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Exerzitien im Alltag leben-entfalten

Mitten im Alltag bietet sich mit dem ökumenisch-geistlichen Übungsweg „leben-entfalten“ die Möglichkeit, feinfühlig zu werden für die Gegenwart Gottes. Es geht darum, Gottes Spuren im persönlichen Leben und in seiner Schöpfung zu entdecken. Die Exerzitien im Alltag wollen ein Erfahrungsweg sein, Gott aus dem Leben heraus und das Leben von Gott her zu verstehen. Sie können zugleich auch ein Verwandlungsweg sein, sich seiner Verantwortung für unsere gemeinsame Zukunft bewusst zu werden.

Als Hintergrundfolie für den Übungsweg dienen die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs), die der Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung im Jahr 2015 in der sogenannten Agenda 2023 beschlossen hat. Im Kern geht es um die herausfordernde Aufgabe, unsere Zukunft sozial, wirtschaftlich und ökologisch nachhaltig zu gestalten. Die SDGs haben vielfach einen engen Bezug zu dem, was Christinnen und Christen für einen verantwortungsvollen Umgang mit Gottes Schöpfung und einem gerechten sowie friedvollen Zusammenleben der Menschheitsfamilie wichtig ist.

Unterschiedliche Texte, vor allem aus der Bibel, und verschiedene Nachhaltigkeitsziele regen zum Nachdenken an: Wie kann sich bei uns und dieser Welt Leben im Sinne Gottes in die Zukunft hinein entfalten? Wo sind wir gefragt uns zu verändern, damit Leben nicht zugrunde geht, sondern aufblüht? Geistliche Übungen leiten uns an auf unsere Lebensgrundlagen, unsere Lebenspotenziale, unsere Lebensbrüche und Wege zur Lebensfülle zu schauen.

Wir wollen vermeiden Papier und Energie durch unnötige Drucke zu verschwenden. Im Shop kann nur ein gedrucktes Ansichtsexemplar des Übungs- und Begleithefts bestellt werden. Wenn eine Gemeinde oder Gruppe die Exerzitien anbieten möchte, können die Materialien von dieser Seite heruntergeladen werden.

Die Exerzitien „leben-entfalten“ sind in ökumenischer Zusammenarbeit mit missio München entwickelt und in einem Online-Format in der Fastenzeit 2021 verwirklicht worden.

Übungsheft


Übungsheft zum Download (PDF)

Materialien aus dem Übungsheft
– Gelbes Blatt“, S. 8 und 9: Download Gelbes Blatt
– Schmetterling, S. 59: deschdanja.ch/origami-schmetterlinge
– Bild der ersten Woche, S.26: streetartcities.com/cities/torino/markers
– Bild der zweiten Woche, S. 42: streetartcities.com/cities/torino/markers
– Bild der dritten Woche, S. 58: streetartcities.com/cities/torino/markers
– Bild der vierten Woche, S. 74: streetartcities.com/cities/torino/markers
– Schale, S. 49: commons.wikimedia.org/wiki/File:Kintugi

Begleitheft


Begleitheft zum Download (PDF)

Materialien aus dem Begleitheft
– Tastaturgebet, S. 10: michaeliskloster.de
– Kreuz, S.15: Download Kreuz
– Fingerabdruck, S. 22: upload.wikimedia.org/wikipedia
– Folien für Eröffnungsritual, S. 25,26: Download Folien
– Bibelstelle Joh 4,7-14, S. 36: (Link folgt)

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Gerechter Welthandel

Die derzeitige Politik der EU folgt größtenteils den Interessen von großen Konzernen und Unternehmen. Eine faire und nachhaltige Handelspolitik wird bestenfalls in Sonntagsreden beschworen. In der Praxis handelt die EU immer wieder Abkommen aus, die nicht nur ungerechte Regeln und Strukturen festschreiben, sondern auch die sozialstaatlich basierte Gestaltungsfreiheit der sozialen Daseinsvorsorge und rechtsstaatliche Prinzipien gefährden. Demokratie, soziale Gerechtigkeit, Klimaschutz und Finanzmarktkontrolle drohen für die Interessen internationaler Konzerne ausgehöhlt zu werden. Solche Abkommen verschärfen die Armut im globalen Süden und vergrößern die Schere zwischen Arm und Reich weltweit. Sie tragen somit zu einem erhöhten Migrationsdruck bei. Und sie stehen im Widerspruch zur christlichen Grundüberzeugung, dass die Wirtschaft im Dienst des Lebens steht und dem Wohl aller Menschen dienen soll.

