Illustration: Daniela Denk

Illustration: Daniela Denk

 

Euer Vater weiß, was ihr bedürft, bevor ihr ihn bittet. Matthäus 6,8

 

Heute ist Barbaratag.

Meine Großmutter hieß Barbara, und meine Patentochter wurde zur Erinnerung auf denselben Namen getauft. Wer den Namen Barbara trägt, weiß vielleicht um diese „Nothelferin“, die im 3. Jahrhundert in Nikomedien in der heutigen Türkei lebte.

Der Überlieferung zufolge war Barbara die Tochter eines reichen Kaufmanns. Anstatt zu heiraten, wollte die junge Frau ihr Leben Gott widmen. Ihr heidnischer Vater war damit nicht einverstanden, sperrte sie in einen Turm und enthauptete sie schließlich eigenhändig nach einer Gerichtsverhandlung. Welch eine Grausamkeit!

Die Legende zeigt uns auf eindrückliche Weise aber auch, dass diese Frau wohl etwas ganz Kostbares in ihrem Leben entdeckt hatte, nämlich dass Gott – ihr Vater im Himmel – ihre Sehnsüchte, ihre Wünsche und ihre Bedürfnisse kennt und sie ernst nimmt. Das war ihr großer Schatz und ihre große Hoffnung! Diesen wollte sie mit keinem anderen Reichtum und keiner anderen Sicherheit dieser Welt eintauschen. Das war ihr auch ihr eigenes Leben wert! Darin kann uns Barbara ein Vorbild in unserer heutigen Zeit sein!

In Erinnerung an sie stellen Menschen heute Zweige von Kirsche, Forsythien oder anderen Sträuchern ins Haus. Durch Wärme und Licht springen die Knospen bis zum Christfest auf. Das gibt mir Mut und Hoffnung! Trotz widriger und manchmal lebensfeindlicher Umstände dürfen auch wir durch die Wärme und das Licht von Weihnachten erblühen.

 

Andacht: Elfriede Hauenstein, Ausstellung einBlick, Mission EineWelt

Illustration: Daniela Denk, Öffentlichkeitsarbeit, Mission EineWelt

 

 

Because your Father has knowledge of your needs even before you make your requests to him. Matthew 6:8

 

Today is barbara day.

My grandmother was called Barbara and my goddaughter was baptized in this name in memory. Who bears the name Barbara may know about this emergency helper who lived in Nicodemies, today’s Turkey, in the third century.

According to lore, Barabara was the daughter of a rich businessman. Instead of getting married Barbara wanted to dedicate her life to god. Her pagan father disagreed with this, locked her in a tower and beheaded her by hand after a court hearing. What a cruelty!

The legend also shows us in an impressive way that this woman discovered something precious in her life, namely that god – her father in heaven – knows her desires, her wishes and her needs and takes her seriously. That was her great treasure and her great hope! She did not want to exchange this treasure for any other wealth or security in this world. That was worth her own life to her too! In this, Barbara can be an example for us in our time!

In memory of her people put branches of cherrys, forsythia or other bushes into their house. Thanks to warmth and light, the buds will spring open until Christmas. That gives me courage and hope! Despite adverse and sometimes hostile circumstances we are allowed to blossom through the warmth and light of Christmas!

 

Prayer: Elfriede Hauenstein

Illustration: Daniela Denk

Während sich die internationale und die deutsche Spielzeugbranche über kräftige Umsatzanstiege in der Corona-Pandemie freuen, hat sich der Druck auf die Arbeiter*innen in den Spielwarenfabriken Chinas erhöht. Im Auftrag der Christlichen Initiative Romero (CIR) untersuchten verdeckte Ermittler*innen der Organisation China Labor Watch zwei Spielzeugfabriken in Dongguan City, in denen unter anderem Spielzeug für die Branchengrößen Mattel, Chicco und Fisher-price hergestellt wird. Im Untersuchungszeitraum 2020, in der Produktion für das hiesige Weihnachtsgeschäft, fielen bis zu 112 Überstunden im Monat an. Zudem erhöhen psychische Gewalt durch Vorarbeiter*innen und Fälle sexueller Belästigung die Belastung am Arbeitsplatz. Unzureichender Arbeitsschutz und mangelhafte Maßnahmen zur Pandemieeindämmung gefährden die Gesundheit der Arbeiter*innen.

