Armut und Gewalt bekämpfen

18. Zentralamerikatag von Mission EineWelt stellt Strategien in El Salvador und Nicaragua vor

Über die Kunst gelang es Christian Chavarria Ayala, sich aus der Armutsspirale in seiner Heimat El Salvador zu befreien: Sogar Papst Franziskus besitzt eines seiner bemalten Holzkreuze. Chavarrias Weg zeigt exemplarisch, wie die Menschen Zentralamerikas für mehr Selbstbestimmung kämpfen. Der von Mission EineWelt veranstaltete Zentralamerikatag widmete sich am vergangenen Samstag im Gemeindehaus der Melanchthon-Kirche in Nürnberg-Ziegelstein dem Thema Armut und Gewalt.

Als Kind floh Christian Chavarrias Familie vor dem Bürgerkrieg ins Nachbarland Honduras. Zwei Geschwister hatte er während der Kämpfe verloren. Als 16-jähriger bekam er Asyl in Schweden, jedoch ohne seine Familie. Dort begann er Holzkreuze zu bemalen. In bunten Farben zeigen sie unter anderem den lebendigen Christus – niemals den leidenden am Kreuz – bäuerliche Alltagsszenen, Tier- und Naturmotive. „Die lebensfrohen Bilder sind meine Trauma-Therapie“, erklärt er in seinem Vortrag.

Nachdem Christian Chavarria wieder nach El Salvador zurückgeschickt wurde, arbeitete er ehrenamtlich in der lutherischen Kirche. Er lernte einen finnischen Pfarrer kennen, dem die Kreuze so gut gefielen, dass er 1.000 Stück bestellte. Weitere Bestellungen folgten, der Durchbruch als Künstler war geschafft. Christian Chavarria schätzt, dass er bislang um die 145.000 Kreuze, aber auch Holzkästchen, Schlüsselanhänger und vieles mehr hergestellt hat. Mittlerweile hat er fünf Angestellte, zeichnet jedoch jeden Entwurf selbst vor.

Ursachen für Armut und Gewalt sowie Gegenstrategien stellten Samuel Weber vom Ökumenischen Büro München sowie Karin Gleixner vom Amt für Internationale Beziehungen der Stadt Nürnberg vor. Der Experte vom Ökumenischen Büro machte die Freihandelsabkommen in Zentralamerika mit verantwortlich für ein wirtschaftliches Ungleichgewicht. Abkommen wie CAFTA mit den USA würden zwar für neue Arbeitsplätze in den zentralamerikanischen Ländern sorgen, aber vor allem in schlecht bezahlten Bereichen wie der Textilproduktion. Karin Gleixner konzentrierte sich auf Bildungsprojekte in San Carlos in Nicaragua, Nürnbergs Partnerstadt seit 1985. Ihrer Meinung nach verstärkt Bildung das Gefühl der Menschen für Selbstbestimmung und damit das Bedürfnis, für die eigenen Rechte einzutreten.

In Workshops konnten sich die rund 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Nachmittag vertieft
mit den Themen beschäftigen. Umrahmt wurde die Veranstaltung von der Gruppe Tohil aus El
Salvador. Mit Marimba, Gitarre, Cajon und Gesang verarbeiten sie musikalisch das Leben der
Menschen in ihrer Heimat.

Daniela Obermeyer

Eindrücke von der Weltbundtagung in Namibia

Begegnungsabend mit Teilnehmenden der Vollversammlung des Lutherischen Weltbundes

Eine Woche lang treffen sich rund 800 lutherische Christen aus 98 Ländern in Windhuk, der Hauptstadt Namibias. Vom 10. bis 16. Mai findet in der südafrikanischen Metropole die 12. Vollversammlung des Lutherischen Weltbundes mit Vertreterinnen und Vertretern aus den insgesamt 145 Mitgliedskirchen statt.

