Usa River – Tansania

Wir glauben an deine Fähigkeiten: Usa River Rehabilitation and Training Center (URRC) in Tansania

Als behinderter Mensch in Tansania, einem der ärmsten Länder Afrikas, zu leben, ist hart! Noch immer wird in manchen Dörfern eine Behinderung als Strafe Gottes gesehen. Behinderte Kinder werden sogar versteckt. Kaum vorstellbar, aber es soll in Tansania immer noch Regionen geben, in denen behinderte Babys gleich nach der Geburt getötet werden. Aber es kann auch anders sein…

Impressionen aus dem Usa River Rehabilitation and Training Center (URRC)

 

Jahrelang hatte Rehema ihren Sohn Raphael, der mit einem so genannten Klumpfuß geboren wurde, aus Scham verborgen.

Immer, wenn seine Geschwister zur Schule gingen, saß Raphael traurig im Hinterhof. Doch dann kamen die Mitarbeitenden des Usa River Behindertenzentrums in das kleine Dorf. Und mit ihnen die Chance für den damals 14-Jährigen.

Er wurde operiert, bekam orthopädische Schuhe und machte eine solide Ausbildung zum Schuster. Jetzt nimmt er sein Leben selbst in die Hand. Er hat eine eigene kleine Werkstatt in Sanya Juu, am westlichen Fuß des Kilimandscharo. Weder er noch seine Mutter Rehema glauben heute, dass eine angeborene Behinderung eine Strafe Gottes ist. Sie sind heute „frohe Botschafter“ Gottes!

All dies war nur möglich, weil es das Usa River Behindertenzentrum gibt.

Seit mehr als 20 Jahren wird dort Menschen mit einer Behinderung geholfen. Die Schwächen werden respektiert und die Stärken gefördert. Denn: Der Einrichtungsleiter, Diakon Claus Heim, und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind davon überzeugt,dass jeder Mensch etwas ganz Besonderes ist. Jeder ist es wert, gefördert zu werden. Als „Kraft raubend und dabei so Energie spendend“ beschreibt Claus Heim seine Arbeit. Von Mission EineWelt entsandt, arbeitet er für die tansanische Kirche. Gemeinsam mit den Lehrern, Physiotherapeuten und Mitarbeitern bringt er sich für die Behinderten ein, um ihnen ein möglichst normales und selbstbestimmtes Leben bis ins hohe Alter zu ermöglichen.

Bitte unterstützen auch Sie die wichtige Arbeit von Claus Heim mit Ihrer Spende.

Mission EineWelt setzt sich mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und seinen Partnerkirchen für die Armen und Schwachen ein.

Spendenstichwort: USA River – Wir glauben an deine Fähigkeiten (Projekt-Nr. 1410645)

Filmbeitrag über das Usa River Rehabilitation and Training Center, Zentrum für Menschen mit Behinderung in Tansania

Weitere Spendenprojekte

KonfiDank 2021
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Raphael, ehemaliger Schüler des URRC, ist heute erfolgreich als Schuster

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Gerechter Welthandel

Die derzeitige Politik der EU folgt größtenteils den Interessen von großen Konzernen und Unternehmen. Eine faire und nachhaltige Handelspolitik wird bestenfalls in Sonntagsreden beschworen. In der Praxis handelt die EU immer wieder Abkommen aus, die nicht nur ungerechte Regeln und Strukturen festschreiben, sondern auch die sozialstaatlich basierte Gestaltungsfreiheit der sozialen Daseinsvorsorge und rechtsstaatliche Prinzipien gefährden. Demokratie, soziale Gerechtigkeit, Klimaschutz und Finanzmarktkontrolle drohen für die Interessen internationaler Konzerne ausgehöhlt zu werden. Solche Abkommen verschärfen die Armut im globalen Süden und vergrößern die Schere zwischen Arm und Reich weltweit. Sie tragen somit zu einem erhöhten Migrationsdruck bei. Und sie stehen im Widerspruch zur christlichen Grundüberzeugung, dass die Wirtschaft im Dienst des Lebens steht und dem Wohl aller Menschen dienen soll.

Eigentlich verpflichtet der EU-Vertrag von Lissabon die europäische Handelspolitik dazu, zur Förderung der Menschenrechte, der Armutsbekämpfung und der nachhaltigen Entwicklung beizutragen. Doch die derzeit verhandelten Wirtschaftspartnerschaftsabkommen mit afrikanischen Staaten (Economic Partnership Agreements - EPAs) verstärken asymmetrische Handelsbeziehungen, und Rohstoffraubbau, behindern die regionale Integration in Afrika und erzwingen den Marktzugang für billige europäische Produkte auf Kosten einheimischer ProduzentInnen.

