• Mit Mission EineWelt ein Jahr ins Ausland:
    Internationale Evangelische Freiwilligendienste

IEF COMEBACK: Rückkehrenden-Treffen 2017

„Argumentationstraining gegen Stammtischparolen und Vorurteile“ – von ReferentInnen der AWO und Ehemaligen für Euch vorbereitet!

Immer wieder begegnen uns im Alltag Aussagen oder Haltungen, die diskriminierend sind. Verallgemeinerungen, Kommentare über „die Flüchtlinge“, „die Moslems“ oder Ablehnungen der Vielfalt wie „Multi-Kulti funktioniert nicht“.

Oft sind wir in solchen Situationen erstmal sprachlos, fühlen uns hilflos und nicht immer gelingt es dann, den richtigen Ansatz zu finden, um unser Gegenüber zum Überdenken solcher Aussagen zu bringen.

Im Seminar erfahrt Ihr neue Wege und Ideen zum konstruktiven Umgang mit Vorurteilen und Gerüchten – im Verein, an der Ladenkasse, am Cafétisch, bei der Familienfeier und überall dort, wo Stereotype und Vorurteile unreflektiert verbreitet werden.

In praktischen Übungen und Rollenspielen erprobt Ihr Argumentations- und Antwortstrategien in Alltagssituationen.

  • Hintergrundwissen zum Thema Vorurteile, Stereotype und Gerüchte
  • Die häufigsten aktuellen Vorurteile über Zuwanderung/Zuwanderer und Fakten dagegen
  • Erfolgreiche Kommunikation gegen Vorurteile
  • Erfolgreiche Argumentations- und Antwortstrategien
  • Debunking ( zu deutsch „Entlarven“) als Methode auf falsche Fakten zu reagieren
  • Argumentieren – aber richtig! Gefahren und Schwierigkeiten
  • Praktische Übungen und Rollenspiel

Ein kleines Highlight bildet der gemeinsamen Besuch des Stücks „Das Phantom“ im Gostner Hoftheater. Das Flüchtlingsdrama setzt sich mit Vorurteilen und plakativen Zuschreibungen auseinander, hinterfragt die Werte unserer Gesellschaft und konfrontiert den Zuschauer mit verinnerlichten Rollenbildern.

Außerdem werdet Ihr auch genug Zeit haben, Euch über alles, was Euch sonst gerade beschäftigt und wie es Euch seit Eurer Rückkehr ergangen ist, mit den anderen Ehemaligen auszutauschen und zu plaudern.

Wir freuen uns auf Euch!
Eure Regina

Fragen zum Nord-Süd-Freiwilligendienst?

Programmleitung
NN

Telefon: 09874 9-1830, Fax: 09874 9-3150
E-Mail:

Sekretariat
Susanne Ballak

Telefon: 09874 9-1802, Fax: 09874 9-3150
E-Mail:

Rückkehrer/innen-Arbeit
Simone Bosch

Telefon: 09874 9-1810, Fax: 09874 9-3150
E-Mail:

Rückkehrer/innen-Arbeit
Regina Kramer

Telefon: 09874 9-1850, Fax: 09874 9-3150
E-Mail:

Das Programm wird anerkannt und unterstützt durch

Anmeldung zum Rückkehrenden-Treffen 2017

Veranstaltungsinformationen

Wann:
Donnerstag, 23. März 2017, 17.30 Uhr – Samstag, 25. März 2017, 15 Uhr

Wo:
Jugendherberge Nürnberg, direkt auf dem Burgberg (Burg 2, 90403 Nürnberg)

Wer:
Ehemalige Freiwillige von Mission EineWelt (vorrangig Jahrgang 2015/2016), aber Ehemalige früherer Jahrgänge und anderer Entsendeorganisationen und interessierte, junge Erwachsene sind herzlich wollkommen!

Teilnahmegebühr:
Keine (Unterkunft und Verpflegung ist kostenfrei)

Fahrtkosten:
mit DB, 2. Klasse werden bis Höhe eines Bayerntickets gegen Belegvorlage erstattet

Anmeldefrist: 16. Februar 2017

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Gerechter Welthandel

Die derzeitige Politik der EU folgt größtenteils den Interessen von großen Konzernen und Unternehmen. Eine faire und nachhaltige Handelspolitik wird bestenfalls in Sonntagsreden beschworen. In der Praxis handelt die EU immer wieder Abkommen aus, die nicht nur ungerechte Regeln und Strukturen festschreiben, sondern auch die sozialstaatlich basierte Gestaltungsfreiheit der sozialen Daseinsvorsorge und rechtsstaatliche Prinzipien gefährden. Demokratie, soziale Gerechtigkeit, Klimaschutz und Finanzmarktkontrolle drohen für die Interessen internationaler Konzerne ausgehöhlt zu werden. Solche Abkommen verschärfen die Armut im globalen Süden und vergrößern die Schere zwischen Arm und Reich weltweit. Sie tragen somit zu einem erhöhten Migrationsdruck bei. Und sie stehen im Widerspruch zur christlichen Grundüberzeugung, dass die Wirtschaft im Dienst des Lebens steht und dem Wohl aller Menschen dienen soll.

