Kontakt Referat Lateinamerika (LA)

Hans Zeller
Referatsleitung

Telefon: 09874 9-1601
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Länderbroschüren

Länder- und Kircheninformationen zu unseren Partnern jetzt als PDF downloaden.

Länderinformationen

Flagge von Honduras

Basisinformationen zum Land sowie Reise- und Sicherheitshinweise erhalten Sie auf der Website des Auswärtigen Amtes. Die Daten dort werden regelmäßig aktualisiert.

Partnerschaften Bayern – Übersee

Mission EineWelt begleitet und unterstützt im Auftrag der bayerischen evangelischen Landeskirche mehr als 70 Dekanats- und Schulpartnerschaften sowie Partnerschaften von Institutionen. Eine Übersicht über alle Partnerschaften im Raum der bayerischen evangelischen Landeskirche finden Sie in unserem Partnerschaftskatalog und unserer digitalen Partnerschaftslandkarte.

Honduras: ICLH

Lutherische Kirche in Honduras (Iglesia Cristiana Luterana de Honduras, ICLH)

Die Lutherische Kirche in Honduras besteht aus 11 Gemeinden und 7 Missionspunkten, die zum großen Teil durch Laienpfarrer geleitet werden. Höchstes Organ ist die Asamblea General.

Impressionen aus Honduras

Allgemeine Informationen zur Partnerkirche

Um mehr Informationen zu erhalten, klicken Sie nachfolgend auf das „+“-Symbol.

Sitz / Adresse des zentralen Kirchenbüros

Der Sitz der Kirchenleitung ist Tegucigalpa. Die Adresse lautet:

Iglesia Cristiana Luterana de Honduras (ICLH)
Barrio Villa Adela, 19 calle entre 5ta y 6ta avenida
Apartado Postal 2861
Tegucigalpa, Honduras

Teléfon: (504) 225 44 64
Telefax: (504) 225 48 93

Leitende/r Verantwortliche/r

Kirchenpräsident Armindo Schmechel

Statistik zur Kirche

  • Gesamtmitgliederzahl: 1.200
  • Theologische Mitarbeiter: 2 ordinierte Pfarrer/Innen, 2 Evangelisten, 5 Laienpfarrer in den Gemeinden
  • Mitarbeiter/innen aus Bayern: jeweils zwei Freiwillige für ein Jahr im Rahmen des IEF

Arbeitsfelder / kirchliche Einrichtungen

Die ICLH kann in den Gemeinden auf sehr engagierte Frauen und Jugendliche als Mitarbeiter/innen bauen. Zugleich gibt es in der administrativen Verwaltung noch Entwicklungsbedarf. Die fehlende finanzielle Absicherung ist für die ICLH – wie für alle Kirchen der CILCA-Gemeinschaft – ein Problem. Der Mangel an ordinierten Pfarrern ist für die Kirche eine Herausforderung. Viele Gemeinden stellen sich dieser Situation durch eine bewundernswerte Eigeninitiative und Lebendigkeit. Gegenwärtig beenden drei Mitarbeitende der Kirche ihre theologischen Studien in Costa Rica und El Salvador.

Arbeitsfelder im Überblick:

  • Gemeindeaufbau: Bedingt durch den gegenwärtigen Mangel an ordinierten Pfarrern kommt der theologischen Ausbildung und der Entwicklung einer lutherischen Identität große Bedeutung zu.
  • Die ICLH versteht sich als solidarische Kirche, die den Armen und Ausgeschlossenen nahe sein möchte. Im Rahmen ihrer diakonischen Aufgaben wendet sich die ICLH besonders Kindern, Jugendlichen und Frauen zu. Kindern vermittelt die ICLH Schulhilfen. Bei Jugendlichen stehen Bewusstseinsbildung zu Themen wie HIV/Aids, Umwelt, Gewalt oder Drogen im Mittelpunkt. Frauen werden darin unterstützt, sich auf lokaler Ebene zu organisieren und über die Vergabe von Kleinstkrediten neue Einnahmequellen für den Lebensunterhalt zu entdecken. Die ICLH setzt sich außerdem für den Schutz von Frauenrechten und gegen häusliche Gewalt ein.
  • Institutionelle Stärkung in den Bereichen Verwaltung und Organisation, Qualitätsmanagement, Mitarbeiterausbildung

Finanzsituation

keine Angaben verfügbar

Missions- und Kirchengeschichte

Bei den gezeigten Daten handelt es sich um kirchengeschichtliche Informationen. Einen allgemeinen Abriss zur Geschichte des Landes erhalten Sie z. B. auf Wikipedia oder in Online-Lexika.