Die Politik muss die Einhaltung sozialer und ökologischer Standards in Handelsverträgen fest verankern und Menschenrechte vor Konzerninteressen setzen. Handelsabkommen müssen stets auf ihre Verträglichkeit mit dem Wohl des Gemeinwesens überprüft werden.

 

Weitere Informationen:
Netzwerk Gerechter Welthandel:
www.gerechter-welthandel.org
Entwicklung braucht Entschuldung – Bündnis erlassjahr.de: www.erlassjahr.de

Religionsfreiheit weltweit

„Gewalt im Namen von Religion und islamistischer Terror gehören zur Wirklichkeit unserer Zeit und machen Angst. Daraus darf aber keine Angst vor der Religion an sich werden oder generell vor Menschen muslimischen Glaubens. Dieser Trugschluss gefährdet den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Religionsfreiheit.

Als Christinnen und Christen treten wir für Religionsfreiheit ein. Wir sehen die verbindenden Ursprünge und Gemeinsamkeiten der verschiedenen Religionen, genauso wie wir die Unterschiede sehen. Der Dialog zwischen Religionen und Konfessionen ist nicht immer einfach, jedoch fruchtbar, wo es Offenheit und Respekt auf allen Seiten gibt. Toleranz endet, wo Religion und Religionsfreiheit missbraucht werden, um Menschen und ihre Würde zu verletzen. Deswegen stehen wir an der Seite bedrängter und verfolgter Christinnen und Christen weltweit.“
(https://www.ekd.de/Zehn-Ueberzeugungen-Flucht-und-Integration-14970.htm)

Überall sind Politik, Religionsgemeinschaften und jede/r Einzelne gefordert, die Religionsfreiheit zu achten und Menschen nicht wegen ihres Glaubens oder ihrer Weltanschauung zu diskriminieren, zu misshandeln, zu verfolgen oder zu ermorden.

 

Weitere Informationen:

https://www.bayern-evangelisch.de/was-uns-bewegt/christenverfolgung.php

https://www.ekd.de/ekd_de/ds_doc/oekumenischer_bericht_religionsfreiheit2017.pdf

http://www.bruecke-nuernberg.de/

https://mission-einewelt.de/internationale-beziehungen/partnerkirchen-uebersee/

Menschenwürdige Arbeit

Ein Großteil unserer alltäglichen Konsumgüter wie Nahrungsmittel, Kleidung oder IT-Produkte werden unter menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen hergestellt. Viele ArbeitnehmerInnen werden nicht ausreichend bezahlt und leiden unter mangelndem Arbeits- und Gesundheitsschutz. Versuche, sich zur Durchsetzung von Arbeitsrechten gewerkschaftlich organisieren, werden vielerorts massiv, nicht selten auch mit physischer Gewalt, unterdrückt.

-Wirtschaftliche Betriebe sollen ihrer unternehmerischen Sorgfaltspflicht durch die Einhaltung sozialer Standards und der Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) nachkommen. Dazu gehört auch die Verantwortung für die Einhaltung dieser Standards und Normen entlang der kompletten Lieferkette.

- Die Politik ist gefordert, klare gesetzliche Rahmenbedingungen für die Einhaltung sozialer Standards und der Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) durch Unternehmen zu gestalten. Die Einführung einer Berichtspflicht sowie von Sanktionsmöglichkeiten sind unabdingbar. Mission EineWelt fordert die Bundesregierung auf, sich ernsthaft und konstruktiv für das Zustandekommen des auf Ebene der Vereinten Nationen angestrebten verbindlichen internationalen Abkommens für Wirtschaft und Menschenrechte („UN-Treaty“) einzusetzen, das klare Regeln für Unternehmen und Klagemöglichkeiten für Geschädigte vorsieht und vor allem die Einhaltung von Menschenrechten vor Handelsinteressen stellt.

 

Weitere Informationen:

Eine Welt Netzwerk Bayern e.V.: www.eineweltnetzwerkbayern.de

Treaty Alliance Deutschland: https://www.cora-netz.de/cora/die-treaty-alliance-deutschland/

Aktion fair toys: www.woek.de/themen-projekte/fair-spielt/

Kampagne für Saubere Kleidung: http://www.saubere-kleidung.de/

Handyaktion Bayern: www.handyaktion-bayern.de