Da wegen der Corona-Pandemie eine Durchführung des Fests der weltweiten Kirche in diesem Jahr nicht möglich und auch nicht verantwortbar ist, haben die Organisator/innen bei Mission EineWelt ein Online-Fest entwickelt. Schöner Nebeneffekt: Für Menschen aus anderen Ländern und Erdteilen, die Mission EineWelt verbunden sind, wird die Teilnahme wesentlich einfacher. Und das Programm kann sich wie immer sehen lassen. Das Online-Fest findet am Sonntag, 19. Juli 2020, ab 11 Uhr statt. Die Veranstaltung ist für alle offen. Unter https://mission-einewelt.de/festderweltweitenkirche-2020/ gibt es in Kürze Links und alle weiteren organisatorischen und technischen Informationen zur Teilnahme.

Das Programm startet um 11 Uhr mit dem Gottesdienst. Predigen wird Emmanuel Kileo aus Tansania. Der Theologe hat an der Augustana Hochschule in Neuendettelsau zum Thema „Weißsein als ideologisches Konstrukt in kirchlichen Süd-Nord-Partnerschaften“ promoviert und als Pfarrer in Kaufbeuren gearbeitet. Bekannt wurde er auch durch sein 2012 erschienenes Buch „Grüß Gott aus Afrika!“, in dem er humorvoll die Perspektive eines tansanischen Missionars in Deutschland einnimmt.

Nach der Mittagspause gibt es von 13 bis 14 Uhr die Möglichkeit, sich in verschiedenen Interessenräumen umzusehen und zu beteiligen. Unter anderem gibt es aktuelle Einblicke in die Arbeit der internationalen Mitarbeitenden von Mission EineWelt in Afrika und Asien, Informationen und Diskussion zum Thema Lieferkettengesetz, die Möglichkeit, den Konsumkrimi „Was geschah mit Nora Grün?“ zu spielen, Informationen zur weltweiten Nachhaltigkeits-Kampagne „Waking the Giant“ des Lutherischen Weltbundes und Gespräche mit VertreterInnen der lateinamerikanischen Partnerkirchen.

Ab 14 Uhr findet ein Podiumsgespräch mit folgenden Teilnehmenden statt: Silvia Genz, Präsidentin der Evangelischen Kirche Lutherischen Bekenntnisses in Brasilien, Heinrich Bedford-Strohm, Landesbischof der ELKB und Ratsvorsitzender der EKD, Jack Urame, Leitender Bischof der Evangelisch-Lutherische Kirche von Papua-Neuguinea, Fredrick Onael Shoo, Leitender Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche von Tansania und Gabriele Hoerschelmann, Direktorin Mission EineWelt. Moderatorin ist Julia Ratzmann, die Leiterin der Pazifik-Infostelle bei Mission EineWelt.

Zum Abschluss wartet ein buntes Angebot an Mitmachaktionen von Bodypercussion bis zum Bau eines kleinen Bootes auf begeisterte Mitmacher/innen.

Weitere Informationen: https://mission-einewelt.de/festderweltweitenkirche-2020/

Illustration: Daniela Denk

Illustration: Daniela Denk

Ich glaube; hilf meinem Unglauben.

Mk 9,24

 

Mehr als ein halbes Jahr begleitet uns nun schon die Jahreslosung.

Und seit einem Vierteljahr leben wir mit den Einschränkungen, die das Corona-Virus nötig gemacht hat. Ich glaube, dass uns zwar die Einschränkungen durch Corona noch lange begleiten werden, aber ich möchte nicht glauben, dass sie mein und unser ganzes Leben bestimmen werden.

An manchen Tagen weiß ich nicht, wie lange ich es noch durchhalte, Familie, Kindern und Beruf so gerecht zu werden, wie ich es mir selber wünsche. Die Corona-Regeln nerven mich. Wieder einmal in der Hektik den Mund-Nasenschutz vergessen, und ich muss zum zweiten Mal los, um Einkäufe tätigen zu können – unglaublich!

Dann werden Zeiten des Innehaltens und der Ruhe wichtig: im Gebet zu sich selbst finden, es einfach einmal aushalten, nichts zu tun, und darauf vertrauen, dass alles gut werden wird. Glauben.

Sich ganz bewusst, diese (Aus-)Zeiten zu nehmen – das ist auch etwas, das man ein Stück weit durch die derzeitigen Einschränkungen wieder lernen konnte.

Zeiten, in denen man das Gefühl hat, jetzt schaffe ich nichts mehr, ich bin an meine eigenen Grenzen gestoßen, wird der Unglaube größer. Und doch hilft nur Glauben.

Dann zu wissen, dass Gott immer da ist, an ihn zu glauben, gibt neue Kraft und lässt mich manches Unwetter im Leben überstehen, und auch ganz bestimmt die nächsten Monate.

