Zweitälteste Bürgerin von Neuendettelsau kam in Papua-Neuguinea zur Welt

Im Alter von 107 Jahren ist Jutta Bergmann am vergangenen Sonntag in Neuendettelsau gestorben. Die zweitälteste Bürgerin der mittelfränkischen Gemeinde kam am 9. Juni 1907 in Sattelberg/Papua-Neuguinea als Tochter des bekannten Missionars Christian Keyßer und seiner Frau Emilie zur Welt.

Bis 1921 lebte sie in dem südpazifischen Inselstaat, kam dann nach Bayern, wo sie die Industrieschule der heutigen Diakonie Neuendettelsau besuchte und kehrte 1932 für weitere sechs Jahre nach Papua-Neuguinea zurück. Sie heiratete dort Fritz Bergmann, der aber schon drei Monate nach der Hochzeit einer schweren Krankheit erlag. Jutta Bergmann kehrte 1938 nach Neuendettelsau zurück, übernahm den Haushalt der Eltern und arbeitete bis 1980 bei der Missionsanstalt und dem späteren Missionswerk Bayern (heute: Mission EineWelt) mit.

Nach dem Ruhestand widmete sie sich mit Stickereien, Aquarellen und Collagen ihren künstlerischen Fähigkeiten und stellte ihre Kunst auch in Ausstellungen aus. Erst vor zehn Jahren gab Jutta Bergmann ihre eigene Wohnung auf und zog ins Therese-Stählin-Heim, wo sie nun auch gestorben ist.

Die Beerdigung findet am kommenden Freitag (9. Januar 2015) um 14.00 Uhr auf dem Dorffriedhof in Neuendettelsau statt. Pfarrer Peter Weigand, Direktor des Partnerschaftszentrums Mission EineWelt, wird die Beerdigung halten.