Die Ermittlerin, die in der Mattel-eigenen Fabrik Dongguan Changan Mattel arbeitete, musste direkt zu Beginn die Quote von 1.300 Produkten pro Tag erfüllen: „Ich war am Anfang nicht in der Lage, so viele Aufgaben gleichzeitig zu erledigen. Mein Arm schmerzte, wenn ich ihn berührte. Vor lauter Erschöpfung musste ich weinen.“

„Die beschämenden Arbeitsbedingungen sind den Unternehmen seit Jahren bekannt. Geändert hat sich jedoch kaum etwas. Bereits letztes Jahr wurde Mattel auf psychische Gewalt und sexuelle Belästigung in Lieferbetrieben hingewiesen. Brancheneigene Zertifizierungsmaßnahmen bleiben weitgehend wirkungslos, wie auch die diesjährigen Untersuchungen zeigen: Beide Fabriken sind über das Programm des Weltspielwarenverbands (ICTI Ethical Toy Program, IETP) zertifiziert“, kritisiert Jürgen Bergmann, Leiter des Referats Entwicklung und Politik von Mission EineWelt.

Das Nürnberger Bündnis Fair Toys (NBFT) hat vor zwei Jahren die Gründung einer glaubwürdigen Kontrollinstanz für soziale und ökologische Standards in der Spielwarenproduktion angestoßen. Ein erster Erfolg: Im Juli dieses Jahres gründete sich in der Spielzeugstadt Nürnberg die Fair Toys Organisation.

„Diese einzigartige Partnerschaft gleichberechtigter Akteur*innen aus Zivilgesellschaft, Kommunen, Handel und Industrie setzt neue Standards in Bezug auf Glaubwürdigkeit und Transparenz. Immer mehr Menschen sind nicht länger bereit, Produkte aus ausbeuterischen Verhältnissen zu kaufen. Die Fair Toys Organisation liefert hier eine wichtige Orientierung“, sagt Maik Pflaum von der Christlichen Initiative Romero.

„Die Stadt Nürnberg, in der jährlich die größte Spielzeugmesse der Welt stattfindet, hat die Gründung der Fair Toys Organisation mit vorangetrieben und wurde Mitglied. Damit kommt sie ihrer Verantwortung als Stadt des Friedens und der Menschenrechte nach. Wir hoffen, künftig weitere Kommunen in der Organisation begrüßen zu dürfen“, erklärt Helga Riedl vom Menschenrechtsbüro der Stadt Nürnberg.

Mehr Informationen: www.fair-toys.org

Fabrikfotos sowie deutscher und englischer Toys Report 2020: www.ci-romero.de/presse-toys-report-2020

Illustration: Daniela Denk

Illustration: Daniela Denk

 

Ein jeder gebe, was er geben kann nach dem Segen, den dir der Herr dein Gott gegeben hat. 5.Mo 16,17

Wenn der gute Wille da ist, so ist jeder willkommen nach dem, was er hat, nicht nach dem, was er nicht hat.     2.Kor 8,12

 

Jeder Mensch ist wichtig mit all seinen Gaben. Alle können ihren Teil beisteuern.

WEIL du mir wichtig bist, trage ich einen Mund-Nasen-Schutz, halte Abstand und finde Hygieneregeln wichtig.

WEIL du mir wichtig bist, gebe ich mein Bestes und weiß, dass ich auf Gottes reichen Segen vertrauen kann.

WEIL du mir wichtig bist, genieße ich auch in diesem Jahr die leuchtenden Kinderaugen in der Adventszeit, wenn sie jeden Tag ihre Adventskalender öffnen.