Gönnen Sie sich täglich eine Zeit der Ruhe und des Gebets, um bei sich zu sein und Gott nahe zu kommen. Glauben Sie und lassen Sie ihrem Unglauben helfen!

 

Andacht: Sara Neidhardt, Ausstellung einBlick, Mission EineWelt

Illustration: Daniela Denk, Öffentlichkeitsarbeit, Mission EineWelt

 

 

I have faith; make my feeble faith stronger.

Mark 9:24

 

The annual verse has accompanied us for more than half a year.

And we live with restrictions that the corona virus made necessary for a quarter of a year.

I believe that the restrictions because of corona will accompany us for a long time, but I don’t want to believe, that they determine my and our whole life.

On some days I don’t know how long I can keep up with family, children and work as I want it to be. Forget the mouthguard in the hectic pace and I must go for a second time to do the shopping.

Unbelievable!

Then times of pause and rest get even more important: with finding yourself in prayer, just enduring nothing to do and trusting that everything is going well – in one word: believing.

That is also something that we could learn a little bit due to the current restrictions.

At times when you think: now I can’t do anything anymore, I have reached my own limits, our unbelief grows. Nevertheless believing is the only thing that helps in such situations.

Then to know that God is always there, to believe in him, gives new strength and let me survive a lot of bad weather in life and for sure the next months.

Treat yourself to a time of rest and prayer every day, to be with yourself, to get close to god. Believe and let your disbelieve being helped.

 

Prayer: Sara Neidhardt

Illustration: Daniela Denk

Illustration: Daniela Denk

Illustration: Daniela Denk

Angst haben: ein berechtigtes und evolutionsgeschichtlich absolut unabdingbares Grundgefühl, das uns allen gut vertraut ist. Große und kleine Dinge des Alltags können uns Angst machen – wie meinen Schüler/innen eine besonders komplizierte Probe, beispielsweise. Oder aber es sind ganz elementare Dinge, wie Armut, Krankheit und Tod, die uns in Furcht versetzen, die uns Angst machen. Auch Unbekanntes und Fremdes, Verlust und Abschied machen uns Angst. Das Spektrum ist beliebig erweiterbar und doch für jede und jeden ganz individuell.

Dennoch ist es nicht einfach, sich seine Ängste einzugestehen. Und schon gar nicht, mit jemandem darüber zu sprechen, die Angst also zu teilen, so dass sie vielleicht zumindest für einen kurzen Moment ein wenig kleiner wird. Ich habe mir deshalb in Augenblicken der Angst immer eine oder einen gewünscht, die oder der mir die Angst abnimmt. Einfach so. Von jetzt auf gleich. Wie eine schwere Reisetasche, die von meinen Schultern auf einen Gepäckwagen geladen wird, den jemand anderer für mich schiebt. Ganz wie es die deutsche Alternative-Rockband Jennifer Rostock beschreibt:

Doch wenn es hart auf hart kommt / Werden die Beine nicht mehr weich / Weil ich endlich wieder klar komm‘ / Weil kein Zweifel mich beschleicht / Dass der Fluchtwagen an den Start kommt / Ein Anruf bei dir reicht / Du nimmst mir die Angst. / Mein Blaulicht, mein Alarm, meine Ambulanz.

(aus: „Du Nimmst Mir Die Angst“, Jennifer Rostock, 2014)

Ein Leben frei von jeglicher Angst ist unmöglich, aber trotzdem ist da tatsächlich jemand, mit dem ich meine Angst immer teilen kann. Ich kann Gott immer „anrufen“, zu ihm beten, mit ihm sprechen, auch wenn ich keine Kraft habe oder mich nicht traue, mit anderen Menschen über meine Ängste zu sprechen. Und Gott ist da, wenn ich ihn brauche: ER kommt mit dem Fluchtwagen, mit Blaulicht und Alarm – ER ist meine Ambulanz! Denn auch wenn ER mich nicht vor allem Unheil bewahrt, gibt ER mir doch das Versprechen, an meiner Seite zu sein und mir die Stärke und Kraft zu geben, die ich in schweren Zeiten brauche. Ich darf darauf vertrauen, dass er mich kennt und weiß, was mir fehlt. Gott ist größer und stärker als all meine Angst!

Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich. (Psalm 23,4)

Wenn Gott mich auffordert: „Fürchte dich nicht!“, ist das keine billige Vertröstung, getreu dem Motto: „Ist doch alles bloß halb so wild“. Gott will mir nicht die Augen vor der Realität verschließen. Es geht nicht darum, Ängste zu verdrängen und wegzudiskutieren. Es geht vielmehr um die Zusage, dass ich meine Ängste an ihn abgeben darf. Sie sind dann zwar nicht plötzlich weg, aber sie verlieren ihre Macht. Ich muss mich von ihnen nicht mehr beherrschen lassen. Mein Blick auf die jeweilige Situation ändert sich. Die Angst steht nicht mehr im Mittelpunkt, sondern Gott, der alles im Griff hat.

