Eine Welt der Gerechtigkeit, der Solidarität, der Toleranz, der Freiheit, des verantwortungsvollen Umgangs miteinander und mit der Schöpfung – dafür setzt sich Mission EineWelt ein. Zur EU-Wahl am 26. Mai 2019 startet das Partnerschaftszentrum der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern eine Kampagne, die möglichst viele Menschen dafür gewinnen soll, sich gemeinsam aktiv für dieses große Ziel zu engagieren.

„Als Christinnen und Christen sind uns Werte wie Menschenrechte und Gerechtigkeit wichtig. Darum wagen wir hier auch groß zu denken und eben nach den Sternen zu greifen“, sagt Gabriele Hoerschelmann, Direktorin von Mission EineWelt.

Im Zentrum der Kampagne stehen fünf politische Forderungen: Vorrang von Menschen- und Arbeitsrechten vor Investitionsschutz und Profitdenken, hohe Umwelt- und Sozialstandards, Einführung der Finanztransaktionssteuer und effektive Besteuerung transnationaler Konzerne, faire Handelsbeziehungen, effektiver Klimaschutz. Diese Forderungen können in Form von Postkarten oder als E-Mail an PolitikerInnen verschickt werden. Dazu gibt es Aufkleber und Plakate, die für die Forderungen werben.

Ein wichtiger Hintergrund der Kampagne ist auch der Einsatz für ein UN-Abkommen für Menschen- und Arbeitsrechte, das so genannte „Binding Treaty“. Dessen Ziel ist, weltweit klare Regeln für Unternehmen zu schaffen und Menschen, die von Verletzung der Menschen- und Arbeitsrechte betroffen sind, Klagemöglichkeiten zu eröffnen. Damit gäbe es einen weltweit gültigen, verbindlichen, gerichtsbaren Rahmen für Menschen- und Arbeitsrechte statt der bisher nur vereinzelten und unzureichend funktionierenden, mehr oder weniger freiwilligen Selbstkontrolle von Unternehmen. Über 100 Staaten beteiligen sich inzwischen konstruktiv an den Verhandlungen. Die EU und die Bundesrepublik Deutschland nehmen bisher nicht aktiv teil und haben in der Vergangenheit den Verhandlungsprozess teilweise sogar blockiert. Als Mitglied der Treaty Alliance Deutschland fordert Mission EineWelt, dass die Bundesregierung und die EU sich aktiv für dieses Abkommen einsetzen und auf dessen maximale Wirksamkeit und Verbindlichkeit hinwirken.

Über das Versenden der Forderungen hinaus gibt die Kampagne Anregungen dafür, Diskussionen und Interviews mit EU-PolitkerInnen zu organisieren und weitere Ideen für Gesprächs- und Diskussions-formate zu entwickeln.

Informationen und Hintergründe zur Kampagne sowie die Möglichkeit, Material zu bestellen und die Forderungen per E-Mail zu versenden, finden sich auf:

www.eu-gemeinsam.de

Die Website der Treaty Alliance Deutschland:

https://www.cora-netz.de/treaty/