WEIL du mir wichtig bist, singe ich meine Adventslieblingslieder nun zu Hause etwas lauter und lasse Lichter und Kerzen auf den Fensterbrettern leuchten.

WEIL ihr mir wichtig seid, weiß ich, dass wir in der Liebe an Gott verbunden sind, und dieses Jahr vielleicht noch ein Stückchen mehr mit den Christinnen und Christen in aller Welt.

 

Andacht: Sara Neidhardt, Ausstellung einBlick, Mission EineWelt

Illustration: Daniela Denk, Öffentlichkeitsarbeit, Mission EineWelt

 

 

Every man is to give as he is able, in the measure of the blessing which the Lord your God has given you.in the measure of the blessing which the Lord your God has given you. 5. Mose 16:17

For if there is a ready mind, a man will have God’s approval in the measure of what he has, and not of what he has not. II Corinthians 8:12

 

Every person is important with all her gifts. Everyone can do his part for the good.

BECAUSE you’re important to me, I wear a mouth-nose-cover, stay away and think hygiene rules are important.

BECAUSE you’re important to me, I give my best and know that I can trust in god’s rich blessing.

BECAUSE you’re important to me I enjoy the shining eyes of the children in the advent season when they open their advent calendar every day.

BECAUSE you’re important to me I sing my favourite advent songs a little louder at home and let lights and candles shine on the window sills.

BECAUSE you’re important to me I know that we are connected in the love of god and maybe this year a maybe a little more with the Christians all over the world.

 

Prayer: Sara Neidhardt

Illustration: Daniela Denk

Illustration: Daniela Denk

Illustration: Daniela Denk

 

Ich traue auf den HERRN. Wie sagt ihr denn zu mir: Flieh wie ein Vogel auf die Berge! Psalm 11,1

 

Vertrauen. Wer hätte es sich in schwierigen Zeiten nicht schon mal gewünscht, einfach wegzufliegen wie ein Vogel, und alle Schwierigkeiten hinter sich zu lassen? Genau das wurde David geraten. Obwohl David in anderen Situationen tatsächlich fliehen musste, wusste er jetzt, dass es dran war, in den gegebenen Umständen auf Gottes uneingeschränkte Macht zu vertrauen.

In diesen Tagen, wo vieles nicht mehr so ist, wie wir es kannten, wo Verunsicherung und Sorgen sich breitmachen wollen, sind wir eingeladen, wie David auf Gottes unbegrenzte Möglichkeiten zu vertrauen.

Paul Gerhard hat es zu seiner Zeit in einem Lied Vers so ausgedrückt hat:

AUF, auf, gib deinem Schmerze und Sorgen Gute Nacht!

Lass fahren, was das Herze betrübt und traurig macht;

bist du doch nicht Regente, der alles führen soll:

Gott sitzt im Regimente und führet alles wohl.

 

Andacht: Michael Voltz, Referat Partnerschaft und Gemeinde, Mission EineWelt

Illustration: Daniela Denk, Öffentlichkeitsarbeit, Mission EineWelt

 

 

In the Lord I put my trust. How then can you say to me: Flee like a bird to your mountain. Psalms 11:1

 

Trust. Who, in difficult times, would not have wished to just fly away like a bird and leave all difficulties behind? This is exactly what David had been advised to do. Although David actually had to flee in other situations, he knew this time that he had to trust God’s unrestricted power in the given circumstances.

In present days, when many things are no longer, as they used to be, when uncertainty and worries are creeping in, we are invited, like David, to put our trust in God’s unlimited possibilities.

Paul Gerhard in his days expressed it in a song this way:

Arise, my soul, and banish thine anguish and thy care.

Away with thoughts that sadden and heart and mind ensnare!

Thou art not lord and master of thine own destiny;

Enthroned in highest heaven, God rules in equity.

