Mädchen der Orang Asli © MEW/Paulsteiner

Mädchen der Orang Asli

Dorf der Orang Asli im Regenwald © MEW/Paulsteiner

Ein Dorf der Orang Asli – versteckt im Regenwald …

Impressionen aus dem Leben der Orang Asli

Touching Hearts

Ohne Bildung hat man keine Chancen.

Dieser Satz ist fast überall wahr, aber insbesondere bei den Orang Asli. Die Ureinwohner Malaysias leben als Halbnomaden zurückgezogen in den Regenwäldern des Landes. Abseits der Verkehrswege, ohne Schulen und medizinische Versorgung herrschen dort besonders schwierige Lebensumstände. Um den Kindern der Orang Asli zu ermöglichen, eine Schule zu besuchen, wurde von der Lutherischen Kirche in Malaysia das „Touching Hearts“-Programm ins Leben gerufen.

Um zur Grundschule zu kommen, müssen die Kinder der Orang Asli viele Kilometer durch den dichten, feuchten Regenwald bis zur nächsten Busstation laufen. Bereits im Morgengrauen machen sie sich auf den beschwerlichen Weg. Oft wird die Schule von den Eltern als Zeitverschwendung angesehen, die dazu noch Geld kostet.

Doch ohne Bildung hat man auch in Malaysia keine Chancen. Deshalb hat die Lutherische Kirche dort das „Touching Hearts“-Projekt gestartet. Es ist ein Bildungsprogramm, das Orang Asli-Kindern den Schulbesuch ermöglicht, Buskosten sowie die Verpflegung in der Schulkantine übernimmt.

Außerdem sollen Eltern durch positive Beispiele von gebildeten Kindern überzeugt und Kinder motiviert werden, in die Schule zu gehen.

„Touching Hearts“ die Herzen berühren – ist ein Programm, das den Indigenen Malaysias – und hier besonders den Kindern – Chancen auf eine sichere und selbstständige Zukunft bietet.

Mission EineWelt unterstützt seit Jahrzehnten Bildungsprojekte in den Partnerkirchen. Auch in der medizinischen Grundversorgung, der theologischen und diakonischen Ausbildung sowie in der landwirtschaftlichen Entwicklung sind wird partnerschaftlich engagiert.

Bitte unterstützen Sie die wichtige Arbeit unseres Centrums, damit noch viele Menschen die Möglichkeit auf Bildung und Selbstbestimmung erhalten. Ihre Spende zählt!

Spendenstichwort: Orang Asli

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Katrin Bauer
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Das Land und unsere Partner

Impressionen aus dem Leben der Orang Asli

Das Land und seine Traditionen

Malaysia ist ein großes Land und wird durch das südchinesische Meer in West- und Ostmalaysia getrennt. Ostmalaysia liegt im Norden der Insel Borneo, Westmalaysia auf der malaysischen Halbinsel. Der Großteil der etwa 28 Millionen Einwohner lebt im westlichen Landesteil. Ein Vielvölkerstaat, der durch seine Einwanderer von der malaysischen, indischen und chinesischen Kultur geprägt ist.

Neben der Hauptsprache Bahasa Malay spricht jede Volksgruppe ihre eigene Sprache. Die Hauptstadt des Landes ist Kuala Lumpur, hier befinden sich neben dem malaysischen Parlament auch die Finanz- und Handelszentren.

Die Lutherische Kirche in Malaysia

Die Lutherische Kirche in Malaysia (Lutheran Church in Malaysia, LCM) ist eine von zwei lutherischen Kirchen im Westen des südostasiatischen Landes. Beide Kirchen repräsentieren unterschiedliche Kulturen und Sprachgruppen:

Die LCM besteht hauptsächlich aus Chinesen, während zur Evangelisch-Lutherischen Kirche in Malaysia (ELCM) Christen aus dem indischen Kulturkreis gehören. Mission EineWelt unterhält, im Auftrag der bayerischen Landeskirche, seit über 30 Jahren partnerschaftliche Beziehungen zur LCM.

Die lutherische Kirche ist eine Minderheitenkirche im südost-asiatischen Land. Gerade mal 9 % der Einwohner sind Christen. In dem multireligiösen Staat ist der Islam die Staatsreligion mit 60 % Muslimen. Bischof Aaron Yap sieht die Kirche vor großen Herausforderungen im stärker werdenden islamischen Extremismus, durch Gesetze des Staates, die den Islam bevorzugen und im Entwickeln einer eigenen christlich-malaysischen Identität.