Eigentlich verpflichtet der EU-Vertrag von Lissabon die europäische Handelspolitik dazu, zur Förderung der Menschenrechte, der Armutsbekämpfung und der nachhaltigen Entwicklung beizutragen. Doch die derzeit verhandelten Wirtschaftspartnerschaftsabkommen mit afrikanischen Staaten (Economic Partnership Agreements - EPAs) verstärken asymmetrische Handelsbeziehungen, und Rohstoffraubbau, behindern die regionale Integration in Afrika und erzwingen den Marktzugang für billige europäische Produkte auf Kosten einheimischer ProduzentInnen.

Die Politik muss die Einhaltung sozialer und ökologischer Standards in Handelsverträgen fest verankern und Menschenrechte vor Konzerninteressen setzen. Handelsabkommen müssen stets auf ihre Verträglichkeit mit dem Wohl des Gemeinwesens überprüft werden.

 

Weitere Informationen:
Netzwerk Gerechter Welthandel:
www.gerechter-welthandel.org
Entwicklung braucht Entschuldung – Bündnis erlassjahr.de: www.erlassjahr.de

Religionsfreiheit weltweit

„Gewalt im Namen von Religion und islamistischer Terror gehören zur Wirklichkeit unserer Zeit und machen Angst. Daraus darf aber keine Angst vor der Religion an sich werden oder generell vor Menschen muslimischen Glaubens. Dieser Trugschluss gefährdet den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Religionsfreiheit.

Als Christinnen und Christen treten wir für Religionsfreiheit ein. Wir sehen die verbindenden Ursprünge und Gemeinsamkeiten der verschiedenen Religionen, genauso wie wir die Unterschiede sehen. Der Dialog zwischen Religionen und Konfessionen ist nicht immer einfach, jedoch fruchtbar, wo es Offenheit und Respekt auf allen Seiten gibt. Toleranz endet, wo Religion und Religionsfreiheit missbraucht werden, um Menschen und ihre Würde zu verletzen. Deswegen stehen wir an der Seite bedrängter und verfolgter Christinnen und Christen weltweit.“
(https://www.ekd.de/Zehn-Ueberzeugungen-Flucht-und-Integration-14970.htm)

Überall sind Politik, Religionsgemeinschaften und jede/r Einzelne gefordert, die Religionsfreiheit zu achten und Menschen nicht wegen ihres Glaubens oder ihrer Weltanschauung zu diskriminieren, zu misshandeln, zu verfolgen oder zu ermorden.

 

Weitere Informationen:

https://www.bayern-evangelisch.de/was-uns-bewegt/christenverfolgung.php

https://www.ekd.de/ekd_de/ds_doc/oekumenischer_bericht_religionsfreiheit2017.pdf

http://www.bruecke-nuernberg.de/

https://mission-einewelt.de/internationale-beziehungen/partnerkirchen-uebersee/

Menschenwürdige Arbeit

Ein Großteil unserer alltäglichen Konsumgüter wie Nahrungsmittel, Kleidung oder IT-Produkte werden unter menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen hergestellt. Viele ArbeitnehmerInnen werden nicht ausreichend bezahlt und leiden unter mangelndem Arbeits- und Gesundheitsschutz. Versuche, sich zur Durchsetzung von Arbeitsrechten gewerkschaftlich organisieren, werden vielerorts massiv, nicht selten auch mit physischer Gewalt, unterdrückt.

-Wirtschaftliche Betriebe sollen ihrer unternehmerischen Sorgfaltspflicht durch die Einhaltung sozialer Standards und der Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) nachkommen. Dazu gehört auch die Verantwortung für die Einhaltung dieser Standards und Normen entlang der kompletten Lieferkette.

- Die Politik ist gefordert, klare gesetzliche Rahmenbedingungen für die Einhaltung sozialer Standards und der Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) durch Unternehmen zu gestalten. Die Einführung einer Berichtspflicht sowie von Sanktionsmöglichkeiten sind unabdingbar. Mission EineWelt fordert die Bundesregierung auf, sich ernsthaft und konstruktiv für das Zustandekommen des auf Ebene der Vereinten Nationen angestrebten verbindlichen internationalen Abkommens für Wirtschaft und Menschenrechte („UN-Treaty“) einzusetzen, das klare Regeln für Unternehmen und Klagemöglichkeiten für Geschädigte vorsieht und vor allem die Einhaltung von Menschenrechten vor Handelsinteressen stellt.

 

Weitere Informationen:

Eine Welt Netzwerk Bayern e.V.: www.eineweltnetzwerkbayern.de

Treaty Alliance Deutschland: https://www.cora-netz.de/cora/die-treaty-alliance-deutschland/

Aktion fair toys: www.woek.de/themen-projekte/fair-spielt/

Kampagne für Saubere Kleidung: http://www.saubere-kleidung.de/

Handyaktion Bayern: www.handyaktion-bayern.de