 

Prayer: Michael Voltz

Illustration: Daniela Denk

Illustration: Daniela Denk

Illustration: Daniela Denk

 

Denn ich bin hungrig gewesen und ihr habt mir zu essen gegeben. Ich bin durstig gewesen und ihr habt mir zu trinken gegeben. Ich bin ein Fremder gewesen und ihr habt mich aufgenommen. Ich bin nackt gewesen und ihr habt mich gekleidet. Ich bin krank gewesen und ihr habt mich besucht. Ich bin im Gefängnis gewesen und ihr seid zu mir gekommen. Wahrlich, ich sage euch: Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Geschwistern, das habt ihr mir getan. Matthäus 25, 35-36, 40b

 

Heute ist Welt-AIDS-Tag.

Über der Corona-Pandemie drohen die mit HIV/AIDS Infizierten vor allem in den Ländern des globalen Südens vergessen zu werden, obwohl sie doch als Hochrisiko-Gruppe in besondere Weise gefährdet sind.

Aus der Diakonieabteilung unserer lutherischen Partnerkirche in Kenia hören wir:

„Menschen, die mit HIV leben, sind am stärksten von COVID-19 betroffen. Derzeit (…) werden vermehrt Fehlinformationen verbreitet, die suggerieren, dass Menschen, die mit HIV leben (PLHIV) ein höheres Risiko haben, sich mit dem Coronavirus zu infizieren, was zu einer neuen Stigmatisierung führt. Dies und die verbreitete Angst vor Corona könnte auch der Hauptgrund für den signifikanten Rückgang der Zahl der HIV-Patient*innen sein, die medizinische Versorgung in Anspruch nehmen. Hinzu kommt die Stilllegung von Fabriken, die lebenswichtige Medikamente wie ARV, PrEP, Kondome, HIV-Test-Sets und andere wichtige medizinische Güter herstellen. (…) Die Patient*innen haben keinen Zugang zu einer angemessenen Ernährung, und in der gegenwärtigen Situation sind finanzielle Engpässe offensichtlich.“

Die Verse aus dem Matthäus-Evangelium weisen uns auch hier einen Weg: Vergessen wir die nicht, die durch die Raster fallen, die keine Lobby haben und kaum Beachtung finden. Das Handeln Jesu, den Ausgegrenzten wieder einen Platz in der Gemeinschaft zu geben, sollte auch unsere Richtschnur sein. Die Diakonie in Kenia versucht die von HIV/AIDS Betroffenen zu unterstützen, wo es geht.

Vernachlässigen auch wir nicht die von anderen Krankheiten Betroffenen und anderweitig Ausgegrenzten über der Corona-Pandemie.

Amen.

 

Andacht: Gisela Voltz, Referat Entwicklung und Politik, Mission EineWelt

Illustration: Daniela Denk, Öffentlichkeitsarbeit, Mission EineWelt

 

 

For I was hungry and you gave me something to eat, I was thirsty and you gave me something to drink, I was a stranger and you invited me in, I needed clothes and you clothed me, I was sick and you looked after me, I was in prison and you came to visit me.’ ‘Truly I tell you, whatever you did for one of the least of these brothers and sisters of mine, you did for me.’ Matthew 25, 35-36,40b

 

Today is World AIDS Day.

Above the corona pandemic, those infected by HIV/AIDS are at risk of being forgotten, especially in the countries of the Global South, even though they are particularly vulnerable as a high-risk group.

We hear from the diaconal department of our Lutheran partner church in Kenya:

“People living with HIV are the most hit with the invasion of COVID- 19. (…) there has however been a rise of misinformation being spread suggesting PLHIV (People living with HIV) have higher chances of contracting the coronavirus leading to a new wake of stigma. This could also be the main reason contributing to the significant drop of the number of HIV patients seeking medical care at as a result of induced fear with the country’s response to the COVID situation. Further to this is the genuine concern of the shutting down factories manufacturing essential medicines, condoms, HIV testing kits and other essential medical supplies.(…) Patients have no access to a proper diet and financial constrain is evident with the current situation.”

