Die Fairtrade Gemeinde Neuendettelsau hat im Oktober nach zwei Jahren als Fairtrade Town ihre Rezerfizierung erhalten und aus diesem Anlass am 22. Oktober Elke Klemenz, Geschäftsführerin von Farcap Faire Mode, in ihr Rathaus eingeladen.

Klemenz zeigte in ihrem Vortrag „Die Menschen hinter unserer Kleidung“ eindrucksvoll, unter welchen Bedingungen in Indien Kleidung produziert wird. Das business as usual der Textilbranche gibt ein erschreckendes Bild ab.

Die Arbeiter*innen in der indischen Textilproduktion sind täglich ungeschützt höllischem Lärm an den Webstühlen ausgesetzt oder stehen den ganzen Tag mit nackten Beinen im Färbebad, viele Beschäftigte sind Kinder. Fast alle Unternehmen arbeiten mit Subunternehmen, um Auftragsspitzen der Fast Fashion Mode abzufedern, weitreichende Kontrollen finden kaum statt. „Von den Firmen wird alles unterschrieben, was ihre Auftraggeber verlangen!“, so Elke Klemenz. Aber so lange keine Kontrollen stattfinden, sind solche Verträge wertloses Papier. Auch existenzsichernde Löhne, von denen die Arbeiter*innen mit ihren Familien leben können, sind meist fernab der Realität.

Elke Klemenz setzt sich seit vielen Jahren für faire Mode ein. Ihr Unternehmen Farcap Faire Mode ist gemeinsam mit dem Weltladen im Welthaus Fürth angesiedelt. Fester Bestandteil dort ist auch die Bildungsarbeit mit Vorträgen oder Workshops.

Neben Fairtrade-Mode anderer Hersteller*innen hat Farcap das eigene Modelabel, „azadi“ (deutsch: Freiheit), im Programm. Dabei geht es um mehr als Produktion unter fairen Bedingungen. Die erste Kollektion entstand 2016 in Delhi/Indien in Kooperation mit der indischen Organisation STOP (Stop Trafficking and Oppression of Children and Women). Sie und wurde von jungen Frauen produziert, die Opfer von Zwangsprostitution geworden waren.

Nach der ersten Kollektion kamen als weitere Kooperationspartner*innen die Modeschule Nürnberg und die NIFT-TEA aus Tirupur, Südindien, hinzu. Die Schulen stehen im Austausch miteinander, es gab gegenseitige Besuche. Somit werden zukünftige Entscheidungsträger*innen in der Modebranche schon in der Ausbildung für faire Handelswege in der Textilbranche sensibilisiert.

Und was können die Konsument*innen tun? – Klare Antwort von Elke Klemenz: Auskunft darüber verlangen, wie ihre Kleidung produziert wird. Und fair produzierte Kleidung kaufen. Zumal ökofaire Mode nicht unbedingt teurer sein müsse als konventionelle, wie die Referentin betonte.

 

Beatrix Mettler-Frercks/Nadine Reinert

Foto: ELCT Northern Diocese

Foto: ELCT Northern Diocese

Das Faraja Diaconic Centre im Norden Tansanias ist Ausbildungsstätte für Diakone, Landwirtschaftsbetrieb und Schule für Kinder mit Behinderung. Im Siha-District unterhält das Zentrum zudem Ganztagseinrichtungen für Kinder mit geistiger Behinderung, die Tumaini Children’s Center. Auch weil das Diaconic Centre ziemlich abgelegen ist, wird für Besorgungen, für den Transport von Schüler*innen oder Erkrankten und für die Fahrten zu den Tumaini-Zentren dringend ein geländegängiges Auto benötigt.

Nachdem das bisher genutzte Fahrzeug in die Jahre gekommen war und nicht mehr zuverlässig funktionierte, schickte die Leitung des Faraja Diaconic Centre einen Hilferuf an Mission EineWelt, das den Diakonen in Faraja eng verbunden ist.

Auf diese Weise konnte ein neuer Toyota Landcruiser für das Faraja Diaconic Centre finanziert werden, der Mitte Oktober in Anwesenheit des leitenden Bischofs der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Tansania (ELCT), Fredrick Shoo, feierlich in Betrieb genommen wurde.

