Ungewöhnlich schwere Regenfälle suchten zum Jahreswechsel 2025/26 das ganze südöstliche Afrika heim. In Mosambik erreichten daraus resultierende Überschwemmungen Ende Januar dramatische Ausmaße. Die Deutsche Welle berichtet, dass mehr als 70.000 Hektar Anbaufläche überflutet wurden und Infrastruktur zerstört wurde. Mehr als 400.000 Menschen sind betroffen. Zum Teil mussten sie sich auf Bäume und Dächer retten. 230.000 Menschen mussten fliehen. Die Zahl der Todesopfer übersteigt 100. Und es ist noch kein Ende der Regenfälle in Sicht. Die Vereinten Nationen ersuchen dringend internationale Hilfe. Auch die Diakonie Katastrophenhilfe, die ein Regionalbüro in der Hauptstadt Maputo unterhält, ist vor Ort und in Kontakt mit der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Mosambik (Igreja Evangélica Luterana em Moçambique, IELM), einer Partnerkirche der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (ELKB).
IELM-Bischof Solomon Matsimbe erklärt in einem Hilferuf an die Partnerkirchen, dass schwere Regenfälle für die Jahreszeit üblich sind und die Flüsse aus den Bergen des Landesinneren immer schon Überschwemmungen im tiefer gelegenen Mosambik verursachten, aber noch nie in diesem dramatischen Ausmaß. Seine Kirche versucht, den betroffenen Kirchengemeinden zu helfen. Aber sie kommt an ihre Grenzen. „Wir brauchen Hilfe“, schreibt Bischof Matsimbe, „jeder noch so kleine Beitrag kann in dieser kritischen Zeit Leben retten.“
Durch seine Lage im Südosten Afrikas am Indischen Ozean ist Mosambik immer wieder von Katastrophen betroffen. Die Deutsche Welle zitiert einen Weltbankbericht, wonach allein zwischen 1980 und 2023 das Land 28 Zyklone, 20 schwere Überschwemmungen und 15 Dürreperioden überstehen musste.
Klaus Dotzer