Drei Teilnehmende werden am 22. Mai ihre Eindrücke von dem Weltbundtreffen bei einem Begegnungsabend von Mission EineWelt in Neuendettelsau schildern. Neben Gilberto Quesada, Kirchenpräsident der Lutherischen Kirche in Costa Rica, werden das Dr. Regine Kellermann, Pfarrverwalterin in Ausbildung und Trainerin für interkulturelle Verständigung sowie Hanns Hoerschelmann, Direktor von Mission EineWelt, sein.

Die Weltbundtagung findet anlässlich des Reformationsjubiläums unter dem Thema „Befreit aus Gottes Gnade“ statt. Der Lutherische Weltbund und seine Mitgliedskirchen haben sich in den vergangenen 10 Jahren intensiv mit dem Jubiläum „500 Jahre Reformation“ beschäftigt, das 2017 begangen wird. In Anlehnung an Luthers Nein zum Ablasshandel stand diese Dekade deshalb unter einem dreifachen Nein: zur Ausbeutung der Schöpfung, zum Missbrauch von Menschenwürde und Menschenrechten sowie zur kommerziellen Ausnutzung der Sehnsucht nach Erlösung. „Not for sale“ (Nicht für Geld zu haben) seien Schöpfung, Menschen und Erlösung, so die Botschaft des Weltbundes und ein Schwerpunktthema der Vollversammlung.

Der Begegnungsabend findet am 22. Mai, um 19.00 Uhr, im Otto-Kuhr-Saal von Mission EineWelt (Hauptstraße 2 in Neuendettelsau) statt.

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Schatzkiste statt Elektroschrott

Auftakt der HANDYAKTION Bayern am Freitag im Johannes-Scharrer-Gymnasium Nürnberg

Am kommenden Freitag ist das Johannes-Scharrer-Gymnasium in Nürnberg Schauplatz der Auftaktveranstaltung der HANDYAKTION Bayern. In der Aula der Schule werden die Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen von 11.30 bis 12.15 Uhr über die Ziele und Angebote der gemeinsamen Aktion von evangelischem Centrum Mission EineWelt und Eine Welt Netzwerk Bayern e. V. informiert.

Die HANDYAKTION Bayern will in erster Linie Bewusstsein schaffen für die Themen Rohstoffverbrauch und -gerechtigkeit, Konfliktmineralien und nachhaltigen Konsum. Neben den Bildungsangeboten gibt es eine Sammelaktion für Althandys in Kooperation mit der Deutschen Telekom, die auch für eine sichere Datenlöschung der abgegebenen Geräte garantiert. Pro Handy werden 70 Cent an Bildungsprojekte in El Salvador, Liberia und Bayern gespendet.

Die Schülerinnen und Schüler des Nürnberger Fairtrade-Gymnasiums in der Tetzelgasse 20 werden über die Hintergründe der Handyproduktion, die sozialen und ökologischen Folgen unseres Rohstoffverbrauchs sowie alternative Handlungsmöglichkeiten mit einem kurzweiligen Quiz und einem Kurzfilm informiert. Sie erfahren, welche Rohstoff-Schatzkisten ihre alten gebrauchten Mobiltelefone sind. Alte Handys sollen deshalb nicht in der Schublade oder im Hausmüll verschwinden, sondern sie als Second-Hand-Ware weiterverwendet oder dem fachgerechten Recycling zugeführt werden. So können wichtige Rohstoffe zurückgewonnen werden und Menschen und Umwelt geschont werden.

Im Anschluss an die Informationsveranstaltung wird die Sammelbox der HANDYAKTION Bayern für gebrauchte Mobiltelefone im Schulsekretariat aufgestellt.

