Kontakt Referat Afrika (AF)

Klaus Dotzer
Referatsleitung

Claus Heim
Fachreferent Tansania

Telefon: 0 98 74 / 9 – 13 10
Telefax: 0 98 74 / 9 – 31 30

Mail:

Länderinformationen

Flagge von Tansania

Basisinformationen zum Land sowie Reise- und Sicherheitshinweise erhalten Sie auf der Website des Auswärtigen Amtes. Die Daten dort werden regelmäßig aktualisiert.

Weiterführende Links

Website der ELCT:
www.elct.org

Radiosender „Stimme des Evangeliums“:
www.sautiyainjili.org

Partnerschaften Bayern – Übersee

Mission EineWelt begleitet und unterstützt im Auftrag der bayerischen evangelischen Landeskirche mehr als 70 Dekanats- und Schulpartnerschaften sowie Partnerschaften von Institutionen. Eine Übersicht über alle Partnerschaften im Raum der bayerischen evangelischen Landeskirche finden Sie in unserem Partnerschaftskatalog und unserer digitalen Partnerschaftslandkarte.

Tansania: ELCT

Evangelisch-Lutherische Kirche in Tansania (Evangelical Lutheran Church in Tanzania, ELCT)

Die ELCT besteht aus 26 Diözesen. Sie ist Mitglied im Nationalen Christenrat in Tansania, in der Gesamtafrikanischen Kirchenkonferenz, im Lutherischen Weltbund (LWB) und im Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK). Zudem unterhält sie partnerschaftliche Beziehungen zu 14 Kirchen und Missionsgesellschaften in Europa und Nordamerika innerhalb der Kooperation Lutherischer Missionen (Lutheran Mission Cooperation, LMC).

Impressionen aus Tansania

Allgemeine Informationen zur Partnerkirche

Um mehr Informationen zu erhalten, klicken Sie nachfolgend auf das „+“-Symbol.

Der Sitz des zentralen Kirchenbüros ist Arusha. Die Adresse lautet:

P.O. Box 3033
Arusha, Tanzania

Telefon: +255/ 272-50 88 55 oder 50 88 56
Telefax: +255/272-50 88 58 oder 272-55 34 93

E-Mail: elcthq@elct.or.tz
Internet: www.elct.org/

Bischof Dr. Fredrick Onael Shoo

Insgesamt verfügt die ELCT über 6 Mio. Mitglieder sowie 26 Diözesen.

  • Gesamtmitgliederzahl: ca. 6,5 Millionen
  • Zahl der Pfarrer/Pfarrerinnen: ca. 1400
  • Evangelisten: ca. 3.000
  • Gemeindehelferinnen: 300
  • Diözesen: 26

Gesamtkirchliche Einrichtungen:

  • Tumaini-Universität mit theologischen und humanwissenschaftlichen Fakultäten in Makumira, Moshi, Bukoba und Daressalam sowie der Medizinischen Fakultät am KCMC (Kilimanjaro Christian Medical Centre) in Moshi
  • Kirchliche Sekundarschule in Morogoro mit Sprach- und Orientierungsschule für ausländische Mitarbeitende und Kindergarten
  • Studio Moshi des Senders „Stimme des Evangeliums
  • Gehörlosenschulen in Mwanga und Njombe

Diözesaninstitutionen:

Mehrere Sekundarschulen, Bibelschulen, berufsbildende Schulen (Handwerker- und Landwirtschaftsschulen), Krankenhäuser und ländlichen Gesundheitszentren, sowie verschiedenen Behinderteneinrichtungen. Diakonissengemeinschaften und Diakonenbrüderschaft

Ihre Aktivitäten finanziert die ELCT weitgehend selbst durch Kollekten und Spenden, denn es gibt keine Kirchensteuer. Bei einigen Kernaufgaben unterstützen die Partnerkirchen, die  in der Kooperation Lutherischer Missionen (LMC) zusammenarbeiten, nach wie vor die ELCT und ihre Diözesen mit Finanzen und Personalentsendungen.

