COMIN – Einsatz für die indigene Bevölkerung Brasiliens

Land ist Leben für die indigene Bevölkerung Brasiliens

Der 9. August wird von den Vereinten Nationen als der Internationale Tag der indigenen Bevölkerungen gefeiert. Seit 1994 wird dieser Tag begangen, der auf die Rechte der Ureinwohner aufmerksam machen will. Der Gedenktag soll auf die Kultur, Tradition und das Recht auf Grundstückseigentum der Urbevölkerung hinweisen. Weltweit wird die Zahl der Angehörigen indigener Völker auf etwa 350 Millionen Menschen geschätzt. In Brasilien umfasst diese Bevölkerungsgruppe eine Vielzahl verschiedener Ethnien. Hier leben heute noch rund 500.000 Indigene in 208 Völkern.

Indigene Bevölkerung in Brasilien

 

COMIN, der Indianermissionsrat der Evangelischen Kirche lutherischen Bekenntnisses in Brasilien, möchte Schritte der Versöhnung gehen und Brücken bauen.

Der Rat unterstützt die Indigenen beim Kampf um ihre Rechte, stärkt sie in ihrer eigenen Identität und klärt in der brasilianischen Gesellschaft über die Kultur der indigenen Völker auf. Ziel ist es, das Selbstbestimmungs- und Selbstverwirklichungsrecht zu unterstützen. COMIN steht auf der Seite der Indigenen, indem er sie bei der Wahrung ihrer Rechte unterstützt.

Das Land bedeutet für die Urbevölkerung Leben. Deshalb realisiert COMIN viele Projekte, die auch die wirtschaftliche Existenz der Indigenen sichert.

Viele der jungen Menschen sehen einerseits ihre eigene Tradition in Frage gestellt. Auf der anderen Seite sind sie den Herausforderungen der kulturellen Veränderung nicht gewachsen. Dies führt zu einer wachsenden Perspektivlosigkeit. Auch hier sieht COMIN zunehmend die Notwendigkeit, mit Sozialprogrammen den jungen Leuten Hilfen anzubieten. Damit werden traditionelle Kenntnisse, alte Kunstfertigkeiten, Vorstellungen und Erfahrungen der eigenen Kultur vermittelt.

Mission EineWelt unterstützt die wichtige Projektarbeit von COMIN bereits seit vielen Jahren.

Bitte helfen auch Sie den indigenen Gemeinschaften, ihre Wurzeln und ihr traditionelles Wissen wieder zu entdecken und zu leben.

Spendenstichwort: Tag der Indigenen
(Projekt-Nr. 1410124)

Weitere Spendenprojekte

KonfiDank 2021
Prävention im Camp: Antje Henke erklärt, wie man Knoten in der Brust erkennt. © ELKB/Niemz Communications/Jens WegenerELKB/Niemz Communications/Jens Wegener
Aufklärungsarbeit in Tansania
KonfiDank 2020
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Lebensrettende Infusionen werden dringend benötigt
Die Kinder in der Schule lernen fleißig – Bildung schafft neue Zukunftschancen
Mädchen im PLCC, Kenia
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Seemann an Deck
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MAF-Flieger in Papua-Neuguinea
Raphael, ehemaliger Schüler des URRC, ist heute erfolgreich als Schuster

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Gerechter Welthandel

Die derzeitige Politik der EU folgt größtenteils den Interessen von großen Konzernen und Unternehmen. Eine faire und nachhaltige Handelspolitik wird bestenfalls in Sonntagsreden beschworen. In der Praxis handelt die EU immer wieder Abkommen aus, die nicht nur ungerechte Regeln und Strukturen festschreiben, sondern auch die sozialstaatlich basierte Gestaltungsfreiheit der sozialen Daseinsvorsorge und rechtsstaatliche Prinzipien gefährden. Demokratie, soziale Gerechtigkeit, Klimaschutz und Finanzmarktkontrolle drohen für die Interessen internationaler Konzerne ausgehöhlt zu werden. Solche Abkommen verschärfen die Armut im globalen Süden und vergrößern die Schere zwischen Arm und Reich weltweit. Sie tragen somit zu einem erhöhten Migrationsdruck bei. Und sie stehen im Widerspruch zur christlichen Grundüberzeugung, dass die Wirtschaft im Dienst des Lebens steht und dem Wohl aller Menschen dienen soll.