Foto: https://yuli-der-film.de/index.php

Foto: https://yuli-der-film.de/index.php

Yuli will nicht tanzen, jedenfalls nicht in Strumpfhosen auf einer Theaterbühne. Er will Fußballer werden wie Pele. Die Lebensgeschichte des kubanischen Tänzers Carlos Acosta ist eine Geschichte wundersamer Wendungen. Die erste: Sein Vater, der Lastwagenfahrer Pedro erkennt das Talent seines Sohnes als er diesen beim Breakdance auf der Straße beobachtet. Er erkennt die Chance und zwingt den Jungen, den er nach einem afrikanischen Kriegsgott „Yuli“ nennt, auf die staatliche Ballettschule.

Dass aus dem unwilligen Yuli ein weltberühmter Balletttänzer wird, ist keine gerade, glatte Erfolgsgeschichte. Zwang, Gewalt, Kämpfe mit anderen und nicht zuletzt mit sich selbst spielen dabei eine Rolle.

Regisseurin Icíar Bollaín und Autor Paul Laverty, bekannt durch seine Drehbücher für Ken Loach, haben aus der Lebensgeschichte von Carlos Acosta kein allzu glattes oder kitschtriefendes Biopic gemacht. Sie erzählen weitgehend differenziert, einfühlsam und nicht ohne feinen Humor von der Entwicklung eines Talents vor dem Hintergrund der Geschichte Kubas seit den 1980ern.

Das Mittwochskino von Mission EineWelt zeigt „Yuli“ am 27. Oktober 2021 um 19.30 Uhr im Otto-Kuhr-Saal (Hauptstraße 2 in Neuendettelsau). Der Eintritt ist frei. Es gilt die 3G-Regel.

Der leitende Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Tansania (ELCT), Fredrick Onaeli Shoo, hat bei einem Treffen im Vatikan zum Thema Klimawandel erneut auf die Bedeutung des Umweltschutzes hingewiesen.

Bei dem von Papst Franziskus geleiteten Treffen kamen Kirchenleiter*innen und Wissenschaftler*innen aus aller Welt zusammen, um die Auswirkungen des Klimawandels in Vorbereitung auf die UN-Klimakonferenz (COP26) zu erörtern. Diese wird vom 31. Oktober bis 12. November 2021 in Glasgow (Schottland) stattfinden.

„Seit mehr als 20 Jahren pflanze ich Bäume an den Hängen des Kilimandscharo und ermutige meine Gemeinden in Tansania, das Gleiche zu tun“, kommentiert Shoo sein Engagement, das er auch mit dem berühmten Luther-Zitat „Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt untergeht , würde ich heute einen Baum pflanzen“ begründet. Inzwischen, so der ELCT-Bischof, würden ihn viele Leute necken,  „indem sie mich den Baumbischof nennen.“

Mehrere Kirchenleitungen plädierten auf der Konferenz dafür, sich stärker gegen Klimawandel und Umweltzerstörung zu engagieren. Bischof Shoo war als einer der Vertreter der protestantischen afrikanischen Kirchen nach Rom gereist.

Claus Heim

Foto: Edith Link

Foto: Edith Link

Die Eine-Welt-Station Nürnberg will nach den Corona-Lockdowns wieder verstärkt Workshops zu Themen der globalen Gerechtigkeit in Schulen, Kindergärten und Kirchengemeinden anbieten. Dafür ließen sich dreizehn Teilnehmende bei einer Schulung in Theorie und Praxis des Globalen Lernens zu künftigen Workshopleitungen ausbilden. Nach dem Motto „learning by doing“  waren die Telnehmenden gleich dabei, als eine 15-köpfige Konfi-Gruppe aus Donauwörth von Bildungsreferentin Gisela Voltz (Mission EineWelt) durch die „Fair-Ökologisch-Nachhaltig“-Tour begleitet wurde. Bei dem Stadtrundgang werden in Kleingruppen an Orten des nachhaltigen Konsums in der Nürnberger Innenstadt Rätsel gelöst und faire Produkte gesucht.