 

Andacht: Sara Dippold, Studierende Religionspädagogik und Kirchliche Bildungsarbeit im Praktischen Studienjahr, Praktikantin im Referat EP

Illustration: Daniela Denk, Öffentlichkeitsarbeit, Mission EineWelt

Übersetzung: Alexandra Nießlein, Öffentlichkeitsarbeit, Mission EineWelt

 

 

Being scared: a justified and evolutionary absolutely essential basic feeling, which is well known to every one of us. Big and small things of everyday life can scare us; like a particularly difficult test for my students for example. Or there are very elementary things, such as poverty, illness, loss and death, that scare us. Also unknown and strange, loss and farewell scare us – the spectrum is optionally expandable and yet it is very individual for everyone.

Yet it is not easy to admit your fears and talk to someone about it; to share the fear so that it is getting smaller at least for a short moment. In moments of fear I always wished for someone to relieve my anxiety. Like a heavy travel bag that is loaded from my shoulders onto a luggage trolley which someone else pushes for me. Exactly as the german alternative rock band Jennifer Rostock describes in its song You take away my fear:

But when the going gets tough / the legs no longer become soft / because I can finally cope / because no doubt creeps up on me / that the getaway car comes to the start / one call to you is enough / you take away my fear / my blue light, my alarm, my ambulance.

From: “You take away my fear”, Jennifer Rostock, 2014

A life free from any fear is impossible, but there is actually someone there with whom I can always share my fear. I can call god anytime, pray to him, talk to him, even when I have no strength or when I don’t dare to talk to other people about my fears. God is there when I’m in need: HE comes with the getaway car, with blue light and alarm – HE is my ambulance! Because even when he doesn’t save me from mischief he gives me that promise to be by my side and giving me strength and power which I need in hard times. I can trust that he knows me and knows what I need. God is bigger and stronger than my fears!

Yes, though I go through the valley of deep shade, I will have no fear of evil; for you are with me, your rod and your support are my comfort.

Ps 23,4

When God tells me: “Don’t be afraid!” that’s no empty promise true to the motto: “things are not half so bad”. God don’t want to close my eyes to reality. It’s not about to repress fears and to argue them away. It’s much more about the promise that I can give my fears to him. Then they are not suddenly gone, but they lose their power. I no longer have to let myself be controlled by them. My view on the respective situation changes. The fear is no longer in the focus, but god, who has everything under control.

 

Prayer: Sara Dippold

Illustration: Daniela Denk

Translation: Alexandra Nießlein

Illustration: Daniela Denk

Illustration: Daniela Denk

Ich will auch hinfort mit diesem Volk wunderlich umgehen, aufs Wunderlichste und Seltsamste, dass die Weisheit der Weisen vergehe!

Jesaja 29,14

 

Als ich mich gerade daranmachen wollte, eine Andacht zu diesem Vers aus dem Buch des Propheten Jesaja zu schreiben, erreichte mich ein „Post“ von einer Freundin aus Norddeutschland. Darin stand: „Einige Urvölker hatten die Gewohnheit, bei Pandemien ihre Anführer zu opfern, um die Götter zu besänftigen. In so schwierigen Zeiten sollte man wirklich nichts unversucht lassen.“  – Und über diesen Zeilen sah man ein Bild vom grinsenden Donald Trump. Ich fand das sehr lustig und hab das gleich an meine Freund/innen weiter verschickt. Prompt bekam ich von meinen brasilianischen Freund/innen mehrere Nachrichten: „Wir auch!“, „Bei uns auch!“ Nun ist „Trump-Bashing“ (oder auch „Bolsonaro-Bashing“) hier bei uns in Europa natürlich etwas Einfaches. Und bin ich froh, dass wir hier eine relativ verantwortungsbewusste Regierung haben. Was mir wirklich Sorgen macht, ist, ob das inzwischen vielbeschworene „Nach Corona wird alles anders und besser!“ auch bei uns noch lange Bestand hat? Werden wir ein sozial gerechteres System etablieren? Werden wir unseren Lebensstil den endlichen Ressourcen dieser Erde anpassen? Werden wir lernen, dass es weniger auf äußerlichen Status als vielmehr auf die innere Befindlichkeit ankommt in unserem Leben? Ich bin mir da nicht so sicher. Auch bei uns gibt es noch viele „Weise“, deren Weisheit erst noch ad absurdum gehen muss, bevor es zu wirklichen Veränderungen kommen kann! Die Wirtschaftsweisen verordnen uns nach wie vor eine Form des Wirtschaftens, die auf Egoismus und dem Glauben an das endlose Wirtschaftswachstum gründet. Unser werbungsbefeuerter konsumistischer Lebensstil hat sich bis dato nicht wesentlich verändert. Und unsere innere Weisheit, durch was ist die geprägt?