Unter dem Motto „Ich mach mit! Ich bin Rohstofflieferantin!“ setzt sich auch die bayerische Staatsministerin für Europaangelegenheiten und regionale Beziehungen, Frau Dr. Beate Merk, für die HANDYAKTION Bayern ein: „Gerne unterstütze ich die HANDYAKTION Bayern als Schirmfrau. Die Sammelaktion will unser Bewusstsein schärfen für die Situation der Menschen, aus deren Ländern die Rohstoffe für unsere Handys stammen. Ganz wichtig finde ich die Aufklärung über die sozialen und ökologischen Zusammenhänge, die durch Bildungskisten, Workshops, Filme und vieles mehr vermittelt werden. Ich wünsche der HANDYAKTION  Bayern einen guten Start und eine hohe Beteiligung! Allen, die mitmachen, sage ich danke und viel Erfolg!“

Weitere Sammelboxen in der Region Nürnberg sind im Caritas Pirckheimer-Haus (Königstr. 64, Rezeption), im Fenster zur Welt (Vordere Sterngasse 1), im Lorenzer Laden (Nonnengasse 18), in der Jugendkirche Lux (Leipziger Str. 25), im Melanchthon-Gymnasium (Sekretariat, Sulzbacher Str. 32), im Dritte-Weltladen Erlangen (Neustädter Kirchplatz), im Welthaus Fürth (Gustavstr. 31) sowie im Rathaus Roßtal (Marktplatz 1).

Wer auch als Kirchengemeinde, Kindertagesstätte, Schule, Universität, Einrichtung, Laden oder Arztpraxis eine Sammelbox aufstellen und sich an der Aktion beteiligen will, oder weitere Informationen über die HANDYAKTION Bayern haben will, wird fündig unter www.handyaktion-bayern.de.

Kontakt:
Mission EineWelt
Gisela Voltz, Caren Rehm
Telefon: 0911 36672-0
Mail: gisela.voltz@mission-einewelt.de; caren.rehm@mission-einewelt.de

Haymatloz

Der türkische Dokumentarfilm ist im Mittwochskino von Mission EineWelt im April zu sehen

Der Dokumentarfilm „Haymatloz“ steht im April auf dem Spielplan des Mittwochkinos von Mission EineWelt und erzählt die Geschichte der Nachkommen jüdischer Intellektueller, die vor Hitler in die Türkei flohen. „Es ist kein Dilemma, zwei Heimaten zu haben“, sagt Regisseurin Eren Önsöz über ihre Protagonisten.

Nach der Machtergreifung durch die Nazis verloren rund ein Drittel der Professoren ihre Anstellungen an deutschen Universitäten. Was die Wenigsten wissen: Zahlreiche Intellektuelle, Juden und Antifaschisten flüchteten in das damals unbekannte Exilland Türkei. Staatsgründer Atatürk hatte die Deutschen eingeladen, an seiner ambitionierten Universitätsreform mitzuwirken.

Die Filmemacherin Eren Önsöz begleitet die letzten Nachkommen dieser Professoren an Schauplätze in der Schweiz, Deutschland und in der Türkei. Mithilfe von fünf Protagonisten, die in der Türkei geboren und aufgewachsen sind, untersucht sie dieses vergessene Kapitel deutsch-türkischer Geschichte, dessen Bedeutung bis in unsere Gegenwart reicht. Inmitten der weltweiten Flüchtlingskrise wirft der Dokumentarfilm hochaktuelle Fragen auf und beleuchtet das Schicksal der akademischen Elite Deutschlands im türkischen Exil: Verfolgt, hofiert und „haymatloz“.

„Haymatloz“ ist am Mittwoch, 26. April 2017, um 19.30 Uhr im Otto-Kuhr-Saal (Hauptstraße 2 in Neuendettelsau) zu sehen. Der Eintritt ist frei.


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Protestantische Weltverantwortung

Mission EineWelt feierte beim Jahresempfang in Nürnberg sein 10jähriges Bestehen

Für Professor Dr. Dietrich Werner stehen die Begriffe Mission und Entwicklung in engem Zusammenhang. Beim Jahresempfang von Mission EineWelt, der am gestrigen Donnerstag in Zusammenarbeit mit dem Kirchenkreis und Dekanat in Nürnberg stattfand, empfahl der theologische Grundsatzreferent von Brot für die Welt (Berlin) eine engere Zusammenarbeit zwischen den Organisationen aus beiden Bereichen. „Sowohl Mission als auch Entwicklung sind Anwälte eines Perspektivwechsels“, der sich stärker der Verantwortung für eine „protestantische Weltverantwortung“ verpflichtet sehe und nicht nur die eigenen Interessen im Blick hat.

