Kontakt Referat Afrika (AF)

Klaus Dotzer
Referatsleitung

Claus Heim
Fachreferent Tansania

Telefon: 0 98 74 / 9 – 13 10
Telefax: 0 98 74 / 9 – 31 30

Mail:

Länderinformationen

Flagge von Liberia

Basisinformationen zum Land sowie Reise- und Sicherheitshinweise erhalten Sie auf der Website des Auswärtigen Amtes. Die Daten dort werden regelmäßig aktualisiert.

Partnerschaften Bayern – Übersee

Mission EineWelt begleitet und unterstützt im Auftrag der bayerischen evangelischen Landeskirche mehr als 70 Dekanats- und Schulpartnerschaften sowie Partnerschaften von Institutionen. Eine Übersicht über alle Partnerschaften im Raum der bayerischen evangelischen Landeskirche finden Sie in unserem Partnerschaftskatalog und unserer digitalen Partnerschaftslandkarte.

Liberia: LCL

Lutherische Kirche in Liberia (Lutheran Church in Liberia, LCL)

Die Lutherische Kirche in Liberia (Lutheran Church in Liberia, LCL) besteht aus 8 Dekanaten. Sie ist Mitglied im Lutherischen Weltbund und unterhält partnerschaftliche Beziehungen zur Evangelisch-Lutherischen Kirche in Amerika, der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, der (lutherischen) Kirche von Schweden und der Dänischen Evangelischen Mission.

Allgemeine Informationen zur Partnerkirche

Um mehr Informationen zu erhalten, klicken Sie nachfolgend auf das „+“-Symbol.

Der Sitz des zentralen Kirchenbüros Sitz ist Monrovia. Die Adresse lautet:

P.O. Box 10-1046
1000 Monrovia 10
Montserrado County
Liberia

Tel.: +231/6-22 62 62
Fax: — / —

E -Mail: lutheranchurchinliberia@yahoo.com

Dr. D. Jensen Seyenkulo

  • Gemeindeglieder: 112.000
  • Pfarrer/innen: 79 aktive, davon 5 Frauen
  • Diakon/innen: 115, davon 10 Frauen
  • Zahl der Evangelistinnen und Evangelisten: 300
  • Dekanate: 9
  • Gemeinden: 58
  • Gemeindesprengel bzw. Predigtstellen: 350
  • Schulen: 41
  • Krankenhäuser: 2
  • Gesundheitsstationen: 7

Die acht Dekanate der lutherischen Kirche in Liberia:

  • Monrovia (Sitz: Monrovia, Bezirk: Montserrado)
  • Kakata (Sitz: Kakata, Bezirk: Margibi)
  • Upper Bong (Sitz: Phebe, Bezirk: Bong)
  • Lower Bong (Sitz: Totota, Bezirk: Bong)
  • St. Paul River (Sitz: Degei, Bezirk: Gbarpolu)
  • Upper Lofa (Sitz: Salayea, Bezirk: Lofa)
  • Lower Lofa (Sitz: Zorzor, Bezirk: Lofa)
  • South East (Sitz: Zwerdu, Bezirk: Grand Gedeh)
  • Programme zur Traumabewältigung und Versöhnungsarbeit (für ehemalige Soldaten, Regierungsbeamte, Studenten und Flüchtlinge)
  • Abteilung für Christliche Bildung mit Programm „Under the Tree“ (UTT)
  • Krankenhäuser in Phebe (Ausbildung von Pflegepersonal) und Zorzor mit eigener Produktion von Infusionslösungen
  • Gymnasium des Lutheran Training Institutes in Salayea (gehört zu den führenden Schulen des Landes)
  • kirchliche Stadtarbeit (berufliche Ausbildungen speziell für Frauen)
  • Schulen auf Gemeindeebene
  • landwirtschaftliche Hilfsprogramme
  • Alphabetisierungsprogramme
  • Abteilung zur Übersetzung der Bibel in lokale Sprachen
  • Ausbildungsprogramme für Ehrenamtliche in Gemeinden und theologische Grundausbildung
  • Frauen-, Männer- und Jugendarbeit
  • Sonntagsschulen
  • im Vordergrund stehen derzeit jedoch die Festigung des Friedens und der Wiederaufbau des Landes

In der Nachkriegssituation ist die Kirche immer noch stark auf die Unterstützung von außen angewiesen. Die Pfarrer und Evangelisten werden allerdings seit 1977 von ihren Gemeinden bezahlt.