Wenden wir uns wieder neu der Weisheit Gottes zu, dann wird er uns dabei begleiten, und Veränderungen werden möglich!

 

Andacht: Christoph von Seggern, Referat Partnerschaft und Gemeinde, Mission EineWelt

Illustration: Daniela Denk, Öffentlichkeitsarbeit, Mission EineWelt

 

 

I again will do amazing things with this people, shocking and amazing. The wisdom of their wise shall perish.

Isaiah 29,14 (New Revised Standard Version Bible Translation)

 

Just when I started to think about my devotion, I received a post from a friend from northern Germany including the following words: „In former times some indigenous people had the habit of sacrificing its leaders in a pandemic to appease the gods. In difficult times like these, we should leave no stone unturned.“ And above these words you could see a picture of the smiling Donald Trump. I had to laugh, when I saw this and forwarded it to my friends. Immediately I received several messages from my Brazilian friends: „We, too!“ „Same with us!“ In Europe it’s something simple of course to do Trump-Bashing (or even Bolsonaro-Bashing). I am quite pleased, that we have a reponsible-acting government in Germany. What really makes me worry, is: Many people say „After Corona everything will be different and better.“ Will this endure? The wisdom of the wise men in the USA and in Brazil is obviously not the best one. But how about us? Will we come to a socially just system? Will we adapt our lifestyle to the finite resources of this earth? Is it possible for us to learn, that our internal condition is more important in our lifes than our external status? I am not sure about this. Also with us there are many wise people whose wisdom has to perish before real changes are possible. The wise men of the economy continue to prescribe a way of economic activity which is based on egoism and the faith in endless economic growth. Our consumer-lifestyle has not become really different. And our inner wisdom, what is it shaped by?

Let us turn anew to the wisdom of god, then he will accompany us and changes will be possible!

 

Prayer: Christoph von Seggern

Illustration: Daniela Denk

Illustration: Daniela Denk

Illustration: Daniela Denk

Kommt alle zu mir, die ihr müde und beladen seid, und ich werde euch Ruhe geben. Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen. Denn mein Joch ist leicht, und meine Last ist leicht.

Matthäus 11, 28-30

 

Vor langer Zeit zitierte jemand bei einem Treffen der ökumenischen Jugend Lateinamerikas den Rabbiner Jonathan Galed Dieses Zitat rief eine Überlegung wach, die mir bis heute im Gedächtnis geblieben ist. Er sagt: „Es scheint sehr schwierig, und manchmal sogar unmöglich, Gott in schwierigen Zeiten zu danken. Diejenigen, die es verstehen, Gott für alles zu danken, und selbst für das, was ihnen fehlt oder was ihnen Schmerzen bereitet, können ihre Realität verändern und das bestmögliche Leben für sich selbst und für andere erreichen. Aber es reicht nicht aus, zu danken, man muss auch erkennen, dass Jesus viele unserer Lasten weniger schwer gemacht hat.“

Wie finden wir den Anreiz, zu handeln und uns den Veränderungen im Leben zu stellen, besonders in schwierigen Zeiten? Viele von uns leben eingetaucht in die Sorgen dieses Lebens, aber Jesus lädt uns in diesem Abschnitt ein, unsere Lasten zu ihm zu bringen, denn in ihm sind sie Licht.

Und nachdem ich das Evangelium gelesen habe, frage ich mich, ob ich demütig genug bin, in schwierigen Zeiten etwas Neues zu lernen und die Wunder und Segnungen zu sehen, die Gott in meinem Leben getan hat. Ich bin sicher, dass es Gott gefällt, wenn wir sehen, dass für einige Menschen die Lasten leichter geworden sind. Und wenn wir ihm danken, auch in schwierigen Zeiten.

Als ich die Heilige Schrift las, entdeckte ich wieder, dass die Erkenntnis, dass Jesus meine Lasten leichter gemacht hat, so mächtig ist, dass ich sofort sage: Danke, Herr! Ich danke Dir für das, was ich habe, für meine Gesundheit, für meine Arbeit, für mein Leben, für meine Familie und Freunde. Und ich danke Dir auch für das, was ich nicht habe. Jesus lädt uns nicht nur ein, unsere Ängste auf ihn zu legen, sondern auch für die Segnungen in unserem Leben dankbar zu sein, selbst in schwierigen Zeiten. Lasst uns nicht aufhören, an die zu denken, die nicht so viel Glück haben, und für sie beten. Auf diese Weise kennen wir Gott auch durch Christus und sein Wort.

Ich stelle mir Jesus vor, wie er all die Schwierigkeiten auf seinem Weg durchlebt. Und ich stelle mir vor, dass er immer versucht, einen Moment zu finden, um dem Vater zu danken und ihn zu loben. Deshalb hoffe ich, dass das Wort Christi weiterhin stärker in uns wohnen wird. Und dass die Arbeit der Kirche auch weiterhin eine ständige Begleiterin der ganzen Menschheit sein wird. Wir danken dir für alles, Herr.

