltäglichen Konsumgüter wie Nahrungsmittel, Kleidung oder IT-Produkte werden unter menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen hergestellt. Viele ArbeitnehmerInnen werden nicht ausreichend bezahlt und leiden unter mangelndem Arbeits- und Gesundheitsschutz. Versuche, sich zur Durchsetzung von Arbeitsrechten gewerkschaftlich organisieren, werden vielerorts massiv, nicht selten auch mit physischer Gewalt, unterdrückt.

-Wirtschaftliche Betriebe sollen ihrer unternehmerischen Sorgfaltspflicht durch die Einhaltung sozialer Standards und der Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) nachkommen. Dazu gehört auch die Verantwortung für die Einhaltung dieser Standards und Normen entlang der kompletten Lieferkette.

- Die Politik ist gefordert, klare gesetzliche Rahmenbedingungen für die Einhaltung sozialer Standards und der Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) durch Unternehmen zu gestalten. Die Einführung einer Berichtspflicht sowie von Sanktionsmöglichkeiten sind unabdingbar. Mission EineWelt fordert die Bundesregierung auf, sich ernsthaft und konstruktiv für das Zustandekommen des auf Ebene der Vereinten Nationen angestrebten verbindlichen internationalen Abkommens für Wirtschaft und Menschenrechte („UN-Treaty“) einzusetzen, das klare Regeln für Unternehmen und Klagemöglichkeiten für Geschädigte vorsieht und vor allem die Einhaltung von Menschenrechten vor Handelsinteressen stellt.

 

Weitere Informationen:

Eine Welt Netzwerk Bayern e.V.: www.eineweltnetzwerkbayern.de

Treaty Alliance Deutschland: https://www.cora-netz.de/cora/die-treaty-alliance-deutschland/

Aktion fair toys: www.woek.de/themen-projekte/fair-spielt/

Kampagne für Saubere Kleidung: http://www.saubere-kleidung.de/

Handyaktion Bayern: www.handyaktion-bayern.de