Missions- und Kirchengeschichte

Bei den gezeigten Daten handelt es sich um kirchengeschichtliche Informationen. Einen allgemeinen Abriss zur Geschichte des Landes erhalten Sie z. B. auf Wikipedia oder in Online-Lexika.

  • 1860: Gründung der Amerikanisch-Lutherischen Mission (American Lutheran Mission).
  • 1947: Gründung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Liberia (ELCL, Entscheidungsgewalt noch bei Missionaren).
  • 1955: Ezra D. Keller wird als erster Liberianer Präsident der LCL.
  • 1963: Ronald J. Payne wird Nachfolger von Keller.
  • 1964: Die Amerikanisch-Lutherische Mission wird aufgelöst.
  • 1965 / 1966: 1965 erfolgt die Neugründung der ELCL als Lutherische Kirche in Liberia (LCL) mit Payne als Bischof. 1966 wird die LCL Mitglied im Lutherischen Weltbund.
  • 1975: Die Schwedische Kirchenmission und Mission EineWelt (damals Missionswerk Bayern) unterstützen Missionsprogramme der LCL.
  • 1984: Ronald J. Diggs löst Payne als Bischof ab.
  • 1992 / 1993: Das Curran Krankenhaus der LCL in Zozor wird geplündert und zerstört.
  • 1995: Sumoward E. Harris wird im Mai zum Bischof und Nachfolger von Diggs gewählt.
  • 2000: Das Krankenhaus in Zorzor nimmt zu Beginn des Jahres nach der Renovierung den Betrieb wieder auf und wird bereits im Oktober erneut geplündert und zerstört.
  • 2002: Nach einer Evakuierung wird das Phebe Krankenhaus ebenfalls geplündert und zerstört. Im November 2002 wird Bischof Harris Präsident des Nationalen Kirchenrates Liberias.
  • 2003: Im März wird das Phebe Krankenhaus erneut evakuiert, geplündert und zerstört. Es erfolgt die Weiterarbeit in der Salala Clinic.
  • 2004: Mit den ersten Menschen, die aus den Lagern in ihre Dörfer zurückkehren, beginnt auch UTT in den Dörfern. Ebenso beginnt der Wiederaufbau von Institutionen, Kirchen und Pfarrhäusern in der LCL mit Unterstützung der Partner. Am 24. April 2004 wird Harris als Bischof wiedergewählt.
  • 2005: im Februar wird das Phebe Krankenhaus wieder eingeweiht.
  • 2006: Im April schließt Harris die Lagergemeinden in den Camps der Inlandsflüchtlinge und sendet sie wieder in ihre Dörfer.
  • 2007: Das Curran Krankenhaus wird wieder eingeweiht.
  • 2008: Am 26. April 2008 wird Harris als Bischof wiedergewählt. Anschließend gibt es Auseinandersetzungen um diese Wahl, die mit Hilfe des LWB friedlich beigelegt werden können.
  • 2009: Die LCL beginnt mit Hilfe des LWB ein Programm zur Bestimmung der zukünftigen Prioritäten ihrer Arbeit.
  • 2010: Am 28. April 2010 begeht die LCL den 150. Jahrestag ihrer Gründung und feiert zugleich auch eine 35 Jahre bestehende Partnerschaft zwischen der LCL und der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (ELKB).
  • 2012: Sumoward Harris geht in Ruhestand und Dr. D. Jensen Seyenkulo wird neuer Bischof der LCL.
  • 2014: Ebola-Ausbruch in Westafrika. Liberia ist stark betroffen. Die LCL arbeitet an medizinischen Aufklärungsprogrammen.

