Oberkirchenrat Michael Martin (4.v.r.) im Gespräch mit den Mitgliedern des Kollegiums von Mission EineWelt. © MEW/Neuschwander-Lutz

Flüchtlinge und Finanzen im Mittelpunkt der Gespräche

Einen Vormittag lang war der Münchner Oberkirchenrat Michael Martin zu Gesprächen beim landeskirchlichen Partnerschaftszentrum Mission EineWelt. In der Andacht am Morgen erzählte Martin die Geschichte des Paters Jacques Mourad, der in dem syrischen Ort Karjatain das 1.600 Jahre alte Kloster Mar Elian leitete, für alle Menschen da war, egal welchen Glaubens und den Islam liebte. Mourad wurde vom Islamischen Staat (IS) entführt, das Kloster wurde vom IS völlig zerstört.

Alle wichtigen muslimischen Gruppen und Organisationen haben sich vom IS distanziert, so Martin, und in vorderster Front im Kampf gegen den IS stünden Muslime. Die Adventszeit mache deutlich, dass es immer Hoffnung gibt. Das zeige auch die Geschichte von Pater Jacques, der nach Monaten von muslimischen Dorfbewohnern befreit wurde.

In den Gesprächen mit dem Leitungskreis von Mission EineWelt, dem Kollegium, ging es zunächst auch um Fragen rund um das Thema Flucht und Migration. Mit mehr als 20 Millionen Euro unterstütze die bayerische Landeskirche in diesem und im kommenden Jahr die Arbeit mit Flüchtlingen. Im Landeskirchenamt arbeiteten die Abteilungen mit ihrer unterschiedlichen Aufgaben eng zusammen. Für Mission EineWelt, so Direktorin Gabriele Hoerschelmann, sei Flucht und Migration schon seit langem Kampagnenthema. Derzeit werde gerade an einer Broschüre gearbeitet, die all das zeigen wird, was das Partnerschaftszentrum an Erfahrungen und Materialien einzubringen hat.

Die Landesstellenplanung, die Situation in der Ukraine, die Entwicklung der kirchlichen Finanzen und die Dienstordnung des Direktoren-Ehepaars Dr. Gabriele und Hanns Hoerschelmann standen im Mittelpunkt der weiteren Gespräche. Das Treffen endete mit einem gemeinsamen Mittagessen.