Missions- und Kirchengeschichte

Bei den gezeigten Daten handelt es sich um kirchengeschichtliche Informationen. Einen allgemeinen Abriss zur Geschichte des Landes erhalten Sie z. B. auf Wikipedia oder in Online-Lexika.

  • 1886: Erste deutsche Missionsgesellschaft in Ostafrika (Hersbrucker Mission, 1892 Arbeit an Leipziger Mission übergeben).
  • 1887: Evangelische Missions-Gesellschaft für Deutsch-Ostafrika (später Berliner, ab 1906 Bethel-Mission) beginnt in Daressalam ihre Tätigkeit (Berlin I).
  • 1890: Evangelische Missions-Gesellschaft für Deutsch-Ostafrika beginnt in Tanga.
  • 1891: Die Berliner Mission (Berlin III) beginnt am Nyassa-See, in Ubena-Konde, Ukinga und Uhehe (Südtansania), die Herrnhuter Brüdergemeine in Unyakyusa (Nyassa-See).
  • 1893: Beginn der Leipziger Mission am Kilimandscharo.
  • 1910: Beginn der Bethel-Mission in Bukoba.
  • 1922: Amerikanische Lutheraner beginnen mit ihrer Missionsarbeit.
  • 1934: Gründung des Tanganyika-Missionsrates.
  • 1939: Beginn der Schwedischen Mission in Mbulu.
  • 1948: Gründung des Nationalen Christenrates von Tanganyika.
  • 1949: Beginn der Norwegischen Mission in Mbulu.
  • 19.06.1963: Gründung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Tanganyika.
  • 1964: Umbenennung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Tanganyika in Evangelisch-Lutherische Kirche in Tansania (ELCT). Stefano Moshi erster einheimischer Bischof und die ELCT Mitglied im Lutherischen Weltbund. Im gleichen Jahr kommt ein erster Mitarbeiter der bayerischen evangelischen Landeskirche in Tansania an.
  • 1973: Gründung des Lutherischen Koordinationsdienstes für Ostafrika (LCS) und Einweihung des Verwaltungsgebäudes der ELCT in Arusha.
  • 1976: Bischof Moshi stirbt am 14. August. Nachfolger wird Sebastian Kolowa als leitender Bischof der ELCT.
  • 1992: Tod Bischof Kolowas am 26. Oktober.
  • 1994: Samson Mushemba wird leitender Bischof der ELCT.
  • 1997: Der Lutherischer Koordinationsdienst für Ostafrika wird in Kooperation Lutherischer Missionen (LCM) umbenannt.
  • 1998 & 2002: Sowohl 1998 als auch 2002 wird Mushemba als leitender Bischof durch Wiederwahl im Amt bestätigt.
  • 2007: Bischof Alex Malasusa (Ost- und Küstendiözese) wird neuer Leitender Bischof der ELCT.
  • 2015: Neuer Leitender Bischof der ELCT wird Fredrick Shoo.
  • 2019: Fredrick Shoo wird als leitender Bischof der ELCT bestätigt und für vier weitere Jahre wiedergewählt.

Exemplarische Beispiele der Zusammenarbeit

Dokumentation über das USA River Rehabilitation and Training Center in Tansania

Dokumentation über das Hai Vocational Training Center (HVTC), ein Berufsschulzentrum in Tansania

Dokumentation über das Faraja Diaconic Center Tansania, eine Ausbildungsstätte für Diakone und eine Schule für Kinder mit Behinderung

Theologische Ausbildung

Die Kirche braucht gut ausgebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. In theologischen Hochschulen, Bibelschulen und durch Fortbildungsangebote erhalten Pfarrer, Evangelisten, Diakonissen oder Diakone in der Gemeindearbeit eine fundierte Ausbildung. Für den Unterricht an der Theologischen Hochschule Makumira hat das Centrum Mission EineWelt einen Pfarrer vermittelt.

Mission

Die Kirche nimmt ihren Missionsauftrag besonders in Gebieten wahr, in denen es nur wenige christliche Gemeinden gibt. In der Morogorodiözese unterstützt ein Pfarrer von Mission EineWelt die Missionsarbeit unter den Massai.