 

Andacht: Sergio Rios Carrillo, Referat Entwicklung und Politik, Mission EineWelt

Illustration: Daniela Denk, Öffentlichkeitsarbeit, Mission EineWelt

 

 

Come to me, all you who are weary and burdened, and I will give you rest. Take my yoke upon you and learn from me, for I am gentle and humble of heart; so you will find rest for your souls. For my yoke is light, and my burden is light.

Matth. 11.28-30

A long time ago, at a meeting of the ecumenical youth of Latin America, someone quoted a wise Rabbi named Jonathan Galed This quotation evoked a reflection that has remained in my memory until today. He says: „It seems very difficult, and sometimes even impossible, to thank God in difficult times. Those who know how to thank God for everything, and even for what they lack or what causes them pain, can change their reality and achieve the best possible life for themselves and for others. But it is not enough to give thanks, one must also realize that Jesus has made many of our burdens less heavy.“

How do we find the incentive to act and face the changes in life, especially in difficult times? Many of us live immersed in the worries of this life, but Jesus invites us in this passage to rest our burdens on Him, because in Him they are light.

And after reading the Gospel, I wonder if I am humble enough to learn something new in difficult times and see the miracles and blessings God has done in my life. I am sure that God is happy when we see that for some people the burdens have become lighter. And when we thank him, even in difficult times.

When I read the Holy Scriptures, I rediscovered that the realization that Jesus has made my burdens lighter is so powerful that I immediately say: Thank you, Lord! I thank you for what I have, for my health, for my work, for my life, for my family and friends. And I thank you also for what I do not have. Jesus invites us not only to lay our fears on Him, but also to be grateful for the blessings in our lives, even in difficult times. Let us not stop thinking about those who are not so fortunate and pray for them. In this way we also know God through Christ and His Word.

I imagine Jesus going through all the difficulties on his way. And I imagine him always trying to find a moment to thank and praise the Father. That is why I hope that the word of Christ will continue to dwell more strongly in us. And that the work of the Church will continue to be a constant companion of all humanity, singing and praying with the gratitude of the heart. We thank you for everything, Lord.

 

Prayer: Sergio Rios Carrillo

Illustration: Daniela Denk

Illustration: Daniela Denk

Illustration: Daniela Denk

So fern der Morgen ist vom Abend, lässt er unsere Übertretungen von uns sein.

Psalm 103,12

Zum Psalm 103 muss man eigentlich nichts sagen. Machen Sie es einfach so:

Suchen Sie sich einen stillen Winkel, zünden vielleicht noch eine Kerze an, schlagen in Ihrer Bibel die Psalmen auf und lesen sich selbst den 103. Psalm laut vor, langsam und ruhig. Und der Psalm wird Sie mit hineinnehmen in das Lob unseres großen, gnädigen Gottes. Verharren Sie noch etwas in der Stille, lassen die Psalmworte noch in der Seele nachschwingen.

Lesen Sie nochmals die Worte, die Ihnen besonders nahegingen. Nehmen Sie sie mit in den Tag.

Singen Sie dann noch Ihr persönliches Lieblingsloblied, beten ein Vater unser – und schon hatten Sie eine wunderbare Andacht, hineingenommen in die Größe Gottes.

Gott befohlen!

 

Andacht: Günter Fischer, Tagungsstätte, Mission EineWelt

Illustration: Daniela Denk, Öffentlichkeitsarbeit, Mission EineWelt

 

 

As far as the east is from the west, so far has he removed our transgressions from us.

Psalm 103:12

There is no need to make many words about Psalm 103. Just do it like this:

Find a quiet corner, maybe light a candle, open the Psalms in your Bible and read the 103rd Psalm to yourself, aloud, slowly and calm. And the Psalm will take you into the praise of our great, gracious God.

If you remain in silence for a while, the words of the psalm will still resonate in your soul. Read the words again that were especially close to you. Take them with you into the day. Then sing your favorite hymn, pray a Lord’s Prayer – and you will have had a wonderful devotion, absorbed in the greatness of God.

Be blessed!

 

Prayer: Günter Fischer

Illustration: Daniela Denk

Im Garten von Mission EineWelt geht es seit ein paar Wochen ziemlich lebhaft zu: Bienen, Hummeln und andere Insekten ziehen summend und brummend von einer verlockend duftenden Blüte zur nächsten. Wo sich vor Kurzem noch eine eintönige Grasfläche erstreckte, herrscht nun bunte Vielfalt. Mission EineWelt, das Centrum für Partnerschaft, Entwicklung und Mission der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, ist der Einladung der Gemeinde Neuendettelsau gefolgt, sich am Projekt „Neuendettelsau blüht“ zu beteiligen, und hat mitten im Ort eine kleine Oase für Insekten geschaffen.