Zusammenarbeit

Krankentransport mit dem Motorrad in Liberia

Die Menschen in Liberia haben noch immer mit den Kriegsfolgen zu kämpfen. Darüber hinaus leiden sie aktuell stark unter dem Ausbruch von Ebola. Bereits mehrere tausend Menschen sind an der Krankheit gestorben.

Umso mehr braucht unsere Partnerkirche Hilfe. Das Centrum Mission EineWelt unterstützt sie beim Wiederaufbau von Institutionen und Gemeinden, damit die in die Dörfer Zurückgekehrten eine geistliche Heimat finden. Zusätzlich werden medizinische Aufklärungsprogramme gefördert. Neben finanziellen Mitteln für Projekte, gibt es auch eine personelle Unterstützung vor Ort. Mitarbeiter werden regelmäßig in diese Partnerkirche entstandt. Das Centrum Mission EineWelt sucht daher regelmäßig Interessenten.

Wiederaufbau von Gemeinden

Das Centrum Mission EineWelt unterstützt die lutherische Kirche beim Wiederaufbau von Institutionen und Gemeinden, damit die in die Dörfer Zurückgekehrten eine geistliche Heimat finden.

Medizinische Versorgung

Im medizinischen Bereich wurde in den Jahren 2007/2008 mit der aus Ostafrika bewährten Technologie eine Infusionseinheit aufgebaut, um die in den Krankenhäusern von Phebe und Curran benötigten Infusionen herzustellen.

Programme für Familien und Kinder

Aus der Arbeit in den Lagern für Inlandsflüchtlinge entstand das Programm „Unter dem Baum“. Kinder, die jahrelang schon nicht mehr wirklich gespielt haben, können dies unter der Anleitung von Mitarbeiterinnen tun. Dieses Programm, das die LCL zu einer Abteilung für christliche Bildungsarbeit weiterentwickeln will, wird von Mission EineWelt unterstützt, unter anderem personell mit einem Ehepaar aus Deutschland.

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Gerechter Welthandel

Die derzeitige Politik der EU folgt größtenteils den Interessen von großen Konzernen und Unternehmen. Eine faire und nachhaltige Handelspolitik wird bestenfalls in Sonntagsreden beschworen. In der Praxis handelt die EU immer wieder Abkommen aus, die nicht nur ungerechte Regeln und Strukturen festschreiben, sondern auch die sozialstaatlich basierte Gestaltungsfreiheit der sozialen Daseinsvorsorge und rechtsstaatliche Prinzipien gefährden. Demokratie, soziale Gerechtigkeit, Klimaschutz und Finanzmarktkontrolle drohen für die Interessen internationaler Konzerne ausgehöhlt zu werden. Solche Abkommen verschärfen die Armut im globalen Süden und vergrößern die Schere zwischen Arm und Reich weltweit. Sie tragen somit zu einem erhöhten Migrationsdruck bei. Und sie stehen im Widerspruch zur christlichen Grundüberzeugung, dass die Wirtschaft im Dienst des Lebens steht und dem Wohl aller Menschen dienen soll.

Eigentlich verpflichtet der EU-Vertrag von Lissabon die europäische Handelspolitik dazu, zur Förderung der Menschenrechte, der Armutsbekämpfung und der nachhaltigen Entwicklung beizutragen. Doch die derzeit verhandelten Wirtschaftspartnerschaftsabkommen mit afrikanischen Staaten (Economic Partnership Agreements - EPAs) verstärken asymmetrische Handelsbeziehungen, und Rohstoffraubbau, behindern die regionale Integration in Afrika und erzwingen den Marktzugang für billige europäische Produkte auf Kosten einheimischer ProduzentInnen.

Die Politik muss die Einhaltung sozialer und ökologischer Standards in Handelsverträgen fest verankern und Menschenrechte vor Konzerninteressen setzen. Handelsabkommen müssen stets auf ihre Verträglichkeit mit dem Wohl des Gemeinwesens überprüft werden.