Diakonie

Gemeinden, Diözesen und Gesamtkirche nehmen besonders bei der Arbeit mit behinderten Menschen ihre diakonische Verantwortung wahr. Im Auftrag von Mission EineWelt ist eine Dozentin für Heilerziehung im Rehabilitationszentrum Usa River tätig.

Berufsausbildung

Eine solide Berufsausbildung sichert die Lebensgrundlage einer ganzen Familie und schafft künftig weitere Arbeitsplätze. Deshalb ermöglichen kirchliche Berufsschulen und Ausbildungszentren Jugendlichen den Aufbau einer eigenen Existenz. In der Berufschule in Hai arbeiten zwei Fachkräfte aus Bayern.

Medizinische Arbeit

Die Kirche unterhält Krankenhäuser, Gesundheitszentren und Basisgesundheitsdienste. Zu ihrem Alltag gehören die Aufklärung über Aids genauso wie Impfungen gegen Kinderlähmung und Tollwut oder die Behandlung von Patienten. Im Auftrag von Mission EineWelt arbeiten ein Arzt in den Krankenhäusern in Ilembula, Matema und Itete mit.

Verwaltung und Technik

Die Diözesen bitten nach wie vor um Mithilfe in der Finanzverwaltung und bei technischen Herausforderungen. Eine Mitarbeiterin von Mission EineWelt arbeitet als Verantwortliche für das ständige Büro des Lutheran Mission Cooperation  mit Sitz in Arusha. Im Radio „Stimme des Evangeliums“ leitet ein deutscher Diplom-Ingenieur die Technikabteilung.

Mitarbeit in Übersee

Mission EineWelt unterstützt die Partnerkirche in Tansania in unterschiedlichen Bereichen. Neben finanziellen Mitteln für Projekte, gibt es auch eine personelle Unterstützung vor Ort. Mitarbeiter werden regelmäßig in diese Partnerkirche entstandt. Das Centrum Mission EineWelt sucht daher regelmäßig Interessenten.

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Gerechter Welthandel

Die derzeitige Politik der EU folgt größtenteils den Interessen von großen Konzernen und Unternehmen. Eine faire und nachhaltige Handelspolitik wird bestenfalls in Sonntagsreden beschworen. In der Praxis handelt die EU immer wieder Abkommen aus, die nicht nur ungerechte Regeln und Strukturen festschreiben, sondern auch die sozialstaatlich basierte Gestaltungsfreiheit der sozialen Daseinsvorsorge und rechtsstaatliche Prinzipien gefährden. Demokratie, soziale Gerechtigkeit, Klimaschutz und Finanzmarktkontrolle drohen für die Interessen internationaler Konzerne ausgehöhlt zu werden. Solche Abkommen verschärfen die Armut im globalen Süden und vergrößern die Schere zwischen Arm und Reich weltweit. Sie tragen somit zu einem erhöhten Migrationsdruck bei. Und sie stehen im Widerspruch zur christlichen Grundüberzeugung, dass die Wirtschaft im Dienst des Lebens steht und dem Wohl aller Menschen dienen soll.

Eigentlich verpflichtet der EU-Vertrag von Lissabon die europäische Handelspolitik dazu, zur Förderung der Menschenrechte, der Armutsbekämpfung und der nachhaltigen Entwicklung beizutragen. Doch die derzeit verhandelten Wirtschaftspartnerschaftsabkommen mit afrikanischen Staaten (Economic Partnership Agreements - EPAs) verstärken asymmetrische Handelsbeziehungen, und Rohstoffraubbau, behindern die regionale Integration in Afrika und erzwingen den Marktzugang für billige europäische Produkte auf Kosten einheimischer ProduzentInnen.

Die Politik muss die Einhaltung sozialer und ökologischer Standards in Handelsverträgen fest verankern und Menschenrechte vor Konzerninteressen setzen. Handelsabkommen müssen stets auf ihre Verträglichkeit mit dem Wohl des Gemeinwesens überprüft werden.

