Konsumkrimi

„Was geschah mit Nora Grün?“

Die Teilnehmenden (ab 12 Jahren) suchen mit Hilfe von Tablets nach den Ursachen für das Verschwinden von Nora Grün, einer Unternehmerin, die ein faires und nachhaltiges Smartphone auf den Markt bringen will. Beim Lösen verschiedener Aufgaben, beim Knacken von Rätseln und Codes stoßen die Teilnehmenden auf die meist menschenunwürdigen Abbau- und Produktionsbedingungen sowie umweltzerstörende Praktiken in der Handy-Produktion in Ländern wie Argentinien, DR Kongo, Indonesien, China, Peru. Aber auch auf Initiativen, ArbeiterInnen, Genossenschaften u. a., die sich für faire und umweltschonende Bedingungen einsetzen.

Sie haben noch Fragen? Sie möchten den Konsumkrimi bei Ihnen vor Ort durchführen?

Wir helfen Ihnen gerne weiter:

Gisela Voltz
Entwicklungsbezogene Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit

Telefon: 09874 9-1820, Fax: 09874 9-3160
Mail: gisela.voltz@mission-einewelt.de

Christian Pfliegel
E-Learning

Telefon: 09874 9-1032, Fax: 09874 9-3180
Mail: christian.pfliegel@mission-einewelt.de

Weitere Informationen zum Konsumkrimi

Einstiegsszene aus dem KonsumkrimiSie war drauf und dran, der neue Star des Öko-Business zu werden. Doch jetzt ist Nora Grün, Geschäftsführerin des Start-ups Smart’n’Fair, wie es scheint, über Nacht verschwunden. Die 28-Jährige verfolgte seit Jahren zusammen mit ihrem Team und unzähligen UnterstützerInnen die Idee, ein möglichst fair hergestelltes Smartphone auf den Markt zu bringen. Die Recherche nach Unternehmen, die ihre strengen Vorgaben in Sachen Arbeitsbedingungen, Bezahlung der Mitarbeitenden und Umweltschutz erfüllen können, führte Nora Grün rund um die Welt. Ihr Einsatz brachte ihr jedoch nicht nur viel Bewunderung und eine wachsende Fangemeinde ein. Es gab auch viele, die ihr den Erfolg nicht gönnten. Wüste Drohungen waren genauso an der Tagesordnung wie Versuche, ihr Unternehmen kaputt zu machen.

Jetzt scheinen ihre GegnerInnen eine neue Stufe der Eskalation gezündet zu haben. Nora Grün ist plötzlich weg, und es sieht nicht so aus, als sei das ihre eigene Entscheidung gewesen. Mitarbeitende entdeckten heute Morgen ihr leeres und verwüstetes Büro. Eine ausgebreitete Landkarte auf dem Schreibtisch, ein aufgerissener und offensichtlich durchwühlter Rucksack und auf dem Boden das zerfledderte Notizbuch und der persönliche Kalender von Nora Grün sind alles Indizien, die auf ein ebenso plötzliches wie unfreiwilliges Verschwinden hindeuten. Der letzte Eintrag im Notizbuch ist eine ToDo-Liste mit folgenden Punkten: „Akku überprüfen, Ortstermin Uganda, Bangka und Belitung, Kino mit Schatzi, Arbeitsverträge Produktion, Tochterfirma Copper direct gründen“. Ansonsten fanden die Mitarbeitenden überall im Zimmer verstreute Papierschnipsel mit offensichtlich nummerierten QR-Codes. Ob sich in den Notizbucheinträgen und den Codes Hinweise darauf finden, wohin die Jungunternehmerin verschwunden ist, ist derzeit völlig unklar. Die polizeilichen Ermittler tappen, so scheint es, im Dunklen. Wie aus gut informierten Kreisen zu hören ist, wurde inzwischen ein Detektivbüro damit beauftragt, Nora Grün zu finden.