Eigentlich verpflichtet der EU-Vertrag von Lissabon die europäische Handelspolitik dazu, zur Förderung der Menschenrechte, der Armutsbekämpfung und der nachhaltigen Entwicklung beizutragen. Doch die derzeit verhandelten Wirtschaftspartnerschaftsabkommen mit afrikanischen Staaten (Economic Partnership Agreements - EPAs) verstärken asymmetrische Handelsbeziehungen, und Rohstoffraubbau, behindern die regionale Integration in Afrika und erzwingen den Marktzugang für billige europäische Produkte auf Kosten einheimischer ProduzentInnen.

Die Politik muss die Einhaltung sozialer und ökologischer Standards in Handelsverträgen fest verankern und Menschenrechte vor Konzerninteressen setzen. Handelsabkommen müssen stets auf ihre Verträglichkeit mit dem Wohl des Gemeinwesens überprüft werden.

 

Weitere Informationen:
Netzwerk Gerechter Welthandel:
www.gerechter-welthandel.org
Entwicklung braucht Entschuldung – Bündnis erlassjahr.de: www.erlassjahr.de

Religionsfreiheit weltweit

„Gewalt im Namen von Religion und islamistischer Terror gehören zur Wirklichkeit unserer Zeit und machen Angst. Daraus darf aber keine Angst vor der Religion an sich werden oder generell vor Menschen muslimischen Glaubens. Dieser Trugschluss gefährdet den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Religionsfreiheit.

Als Christinnen und Christen treten wir für Religionsfreiheit ein. Wir sehen die verbindenden Ursprünge und Gemeinsamkeiten der verschiedenen Religionen, genauso wie wir die Unterschiede sehen. Der Dialog zwischen Religionen und Konfessionen ist nicht immer einfach, jedoch fruchtbar, wo es Offenheit und Respekt auf allen Seiten gibt. Toleranz endet, wo Religion und Religionsfreiheit missbraucht werden, um Menschen und ihre Würde zu verletzen. Deswegen stehen wir an der Seite bedrängter und verfolgter Christinnen und Christen weltweit.“
(https://www.ekd.de/Zehn-Ueberzeugungen-Flucht-und-Integration-14970.htm)

Überall sind Politik, Religionsgemeinschaften und jede/r Einzelne gefordert, die Religionsfreiheit zu achten und Menschen nicht wegen ihres Glaubens oder ihrer Weltanschauung zu diskriminieren, zu misshandeln, zu verfolgen oder zu ermorden.

 

Weitere Informationen:

https://www.bayern-evangelisch.de/was-uns-bewegt/christenverfolgung.php

https://www.ekd.de/ekd_de/ds_doc/oekumenischer_bericht_religionsfreiheit2017.pdf

http://www.bruecke-nuernberg.de/

https://mission-einewelt.de/internationale-beziehungen/partnerkirchen-uebersee/

Menschenwürdige Arbeit

Ein Großteil unserer alltäglichen Konsumgüter wie Nahrungsmittel, Kleidung oder IT-Produkte werden unter menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen hergestellt. Viele ArbeitnehmerInnen werden nicht ausreichend bezahlt und leiden unter mangelndem Arbeits- und Gesundheitsschutz. Versuche, sich zur Durchsetzung von Arbeitsrechten gewerkschaftlich organisieren, werden vielerorts massiv, nicht selten auch mit physischer Gewalt, unterdrückt.

-Wirtschaftliche Betriebe sollen ihrer unternehmerischen Sorgfaltspflicht durch die Einhaltung sozialer Standards und der Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) nachkommen. Dazu gehört auch die Verantwortung für die Einhaltung dieser Standards und Normen entlang der kompletten Lieferkette.

- Die Politik ist gefordert, klare gesetzliche Rahmenbedingungen für die Einhaltung sozialer Standards und der Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) durch Unternehmen zu gestalten. Die Einführung einer Berichtspflicht sowie von Sanktionsmöglichkeiten sind unabdingbar. Mission EineWelt fordert die Bundesregierung auf, sich ernsthaft und konstruktiv für das Zustandekommen des auf Ebene der Vereinten Nationen angestrebten verbindlichen internationalen Abkommens für Wirtschaft und Menschenrechte („UN-Treaty“) einzusetzen, das klare Regeln für Unternehmen und Klagemöglichkeiten für Geschädigte vorsieht und vor allem die Einhaltung von Menschenrechten vor Handelsinteressen stellt.

 

Weitere Informationen:

Eine Welt Netzwerk Bayern e.V.: www.eineweltnetzwerkbayern.de

Treaty Alliance Deutschland: https://www.cora-netz.de/cora/die-treaty-alliance-deutschland/

Aktion fair toys: www.woek.de/themen-projekte/fair-spielt/

Kampagne für Saubere Kleidung: http://www.saubere-kleidung.de/

Handyaktion Bayern: www.handyaktion-bayern.de