Seminar über die gesundheitlichen Folgen der Genitalverstümmelung von Mädchen und Frauen

Genitalverstümmelung in Ostafrika

Auch im Jahr 2014 ist das Thema Genitalverstümmelung ein Thema in den evangelisch-lutherischen Kirchen in Ostafrika. In der lutherischen Kirche in Tansania wird dieses Thema bei Frauenorganisationen und Frauengruppen diskutiert. Dabei ist es wichtig zu sehen, welche gesundheitlichen Folgen die Genitalverstümmelung für Mädchen und Frauen hat.

Tansania hat die Konvention zur Beseitigung jeder Form der Frauendiskriminierung ratifiziert. Ebenso das Protokoll der Menschenrechts-Kommission über die Rechte der Frauen in Afrika. Tansania hat Gesetze, die die Genitalverstümmelung verbieten. Das Land Tansania beging im letzten Jahr den Tag der „Null-Toleranz gegenüber genitaler Verstümmelung“. Dieser Tag wurde in ganz Afrika eingeführt.

Das tansanische Netzwerk für Geschlechtergerechtigkeit führt ein Aufklärungsprogramm durch. Neben allgemeiner Aufklärung ist es wichtig, den Beschneiderinnen alternative Jobs und Verdienstmöglichkeiten zu erschließen. In der Tanga-Region ist es gelungen, Frauen zur Aufgabe ihrer Praktiken zu bewegen.

Ein Bericht der UNICEF stellt fest, dass in Tansania 7, 9 Millionen Frauen und Mädchen „beschnitten“ sind. D.h. 14, 6 % der weiblichen Bevölkerung. Ein Rückgang wurde in fünf Regionen beobachtet, eine Zunahme wurde in 4 Regionen beobachtet. Besonders in der Region Singida wurde eine Zunahme beobachtet, 51 % der Frauen und Mädchen sind heute in dieser Region betroffen. Die Abgeordnete E. Matiko beklagte mangelndes Engagement von Seiten der Regierung und der Behörden in der Frage um die Genitalverstümmelung.

Folgen der Genitalverstümmelung sind chronische Infektionen und anhaltende Schmerzen.

Für Frauen, die beschnitten sind, treten bei Geburten wesentlich häufiger Probleme auf, als bei Frauen, die nicht beschnitten sind. Die Riten der Beschneidung variieren in den Ländern Ostafrikas stark. In manchen Gegenden kennen die Frauen die Beschneidung nicht, in anderen Gegenden ist sie noch stark verbreitet.

Wichtig ist es, dass die Frauen unabhängig von der Stammeszugehörigkeit erkennen, welche negativen Folgen die Genitalverstümmelung hat und dass das Wohl und die Gesundheit der Mädchen und Frauen mehr in den Blick kommen.

Mission EineWelt unterstützt Programme der Prävention und der Aufklärung  über die Hintergründe und Folgen der Mädchen- und Frauenbeschneidung in der Morogoro–Diözese.

Programme des Radios „Stimme des Evangeliums“ der evangelisch–lutherischen Kirche in Tansania senden Beiträge über das Thema Genitalverstümmelung. Auch diese Programme werden von Mission EineWelt finanziell unterstützt.

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