Eigentlich verpflichtet der EU-Vertrag von Lissabon die europäische Handelspolitik dazu, zur Förderung der Menschenrechte, der Armutsbekämpfung und der nachhaltigen Entwicklung beizutragen. Doch die derzeit verhandelten Wirtschaftspartnerschaftsabkommen mit afrikanischen Staaten (Economic Partnership Agreements - EPAs) verstärken asymmetrische Handelsbeziehungen, und Rohstoffraubbau, behindern die regionale Integration in Afrika und erzwingen den Marktzugang für billige europäische Produkte auf Kosten einheimischer ProduzentInnen.

Die Politik muss die Einhaltung sozialer und ökologischer Standards in Handelsverträgen fest verankern und Menschenrechte vor Konzerninteressen setzen. Handelsabkommen müssen stets auf ihre Verträglichkeit mit dem Wohl des Gemeinwesens überprüft werden.

 

Weitere Informationen:
Netzwerk Gerechter Welthandel:
www.gerechter-welthandel.org
Entwicklung braucht Entschuldung – Bündnis erlassjahr.de: www.erlassjahr.de

Religionsfreiheit weltweit

„Gewalt im Namen von Religion und islamistischer Terror gehören zur Wirklichkeit unserer Zeit und machen Angst. Daraus darf aber keine Angst vor der Religion an sich werden oder generell vor Menschen muslimischen Glaubens. Dieser Trugschluss gefährdet den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Religionsfreiheit.

Als Christinnen und Christen treten wir für Religionsfreiheit ein. Wir sehen die verbindenden Ursprünge und Gemeinsamkeiten der verschiedenen Religionen, genauso wie wir die Unterschiede sehen. Der Dialog zwischen Religionen und Konfessionen ist nicht immer einfach, jedoch fruchtbar, wo es Offenheit und Respekt auf allen Seiten gibt. Toleranz endet, wo Religion und Religionsfreiheit missbraucht werden, um Menschen und ihre Würde zu verletzen. Deswegen stehen wir an der Seite bedrängter und verfolgter Christinnen und Christen weltweit.“
(https://www.ekd.de/Zehn-Ueberzeugungen-Flucht-und-Integration-14970.htm)

Überall sind Politik, Religionsgemeinschaften und jede/r Einzelne gefordert, die Religionsfreiheit zu achten und Menschen nicht wegen ihres Glaubens oder ihrer Weltanschauung zu diskriminieren, zu misshandeln, zu verfolgen oder zu ermorden.

 

Weitere Informationen:

https://www.bayern-evangelisch.de/was-uns-bewegt/christenverfolgung.php

https://www.ekd.de/ekd_de/ds_doc/oekumenischer_bericht_religionsfreiheit2017.pdf

http://www.bruecke-nuernberg.de/

https://mission-einewelt.de/internationale-beziehungen/partnerkirchen-uebersee/

Menschenwürdige Arbeit

Ein Großteil unserer alltäglichen Konsumgüter wie Nahrungsmittel, Kleidung oder IT-Produkte werden unter menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen hergestellt. Viele ArbeitnehmerInnen werden nicht ausreichend bezahlt und leiden unter mangelndem Arbeits- und Gesundheitsschutz. Versuche, sich zur Durchsetzung von Arbeitsrechten gewerkschaftlich organisieren, werden vielerorts massiv, nicht selten auch mit physischer Gewalt, unterdrückt.

-Wirtschaftliche Betriebe sollen ihrer unternehmerischen Sorgfaltspflicht durch die Einhaltung sozialer Standards und der Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) nachkommen. Dazu gehört auch die Verantwortung für die Einhaltung dieser Standards und Normen entlang der kompletten Lieferkette.

- Die Politik ist gefordert, klare gesetzliche Rahmenbedingungen für die Einhaltung sozialer Standards und der Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) durch Unternehmen zu gestalten. Die Einführung einer Berichtspflicht sowie von Sanktionsmöglichkeiten sind unabdingbar. Mission EineWelt fordert die Bundesregierung auf, sich ernsthaft und konstruktiv für das Zustandekommen des auf Ebene der Vereinten Nationen angestrebten verbindlichen internationalen Abkommens für Wirtschaft und Menschenrechte („UN-Treaty“) einzusetzen, das klare Regeln für Unternehmen und Klagemöglichkeiten für Geschädigte vorsieht und vor allem die Einhaltung von Menschenrechten vor Handelsinteressen stellt.

 

Weitere Informationen:

Eine Welt Netzwerk Bayern e.V.: www.eineweltnetzwerkbayern.de

Treaty Alliance Deutschland: https://www.cora-netz.de/cora/die-treaty-alliance-deutschland/

Aktion fair toys: www.woek.de/themen-projekte/fair-spielt/

Kampagne für Saubere Kleidung: http://www.saubere-kleidung.de/

Handyaktion Bayern: www.handyaktion-bayern.de