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Ausstieg aus dem Weiter-So – Globale Initiative für ein Ende der Nutzung fossiler Brennstoffe

Ausstieg aus dem Weiter-So – Globale Initiative für ein Ende der Nutzung fossiler Brennstoffe
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James Bhagwan bei einer Veranstaltung im Haus eckstein in Nürnberg (Foto: Gisela Voltz)
James Bhagwan bei einer Veranstaltung im Haus eckstein in Nürnberg (Foto: Gisela Voltz)

Mission EineWelt unterstützt die weltweite Initiative für ein Fossil Fuel Non Proliferation Treaty. Die Kampagne setzt sich  für einen schrittweisen und gerechten Ausstieg aus der Förderung, Nutzung und Verbreitung fossiler Brennstoffe ein.

Ganz oben auf der Rangliste der Hauptursachen für den Klimawandel stehen fossile Brennstoffe, also hauptsächlich Kohle, Öl, und Gas. Wenn der Klimawandel wirksam begrenzt werden soll, müssen Förderung und Verbrauch dieser Energieträger schnell reduziert und perspektivisch beendet werden. Darüber besteht in Wissenschaft und breiten Teilen der internationalen Gemeinschaft weitgehend Einigkeit. Für viele Länder im Globalen Süden ist das Begrenzen der Erderwärmung eine Frage des Überlebens.

Doch bei den seit 1995 mit einer Ausnahme jährlich stattfindenden Weltklimakonferenzen (COP) hat es lange gedauert, bis überhaupt einmal der Ausstieg aus der Nutzung fossiler Brennstoffe in einer schriftlichen Bestandsaufnahme der Verhandlungen erwähnt wurde – erstmals auf der COP 28 Ende 2023 in Dubai. Vielen Staaten, zivilgesellschaftlichen Organisationen und Einzelpersonen geht das alles zu langsam. Ausgehend von einer Initiative der pazifischen Inselstaaten Vanuatu and Tuvalu hat sich seit 2015 eine weltweite Initiative für den Ausstieg aus der Förderung und Verbreitung fossiler Energieträger entwickelt. Ziel ist es, diesen Ausstieg in einem internationalen Vertrag, einem Fossil Fuel Non Proliferation Treaty, verbindlich und gerecht zu regeln. Im Jahr 2020 wurde die Kampagne dafür offiziell gestartet. Inzwischen sind 18 Staaten, 193 Städte, Gemeinden und regionale Verbünde, 4.211 Unternehmen und zivilgesellschaftliche Organisationen sowie über eine Million Einzelpersonen dem Treaty beigetreten.

„Die Menschen in unseren Partnerkirchen in Afrika und im Pazifikraum haben seit Jahren mit schwersten Folgen des Klimawandels zu kämpfen. Wir können nicht akzeptieren, dass aufgrund unzureichender Fortschritte im Klimaschutz ganze Lebensräume bedroht werden, Inseln im Meer versinken und Menschen ihre Heimat verlieren. Wir unterstützen das Fossil Fuel Treaty aus Solidarität mit den Menschen, die unter dem Klimawandel besonders leiden, obwohl nicht sie ihn verursachen, sondern wir, die reichen Industrieländer im Globalen Norden“, begründet Jürgen Bergmann, Leiter des Referats Bildung Global bei Mission EineWelt, das Engagement für einen Ausstieg aus der Nutzung und Verbreitung fossiler Energieträger.

Dass ein solcher Ausstieg auch aus wirtschaftlicher und sicherheitspolitischer Perspektive sinnvoll sei, zeigten globale Krisen und volatile Energiepreise zunehmend deutlich, ist Bergmann überzeugt. „Angesichts der wegen des Irankriegs steigenden Preise für Öl und Gas und auch angesichts der Tatsache, dass diese steigenden Preise Putins Kriegskasse füllen, erscheint es widersprüchlich, die Förderung erneuerbarer Energien zu streichen und stattdessen wieder verstärkt auf Öl und Gas zu setzen, wie es die Bundesregierung gerade tut“, betont Bergmann.

James Bhagwan, Generalsekretär der Pazifischen Kirchenkonferenz und ein prominenter Vertreter der Kampagne für ein Fossil Fuel Non Proliferation Treaty, beglückwünscht Mission EineWelt zum Beitritt und freut sich darüber, dass die Kampagne weltweit Fahrt aufnimmt: „Es ist ermutigend  zu sehen, dass nach den Pazifik-Staaten nun auch weltweit Staaten und Organisationen der Kampagne beitreten.“

In diesem Video gibt’s das komplette Statement von James Bhagwan: https://youtu.be/zeYty8SV5zM

Weitere Informationen zum Fossil Fuel Non Proliferation Treaty: https://www.fossilfueltreaty.org/

von Thomas Nagel