Als wichtiges Arbeitsfeld sieht er die missionarische und diakonische Arbeit bei den malaysischen Ureinwohnern, den Orang Asli. Sie erhalten unter anderem Unterstützung in der medizinischen Versorgung, Englischkurse und durch das Bildungsprogramm „Touching Hearts“, welches Kindern den Schulbesuch ermöglicht.

Zusammenarbeit mit der Lutherischen Kirche in Malaysia

Theologische Bildungsarbeit
Malaysia wird zwar vom Islam (Staatsreligion) dominiert, doch es gibt daneben noch viele andere Religionen. In diesem multireligiösen Umfeld leben christliche Gemeinden, auch die der Lutherischen Kirche in Malaysia.  Um die lutherische Identität der Kirche zu stärken, hat die Kirche Mission EineWelt um personelle Unterstützung in der Aus- und Weiterbildung ihrer Pfarrerinnen und Pfarrer sowie der kirchlichen Mitarbeiter gebeten. Seit 2002 ist ein bayerischer Pfarrer für diesen Arbeitsschwerpunkt verantwortlich. Neben Studien zum lutherischen Bekenntnis werden in Kursen auch praktisch-theologische Themen und aktuelle Fragen aufgenommen.

Sozialarbeit
Malaysia steht an der Schwelle zu einem modernen Industriestaat. Doch damit verliert auch die Großfamilie als soziales Netz ihre Bedeutung in den Ballungszentren der Städte. Um ihrer sozialen Aufgabe gerecht zu werden, eröffnete die lutherische Kirche Anfang 2003 ein Altenheim für mittellose und vereinsamte Senioren in Kuala Lumpur, das bezuschusst wird. Ein weiteres Heim wurde 2006 in Ipoh eröffnet.

Missionarische Arbeit
Die unter ihrem Namen Orang Asli bekannten Ureinwohner Malaysias leben als Halbnomaden zurückgezogen in den Wäldern des Landes, abseits der Verkehrswege, ohne Schulen und medizinische Versorgung. Mit ihrem ganzheitlichen Missionsverständnis bringt die Kirche den Orang Asli in einigen Dörfern im Norden des Landes deshalb seit vielen Jahren nicht nur die Bibel nahe, sondern schickt auch Ärzte, Krankenschwestern und Englischlehrer. Sie führt Kindergärten, vergibt Schulstipendien und berät in Gesundheits- und Ernährungsfragen.

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KonfiDank 2021
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Gerechter Welthandel

Die derzeitige Politik der EU folgt größtenteils den Interessen von großen Konzernen und Unternehmen. Eine faire und nachhaltige Handelspolitik wird bestenfalls in Sonntagsreden beschworen. In der Praxis handelt die EU immer wieder Abkommen aus, die nicht nur ungerechte Regeln und Strukturen festschreiben, sondern auch die sozialstaatlich basierte Gestaltungsfreiheit der sozialen Daseinsvorsorge und rechtsstaatliche Prinzipien gefährden. Demokratie, soziale Gerechtigkeit, Klimaschutz und Finanzmarktkontrolle drohen für die Interessen internationaler Konzerne ausgehöhlt zu werden. Solche Abkommen verschärfen die Armut im globalen Süden und vergrößern die Schere zwischen Arm und Reich weltweit. Sie tragen somit zu einem erhöhten Migrationsdruck bei. Und sie stehen im Widerspruch zur christlichen Grundüberzeugung, dass die Wirtschaft im Dienst des Lebens steht und dem Wohl aller Menschen dienen soll.

Eigentlich verpflichtet der EU-Vertrag von Lissabon die europäische Handelspolitik dazu, zur Förderung der Menschenrechte, der Armutsbekämpfung und der nachhaltigen Entwicklung beizutragen. Doch die derzeit verhandelten Wirtschaftspartnerschaftsabkommen mit afrikanischen Staaten (Economic Partnership Agreements - EPAs) verstärken asymmetrische Handelsbeziehungen, und Rohstoffraubbau, behindern die regionale Integration in Afrika und erzwingen den Marktzugang für billige europäische Produkte auf Kosten einheimischer ProduzentInnen.

