UTT – Under the tree

Ein Weg in eine friedvolle Zukunft für die Kinder aus Liberia

Voller Begeisterung spielen die Kinder auf dem Dorfplatz Fußball. Ihre Augen leuchten. Sie lachen, versuchen ehrgeizig den Ball zu bekommen, sie streiten und vertragen sich wieder. Die laute Gruppe gehört zu einem Programm der Lutherischen Kirche von Liberia – UTT.

Impressionen aus dem Usa River Rehabilitation and Training Center (URRC)

 

UTT – Under the Tree (Unter dem Baum) wurde 2003 inmitten des Bürgerkriegs Liberias in den Flüchtlingslagern ins Leben gerufen und nach den traditionellen Treffpunkten im Schatten von Bäumen benannt. Traumatisierte und in ihrem sozialen Verhalten beeinträchtigte Flüchtlingskinder erfahren hier Hilfe.

Als sich nach Beendigung des Krieges und der langsamen Auflösung der Flüchtlingslager die Frage stellte, ob das Programm weitergehen sollte, machten die Mütter der von UTT betreuten Kinder deutlich:

„Wenn wir zurückgehen in unsere Dörfer, brauchen wir UTT dort! Die Kinder sollen weiterhin lernen, miteinander zu arbeiten, zu spielen und von Gott zu hören, ungeachtet ihrer Herkunft und Religion. Wir wollen nie wieder Krieg haben.“

So entstanden zahlreiche Zentren, wo sich Kinder unter Aufsicht und Anleitung treffen.

Sie erfahren spielerisch, was es bedeutet, trotz auftretender Streitigkeiten offen, herzlich und fair miteinander umzugehen. In einem Land, in dem im jahrelangen Bürgerkrieg tiefes Misstrauen im Miteinander der Menschen entstanden ist, bedeutet dies, Kindern Verhaltensweisen für eine Zukunft in Frieden mitzugeben.

Mission EineWelt unterstützt seit 2003 das UTT-Programm der Lutherischen Kirche Liberias. Von uns entsandte Mitarbeitende begleiten das Programm von Beginn an. So wird ein Beitrag dazu geleistet, dass traumatisierte Kinder und Jugendliche wieder lernen, herzlich und fair miteinander umzugehen.

Bitte helfen auch Sie mit, die Kinder in Liberia auf dem Weg in eine friedvolle Zukunft zu begleiten. Denn Kinder sind unsere Zukunft!

Spendenstichwort: UTT – Under the Tree (Projekt-Nr. 1410112)

Weitere Spendenprojekte

KonfiDank 2021
Prävention im Camp: Antje Henke erklärt, wie man Knoten in der Brust erkennt. © ELKB/Niemz Communications/Jens WegenerELKB/Niemz Communications/Jens Wegener
Aufklärungsarbeit in Tansania
KonfiDank 2020
Indigene Bevölkerung in Brasilien
Lebensrettende Infusionen werden dringend benötigt
Die Kinder in der Schule lernen fleißig – Bildung schafft neue Zukunftschancen
Mädchen im PLCC, Kenia
Mädchen der Orang Asli © MEW/Paulsteiner
Seemann an Deck
Medizinische Versorgung im Krankenhaus © Thorsten Krafft
MAF-Flieger in Papua-Neuguinea
Raphael, ehemaliger Schüler des URRC, ist heute erfolgreich als Schuster

Jetzt spenden

Datenschutz

Gerechter Welthandel

Die derzeitige Politik der EU folgt größtenteils den Interessen von großen Konzernen und Unternehmen. Eine faire und nachhaltige Handelspolitik wird bestenfalls in Sonntagsreden beschworen. In der Praxis handelt die EU immer wieder Abkommen aus, die nicht nur ungerechte Regeln und Strukturen festschreiben, sondern auch die sozialstaatlich basierte Gestaltungsfreiheit der sozialen Daseinsvorsorge und rechtsstaatliche Prinzipien gefährden. Demokratie, soziale Gerechtigkeit, Klimaschutz und Finanzmarktkontrolle drohen für die Interessen internationaler Konzerne ausgehöhlt zu werden. Solche Abkommen verschärfen die Armut im globalen Süden und vergrößern die Schere zwischen Arm und Reich weltweit. Sie tragen somit zu einem erhöhten Migrationsdruck bei. Und sie stehen im Widerspruch zur christlichen Grundüberzeugung, dass die Wirtschaft im Dienst des Lebens steht und dem Wohl aller Menschen dienen soll.