Wer herausfinden will, was mit der Geschäftsführerin von Smart ’n Fair passiert ist, kann bei Mission EineWelt als DetektivIn anheuern und versuchen, das Rätsel zu lösen.

Zielgruppe:

ab 12 Jahren

Einsatzgebiete:

Unterricht, Konfirmandenunterricht, Erwachsenenbildung  o. Ä.

Dauer:

ca. 90 Min. für den Workshop inkl. Einführung und Nachbesprechung bzw. Diskussion

Örtlichkeiten:

Workshops führen wir bei Ihnen vor Ort (z. B. in der Schule oder Gemeinde) im Großraum Nürnberg, Fürth und Erlangen sowie in der Ausstellung „EinBlick“ von Mission EineWelt in Neuendettelsau durch.

Wenn Sie den Konsumkrimi ohne Workshop buchen möchten, schicken wir Ihnen das Material (ohne Tablets) deutschlandweit zu.

Gebühren:

Für den Workshop:
1 Euro pro Teilnehmendem (mind. 15 TN)

Ohne Workshop:
7,50 Euro Versandkosten + 5 Euro Gebühr

Wichtiger Hinweis zu Ihrer Anfrage

Bitte beachten Sie, dass es sich hier nicht um eine verbindliche Buchung handelt. Ihre Anfrage muss erst durch unsere Mitarbeitenden geprüft werden. Es kann sein, dass für den gewünschten Zeitraum der Konsumkrimi bereits reserviert / vergeben ist.

Nach Eingang Ihrer Anfrage wird dies geprüft und wir nehmen Kontakt mit Ihnen auf, um weitere Details zu besprechen. Sie erhalten anschließend per Telefon oder E-Mail eine verbindliche Zu- oder Absage.

Bei Fragen oder Problemen wenden Sie sich einfach an die angegebene Kontaktperson auf dieser Seite. Vielen Dank.

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Gerechter Welthandel

Die derzeitige Politik der EU folgt größtenteils den Interessen von großen Konzernen und Unternehmen. Eine faire und nachhaltige Handelspolitik wird bestenfalls in Sonntagsreden beschworen. In der Praxis handelt die EU immer wieder Abkommen aus, die nicht nur ungerechte Regeln und Strukturen festschreiben, sondern auch die sozialstaatlich basierte Gestaltungsfreiheit der sozialen Daseinsvorsorge und rechtsstaatliche Prinzipien gefährden. Demokratie, soziale Gerechtigkeit, Klimaschutz und Finanzmarktkontrolle drohen für die Interessen internationaler Konzerne ausgehöhlt zu werden. Solche Abkommen verschärfen die Armut im globalen Süden und vergrößern die Schere zwischen Arm und Reich weltweit. Sie tragen somit zu einem erhöhten Migrationsdruck bei. Und sie stehen im Widerspruch zur christlichen Grundüberzeugung, dass die Wirtschaft im Dienst des Lebens steht und dem Wohl aller Menschen dienen soll.

Eigentlich verpflichtet der EU-Vertrag von Lissabon die europäische Handelspolitik dazu, zur Förderung der Menschenrechte, der Armutsbekämpfung und der nachhaltigen Entwicklung beizutragen. Doch die derzeit verhandelten Wirtschaftspartnerschaftsabkommen mit afrikanischen Staaten (Economic Partnership Agreements - EPAs) verstärken asymmetrische Handelsbeziehungen, und Rohstoffraubbau, behindern die regionale Integration in Afrika und erzwingen den Marktzugang für billige europäische Produkte auf Kosten einheimischer ProduzentInnen.

Die Politik muss die Einhaltung sozialer und ökologischer Standards in Handelsverträgen fest verankern und Menschenrechte vor Konzerninteressen setzen. Handelsabkommen müssen stets auf ihre Verträglichkeit mit dem Wohl des Gemeinwesens überprüft werden.