„Wenn schon eine Blühwiese, dann aber richtig!“, dachte sich Hausmeister Lars Böhme, als er von dem Direktorenehepaar von Mission EineWelt, Gabriele und Hanns Hoerschelmann, den Auftrag erhielt, einen Teil des Innenhofs in eine Insektenweide umzuwandeln. Es war eben nicht damit getan, den Rasen zu mähen und ein bisschen Saatgut auszustreuen. Vielleicht hätte sich das eine oder andere Blümchen gezeigt, doch bereits im kommenden Jahr hätte das Gras wieder die Oberhand gewonnen. „Wildblumenwiesen gedeihen nicht auf nährstoffreichem Boden“, weiß der Hausmeister. Also musste der Boden erst einmal „abgemagert“ werden. Eine schweißtreibende Angelegenheit, doch Lars Böhme findet, dass es sich gelohnt hat: „Es hat mir Freude gemacht. Bei der Arbeit hier bekommt man immer was zurück.“ Auch das Ehepaar Hoerschelmann war vom Ergebnis dieser Anstrengungen begeistert: „Vorher war hier ein düsteres, unansehnliches Eck“, meint Dr. Gabriele Hoerschelmann. „Jetzt ist es ein kleines Paradies. Wir kommen gerne hierher.“ Zudem, so die Direktorin weiter, passe die Idee der Gemeindeverwaltung Neuendettelsau, mehr Blühflächen im Ort zu schaffen, „wunderbar zur aktuellen Mission EineWelt-Jahreskampagne ‚Die Schöpfung – Not for sale‘, bei der es um einen verantwortungsvollen Umgang mit der uns von Gott anvertrauten Natur geht.“

Sogar ein Bienenstock hat den Weg in den Garten gefunden. „Bei unserem Fest der weltweiten Kirche im vergangenen Jahr sind wir zufällig mit dem Imker Andreas Lingmann ins Gespräch gekommen“, erzählt Hanns Hoerschelmann. „Und weil wir im Zuge unseres Umweltmanagements immer nach praktischen Umsetzungsmöglichkeiten suchen, haben wir vereinbart, dass eines seiner Bienenvölker hier ein Zuhause bekommt.“ Doch auch für die wilden Schwestern der Honigbienen ist gesorgt worden: Lars Böhme hat Nisthilfen aufgehängt und Totholz herbeigeschafft. Auf diese Weise ist ein wertvoller Lebensraum für viele nützliche Insektenarten entstanden.

Bürgermeister Christoph Schmoll freut sich sehr über das Engagement von Mission EineWelt: „Es ist schön, dass die Gemeindeverwaltung in den Institutionen am Ort gute und verlässliche Partner hat, die sich neuen Ideen nicht verschließen und mit denen wir gemeinsam solche tollen Projekte auf die Beine stellen können.“ Das Projekt „Neuendettelsau blüht“ hat die Gemeinde vor etwas mehr als einem Jahr ins Leben gerufen und in seinem Rahmen bereits mehrere Aktionen durchgeführt – unter anderem mit Kindergärten, der Bücherei und Diakoneo. Ziel ist es, einen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt zu leisten und den Bürgerinnen und Bürgern mit gutem Beispiel voranzugehen, getreu dem Motto: Jeder kann etwas tun!

Julia Stahl, Öffentlichkeitsarbeit Gemeinde Neuendettelsau

Bitte spenden Sie für die wichtige Arbeit von Mission EineWelt in unseren Partnerkirchen:

Corona-Hilfsfonds:

Hilfe für Menschen in den Partnerkirchen – Ein Zeichen der weltweiten Solidarität – seit das Corona-Virus auch in den Partnerkirchen grassiert, wird die ohnehin schon herausfordernde Lage im Gesundheits- und Sozialsystem dort auf eine harte Probe gestellt.
Durch die Krise hat sich vielerorts die soziale und wirtschaftliche Lage extrem verschärft und führt zu großer Not. Im Kampf gegen das Virus müssen wir zusammenhalten.

Es muss schnell gehandelt werden. Deshalb hat Mission EineWelt einen Nothilfefonds aufgelegt. Bitte helfen auch Sie mit Ihrer Spende.
Jeder Euro Ihrer Gabe für diesen Aufruf wird von der bayerischen Landeskirche verdoppelt!

Mission EineWelt
DE56520604100101011111
BIC: GENODEF1EK1
Evangelische Bank
Stichwort: Corona-Hilfsfonds 1410160

Weitere Infos finden sie hier.


Allgemeine Spenden:

Mission EineWelt unterstützt weltweit zahlreiche Projekte. Projekte, in denen wir mit den Menschen für die Menschen in unseren Partnerkirchen nachhaltige Möglichkeiten schaffen. Die Mittel fliesen unter anderem in die Bereiche Bildung, Ernährung, Gemeindeaufbau, Gesundheit und humanitäre Hilfe, Mission und Evangelisation sowie die theologische Ausbildung. Dabei arbeiten wir Hand in Hand mit unseren Partnerkirchen und in den Projekten vor Ort.