Bei der Eine-Welt-Station Nürnberg, ein Gemeinschaftsprojekt vom Weltladen Lorenzer Laden, Oikocredit Bayern e.V. und Mission EineWelt, können rund 90-minütige Workshops zu Themen wie „Was hat mein Handy mit dem Kongo zu tun?“, „global denken – anders essen“, „Ohne Plastik! – zero waste“, „Wo kommt die Schokolade her?“ gebucht werden. Die Teilnahmegebühr beträgt 1 Euro.

 

Kontakt:
Eine-Welt-Station Nürnberg

c/o Mission EineWelt

Königstr.64, 90402 Nürnberg

Tel.: 09874-9-1820

eineweltstation.nuernberg@mission-einewelt.de

https://mission-einewelt.de/besondere-einrichtungen/einewelt-station-nuernberg/

 

 

60 Jahre Unabhängigkeit Tansanias sind Anlass für Mission EineWelt, unter dem Titel „Uhuru bedeutet Freiheit“ im Lauf des kommenden Jahres eine Reihe von Aktionen und Veranstaltungen zu starten. Den Anfang macht ein Songwettbewerb, der sich an Menschen in Tansania und Deutschland richtet, die mindestens 15 Jahre alt sind.

Gefragt sind Lieder, die sich mit dem Thema Freiheit beschäftigen: Das kann eine Aufforderung sein, für Freiheit zu kämpfen, eine Klage über bzw. gegen verlorene Freiheit, eine Überlegung, was Freiheit eigentlich bedeutet oder bedeuten kann, ein liedgewordenes Nachdenken darüber, wie frei wir Menschen eigentlich überhaupt sind, und dergleichen mehr.

Einsendeschluss ist am 31. Dezember 2021. Zur Teilnahme reicht ein Handyvideo (mp4) des Songs, das rechtzeitig auf der Uhuru Website https://uhuru-freiheit.com hochgeladen wird. Dort finden sich auch alle weiteren Infos zum Songwettbewerb und sukzessive zu weiteren Aktionen und Veranstaltungen.

Foto: M. Haase

Foto: M. Haase

Am 19. September 2021 wurde Renato Creutzberg in der Kirche der Gemeinde Pfuhl-Burlafingen von Dekan Jürgen Pommer in sein Amt eingeführt. Creutzberg kommt aus der Evangelischen Kirche lutherischen Bekenntnisses in Brasilien (IECLB). Der 49-jährige Theologe wird im Rahmen eines Austauschprogramms, das Mission EineWelt im Namen der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (ELKB) begleitet, während der kommenden fünf Jahre als Pfarrer vor allem die Gemeinde in Burlafingen betreuen. Die Gemeindeglieder in Pfuhl-Burlafingen haben ihren neuen Pfarrer zusammen mit seiner Familie herzlich willkommen geheißen und freuen sich auf den interkulturellen Austausch und die zukünftige Zusammenarbeit.

Reinhild Schneider

Im Rahmen des weltweiten Gedenkens an die Opfer der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki findet auch in Nürnberg am 6.August 2021 von 18 bis 19:30 Uhr vor der Lorenzkirche eine Gedenkveranstaltung statt, an der sich Mission EineWelt und die Pazifik-Infostelle beteiligen. Die Botschaft der Veranstalter*innen: Die atomare Bedrohung hat sich bis in die Gegenwart fortgesetzt und wird aktuell immer größer.

Am 6. August 1945 zerstörte die erste Atombombe die japanische Stadt Hiroshima, am 9.August eine weitere die Stadt Nagasaki. Diese beiden Bomben forderten sofort 200.000 Menschenleben. Zudem sterben dort Menschen bis heute an strahleninduziertem Krebs und leiden unter schweren genetischen Schädigungen.

Dann kamen die Atomtests. Schon 1946 begannen die USA mit oberirdischen Atomwaffentests, zum großen Teil im Pazifik. 1949 begann das Testprogramm der UdSSR, wenig zogen England, Frankreich und China nach. Über 2000 Atomwaffentests haben seit 1945 die Welt verseucht, davon 315 im Pazifik.