The verses from the Gospel of Matthew also show us a way here: Let us not forget those who fall through the cracks, who have no lobby and receive little attention. The action of Jesus to restore to the excluded their place in the community should also be our guideline. Diaconia in Kenya tries to support those affected by HIV/AIDS wherever possible. We also should not neglect those affected by other diseases and otherwise marginalized generally and over the corona pandemic.

Amen.

 

Prayer: Gisela Voltz

Illustration: Daniela Denk

 

Durch die Corona-Pandemie werden Infizierte mit HIV/Aids in besonderer Weise gefährdet. „Es ist wichtig, dass wir die HIV/Aids-Infizierten nicht über Corona vergessen, sondern auch deren Menschenrechte achten“, fordert Gisela Voltz, Referentin im Referat Entwicklung und Politik bei Mission EineWelt. Beim Zentrum der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern für internationale Partnerschaft, Entwicklung und Mission treffen derzeit vermehrt alarmierende Meldungen zur Lebenssituation mit HIV/Aids infizierter Menschen ein.

Aus Kenia schreibt Pfarrerin Margaret Obaga von der Diakonieabteilung der Kenianischen Evangelisch-Lutherischen Kirche (KELC) und ehemalige Mitarbeiterin bei Mission EineWelt:

„Menschen, die mit HIV leben, sind am stärksten von COVID-19 betroffen. Derzeit (…) werden vermehrt Fehlinformationen verbreitet, die suggerieren, dass Menschen, die mit HIV leben (PLHIV) ein höheres Risiko haben, sich mit dem Coronavirus zu infizieren, was zu einer neuen Stigmatisierung führt. Dies und die verbreitete Angst vor Corona könnte auch der Hauptgrund für den signifikanten Rückgang der Zahl der HIV-Patient*innen sein, die medizinische Versorgung in Anspruch nehmen. Hinzu kommt die Stilllegung von Fabriken, die lebenswichtige Medikamente wie ARV, PrEP, Kondome, HIV-Test-Sets und andere wichtige medizinische Güter herstellen. (…) Die Patient*innen haben keinen Zugang zu einer angemessenen Ernährung, und in der gegenwärtigen Situation sind finanzielle Engpässe offensichtlich.“

Auch von der Evangelisch-Lutherischen Kirche im Kongo (EELCo) kommen alarmierende Nachrichten, unter anderem zu den Folgen der strikten Ausgangssperren von März bis August:

„Auch war Nahrungsmittelknappheit ein großes Problem in dieser Zeit, was nochmals die Situation der geschwächten HIV-Patient*innen verschlechterte. Obwohl gesetzlich sowohl die Kostenfreiheit von Behandlung als auch Test garantiert ist, wurde in schlecht versorgten Regionen von Patient*innen ein Beitrag (meist 2 USD) verlangt. Im Zuge der staatlichen Anti-Corona-Maßnahmen kam es zu einer Unterversorgung mit vielen Medikamenten im Land, weil Transportwege durch Einstellung des Flugverkehrs und die Schließung von Grenzen abgeschnitten wurden. Die Reduzierung der Lieferwege hält teilweise bis heute an, und so sind vor allem so genannte opportunistische Infektionen ein Problem. Auch die Neudiagnose von HIV-Patient*innen ist aktuell schwierig. Knappheit der Tests und die Angst der Bevölkerung, sich im Krankenhaus mit Sars-CoV-2 anzustecken, haben vermutlich zu einer Abnahme der Neudiagnosen geführt. So ist gerade der unbekannte Status bezüglich einer HIV-Infektion Treiber der HIV-Pandemie und die negativen Auswirkungen werden sich erst in den kommenden Jahren zeigen. (…) Mit dem Aufkommen der ersten Impfstoffe gegen Sars-CoV-2 stellt sich aber die Frage, inwieweit diese auch für (immunsuppressive und therapierte) HIV-infizierte Personen, aber auch für mit anderen Erregern infizierte Patienten, wie beispielsweise mit Tuberkulose, geeignet sind. Es bedarf hier unbedingt einer Erweiterung des Fokus auf diese Zielgruppen“, schreibt Markus Schmidt. Der Rummelsberger Diakon arbeitet zusammen mit seiner Frau Sibylle im Sozial- und Gesundheitswesen in der DR Kongo. Wichtige Tätigkeitsfelder sind die HIV/AIDS-Aufklärung und -prävention sowie die Versorgung und Behandlung von Epilepsiepatient/innen. Sibylle und Markus Schmidt wurden von Mission EineWelt ausgesendet.