 

Weitere Informationen:
Netzwerk Gerechter Welthandel:
www.gerechter-welthandel.org
Entwicklung braucht Entschuldung – Bündnis erlassjahr.de: www.erlassjahr.de

Religionsfreiheit weltweit

„Gewalt im Namen von Religion und islamistischer Terror gehören zur Wirklichkeit unserer Zeit und machen Angst. Daraus darf aber keine Angst vor der Religion an sich werden oder generell vor Menschen muslimischen Glaubens. Dieser Trugschluss gefährdet den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Religionsfreiheit.

Als Christinnen und Christen treten wir für Religionsfreiheit ein. Wir sehen die verbindenden Ursprünge und Gemeinsamkeiten der verschiedenen Religionen, genauso wie wir die Unterschiede sehen. Der Dialog zwischen Religionen und Konfessionen ist nicht immer einfach, jedoch fruchtbar, wo es Offenheit und Respekt auf allen Seiten gibt. Toleranz endet, wo Religion und Religionsfreiheit missbraucht werden, um Menschen und ihre Würde zu verletzen. Deswegen stehen wir an der Seite bedrängter und verfolgter Christinnen und Christen weltweit.“
(https://www.ekd.de/Zehn-Ueberzeugungen-Flucht-und-Integration-14970.htm)

Überall sind Politik, Religionsgemeinschaften und jede/r Einzelne gefordert, die Religionsfreiheit zu achten und Menschen nicht wegen ihres Glaubens oder ihrer Weltanschauung zu diskriminieren, zu misshandeln, zu verfolgen oder zu ermorden.

 

Weitere Informationen:

https://www.bayern-evangelisch.de/was-uns-bewegt/christenverfolgung.php

https://www.ekd.de/ekd_de/ds_doc/oekumenischer_bericht_religionsfreiheit2017.pdf

http://www.bruecke-nuernberg.de/

https://mission-einewelt.de/internationale-beziehungen/partnerkirchen-uebersee/

Menschenwürdige Arbeit

Ein Großteil unserer alltäglichen Konsumgüter wie Nahrungsmittel, Kleidung oder IT-Produkte werden unter menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen hergestellt. Viele ArbeitnehmerInnen werden nicht ausreichend bezahlt und leiden unter mangelndem Arbeits- und Gesundheitsschutz. Versuche, sich zur Durchsetzung von Arbeitsrechten gewerkschaftlich organisieren, werden vielerorts massiv, nicht selten auch mit physischer Gewalt, unterdrückt.

-Wirtschaftliche Betriebe sollen ihrer unternehmerischen Sorgfaltspflicht durch die Einhaltung sozialer Standards und der Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) nachkommen. Dazu gehört auch die Verantwortung für die Einhaltung dieser Standards und Normen entlang der kompletten Lieferkette.

- Die Politik ist gefordert, klare gesetzliche Rahmenbedingungen für die Einhaltung sozialer Standards und der Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) durch Unternehmen zu gestalten. Die Einführung einer Berichtspflicht sowie von Sanktionsmöglichkeiten sind unabdingbar. Mission EineWelt fordert die Bundesregierung auf, sich ernsthaft und konstruktiv für das Zustandekommen des auf Ebene der Vereinten Nationen angestrebten verbindlichen internationalen Abkommens für Wirtschaft und Menschenrechte („UN-Treaty“) einzusetzen, das klare Regeln für Unternehmen und Klagemöglichkeiten für Geschädigte vorsieht und vor allem die Einhaltung von Menschenrechten vor Handelsinteressen stellt.

 

Weitere Informationen:

Eine Welt Netzwerk Bayern e.V.: www.eineweltnetzwerkbayern.de

Treaty Alliance Deutschland: https://www.cora-netz.de/cora/die-treaty-alliance-deutschland/

Aktion fair toys: www.woek.de/themen-projekte/fair-spielt/

Kampagne für Saubere Kleidung: http://www.saubere-kleidung.de/

Handyaktion Bayern: www.handyaktion-bayern.de