Missionswerke und kirchliche Entwicklungsorganisationen hätten eine lange Erfahrung im Umgang mit anderen Kulturen und dem interreligiösen Dialog, so Werner in seinem Festvortrag anlässlich des zehnjährigen Bestehens von Mission EineWelt vor rund 170 Gästen. Diese Kompetenz der Kirchen sei heute angesichts national-populistischer Tendenzen nicht nur wichtig, sondern werde auch von politischer Seite zunehmend stärker nachgefragt.

Der Jahresempfang hatte mit der Vorstellung der Talente-Aktion „mach was draus“ des Partnerschaftszentrums und der Begrüßung durch das Direktoren-Ehepaar Dr. Gabriele und Hanns Hoerschelmann begonnen. Mission EineWelt dürfe sich angesichts der zehn Jahre nicht zurücklehnen und auf die Schultern klopfen, so die Direktoren, sondern versuche beispielsweise mit dieser Aktion, Talente wachzurufen und zu lüften. Das sei einer der Lerneffekte aus der Übersee-Arbeit, dass dort, wo die Ressourcen begrenzt sind, Talente gefragt seien. Die seien auch hierzulande vorhanden. „Feiern Sie mit uns 10 Jahre Mission EineWelt und machen Sie was draus“, betonte das Direktoren-Paar den Gedanken, dass nur gemeinsam Dinge in Bewegung zu bringen sind.

Elisabeth Hann von Weyhern, Regionalbischöfin des Kirchenkreises Nürnberg, betonte in ihrem Grußwort, wie wichtig der weltweite Horizont kirchlicher Arbeit sei. Schon während ihrer theologischen Ausbildung sei sie in Neuendettelsau dieser weltweiten Vernetzung begegnet. Damals sei das noch eine etwas fremde Welt für sie gewesen. Die Regionalbischöfin betonte, wie wichtig es sei, „nicht nur im eigenen Vorgarten zu denken“, sondern mit Weitblick über den Horizont zu schauen.

Bei Getränken und einem reichhaltigen Imbiss im gastgebenden Caritas-Pirckheimer-Haus wurde ein Film von Studierenden der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (Stuttgart) uraufgeführt.

„Wir bauen mit euch Zukunft“ ist das filmische Ergebnis einer Reise im vergangenen Jahr in die Partnerkirchen von Mission EineWelt nach El Salvador und Nicaragua.

Geehrt wurden in diesem Jahr stellvertretend für viele Ehrenamtliche im Umfeld von Mission EineWelt Christa Bernhardt, Karl Saemann, Dekanatsmissionsbeauftragter im Dekanat Uffenheim, und Dr. Annemarie Schraml, die leider nicht dabei sein konnte, zusammen mit Dr. Heinz Giering vom Projekt Feuerkinder.

Musikalisch wurde der Jahresempfang von Addi Manseicher untermalt. Er präsentierte unter anderem das Mottolied „Allein aus Gnade“, welches er im Auftrag der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern zum Reformationsjubiläum 2017 komponiert hat.


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Argumentationstraining gegen Stammtischparolen und Vorurteile

Rückkehrenden-Wochenende in Nürnberg für ehemalige Nord-Süd-Freiwillige

Unter der Überschrift „Argumentationstraining gegen Stammtischparolen und Vorurteile“ wurde das diesjährige Rückkehrenden-Treffen von Mission EineWelt in Nürnberg veranstaltet. Insgesamt 25 Teilnehmende, darunter vorrangig ehemalige Freiwillige von Mission EineWelt, aber auch Rückkehrende anderer Entsendeorganisationen und weitere Interessierte, trafen sich vom 23. bis 25. März 2017 zu dem Seminar in der Nürnberger Jugendherberge auf der historischen Burg.