 

Kontakt für Nachfragen:

Gisela Voltz

gisela.voltz@mission-einewelt.de

<Illustration: Daniela Denk

Illustration: Daniela Denk

Illustration: Daniela Denk

Illustration: Daniela Denk

 

Herr, vor dir liegt all mein Sehnen, und mein ist dir nicht verborgen. Psalm 38,10

Wisst, dass euer Glaube, wenn er bewährt ist, Geduld wirkt. Jakobus 1,3

 

Kennen Sie Sorgenfresser? Diese bunten Charaktere aus weichem Stoff mit dem großen Reißverschluss, in dem alle Sorgen und Nöte des Lebens verschwinden können? Laut Internetseite halten die Sorgenfresser nachts am Bett Albträume in Schach und drücken im Schulranzen die Daumen. Selbst um schmerzvollen Teenager-Liebeskummer oder Stress im Büro kümmern sich die Sorgen-Spezialisten. Und außerdem sind die bunten Stofffiguren prima zum Kuscheln – nicht nur für Kinder!

Was auf den ersten Blick nach einer cleveren Geschäftsidee aussieht, bedient im Grunde eine uralte Sehnsucht von uns Menschen. Die Sehnsucht nach einem Ort, einem Menschen oder einem Gott, bei dem ich all meine Sorgen und Nöte ablegen kann. Jemand, der mich kennt – vor dem ich mich nicht verstellen muss.

Herr, vor dir liegt mein Sehnen, und mein Seufzen ist dir nicht verborgen – aus den Worten des Psalmbeters spricht genau diese Sehnsucht. Doch es ist noch mehr. Es ist nicht nur eine Sehnsucht, sondern eine Gewissheit. Und diese Gewissheit speist sich aus den vielen Erfahrungen, die Menschen mit Gott gemacht haben. Erfahrungen, von denen die Bibel auf ganz unterschiedliche Weise erzählt: Erfahrungen des Glücks, der Liebe, der Bewahrung aber auch der Verzweiflung, der Sorge oder der Verlassenheit.

Aber die Bibel ist nicht nur der Ort, an dem sich mein ganzes Leben mit seinen unterschiedlichen Erfahrungen widerspiegelt – nein, sie erzählt auch davon, wie in all diesen Erfahrungen immer wieder eine Zukunft eröffnet wird. In unserem Glauben liegt nicht nur die Option, unsere Sorgen und Sehnsüchte vor Gott aussprechen zu können, sondern auch das Potenzial, Lebens- und Zukunftsgestalter*innen zu werden.

 

Andacht: Hanns Hoerschelmann, Direktor Mission EineWelt

Illustration: Daniel Denk, Öffentlichkeitsarbeit, Mission EineWelt

 

 

All my longings lie open before you, Lord; my sighing is not hidden from you. Psalm 38,9

Because you know that the testing of your faith produces perseverance. James 1,3

 

Do you know worry-eater? These colorful characters made of soft fabric with the large zipper in which all the worries and needs of life can disappear? According to the website, those worry-eaters keep nightmares at bay at night and keep their fingers crossed in their school bags. The worry specialists even take care of painful teenage heartache or stress in the office. And what’s more, the colorful characters are great for cuddling – not just for children!

What at first glance looks like a clever business idea actually serves an age-old longing of us humans. The longing for a place, a person or a God, where I can put all my worries and needs aside. Someone who knows me – before whom I don’t have to pretend.

All my longings lie open before you, Lord; my sighing is not hidden from you – the words of the Psalmist speak precisely of this longing. But there is more. It’s not just a longing, it’s a certainty. And this certainty is fed by the many experiences that people have had with God. Experiences that the Bible tells of in very different ways: experiences of happiness, love, preservation, but also despair, worry or abandonment.