 

Weitere Informationen:
Netzwerk Gerechter Welthandel:
www.gerechter-welthandel.org
Entwicklung braucht Entschuldung – Bündnis erlassjahr.de: www.erlassjahr.de

Religionsfreiheit weltweit

„Gewalt im Namen von Religion und islamistischer Terror gehören zur Wirklichkeit unserer Zeit und machen Angst. Daraus darf aber keine Angst vor der Religion an sich werden oder generell vor Menschen muslimischen Glaubens. Dieser Trugschluss gefährdet den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Religionsfreiheit.

Als Christinnen und Christen treten wir für Religionsfreiheit ein. Wir sehen die verbindenden Ursprünge und Gemeinsamkeiten der verschiedenen Religionen, genauso wie wir die Unterschiede sehen. Der Dialog zwischen Religionen und Konfessionen ist nicht immer einfach, jedoch fruchtbar, wo es Offenheit und Respekt auf allen Seiten gibt. Toleranz endet, wo Religion und Religionsfreiheit missbraucht werden, um Menschen und ihre Würde zu verletzen. Deswegen stehen wir an der Seite bedrängter und verfolgter Christinnen und Christen weltweit.“
(https://www.ekd.de/Zehn-Ueberzeugungen-Flucht-und-Integration-14970.htm)

Überall sind Politik, Religionsgemeinschaften und jede/r Einzelne gefordert, die Religionsfreiheit zu achten und Menschen nicht wegen ihres Glaubens oder ihrer Weltanschauung zu diskriminieren, zu misshandeln, zu verfolgen oder zu ermorden.

 

Weitere Informationen:

https://www.bayern-evangelisch.de/was-uns-bewegt/christenverfolgung.php

https://www.ekd.de/ekd_de/ds_doc/oekumenischer_bericht_religionsfreiheit2017.pdf

http://www.bruecke-nuernberg.de/

https://mission-einewelt.de/internationale-beziehungen/partnerkirchen-uebersee/

Menschenwürdige Arbeit

Ein Großteil unserer alltäglichen Konsumgüter wie Nahrungsmittel, Kleidung oder IT-Produkte werden unter menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen hergestellt. Viele ArbeitnehmerInnen werden nicht ausreichend bezahlt und leiden unter mangelndem Arbeits- und Gesundheitsschutz. Versuche, sich zur Durchsetzung von Arbeitsrechten gewerkschaftlich organisieren, werden vielerorts massiv, nicht selten auch mit physischer Gewalt, unterdrückt.

-Wirtschaftliche Betriebe sollen ihrer unternehmerischen Sorgfaltspflicht durch die Einhaltung sozialer Standards und der Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) nachkommen. Dazu gehört auch die Verantwortung für die Einhaltung dieser Standards und Normen entlang der kompletten Lieferkette.

- Die Politik ist gefordert, klare gesetzliche Rahmenbedingungen für die Einhaltung sozialer Standards und der Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) durch Unternehmen zu gestalten. Die Einführung einer Berichtspflicht sowie von Sanktionsmöglichkeiten sind unabdingbar. Mission EineWelt fordert die Bundesregierung auf, sich ernsthaft und konstruktiv für das Zustandekommen des auf Ebene der Vereinten Nationen angestrebten verbindlichen internationalen Abkommens für Wirtschaft und Menschenrechte („UN-Treaty“) einzusetzen, das klare Regeln für Unternehmen und Klagemöglichkeiten für Geschädigte vorsieht und vor allem die Einhaltung von Menschenrechten vor Handelsinteressen stellt.

 

Weitere Informationen:

Eine Welt Netzwerk Bayern e.V.: www.eineweltnetzwerkbayern.de

Treaty Alliance Deutschland: https://www.cora-netz.de/cora/die-treaty-alliance-deutschland/

Aktion fair toys: www.woek.de/themen-projekte/fair-spielt/

Kampagne für Saubere Kleidung: http://www.saubere-kleidung.de/

Handyaktion Bayern: www.handyaktion-bayern.de