In einem Workshop der Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Nürnberg e.V. erlernten die Teilnehmenden mittels Rollenspielen Kommunikationsstrategien. Anhand einer Methode des „Theaters der Unterdrückten“ – nach Augusto Boal – wurden zudem Handlungsfähigkeiten und -unfähigkeiten bewusst und Lösungsansätze im Umgang mit Stammtischparolen im Alltag erfahrbar gemacht.

Als verwandtes Thema spielte „Hetze im Netz“ eine wichtige Rolle. Die Teilnehmenden hatten die Möglichkeit, sich mit dieser besonderen Problematik auseinanderzusetzen und anhand von Beispielen aus dem Internet zu überlegen, was sinnvoller ist: „Löschen, Counterspeech (verbales Gegenhalten) oder … ?!“ Der Fokus lag dabei insbesondere auf Parolen bzgl. Flüchtlingen und Migranten. Durch spielerische Weise wurden Fakten erlernt, um durch sogenanntes „Debunking“ (Entlarven) diskriminierenden Aussagen besser entgegentreten zu können.

Abgerundet wurde das Seminar, dessen Einheiten eigenständig durch zwei Ehemalige von Mission EineWelt geplant wurden, durch einen gemeinsamen Theaterbesuch. Das Stück „Das Phantom“ von Lutz Hübner und Sarah Nemitz im Gostner Hoftheater, das ebenfalls die unbewussten Zuschreibungen und Vorurteile der Gesellschaft thematisiert, bot einen kurzweiligen Ausklang der Wochenend-Veranstaltung.

Am Sonntag verabschiedeten sich die Teilnehmenden nicht ohne Feedback. Für viele war die Veranstaltung eine gewinnbringende Erfahrung. „Es ist gut zu wissen, dass es Anderen in bestimmten Situationen ähnlich geht. Und es ist gut zu wissen, dass es sich lohnt, den Mund aufzumachen. Zumindest um eine andere Meinung in den Raum zu stellen – selbst wenn man selten wirklich überzeugen kann“, erklärt Regina Kramer von Mission EineWelt. Die Teilnehmenden haben – so die Rückkehrenden-Betreuerin – gelernt, dass kleine, originelle Antworten und simple Ideen oft stärker irritieren als sämtliche sachlichen Fakten.

Impressionen von der Veranstaltung

„mach was draus“ unterstützt Übersee-Projekte

Mission EineWelt hat Talente-Aktion erfolgreich gestartet

Direktor Hanns Hoerschelmann als Schuhputzer. ©MEW/Schlicker

Direktor Hanns Hoerschelmann als Schuhputzer. ©MEW/Schlicker

Mit einer Präsentation bei der Frühjahrstagung der evangelischen Landessynode hat Mission EineWelt eine Talente-Aktion in Coburg gestartet. „mach was draus“ ist die pfiffige Aktion überschrieben, die bis 31. Oktober 2017 laufen wird. Wer mitmacht soll seine Talente und Fähigkeiten einsetzen, ein kleines Startkapital zu vermehren. Der Erlös kommt Projekten in Übersee zugute, die von dem landeskirchlichen Partnerschaftszentrum unterstützt werden.

Synodale verkaufen Sympathie-Kekse für Projekte in Übersee. ©MEW/Schlicker

Synodale verkaufen Sympathie-Kekse für Projekte in Übersee. ©MEW/Schlicker

Mitmachen darf jeder, ob Privatperson, Kirchengemeinde, Jugend- oder Partnerschaftsgruppe, Schulklasse, Familien, groß, klein, alt, jung. Unter www.mach-was-draus.de können sich Interessierte für die Aktion anmelden und erhalten 10 Euro Startkapital und ein Info-Paket mit den wichtigsten Eckdaten zur Aktion sowie einigen Anregungen, was sie alles machen könnten.

