Bericht zur Kundgebung in Nürnberg

Rund 400 Menschen folgten dem Aufruf des Bayerischen Agrarbündnisses, zu dem auch Mission EineWelt gehört, am Donnerstagmittag in Nürnberg vor der Lorenzkirche gegen das geplante Freihandelsabkommen (TTIP) zwischen EU und USA zu demonstrieren. Mit bunten Transparenten und verschiedenen Redebeiträgen machten Teilnehmende und OrganisatorInnen auf die zu befürchtenden Folgen wie Sonderklagerechte für Investoren, Verschlechterung von Umwelt- und Sozialstandards und eine weitere Abkopplung der Länder des globalen Südens vom Welthandel aufmerksam.

Das Bündnis fordert deshalb den Stopp der Verhandlungen. Welternährungsexpertin Angela Müller von Mission EineWelt ließ in einem Sketch mit Isabella Hirsch von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft den TTIP-Traum für Konzerne platzen und forderte einen tatsächlich freien und fairen (Welt-)handel, in dem KonsumentInnen wirklich frei entscheiden sowie auch kleine Unternehmen und bäuerliche Betriebe eine Chance haben.

Die bunte Menge der TTIP-GegnerInnen zog dann zum bayerischen Heimatministerium, um Minister Markus Söder eine Resolution mit den Forderungen des Bayerischen Agrarbündnisses zu übergeben. Da dieser sich zu einer Sitzung im Landtag in München befand, wurde die Resolution stellvertretend von einem Mitarbeiter entgegengenommen.

Die nächste Kundgebung gegen das Freihandelsabkommen ist geplant für Donnerstag, den 8. Mai, um 11.00 Uhr in München vor der Vertretung der EU-Kommission in München (neben dem Europäischen Patentamt, Bob-van-Benthem-Platz 1 (ehemals: Erhardtstr. 27, 80469 München).