Im Alter von 84 Jahren verstarb mit Susanna B. Telewoda am 21. Januar 2026 eine der profiliertesten Vertreter*innen der afrikanischen und weltweiten lutherischen Ökumene.
In ihrer Bekanntmachung vom 6. Februar schreibt die Lutherische Kirche in Liberia (LCL):
„Großmutter Sue, wie sie liebevoll genannt wurde, schrieb Geschichte, als sie 1984 auf der 17. Vollversammlung des Lutherischen Weltbundes (LWB) zur ersten afrikanischen Vizepräsidentin gewählt wurde. Sie übte dieses Amt von 1984 bis 1990 treu aus und zeichnete sich in dieser Zeit durch ihre visionäre Führungsstärke, ihr starkes Engagement für Inklusion und ihren unerschütterlichen Einsatz für die Mission und Einheit der Kirche aus. Ihr Wirken öffnete Frauen in ganz Afrika und darüber hinaus neue Türen und ist bis heute ein bleibendes Zeugnis ihres Mutes, ihrer Weisheit und ihrer Hingabe.
Auf nationaler Ebene war Susanna B. Telewoda ein engagiertes Mitglied der St. Andrew Lutheran Church in Monrovia. Sie diente ihrer Kirche viele Jahre lang mit großem Eifer, wobei ihr besonderes Augenmerk dem Kindergottesdienst galt, wo sie junge Menschen im christlichen Glauben und christlichen Werten unterrichtete. Ihre Bescheidenheit, Disziplin und Liebe zu Gottes Werk machten sie bei vielen beliebt, und ihr Vermächtnis wird auch künftige Generationen inspirieren. Viele Jahre lang war sie Generalsekretärin der Lutherischen Kirche in Liberia.“
Auch in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern und bei Mission EineWelt gedenken viele Menschen „Grandma Sue“ in dankbarer Erinnerung.
Die Beisetzung findet am Samstag, 14. Februar, in der St. Andrew Kirchengemeinde in Monrovia statt.
Klaus Dotzer