Am 22. Januar 2021 trat der von einer großen Mehrheit der Staaten beschlossene Atomwaffenverbotsvertrag (AVV) der Vereinten Nationen in Kraft. Er erkennt ausdrücklich das Leid der Überlebenden der Atomtests an und gibt ihnen das Recht auf Hilfe und Wiedergutmachung der Umweltschäden. Deutschland hat den AVV allerdings bisher nicht akzeptiert.

Die massive Gefährdung beginnt schon beim Uranabbau. Grundwasserverseuchung, erhöhte Krebsraten und zerstörte Landschaften sind die Folge. Der Uranabbau zerstört die Lebensgrundlagen und Kulturen indigener Völker, beispielsweise in Niger oder Namibia.

Und als ob all‘ diese Faktoren nicht abschreckend genug wären, geht das atomare Wettrüsten munter weiter. Die Atommächte modernisieren ihre Arsenale. Daran ist auch die Bundesrepublik im Rahmen der sogenannten „atomaren Teilhabe“ beteiligt. In Büchel in der Eifel stationierte Atombomben würden im Ernstfall von Bundeswehrpilot*innen geflogen.

Das weltweite Hiroshima-Gedenken ist den Opfern aller Atombomben und -tests gewidmet. Die beteiligten Organisationen, zu denen auch Mission EineWelt gehört, fordern die Bundesregierung auf, endlich den Atomwaffen-Verbotsvertrag beizutreten und die Stationierung US-amerikanischer Atomwaffen samt der damit verbundenen nuklearen Teilhabe zu beenden.

Foto: Fridays for Future Nürnberg

Foto: Fridays for Future Nürnberg

Vor etwas mehr als einem Jahr legte das Bündnis Bayernplan, dem eine Vielzahl von kirchlichen und zivilgesellschaftlichen Akteur*innen, und so auch Mission EineWelt angehört, der Landtagspräsidentin Ilse Aigner eine Petition vor. Gefordert war und ist ein landesweiter Dialogprozess, der das Thema Gerechtigkeit auf sozialer und ökologischer Ebene voranbringt. Doch leider gab es bislang seitens der Staatsregierung keine nennenswerte Reaktion. Grund genug für das Bündnis, mit einem deutlichen Brief an den bayerischen Ministerpräsidenten nachzulegen. Obwohl die Realität die Dringlichkeit, endlich im Sinne sozialer Gerechtigkeit und ökologischer Nachhaltigkeit aktiv zu werden, bestätige, verliefen „Reformschritte allerdings schleppend und stehen in keinem Verhältnis zu den Ambitionen, mit denen sie angekündigt wurden“, kritisieren die Unterzeichner*innen. Ihr Fazit: „Wir als Bündnis sind der Überzeugung, dass die bisherigen bayerischen Maßnahmen zu einem nachhaltigen und sozial gerechten Umbau des Freistaates bei Weitem nicht ausreichen.“

Mit der Kritik einher geht die Aufforderung an die Staatsregierung, nun endlich geeignete Dialogplattformen auf den Weg zu bringen. Um dieser Forderung weiteren Nachdruck zu verleihen, will sich das Bündnis Bayernplan Anfang Oktober in Nürnberg treffen und die strategische und politische Zusammenarbeit intensivieren.

Mehr Infos: https://www.wirtransformierenbayern.de/

Die bayerische Synodalpräsidentin Annekathrin Preidel und der Bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) haben die Schirmherrschaft für das Bauprojekt „Gemeinde Centrum EineWelt“ (GCEW) in Neuendettelsau übernommen. Am Freitag, 30. Juli 2021, informierten sie sich bei einem Ortstermin über das Bauvorhaben und die weiteren Schritte zu dessen Realisierung.

Bauen ist bekanntlich teuer. Wenn dann noch Gebäude und Räume zwar punktuell dringend benötigt werden, den Rest der Zeit aber unbenutzt dastehen und dabei noch Energie- und Instandhaltungskosten verbrauchen, ist eine ungünstige Kosten-Nutzen-Bilanz vorprogrammiert. Um solches zu vermeiden, wollen die Kommune Neuendettelsau, Mission EineWelt und die evangelische Kirchengemeinde St. Nikolai ihren jeweiligen Sanierungs- und Baubedarf in einen Topf werfen. Aus ersten Überlegungen ist das Projekt „Gemeinde Centrum EineWelt“ entstanden, ein gemeinsames Bauvorhaben, das die Bedarfe der drei Partner*innen bündeln soll.

