„In einer Zeit des Wandels und der Umbrüche in Papua-Neuguinea war er ein Brückenbauer und Friedensstifter, ein verlässlicher Partner, der den Menschen Halt und Hoffnung gab“, würdigt Arnim Doerfer, Papua-Neuguinea-Referent bei Mission EineWelt, den Ende Januar im Alter von 80 Jahren verstorbenen ehemaligen Missionar Dieter Menzel.

Geboren und aufgewachsen in Schweinfurt, hörte Menzel in der Jugendgruppe seiner Gemeinde erstmals von der Mission. Es war ein bleibender Eindruck. Nach seiner Ausbildung zum Industriekaufmann kam er Ende der 1950er Jahre ins damalige Missions- und Diaspora Seminar in Neuendettelsau, heute Mission EineWelt. 1966 reiste er zusammen mit seiner Frau Renate nach Papua-Neuguinea aus.

Dort arbeitete er bis 1979 als Circuit Missionary in Mindik, Jalibu und Banz. Als Zeuge des Wandels von Papua-Neuguinea von der Kolonie zum unabhängigen Staat musste Dieter Menzel große Herausforderungen bewältigen. Auch in den 1970er Jahren, als Stammeskriege ausbrachen, war er als Friedensstifter und Haltgeber in besonderer Weise gefragt. Wenzel war dabei den Menschen nahe und gab ihnen durch das gelebte Evangelium Hoffnung in unsicheren und nicht selten gefährlichen Zeiten.

Neben seiner Tätigkeit in den Gemeinden war Menzel auch Berater des Finance Board der Evangelisch-Lutherischen Kirche von Papua-Neuguinea (ELC-PNG). Dabei war er maßgeblich an der Einführung des Sios Wokman Ritaia Fan beteiligt, einem Rentenfonds für die Pastoren der ELCT-PNG, der inzwischen allerdings leider wieder stillgelegt wurde.

1979 kehrte Dieter Menzel nach Deutschland zurück, wo er bis 2002 als Pfarrer an der Lutherkirche Bus und als Dekanatsmissionspfarrer des Dekanats Hof arbeitete. Seinen Ruhestand verbrachte er zum größten Teil in Nürnberg, wo er am 28. Januar nach längerer schwerer Krankheit verstarb.