Sie möchten die wichtige Arbeit von Mission EineWelt unterstützen?
Dann spenden Sie an:

Mission EineWelt
IBAN: DE12 5206 0410 0001 0111 11
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So tragen Sie dazu bei, dass Menschen eine Chance erhalten.

Herzlichen Dank
Mission EineWelt

Weitere Infos finden Sie hier.

Illustration: Daniela Denk

Illustration: Daniela Denk

Befiehl dem Herrn deine Wege und hoffe auf ihn, er wird’s wohlmachen.

Ps 37,5

 

Ich vertraue meinem Gott. In allen Dingen und jederzeit. – Das kann ich frei heraus und „ohne mit der Wimper zu zucken“ ganz genauso sagen! Ich vertraue darauf, dass ER mit mir geht, mich begleitet und beschützt.

Aber: So groß mein Vertrauen auch ist, so groß ist oft meine Ungeduld. Ich würde sagen, im Vertrauen bin ich gut, in der Geduld eher weniger. Und bestimmt geht es der einen oder dem anderen in Bezug auf das Thema „geduldig sein“ oder „Geduld haben“ ebenso!

Den obigen Psalmvers betreffend, könnten meine Gedanken dann folgendermaßen aussehen: „Ich vertraue doch auf Gott und hoffe auf ihn, aber wann wird er’s denn jetzt wohlmachen?! Ginge das vielleicht ein bisschen schneller?“ Denn ich bin ungeduldig. Ich bin eine, die alles immer sofort anpacken will. Probleme müssen am besten auf der Stelle beseitigt und Konflikte ad hoc gelöst werden. Wenn das aber nicht möglich ist, weil es eben nun einmal Dinge gibt, die außerhalb meiner Macht liegen, werde ich ungeduldig. Und dann werde ich unzufrieden mit mir, weil ich nicht genug Geduld aufbringe. In solch einem Moment versuche ich mir dann in Erinnerung zu rufen, wie sehr ich doch aber gleichzeitig vertraue! Und ich erinnere mich, dass auch ER Vertrauen hat in mich; in mich in all meiner Fehlerhaftigkeit und Unvollkommenheit. Deshalb bitte ich: „Oh Herr! Bitte lass mich vertrauen, dass du es zur rechten Zeit wohl machen wirst!“

 

Andacht: Sara Dippold, Studierende Religionspädagogik und Kirchliche Bildungsarbeit im Praktischen Studienjahr, Praktikantin im Referat EP

Illlustration: Daniela Denk, Öffentlichkeitsarbeit, Mission EineWelt

 

 

Trust and Patience

 

Put your life in the hands of the Lord; have faith in him and he will do it.

Ps 37.5

 

I trust my god. In all things and at all times. – I can say that freely and “without batting an eyelid” in exactly the same way! I trust that HE walks with me, accompanies and protects me.

However great my trust is, my impatience is often as great. I would say I am good in trust, but less so in patience. And one or the other will certainly feel the same when it comes to the subject of “being patient” or “having patience”!

Regarding the psalm verse above, my thoughts could look like this: „I trust in God and I hope in him, but when will he make it right now?! Could that be a little faster? „Because I’m impatient. I am one who always wants to tackle everything immediately. The best thing to do is to solve problems immediately and resolve conflicts. But if that is not possible, because there are things that are beyond my control, I get impatient. And then I get dissatisfied with myself because I don’t have enough patience. At such a moment, I try to remember how much I trust at the same time! And I remember that He too has confidence in me; in me in all my faultiness and imperfection. Therefore I ask: „Oh Lord! Please let me trust that you will do it at the right time!“

 

Prayer: Sara Dippold

Illustration: Daniela Denk

Illustration: Daniela Denk

Illustration: Daniela Denk

HERR unser Herrscher, wie herrlich ist dein Name in allen Landen.

Psalm 8,2

Da staunt einer und bricht in das Lob des Schöpfers aus. In unserer problembewussten und krisengeschüttelten Welt wirkt das vielleicht befremdlich. Wie kann man nur die Anwesenheit Gottes so überschwänglich betonen? Zeigt uns nicht der erste Blick in die Zeitung am Morgen, wie schlimm es um die Erde steht? – Und da behauptet eine kleine, unbedeutende Religionsgemeinschaft, das Volk Israel, dass der Name Ihres Gottes herrlich sei in allen Landen. How dare you! Nun ja, vielleicht liegt das daran, dass die damals keine Zeitung und kein Internet kannten.

