Auf andere zugehen, zuhören, genau hinschauen. Sich einsetzen – nicht laut, aber beharrlich und nachhaltig. Alexander Mielke war in seinem Tun geleitet von Nächstenliebe, Offenheit und von echtem Interesse für die Menschen, die ihm begegneten.
Am 28. März ist er nach langer Krankheit im Alter von 62 Jahren gestorben. Überall, wo er gelebt und gearbeitet hat, werden Menschen sich an ihn erinnern.
Nach seiner Ordination zum Pfarrer im Januar 1993 wurde Alexander Mielke zusammen mit seiner Frau Heike Block-Mielke vom Missionswerk Bayern nach Tansania ausgesendet, wo sie bis 1999 als Pfarrer*innen arbeiteten. Es folgten acht Jahre auf der Pfarrstelle in Wechingen und Holzkirchen. Im Jahr 2007 ging Alexander Mielke im Auftrag der EKD für fünf Jahre nach Toronto. Dort betreute er die Auslandsgemeinde und engagierte sich im Gemeindeprogramm „Getting to Know Neighbours – Understanding World Religions“ in der ökumenischen Zusammenarbeit.
Ab 2013 übernahmen seine Frau und er die Pfarrstelle in Röthenbach an der Pegnitz. Zusätzlich arbeitete Mielke befristet von 2014 bis 2020 auf einer halben Stelle als Studienleiter für interkulturelle Bildungsarbeit im Referat Mission Interkulturell bei Mission EineWelt. Auch in dieser Funktion waren ökumenische Zusammenarbeit und interreligiöser Dialog zentrale Themen seiner Arbeit. Ab 2020 war Alexander Mielke, wiederum auf einer halben Stelle, für die Aussiedlerseelsorge im Prodekanatsbezirk Nürnberg-Ost zuständig. Im Jahr 2023 zwang ihn seine Krankheit, diese Tätigkeit aufzugeben. Ein Jahr später musste er sich auch von der Kirchengemeinde Röthenbach an der Pegnitz verabschieden. Im Herbst 2024 trat er aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig in den Ruhestand.