Mit Annekathrin Preidel, Präsidentin der Landessynode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (ELKB), und dem bayerischen Innenminister Joachim Herrmann konnten zwei prominente Schirmherrschaften für das Projekt gewonnen werden. Am Freitagnachmittag informierten sich die beiden Fürsprecher*innen vor Ort in Neuendettelsau über das Projekt und machten sich bei einem Rundgang ein Bild der augenblicklichen Situation.

Kern des Bauvorhabens ist ein öffentliches Forum mit Bürger*innentreff und Loungebereich, von dem aus die Besucher*innen Zugang haben zu Buchhandlung, EineWelt-Laden, Missionsausstellung, aber auch zu einem multifunktionalen Veranstaltungssaal und den von allen Partner*innen gemeinsam genutzten Gruppen- und Seminarräumen. Auch die Jugendkirche Nikolai Youth Church soll eigene Räume erhalten. Mit Errichtung des GCEW wird die Kirchengemeinde ihr bisheriges Gemeindezentrum „Löhehaus“ aufgeben. Das denkmalgeschützte Gebäude wird von der Kommune übernommen und nach der dringend notwendigen Sanierung dem Löhe-Zeit-Museum Platz bieten. Sanierungsbedarf gibt es auch für den Gebäudebestand auf dem Gelände von Mission EineWelt. Im Zuge der dafür notwendigen Arbeiten ist die Entwicklung und Umsetzung eines neuen Raumkonzepts geplant. Unter anderem soll künftig auch ein Schaudepot für die derzeit im Keller des Hauptgebäudes eingelagerten Kulturgegenstände aus Papua-Neuguinea entstehen, die von Mission EineWelt treuhänderisch für die Evangelisch-Lutherische Kirche von Papua-Neuguinea aufbewahrt werden.

Für St. Nikolai, die Kommune Neuendettelsau und Mission EineWelt ist das Bauvorhaben mit dem gemeinsamen Multifunktionssaal im Mittelpunkt nicht nur eine Sparmaßnahme. „Wir hoffen, dass hier kirchliche und nicht-kirchliche Ehrenamtliche, die bisher nebeneinanderher agieren, zusammenkommen und Berührungspunkte finden und dass so neue Ideen und Projekte für den ganzen Ort und darüber hinaus entstehen. Das GCEW soll ein Platz der Begegnung und ein Ort der Kreativität werden, der verschiedenste Menschen zusammenbringt“, sagte Hanns Hoerschelmann, Direktor von Mission EineWelt, stellvertretend für die Bauherr*innen.

Annekathrin Preidel zeigte sich überzeugt vom Gemeinde Centrum EineWelt: „Für mich ist dieses Projekt ein Paradebeispiel für einen gelingenden Prozess“, freute sich die Synodalpräsidentin. Das Konzept sei Werbung für den Zukunftsprozess der ELKB. „Ich freue mich, dass ich für das GCEW Schirmherrin sein darf.“

Für Joachim Herrmann ist die Partnerschaft unterschiedlicher örtlicher Akteure und Akteurinnen „ein interessanter Ansatz“. Das GCEW mit seiner Kombination aus lokal und global orientierten Partnern könne dabei helfen, den Menschen einen „globalen Blick nahezubringen“. Daher sei es wichtig, „das hier richtig anzupacken“. Das GCEW könne „Vorbild für andere“ werden.

Die Kosten für das gemeinsame Bauvorhaben belaufen sich nach derzeitigem Stand auf rund 20 Millionen Euro. 20 Prozent davon wollen die Projektpartner*innen über Drittmittel refinanzieren. Im nächsten Schritt wird ein Münchener Planungsbüro bis Ende 2021 eine Machbarkeitsstudie für das Projekt erstellen. Bis zur Herbstsynode 2022, die im Rahmen der Haushaltsplanungen der ELKB endgültig über die Umsetzung des Kooperationsprojekts entscheidet, sollen dann die ersten Entwürfe vorliegen. An diesen Planungen werden auch die künftigen Nutzer*innen beteiligt.