Am 4. November 2018 wurde Pfarrer Yusuph Mbago, ökumenischer Mitarbeiter von Mission EineWelt, mit einem festlichen und richtig fröhlichen Gottesdienst in seiner künftigen Gemeinde in Oberhaching eingeführt. Gleich zwei Chöre sorgten für eine schöne Stimmung und trugen dazu bei, dass der Gottesdienst trotz einer guten tansanischen Länge von über zwei Stunden wie im Flug verging. Es war zu spüren, dass sich die Gemeindeglieder und die vielen VertreterInnen der Tansania-Partnerschaften auf Yusuph Mbago und seine Familie, Ehefrau Tupulike Mahenge und die beiden Töchter Agape und Rebeka, freuen. Von jeder Partnerschaftsgruppe wurden ihnen Willkommensgeschenke und Grüße überbracht, oft sogar auf Kiswahili – ein Zeichen dafür, wie fest verankert die Partnerschaften im Dekanat München sind. Das Oberhachinger Pfarrersehepaar Irene Geiger-Schaller und Karsten Schaller begrüßten die neuen Gemeindeglieder im Namen der Gemeinde und hoben hervor, wie deren Anwesenheit die langjährige Partnerschaft mit der Gemeinde Ikwete in Tansania gestärkt und bestätigt wird. „Seit über 30 Jahren besteht diese Partnerschaft und jetzt bekommen wir einen Pfarrer, der genau aus dieser Gegend kommt – das ist fast wie ein Wunder“, betonte Karsten Schaller.

Da Yusuph Mbago in den kommenden vier Jahren zu je einer Hälfte in der Gemeinde Oberhaching und überregional für Mission EineWelt, dem Centrum für Partnerschaft, Entwicklung und Mission, in ganz Bayern tätig sein wird, wurde er entsprechend auch vom Dekan des Prodekanats München-Südost, Mathis Steinbauer, und dem Direktor von Mission EineWelt, Hanns Hoerschelmann, eingeführt.

In seiner Antrittspredigt über Römer 13, 1-7 sprach Yusuph Mbago ganz im Sinne Martin Luthers darüber, dass der Staat dafür eingesetzt sei, die öffentliche Ordnung zu garantieren. Nehme der Staat seine Aufgabe jedoch nicht so wahr, dass er seinen BürgerInnen ordentlich diene, dann hätten die ChristInnen das Recht, die VertreterInnen des Staates zu ermahnen und sie an ihre Pflichten zu erinnern, und daran, ihre Arbeit als DienerInnen Gottes zu tun.

Genau das haben kirchliche Vertreter der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Tansania in diesem Jahr gemacht und die tansanische Regierung im sogenannten „Osterbrief“ an ihre Pflicht zu gutem Regieren erinnert.

Manfred Kurth