But the Bible is not only the place where my whole life with its different experiences is reflected – no, it also tells about how a future is opened up again and again in all these experiences. And so the worry eater will also become a life and future designer.

 

Prayer: Hanns Hoerschelmann

Illustration: Daniela Denk

Es sind verschiedene Gaben; aber es ist ein Geist. (1.Kor. 12:4). Ein toller Gedanke, finde ich. Wo Christinnen und Christen zusammenkommen, herrscht keine triste Einheitlichkeit, sondern bunte Vielfalt. Gottes Geist setzt Begabungen frei und macht Menschen kreativ.

Ein Bild für diese kreative Vielfalt ist für mich ein Mosaik. Es besteht aus vielen Steinen mit vielfältigen Farben und Formen. Am Ende ergibt es ein Bild, das wir anschauen können, das uns berühren kann und einfach schön ist. Wenn christliche Gemeinschaft diese kreative Vielfalt ausstrahlt, fühlen sich Menschen in ihr wohl und sie kann berühren und inspirieren.

Am kommenden Samstag sind wieder junge Menschen aus der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern und ihren Partnerkirchen zu einem „Global Worship“ eingeladen. Sie treffen sich im Internet und wollen diese Vielfalt erleben, Hoffnungen und Sorgen austauschen, neue Perspektiven gewinnen, ihre Gaben und wie sie im Geist Gottes leben können, reflektieren. Wer mitmachen will kann sich heute noch registrieren: https://mission-einewelt.de/wp-content/uploads/2020/11/2020_gifted_invitation.pdf.

 

Andacht: Michael Seitz, Referat Mission Interkulturell, Mission EineWelt

Illustration: Daniela Denk, Öffentlichkeitsarbeit, Mission EineWelt

 

There are varieties of gifts, but the same Spirit. (1.Cor. 12:4). A great thought, I think. Where Christians come together, there is no dull uniformity, but colourful diversity. God’s Spirit sets gifts free and makes people creative.

This creative diversity is like a mosaic for me. It consists of many stones with manifold colours and shapes. In the end, it results in a picture that we can look at, that can touch us and is simply beautiful. When a Christian community reflects this creative diversity, people feel comfortable in it and it can touch and inspire.

Coming Saturday, young people from the Evangelical Lutheran Church in Bavaria and its partner churches are again invited to a „Global Worship“. They will meet in the internet and want to experience diversity, exchange hopes and worries, gain new perspectives, reflect their gifts and how they can live in God’s Spirit. Those who want to take part can still register today: https://mission-einewelt.de/wp-content/uploads/2020/11/2020_gifted_invitation.pdf.

 

Prayer: Michael Seitz

Illustration: Daniela Denk

Seit 23. November läuft die so genannte Black Week mit dem anvisierten Höhepunkt Black Friday. Dieser Wettbewerb in Wer-kann-am-Billigsten ist Auswuchs eines Wirtschaftssystems, dessen zentrale Maßstäbe Profitmaximierung und Ausbeutung sind. Das ist gut für wenige und schlecht für die meisten.

Faire und angemessene Bezahlung, menschliche Arbeitsbedingungen oder Schutz der Umwelt: Vieles, was uns wichtig ist, bleibt in der globalen Wirtschaft auf der Stecke. Die Folgen sind grausam. Viel zu häufig kosten supergünstige Preise Menschenleben in den Ländern des globalen Südens.

 

Deshalb setzt sich die Initiative Lieferkettengesetz für eine gesetzliche Verpflichtung von Unternehmen zur Wahrnehmung ihrer arbeits- und menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten ein. Mission EineWelt ist Mitglied dieser Initiative.

 

Auf der Website https://lieferkettengesetz.de/ gibt es die Möglichkeit, Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier per E-Mail dazu aufzufordern, ein wirksames Lieferkettengesetz auf den Weg zu bringen.