 

Weitere Informationen:
Netzwerk Gerechter Welthandel:
www.gerechter-welthandel.org
Entwicklung braucht Entschuldung – Bündnis erlassjahr.de: www.erlassjahr.de

Religionsfreiheit weltweit

„Gewalt im Namen von Religion und islamistischer Terror gehören zur Wirklichkeit unserer Zeit und machen Angst. Daraus darf aber keine Angst vor der Religion an sich werden oder generell vor Menschen muslimischen Glaubens. Dieser Trugschluss gefährdet den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Religionsfreiheit.

Als Christinnen und Christen treten wir für Religionsfreiheit ein. Wir sehen die verbindenden Ursprünge und Gemeinsamkeiten der verschiedenen Religionen, genauso wie wir die Unterschiede sehen. Der Dialog zwischen Religionen und Konfessionen ist nicht immer einfach, jedoch fruchtbar, wo es Offenheit und Respekt auf allen Seiten gibt. Toleranz endet, wo Religion und Religionsfreiheit missbraucht werden, um Menschen und ihre Würde zu verletzen. Deswegen stehen wir an der Seite bedrängter und verfolgter Christinnen und Christen weltweit.“
(https://www.ekd.de/Zehn-Ueberzeugungen-Flucht-und-Integration-14970.htm)

Überall sind Politik, Religionsgemeinschaften und jede/r Einzelne gefordert, die Religionsfreiheit zu achten und Menschen nicht wegen ihres Glaubens oder ihrer Weltanschauung zu diskriminieren, zu misshandeln, zu verfolgen oder zu ermorden.

 

Weitere Informationen:

https://www.bayern-evangelisch.de/was-uns-bewegt/christenverfolgung.php

https://www.ekd.de/ekd_de/ds_doc/oekumenischer_bericht_religionsfreiheit2017.pdf

http://www.bruecke-nuernberg.de/

https://mission-einewelt.de/internationale-beziehungen/partnerkirchen-uebersee/

Menschenwürdige Arbeit

Ein Großteil unserer alltäglichen Konsumgüter wie Nahrungsmittel, Kleidung oder IT-Produkte werden unter menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen hergestellt. Viele ArbeitnehmerInnen werden nicht ausreichend bezahlt und leiden unter mangelndem Arbeits- und Gesundheitsschutz. Versuche, sich zur Durchsetzung von Arbeitsrechten gewerkschaftlich organisieren, werden vielerorts massiv, nicht selten auch mit physischer Gewalt, unterdrückt.

-Wirtschaftliche Betriebe sollen ihrer unternehmerischen Sorgfaltspflicht durch die Einhaltung sozialer Standards und der Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) nachkommen. Dazu gehört auch die Verantwortung für die Einhaltung dieser Standards und Normen entlang der kompletten Lieferkette.

- Die Politik ist gefordert, klare gesetzliche Rahmenbedingungen für die Einhaltung sozialer Standards und der Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) durch Unternehmen zu gestalten. Die Einführung einer Berichtspflicht sowie von Sanktionsmöglichkeiten sind unabdingbar. Mission EineWelt fordert die Bundesregierung auf, sich ernsthaft und konstruktiv für das Zustandekommen des auf Ebene der Vereinten Nationen angestrebten verbindlichen internationalen Abkommens für Wirtschaft und Menschenrechte („UN-Treaty“) einzusetzen, das klare Regeln für Unternehmen und Klagemöglichkeiten für Geschädigte vorsieht und vor allem die Einhaltung von Menschenrechten vor Handelsinteressen stellt.

 

Weitere Informationen:

Eine Welt Netzwerk Bayern e.V.: www.eineweltnetzwerkbayern.de

Treaty Alliance Deutschland: https://www.cora-netz.de/cora/die-treaty-alliance-deutschland/

Aktion fair toys: www.woek.de/themen-projekte/fair-spielt/

Kampagne für Saubere Kleidung: http://www.saubere-kleidung.de/

Handyaktion Bayern: www.handyaktion-bayern.de