Aber vielleicht ist es einfach eine andere Perspektive: „Für diesen Psalm bricht die Frage nach dem Wesen des Menschen (und der Welt) nicht in der Krise oder Sinnlosigkeit auf. Es ist nicht ein Fragen, das Halt und Hilfe sucht inmitten einer haltlos gewordenen Gesellschaft. Die Frage ist vielmehr der staunend-dankbare Ausruf eines Einzelnen, der von der Gesamtgemeinde übernommen wird, angesichts der Erfahrung, dass das Geheimnis des Menschen im Geheimnis Gottes gründet.“ (E. Zenger)

Wer sich so den Blick öffnen lässt für diese Welt, der kommt ins Staunen und ins Loben Gottes. Da wird das Herz weit, weil wir sehen, „was Gott an uns gewendet hat“ und wie er diese Welt und uns durch alle möglichen Krisen hindurch erhält und rettet. Ist das nicht eine wunderbare Einsicht?

Das letzte Wort des großen Theologen Karl Barth in einem Telefonat mit seinem Freund lautete: „Es wird regiert.“

Gott hat immer noch alles in Griff. In dieser Zuversicht wollen wir heute an unser Tagwerk gehen.

Wir beten: „Abend und Morgen sind seine Sorgen. Segnen und Mehren, Unglück verwehren sind seine Werke und Taten allein. Wenn wir uns legen, so ist er zugegen; wenn wir aufstehen, so lässt er aufgehen über uns seiner Barmherzigkeit Schein.“

 

Andacht: Gerhard Knodt

Illustration: Daniela Denk

 

 

O Lord, lour Lord, how noble is your name in all the earth!

Psalm 8.2

One is amazed and breaks out in the praise of the creator. In our problem-conscious and crisis-ridden world this may seem strange. How can you emphasize the presence of God so exuberantly? Doesn’t the first look in the newspaper in the morning show us how difficult it is with this earth? And then a small, insignificant religious community – the people of Israel –  claims that the name of its god is noble in all the earth. How dare you! Well, maybe it’s because at that time they knew no newspaper and no internet.

But it’s also just a question of the chosen point of view: “For this psalm, the question of the nature of man (and the world) does not arise in crisis or senselessness. It’s not a question that seeks support and help in the midst of a society that has become baseless. The question is rather the amazingly grateful exclamation of an individual, which is taken over by the whole community, in the face of the experience that the mystery of man is based on the mystery of god.” (E. Zenger)

Whoever opens his eyes to this world is amazed and praised by God. The heart grows wide, because we see what God has done to us and how he preserves and saves this world and us through all possible crises. Isn’t that a wonderful discernment?

The great theologian Karl Barth’s last word on a phone call to a friend was: it is governed.

God still has everything under control. With this confidence, we want to go to our day’s work today.

We pray: “Evening and tomorrow are his worries. To bless and increase, to reject unhappiness are his works and deeds alone. When we lie down he is there; when we get up he gives up his mercy on us.”

 

Prayer: Gerhard Knodt

Illustration: Daniela Denk

Illustration: Daniela Denk

Illustration: Daniela Denk

Wenn jemand Gott liebt, der ist von ihm erkannt. 1.Korinther 8,3

Soll ich meines Bruders Hüter sein? Ich will doch zu Gott, nur zu Ihm, in Seine Nähe, niemand kann und soll mich davon abhalten, ich suche einen direkten Draht, ohne Umwege. Ja, Liebe überwindet alle Hindernisse, aber sie ist kein Allradfahrzeug, kein Bulldozer der Gefühle, der rücksichtslos durchs Gelände braust, weil er Gott beeindrucken und gefallen will. Ich brauche nicht auf den höchsten Berg zu klettern oder allein die Welt zu umsegeln. Nein, Er ist schon da und hält meine Hand.

Gott kennt mich und erkennt mich. Wenn ich mich selber aufgebe, nimmt Er mich an, aber eben nicht auf Kosten meiner Mitmenschen oder meiner Konkurrenten. Seine Liebe ist stärker als meine, Er kennt meine Stärken und Schwächen und lässt mich nicht allein. Christus ist neben mir mit seiner Liebe, um mir zu helfen, oder sendet einen Mitmenschen, der mir wie ein Rivale erscheint, aber den mir Gott als Weggefährten geschickt hat. Damit ich meinen Weg der Erkenntnis nicht verfehle.

 

Andacht: Karl Lippmann

Illustration: Daniela Denk

 

 

But if anyone loves God, he is known by God. 1 Corinthians 8.3

Shall I be my brother’s keeper? I want to be close to God, and only God. Nobody shall stop me from being near him. Love is stronger than all difficulties, but love is not a bulldozer that drives recklessly through the landscape to impress the Lord. I do not need to set a new world record, climbing more mountains or reading more religious books than anybody else. God’s love is stronger, he knows my weaknesses, but he does not let me down. Christ is by my side. God may send me a helper, whom I regard as a competitor or rival. The Heavenly Father sent him to me because he knows what I need in this specific situation.

 

Prayer: Karl Lippmann

Illustration: Daniela Denk