Kontakt

Königstr. 64
90402 Nürnberg
Telefon: Nummer aktuell nicht besetzt - bitte schreiben Sie zur Kontaktaufnahme an: info@gemeinde-fair-nachhaltig.de oder rufen im Stadtbüro bei Mission EineWelt an (0911/366720)

Initiatoren- und Steuerungsgruppe

Karin Deraëd, Brot für die Welt
Dr. Wolfgang Schürger, Umweltbeauftragter der ELKB
Dr. Jürgen Bergmann, Mission EineWelt: Referat für Entwicklung und Politik



Fortbildungen

Im Rahmen der Auszeichnung besteht die Möglichkeit Fortbildungen zu bestimmten Themen innerhalb des fairen Handels, weltweiter Partnerschaften und Umweltbildung/Nachhaltigkeit anzufragen. So können z.B. ehrenamtliche Koordinationskreise aus mehreren Kirchengemeinden innerhalb eines Dekanats einen gemeinsamen Aktionstag starten, um mehr Bewusstsein und Verständnis für "Gemeinde: Fair und nachhaltig" und ihre Themen zu schaffen und dazu Impulsreferate bzw. andere Fortbildungsbausteine nutzen. Solche und ähnliche Möglichkeiten können gerne mit der Projektkoordination gemeinsam entwickelt werden.

Als Einstieg sei auf das für Kirchengemeinden kostenlose digitale Weiterbildungsangebot des Umweltmanagements der ELKB verwiesen.
Zu finden unter:
https://umwelt-evangelisch.de/unsere-termine/weiterbildungangebot

Finanzierung und Fördermöglichkeiten

Um das zweijährige Projekt zu stemmen und/oder auch bei manchen Kriterienpunkten noch etwas aufzuholen, ist es ratsam auch nach Finanzierungsmöglichkeiten der Kommunen, des Landes oder anderer Träger Ausschau zu halten. So fördern beispielsweise manche Städte die Beschaffung von Lastenrädern oder andere Formen eines nachhaltigen Lebens.

Hier können Sie sich über Fördermöglichkeiten und Zuschüsse informieren:
https://mission-einewelt.de/service-und-angebot/foerdermittel/

Vernetzung

Viele Menschen und Initiativen widmen sich einem fairen und nachhaltigen Leben - Gemeinden und deren Projekte innerhalb der Auszeichnung "Gemeinde: Fair und nachhaltig" sind eingeladen, sich innerhalb ihres Sozialraums zu vernetzen, auf die Expertise anderer Akteure zurückzugreifen und sich gemeinsam zu engagieren. Für Ideen und konkrete Anknüpfungspunkte in Ihrer Region, wenden Sie sich gerne an die Projektkoordination.

Materialpool für die Öffentlichkeitsarbeit




News

Pressemitteilung zur Zertifizierung Gemeinde: fair und nachhaltig

07.03.22 – St. Jakobus Gemeinde Stein

Gemeinde: fair und nachhaltig

Fairer Handel in Weltläden, Ressourcen schonen, fairer Kaffee und Tee in evangelischen Gemeindehäusern, Partnerschaften mit Gemeinden weltweit – das alles und noch mehr wird in vielen christlichen Gemeinden praktiziert. Die evangelisch-lutherische Kirche Bayerns brachte dazu Ende 2021 ein Zertifikat auf den Weg „Gemeinde: fair und nachhaltig“. Als erste Gemeinde Bayerns hat sich die St. Jakobus-Gemeinde in Stein um diese Auszeichnung bemüht und wurde am Sonntag 6.März durch Marie-Luise Großmann von Mission EineWelt für ihr Engagement ausgezeichnet- in einem Gottesdienst mit der Feier des Abendmahls als Zeichen der Verbundenheit aller Christen weltweit.

Aus der Zusammenarbeit von Mitarbeitenden von Mission EineWelt, Brot für die Welt und der Umwelt- und Klimaarbeit der ELKB ist die Idee entstanden, Kirchengemeinden für ihr Engagement in den Themenfeldern „Fairer Handel“, „weltweite Kirche“ und „Umweltbewusstsein“ auszuzeichnen und eine Intensivierung des Engagements zu fördern.

Für die St. Jakobus-Gemeinde geht es nun weiter. Durch ein Projekt, das über den Zeitraum von zwei Jahren verfolgt werden soll, wird der Einsatz der Mitarbeitenden verstärkt: das gesamte Beschaffungswesen der Kirchengemeinde soll nach Kriterien des fairen Handels und der Nachhaltigkeit überprüft und verändert werden. Dazu wird es auch Bildungsangebote geben, um die ganze Gemeinde in diesen Prozess einzubinden.
Es geht also nicht darum, sich auf dem Zertifikat auszuruhen, sondern die erreichten Positionen aktiv zu bewahren und neue Erkenntnisse umzusetzen. Das Besondere an dieser Auszeichnung: der Einsatz für mehr Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit weltweit wird ganz bewusst in den Kontext geistlichen Lebens und christlichen Glaubens von Gemeinde und jedem einzelnen gestellt. Eine spannende Herausforderung.