Wie es geht, hat unter anderem die Präsidentin der Landessynode, Dr. Annekathrin Preidel, in Coburg gezeigt. Sie bot bei der Synodentagung selbstgemachte Chutneys in Gläsern gegen eine Spende an. Hanns Hoerschelmann, Direktor von Mission EineWelt, putzte Schuhe und die Synodalen Renate Käser, Kathrin Neeb und Karl Georg Haubelt verkauften Sympathie-Kekse und haben das selbstgesteckte Ziel, ihren Einsatz zu verzehnfachen, übertroffen.

Auf der Webseite www.mach-was-draus.de können die Teilnehmenden ihre Aktionen und Ideen vorstellen. Und Interessierte können sich hier anmelden und ihr Start-Set anfordern. Auch Gruppen können sich anmelden und bis zu 50 Euro als Startkapital anfordern. Das Startgeld wird von der Evangelischen Bank zur Verfügung gestellt. Bei der Herbsttagung der evangelischen Landessynode wird Ende November in Amberg dann Bilanz gezogen.

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„Wir können nicht auf einer Insel des Reichtums leben, ohne uns um das Meer der Armut um uns herum zu kümmern.“

Insgesamt 17 verschiedene Workshops und vier konsumkritische Stadtführungen boten am 14. und 15. März ein interessantes Rahmenprogramm für die Teilnehmenden der Schulmesse „Global Learning“. Bereits zum dritten Mal wurde die Messe in Nürnberg von kommunalen, lokalen und kirchlichen Kooperationspartnern, darunter Mission EineWelt, veranstaltet. Und auch in diesem Jahr waren die Plätze mit insgesamt 600 Schülerinnen und Schülern restlos ausgebucht.

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Hungersnot in Ostafrika

Spendenaufruf von Diakonie Katastrophenhilfe und Mission EineWelt

Viele Regionen Ostafrikas sind von einer Hungersnot bedroht. In unserem Partnerland Kenia, im Südsudan, in Somalia sowie in Äthiopien sind über 15 Millionen Menschen wegen der Dürre auf Hilfe angewiesen. Die Hilfsorganisationen der Kirchen trafen sich am runden Tisch, um Hilfsstrategien auszuarbeiten. Mission EineWelt, die bayerische Landeskirche und die Diakonie Bayern werden sich an den Hilfsprogrammen beteiligen.

„Wir müssen die Situation sehr ernst nehmen, denn wir riskieren nicht nur das Leben von hunderttausenden Menschen im Osten Afrikas, sondern auch die sehr fragile politische Situation“, sagt Martin Keßler, Leiter der Diakonie Katastrophenhilfe. Pfarrer Reinhard Hansen, Afrikareferent von Mission EineWelt, bestätigt: „Diese Situation ist äußerst bedrohlich. Wir wollen im Rahmen des ACT-Appeals die Menschen in unserem Partnerland Kenia und in der Region unterstützen. Sie rechnen mit unserer Solidarität.“

Die seit mehreren Jahren anhaltende Dürreperiode führt in weiten Regionen Ostafrikas zu einer Verschärfung der Situation. Betroffen sind insbesondere der Südsudan, große Teile Kenias, der Südosten Äthiopiens und Somalia. So sind zum Beispiel in Somalia bereits 6,2 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen – mehr als die Hälfte der Gesamtbevölkerung. Im Sudan benötigen über fünf Millionen Menschen dringend Hilfe, in Kenia 2,7 Millionen. Besonders Kinder sind Opfer der Not: eine Million werden im Südsudan als akut unterernährt geschätzt und etwa 185.000 Kinder leiden in Somalia an schwerer Mangelernährung. Die Prognosen für die nächste Regenzeit sind schlecht. Die Situation wird sich im Frühsommer weiter dramatisch verschärfen.

Mission EineWelt möchte vor Ort besonders die Aktivitäten des Lutherischen Weltdienstes, der Hilfsorganisation des Lutherischen Weltbundes, und des Church World Service unterstützen. Die Diakonie Katastrophenhilfe kann auf Partner von Brot für die Welt zurückgreifen. Wichtig ist es nun, Mittel bereitzustellen und die Hilfe zügig und gut zu koordinieren.