Die Politik muss die Einhaltung sozialer und ökologischer Standards in Handelsverträgen fest verankern und Menschenrechte vor Konzerninteressen setzen. Handelsabkommen müssen stets auf ihre Verträglichkeit mit dem Wohl des Gemeinwesens überprüft werden.

 

Weitere Informationen:
Netzwerk Gerechter Welthandel:
www.gerechter-welthandel.org
Entwicklung braucht Entschuldung – Bündnis erlassjahr.de: www.erlassjahr.de

Religionsfreiheit weltweit

„Gewalt im Namen von Religion und islamistischer Terror gehören zur Wirklichkeit unserer Zeit und machen Angst. Daraus darf aber keine Angst vor der Religion an sich werden oder generell vor Menschen muslimischen Glaubens. Dieser Trugschluss gefährdet den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Religionsfreiheit.

Als Christinnen und Christen treten wir für Religionsfreiheit ein. Wir sehen die verbindenden Ursprünge und Gemeinsamkeiten der verschiedenen Religionen, genauso wie wir die Unterschiede sehen. Der Dialog zwischen Religionen und Konfessionen ist nicht immer einfach, jedoch fruchtbar, wo es Offenheit und Respekt auf allen Seiten gibt. Toleranz endet, wo Religion und Religionsfreiheit missbraucht werden, um Menschen und ihre Würde zu verletzen. Deswegen stehen wir an der Seite bedrängter und verfolgter Christinnen und Christen weltweit.“
(https://www.ekd.de/Zehn-Ueberzeugungen-Flucht-und-Integration-14970.htm)

Überall sind Politik, Religionsgemeinschaften und jede/r Einzelne gefordert, die Religionsfreiheit zu achten und Menschen nicht wegen ihres Glaubens oder ihrer Weltanschauung zu diskriminieren, zu misshandeln, zu verfolgen oder zu ermorden.

 

Weitere Informationen:

https://www.bayern-evangelisch.de/was-uns-bewegt/christenverfolgung.php

https://www.ekd.de/ekd_de/ds_doc/oekumenischer_bericht_religionsfreiheit2017.pdf

http://www.bruecke-nuernberg.de/

https://mission-einewelt.de/internationale-beziehungen/partnerkirchen-uebersee/

Menschenwürdige Arbeit

Ein Großteil unserer alltäglichen Konsumgüter wie Nahrungsmittel, Kleidung oder IT-Produkte werden unter menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen hergestellt. Viele ArbeitnehmerInnen werden nicht ausreichend bezahlt und leiden unter mangelndem Arbeits- und Gesundheitsschutz. Versuche, sich zur Durchsetzung von Arbeitsrechten gewerkschaftlich organisieren, werden vielerorts massiv, nicht selten auch mit physischer Gewalt, unterdrückt.

-Wirtschaftliche Betriebe sollen ihrer unternehmerischen Sorgfaltspflicht durch die Einhaltung sozialer Standards und der Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) nachkommen. Dazu gehört auch die Verantwortung für die Einhaltung dieser Standards und Normen entlang der kompletten Lieferkette.

- Die Politik ist gefordert, klare gesetzliche Rahmenbedingungen für die Einhaltung sozialer Standards und der Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) durch Unternehmen zu gestalten. Die Einführung einer Berichtspflicht sowie von Sanktionsmöglichkeiten sind unabdingbar. Mission EineWelt fordert die Bundesregierung auf, sich ernsthaft und konstruktiv für das Zustandekommen des auf Ebene der Vereinten Nationen angestrebten verbindlichen internationalen Abkommens für Wirtschaft und Menschenrechte („UN-Treaty“) einzusetzen, das klare Regeln für Unternehmen und Klagemöglichkeiten für Geschädigte vorsieht und vor allem die Einhaltung von Menschenrechten vor Handelsinteressen stellt.

 

Weitere Informationen:

Eine Welt Netzwerk Bayern e.V.: www.eineweltnetzwerkbayern.de

Treaty Alliance Deutschland: https://www.cora-netz.de/cora/die-treaty-alliance-deutschland/

Aktion fair toys: www.woek.de/themen-projekte/fair-spielt/

Kampagne für Saubere Kleidung: http://www.saubere-kleidung.de/

Handyaktion Bayern: www.handyaktion-bayern.de