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Gerechter Welthandel

Die derzeitige Politik der EU folgt größtenteils den Interessen von großen Konzernen und Unternehmen. Eine faire und nachhaltige Handelspolitik wird bestenfalls in Sonntagsreden beschworen. In der Praxis handelt die EU immer wieder Abkommen aus, die nicht nur ungerechte Regeln und Strukturen festschreiben, sondern auch die sozialstaatlich basierte Gestaltungsfreiheit der sozialen Daseinsvorsorge und rechtsstaatliche Prinzipien gefährden. Demokratie, soziale Gerechtigkeit, Klimaschutz und Finanzmarktkontrolle drohen für die Interessen internationaler Konzerne ausgehöhlt zu werden. Solche Abkommen verschärfen die Armut im globalen Süden und vergrößern die Schere zwischen Arm und Reich weltweit. Sie tragen somit zu einem erhöhten Migrationsdruck bei. Und sie stehen im Widerspruch zur christlichen Grundüberzeugung, dass die Wirtschaft im Dienst des Lebens steht und dem Wohl aller Menschen dienen soll.

Eigentlich verpflichtet der EU-Vertrag von Lissabon die europäische Handelspolitik dazu, zur Förderung der Menschenrechte, der Armutsbekämpfung und der nachhaltigen Entwicklung beizutragen. Doch die derzeit verhandelten Wirtschaftspartnerschaftsabkommen mit afrikanischen Staaten (Economic Partnership Agreements - EPAs) verstärken asymmetrische Handelsbeziehungen, und Rohstoffraubbau, behindern die regionale Integration in Afrika und erzwingen den Marktzugang für billige europäische Produkte auf Kosten einheimischer ProduzentInnen.

Die Politik muss die Einhaltung sozialer und ökologischer Standards in Handelsverträgen fest verankern und Menschenrechte vor Konzerninteressen setzen. Handelsabkommen müssen stets auf ihre Verträglichkeit mit dem Wohl des Gemeinwesens überprüft werden.

 

Weitere Informationen:
Netzwerk Gerechter Welthandel:
www.gerechter-welthandel.org
Entwicklung braucht Entschuldung – Bündnis erlassjahr.de: www.erlassjahr.de

Religionsfreiheit weltweit

„Gewalt im Namen von Religion und islamistischer Terror gehören zur Wirklichkeit unserer Zeit und machen Angst. Daraus darf aber keine Angst vor der Religion an sich werden oder generell vor Menschen muslimischen Glaubens. Dieser Trugschluss gefährdet den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Religionsfreiheit.

Als Christinnen und Christen treten wir für Religionsfreiheit ein. Wir sehen die verbindenden Ursprünge und Gemeinsamkeiten der verschiedenen Religionen, genauso wie wir die Unterschiede sehen. Der Dialog zwischen Religionen und Konfessionen ist nicht immer einfach, jedoch fruchtbar, wo es Offenheit und Respekt auf allen Seiten gibt. Toleranz endet, wo Religion und Religionsfreiheit missbraucht werden, um Menschen und ihre Würde zu verletzen. Deswegen stehen wir an der Seite bedrängter und verfolgter Christinnen und Christen weltweit.“
(https://www.ekd.de/Zehn-Ueberzeugungen-Flucht-und-Integration-14970.htm)

Überall sind Politik, Religionsgemeinschaften und jede/r Einzelne gefordert, die Religionsfreiheit zu achten und Menschen nicht wegen ihres Glaubens oder ihrer Weltanschauung zu diskriminieren, zu misshandeln, zu verfolgen oder zu ermorden.

 

Weitere Informationen:

https://www.bayern-evangelisch.de/was-uns-bewegt/christenverfolgung.php

https://www.ekd.de/ekd_de/ds_doc/oekumenischer_bericht_religionsfreiheit2017.pdf

http://www.bruecke-nuernberg.de/

https://mission-einewelt.de/internationale-beziehungen/partnerkirchen-uebersee/

Menschenwürdige Arbeit

Ein Großteil unserer alltäglichen Konsumgüter wie Nahrungsmittel, Kleidung oder IT-Produkte werden unter menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen hergestellt. Viele ArbeitnehmerInnen werden nicht ausreichend bezahlt und leiden unter mangelndem Arbeits- und Gesundheitsschutz. Versuche, sich zur Durchsetzung von Arbeitsrechten gewerkschaftlich organisieren, werden vielerorts massiv, nicht selten auch mit physischer Gewalt, unterdrückt.

-Wirtschaftliche Betriebe sollen ihrer unternehmerischen Sorgfaltspflicht durch die Einhaltung sozialer Standards und der Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) nachkommen. Dazu gehört auch die Verantwortung für die Einhaltung dieser Standards und Normen entlang der kompletten Lieferkette.

- Die Politik ist gefordert, klare gesetzliche Rahmenbedingungen für die Einhaltung sozialer Standards und der Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) durch Unternehmen zu gestalten. Die Einführung einer Berichtspflicht sowie von Sanktionsmöglichkeiten sind unabdingbar. Mission EineWelt fordert die Bundesregierung auf, sich ernsthaft und konstruktiv für das Zustandekommen des auf Ebene der Vereinten Nationen angestrebten verbindlichen internationalen Abkommens für Wirtschaft und Menschenrechte („UN-Treaty“) einzusetzen, das klare Regeln für Unternehmen und Klagemöglichkeiten für Geschädigte vorsieht und vor allem die Einhaltung von Menschenrechten vor Handelsinteressen stellt.

 

Weitere Informationen:

Eine Welt Netzwerk Bayern e.V.: www.eineweltnetzwerkbayern.de

Treaty Alliance Deutschland: https://www.cora-netz.de/cora/die-treaty-alliance-deutschland/

Aktion fair toys: www.woek.de/themen-projekte/fair-spielt/

Kampagne für Saubere Kleidung: http://www.saubere-kleidung.de/

Handyaktion Bayern: www.handyaktion-bayern.de