  • 1951: Gründung der ersten Gemeinde in San Nicolas / Olancho auf Initiative der Missouri-Synode durch Emigrant/innen aus El Salvador.
  • 1964: Der „Rat der Lutherischen Kirchen von Zentralamerika und Panama“ entsendet Pastoren nach Honduras, um den Aufbau der ICLH zu unterstützen.
  • 1980: Aussendung zweier Missionare aus Guatemala, unter ihnen der spätere Kirchenpräsident Guillermo Flores.
  • 1983: Die ICLH erhält die offizielle Anerkennung als Kirche.
  • Mitte der 90er: Forderung der Mitglieder nach Reformen und mehr Beteiligung an der Kirchenleitung. Diese Krise führt zur Trennung von einigen Mitgliedern und später zur Neuorganisation auf Drängen des Lutherischen Weltbundes.
  • 1994: Offizielle Ordination von Frauen, weshalb sich die Missouri-Synode aus der ICLH zurückzieht. Der Lutherische Weltbund übernimmt die Unterstützung der ICLH.
  • 2005: Armindo Schmechel wird zum Kirchenpräsidenten gewählt. Neuausrichtung der Kirche: Mehr Demokratie und Mitverantwortung, Intensivierung der theologischen Ausbildung, Transparenz in Verwaltung und Finanzfragen.
  • 2005 bis 2009:  runder Tisch mit dem Ziel der Neuorganisation und Selbstständigwerdung der Kirche
  • 31.10.2009: erste honduranischen Postoren werden ordiniert (Martin Giron und Hernan Lopez)
  • November 2009: Die Kirche gibt sich eine eigene neue Verfassung. Gleichzeitig wird Martin Giron zum Kirchenpräsidenten und Hernan Lopez zum Generalsektretär gewählt.
  • 15.5.2011: Der Diakon Michael Kemner wird als Pastor Diacono in La Ceiba eingeführt
  • 2015: Verlängerung des Partnerschaftsabkommens mit der ELKB

Zusammenarbeit

Kindergarten in Carbonera, Honduras

Mission EineWelt unterstützt die Partnerkirche in unterschiedlichen Bereichen. Neben finanziellen Mitteln für Projekte, gibt es auch eine personelle Unterstützung vor Ort. Mitarbeiter werden regelmäßig in diese Partnerkirche entstandt. Das Centrum Mission EineWelt sucht daher regelmäßig Interessenten.

Die ICLH kann in den Gemeinden auf sehr engagierte Frauen und Jugendliche als Mitarbeiter/innen bauen. Zugleich gibt es in der administrativen Verwaltung noch Entwicklungsbedarf. Die fehlende finanzielle Absicherung ist für die ICLH – wie für alle Kirchen der CILCA-Gemeinschaft – ein Problem.

Der Mangel an ordinierten Pfarrern ist für die Kirche eine Herausforderung. Viele Gemeinden stellen sich dieser Situation durch eine bewundernswerte Eigeninitiative und Lebendigkeit.

Die bayerische Landeskirche sieht ihren Auftrag darin, den zentralamerikanischen lutherischen Kirchen „Hilfe zur Selbsthilfe“ zu leisten. Der Gemeindeaufbau, die Entwicklung einer Verwaltungsstruktur sowie Kinder- und Frauenprojekte werden durch die ELKB unterstützt.

Personeller Austausch

Zwischen der Evangelischen Kirche Lutherischen Bekenntnisses in Brasilien (IECLB), der CILCA und der ELKB besteht seit 1995 ein (ebenfalls 2005 erneuerter) „Dreiervertrag“. Dieser Vertrag regelt die Entsendung von Mitarbeiter/innen der IECLB mit bayerischer Hilfe nach Zentralamerika. Gegenwärtig arbeitet Kirchenpräsident Armindo Schmechel im Rahmen dieses Dreiervertrages in Honduras.

Internationales Evang. Freiwilligenprogramm (IEF)

Unsere Partnerkirche in Honduras bietet Einsatzplätze für Freiwillige im Rahmen der „Internationalen Evangelischen Freiwilligendienste“ an. Zwei bayerische Jugendliche bekommen die Möglichkeit zu einer einjährigen Mitarbeit in der Kindertagesstätte „Arco Iris“ in einem Armenviertel der Hauptstadt Tegucigalpa.

Begleitung von Partnerschaften

Die Beziehungen der ICLH nach Bayern reichen ins Jahr 1995 zurück, als der damalige Kirchenpräsident Guillermo Flores in Kelheim/Saal zu Gast war. Hier besteht seitdem eine Partnerschaft. Auch die Gemeinde Berg/Starnberger See prüft die Möglichkeit, eine Partnerschaft mit den beiden Stadtrandgemeinden in Tegucigalpa zu beginnen. Sie unterstützt bereits das Projekt der Kindertagesstätte „Arco Iris“ (Regenbogen) der Kirchengemeinde in Villanueva/Tegucigalpa.

Unterstützung kirchlicher, sozialer, bildungs- und entwicklungspolitischer Projekte

Die bayerische Landeskirche unterstützt Projekte in Honduras – finanziell und materiell. 2007/2008 wurde beispielsweise ein Kirchenzentrums in Tegucigalpa (2007/2008) mit Hilfe der Evang.-Luth. Landeskirche Bayern errichtet.

© Mission EineWelt - Centrum für Partnerschaft, Entwicklung und Mission der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, 2017
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