Eigentlich verpflichtet der EU-Vertrag von Lissabon die europäische Handelspolitik dazu, zur Förderung der Menschenrechte, der Armutsbekämpfung und der nachhaltigen Entwicklung beizutragen. Doch die derzeit verhandelten Wirtschaftspartnerschaftsabkommen mit afrikanischen Staaten (Economic Partnership Agreements - EPAs) verstärken asymmetrische Handelsbeziehungen, und Rohstoffraubbau, behindern die regionale Integration in Afrika und erzwingen den Marktzugang für billige europäische Produkte auf Kosten einheimischer ProduzentInnen.

Die Politik muss die Einhaltung sozialer und ökologischer Standards in Handelsverträgen fest verankern und Menschenrechte vor Konzerninteressen setzen. Handelsabkommen müssen stets auf ihre Verträglichkeit mit dem Wohl des Gemeinwesens überprüft werden.

 

Weitere Informationen:
Netzwerk Gerechter Welthandel:
www.gerechter-welthandel.org
Entwicklung braucht Entschuldung – Bündnis erlassjahr.de: www.erlassjahr.de

Religionsfreiheit weltweit

„Gewalt im Namen von Religion und islamistischer Terror gehören zur Wirklichkeit unserer Zeit und machen Angst. Daraus darf aber keine Angst vor der Religion an sich werden oder generell vor Menschen muslimischen Glaubens. Dieser Trugschluss gefährdet den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Religionsfreiheit.

Als Christinnen und Christen treten wir für Religionsfreiheit ein. Wir sehen die verbindenden Ursprünge und Gemeinsamkeiten der verschiedenen Religionen, genauso wie wir die Unterschiede sehen. Der Dialog zwischen Religionen und Konfessionen ist nicht immer einfach, jedoch fruchtbar, wo es Offenheit und Respekt auf allen Seiten gibt. Toleranz endet, wo Religion und Religionsfreiheit missbraucht werden, um Menschen und ihre Würde zu verletzen. Deswegen stehen wir an der Seite bedrängter und verfolgter Christinnen und Christen weltweit.“
(https://www.ekd.de/Zehn-Ueberzeugungen-Flucht-und-Integration-14970.htm)

Überall sind Politik, Religionsgemeinschaften und jede/r Einzelne gefordert, die Religionsfreiheit zu achten und Menschen nicht wegen ihres Glaubens oder ihrer Weltanschauung zu diskriminieren, zu misshandeln, zu verfolgen oder zu ermorden.

 

Weitere Informationen:

https://www.bayern-evangelisch.de/was-uns-bewegt/christenverfolgung.php

https://www.ekd.de/ekd_de/ds_doc/oekumenischer_bericht_religionsfreiheit2017.pdf

http://www.bruecke-nuernberg.de/

https://mission-einewelt.de/internationale-beziehungen/partnerkirchen-uebersee/

Menschenwürdige Arbeit

Ein Großteil unserer alltäglichen Konsumgüter wie Nahrungsmittel, Kleidung oder IT-Produkte werden unter menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen hergestellt. Viele ArbeitnehmerInnen werden nicht ausreichend bezahlt und leiden unter mangelndem Arbeits- und Gesundheitsschutz. Versuche, sich zur Durchsetzung von Arbeitsrechten gewerkschaftlich organisieren, werden vielerorts massiv, nicht selten auch mit physischer Gewalt, unterdrückt.

-Wirtschaftliche Betriebe sollen ihrer unternehmerischen Sorgfaltspflicht durch die Einhaltung sozialer Standards und der Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) nachkommen. Dazu gehört auch die Verantwortung für die Einhaltung dieser Standards und Normen entlang der kompletten Lieferkette.

- Die Politik ist gefordert, klare gesetzliche Rahmenbedingungen für die Einhaltung sozialer Standards und der Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) durch Unternehmen zu gestalten. Die Einführung einer Berichtspflicht sowie von Sanktionsmöglichkeiten sind unabdingbar. Mission EineWelt fordert die Bundesregierung auf, sich ernsthaft und konstruktiv für das Zustandekommen des auf Ebene der Vereinten Nationen angestrebten verbindlichen internationalen Abkommens für Wirtschaft und Menschenrechte („UN-Treaty“) einzusetzen, das klare Regeln für Unternehmen und Klagemöglichkeiten für Geschädigte vorsieht und vor allem die Einhaltung von Menschenrechten vor Handelsinteressen stellt.

 

Weitere Informationen:

Eine Welt Netzwerk Bayern e.V.: www.eineweltnetzwerkbayern.de

Treaty Alliance Deutschland: https://www.cora-netz.de/cora/die-treaty-alliance-deutschland/

Aktion fair toys: www.woek.de/themen-projekte/fair-spielt/

Kampagne für Saubere Kleidung: http://www.saubere-kleidung.de/

Handyaktion Bayern: www.handyaktion-bayern.de