Beide Organisationen rufen deshalb gemeinsam zu Spenden auf:

Mission EineWelt
Stichwort: Dürre Ostafrika
IBAN: DE12 5206 0410 0001 0111 11
BIC: GENODEF1EK1 Evangelische Bank
oder online: https://mission-einewelt.de/spenden/online-spenden/

Diakonisches Werk Bayern
Stichwort: Afrika Hungerhilfe
IBAN: DE68 5206 0410 0000 5025 02
BIC: GENODEF1EK1 Evangelische Bank
oder online: http://www.diakonie-bayern.de

Weitere Informationen:

Mission EineWelt, Diakon Claus Heim
E-Mail: africa@mission-einewelt.de
Telefon: 09874 9-1301

Diakonie Katastrophenhilfe, Fritz Blanz
E-Mail: blanz@diakonie-bayern.de
Telefon: 0911 935-4444

Videobeitrag im ARD Mittagsmagazin über die Situation in Kenia

Rotes Kreuz warnt vor Gefahr durch Dürre in Kenia © Mittagsmagazin, 08.03.2017, Sabin Bohland, ARD Nairobi, https://www.tagesschau.de/multimedia/video/video-266993.html

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Global Learning Messe 2017 in Nürnberg ausgebucht

Schülerinnen und Schüler wollen mehr über weltweite Zusammenhänge erfahren.

Mit rund 300 Teilnehmenden pro Tag ist die dritte Nürnberger Messe „Global Learning“ im Caritas-Pirckheimer-Haus bereits restlos ausgebucht. Die Schulmesse findet am 14. und 15. März 2017 statt und richtet sich an Schülerinnen und Schüler der 8. bis 10. Jahrgangsstufe. Diese haben die Möglichkeit, sich an beiden Tagen verschiedenen Themen rund um die Eine Welt zu widmen. Das Centrum Mission EineWelt der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern ist neben kommunalen, lokalen und weiteren kirchlichen Kooperationspartnern Mitglied in der Nürnberger Fairtrade Steuerungsgruppe und Mitveranstalter der Messe.

Neben konsumkritischen Stadtführungen werden im Rahmen der Veranstaltung zahlreiche Workshops aus dem Bildungsprogramm von Mission EineWelt angeboten. Globales Lernen ist dabei ein wichtiges Stichwort. Die Teilnehmenden sollen motiviert werden, sich mit komplexen Herausforderungen wie Klimawandel, Migration, Ressourcenverknappung oder sozialer Ungleichheit auseinanderzusetzen und sich künftig für eine gerechtere und zukunftsfähige Welt einzusetzen. Dazu erhalten sie tiefe Einblicke in soziale und ökologische Missstände und erarbeiten Wege, wie sie selbst gegensteuern können.

Am Dienstag, 14. März, startet die Schulmesse mit einer Begrüßung durch Oberbürgermeister Ulrich Maly. Am Mittwoch werden die Stadtdekane Dr. Jürgen Körnlein und Hubertus Förster den Tag einleiten. Anschließend präsentieren die Schülerinnen und Schüler des Nürnberger Scharrer-Gymnasiums bzw. des Schwabacher Wolfram-von-Eschenbach-Gymnasiums ein Theaterstück und einen Filmbeitrag zum Fairen Handel und nachhaltigem Engagement, bevor die Workshoprunden beginnen. Abgerundet wird die Schulmesse mit einer bunten Menschenkette im Innenhof des Caritas-Pirckheimer-Hauses.

Erst Mitte Februar wurde Nürnberg als Faire Metropolregion ausgezeichnet. Mit der Schulmesse „Global Learning“ findet nun eine erste Aktion statt, die über die Stadt hinausstrahlt. Angemeldet sind neben Schülerinnen und Schülern aus Nürnberg auch Teilnehmende aus Fürth, Erlangen, Bamberg, Lauf, Heilsbronn und Ansbach.

Weitere Informationen erhalten Sie bei:

Mission EineWelt
Caren Rehm
Telefon: 0911 36672-0

Programm Schulmesse „Global Learning“ 2017 (PDF)