Mission EineWelt feierte am vergangenen Wochenende sein „Fest der weltweiten Kirche“

Bei wechselhaftem Wetter waren in diesem Jahr rund 1.200 Besucherinnen und Besucher zum Fest der weltweiten Kirche ins Partnerschaftszentrum Mission EineWelt nach Neuendettelsau gekommen. Darunter viele Gäste aus den Partnerkirchen, die entweder eigens zur Einführung des neuen Direktoren-Ehepaars Dr. Gabriele und Hanns Hoerschelmann oder zur parallel stattfindenden Summerschool angereist sind. Alle gemeinsam haben entweder das Open-Air-Konzert am Samstagabend mit der karibischen Künstlerin Judy Bailey, einen Festgottesdienst oder das bunte Programm bis zum Sonntagnachmittag genossen.

Im Festgottesdienst am Sonntagmorgen in der St. Nikolai-Kirche hielt der liberianische Bischof Jensen Seyenkulo eine denkwürdige Predigt. In Anlehnung an das Kampagnenthema des Partnerschaftszentrums zu Flucht und Migration, das „Gottes Volk kennt keine Grenzen“ lautet, erinnerte Seyenkulo daran, dass Jesus gekommen sei, um Mauern einzureißen, damit wir echtes, wahres Menschsein erfahren. Viele würden sich fragen, warum die Kirche in Afrika so Feuer und Flamme für den Herrn sei, obwohl es soviel Armut, Leid und Not gibt. „Wir sind nicht dumm, wie manche unterstellen“, sagte der Bischof. Die Afrikaner wüssten sehr wohl, dass ihnen ihre Segnungen von Brüdern geraubt worden seien. „Sie haben vergessen, dass sie gesegnet worden sind, damit sie ein Segen sein können.“ Jesus habe das Menschsein und die Würde der afrikanischen Menschen wieder hergestellt, so Seyenkulo. Wir dürften nicht still bleiben, wenn wir die Last und Not sehen. Wer Menschen als Menschen wahrnehme, der kontrolliere sich selbst nicht mehr und wisse, dass er mit Jesus isst und er mit ihm. „Wir stehen auf und sprechen gegen alles, was Menschen ihrer Würde und Menschlichkeit beraubt.“ Für Seyenkulo, das hob er in seiner Predigt hervor, steht Mission EineWelt auf der Seite der Benachteiligten. Er könne deshalb dem Satz der Kampagne, dass Gottes Volk keine Grenzen kennt, aus eigenen Erfahrungen zustimmen.

Im Anschluss an den Gottesdienst bot das Fest auf dem Gelände des Partnerschaftszentrums und entlang der Hauptstraße viele Möglichkeiten der Begegnung. An Infoständen, bei einem vielfältigen Aktivprogramm, in Workshops, vor den beiden Bühnen mit Musikgruppen, einer Modenschau, einem Interview mit dem neuen Direktoren-Ehepaar und vielem mehr, konnten sich die Besucherinnen und Besucher informieren oder unterhalten lassen, konnten mitmachen oder zuschauen. Dazu vier Angebote zum Mittagessen aus aller Welt, Kaffee, Kuchen und andere Getränke. Judy Bailey sorgte mit der Vorstellung der Ergebnisse eines Workshops, den sie im Rahmen des Festes veranstaltet hatte, auf der Innenhofbühne wieder für Schwung und Begeisterung. Zum Abschluss wurden wie in jedem Jahr die jungen Männer und Frauen vorgestellt und ausgesandt, die die nächsten 12 Monate in einem der Projekte in Übersee mitarbeiten. Die insgesamt 35 jungen Leute werden im Rahmen des Internationalen Evangelischen Freiwilligenprogramms von Mission EineWelt nach Lateinamerika, in den pazifischen-asiatischen Raum oder nach Afrika ausgesandt.