Kontakt

Marie-Luise Großmann
Projektkoordination
Gemeinde: Fair und nachhaltig

Königsstr. 64, 90402 Nürnberg
Tel.: 015163533364

Mail: info@gemeinde-fair-nachhaltig.de

Initiatoren- und Steuerungsgruppe

Karin Deraëd, Brot für die Welt
Dr. Wolfgang Schürger, Umweltbeauftragter der ELKB
Dr. Jürgen Bergmann, Mission EineWelt: Referat für Entwicklung und Politik

Fortbildungen

Im Rahmen der Zertifizierung besteht die Möglichkeit Fortbildungen zu bestimmten Themen innerhalb des fairen Handels, weltweiter Partnerschaften und Umweltbildung/Nachhaltigkeit anzufragen. So können z.B. ehrenamtliche Koordinationskreise aus mehreren Kirchengemeinden innerhalb eines Dekanats einen gemeinsamen Aktionstag starten, um mehr Bewusstsein und Verständnis für „Gemeinde: Fair und nachhaltig“ und ihre Themen zu schaffen und dazu Impulsreferate bzw. andere Fortbildungsbausteine nutzen. Solche und ähnliche Möglichkeiten können gerne mit der Projektkoordination gemeinsam entwickelt werden.

Als Einstieg sei auf das für Kirchengemeinden kostenlose digitale Weiterbildungsangebot des Umweltmanagements der ELKB verwiesen.
Zu finden unter:
https://umwelt-evangelisch.de/unsere-termine/weiterbildungangebot

Finanzierung

Um das zweijährige Projekt zu stemmen und/oder auch bei manchen Kriterienpunkten noch etwas aufzuholen, ist es ratsam auch nach Finanzierungsmöglichkeiten der Kommunen, des Landes oder anderer Träger Ausschau zu halten. So fördern beispielsweise manche Städte die Beschaffung von Lastenrädern oder andere Formen eines nachhaltigen Lebens.

Hier künnen Sie sich über Fördermöglichkeiten und Zuschüsse informieren:
https://mission-einewelt.de/service-und-angebot/foerdermittel/

Vernetzung

Viele Menschen und Initiativen widmen sich einem fairen und nachhaltigen Leben – Gemeinden und deren Projekte innerhalb der Auszeichnung „Gemeinde: Fair und nachhaltig“ sind eingeladen, sich innerhalb ihres Sozialraums zu vernetzen, auf die Expertise anderer Akteure zurückzugreifen und sich gemeinsam zu engagieren. Für Ideen und konkrete Anknüpfungspunkte in Ihrer Region, wenden Sie sich gerne an die Projektkoordination.

Gemeinde: Fair und nachhaltig

Motivation und Absicht der Auszeichnung

Bisher gibt es Fairtrade-Städte und -Schulen; eine neue Auszeichnung für Kirchengemeinden in Bayern geht darüber hinaus und nimmt neben dem Fairen Handel, auch die Themen Nachhaltigkeit und internationale Partnerschaften in den Fokus.
„Viele Kirchengemeinden engagieren sich bereits im fairen Handel, in weltweiten Partnerschaften und in einem nachhaltigen, mitweltverträglichen Lebensstil. Die brauchen sich nicht zu verstecken“, findet Jürgen Bergmann, einer der drei Initiatoren des Projekts. Deshalb können sich Gemeinden jetzt als „Gemeinde: Fair und nachhaltig“ auszeichnen lassen. Sie belegen damit, dass sie in der weltweiten Gemeinschaft Verantwortung übernehmen und ihren Gemeinde-Alltag fair und nachhaltig gestalten. Gleichzeitig ermutigen sie auch ihre Mitglieder und andere Gemeinden zu einem fairen und nachhaltigen Lebensstil, der enkeltauglich und mitweltverträglich ist.

Auszeichnungsverfahren

Eine „Gemeinde: Fair und nachhaltig“ kann eine Kirchengemeinde auf Antrag für 2 bzw. 4 Jahre werden; danach wird gemeinsam geprüft, wie es weitergehen soll. Zunächst analysiert die Gemeinde ihren Ist-Zustand mithilfe eines Kriterienkatalogs, den der Umweltbeauftragte der ELKB, die Beauftragte von Brot für die Welt Bayern und Mission EineWelt gemeinsam entwickelt haben. Dabei kann es um Heizsysteme, fairen Kaffee und die Gestaltung eines Partnerschaftssonntags gehen, aber auch um die strukturelle Verankerung relevanter Themen in der Kirchengemeinde.
Sobald ein Drittel der Kriterien erfüllt ist und der Kirchenvorstand verantwortliche Koordinator*innen benannt hat, ist eine Auszeichnung möglich. Zusätzlich definiert die Kirchengemeinde einen Schwerpunkt oder eine Aktionsidee, den oder die sie in den nächsten zwei Jahren umsetzen will. Ziel ist es, dass Gemeinden: fair und nachhaltig mindestens 50% der Kriterien erfüllen und diese durch zwei- oder mehrjährige Projekte initiieren, unterstützen und vertiefen.

Dokumente zum Download
Auszeichnungsverfahrenverfahren: Schritte zur Auszeichnung (PDF)
Kriterienliste (PDF)

Und danach?

Nach der Auszeichnung darf und soll diese sichtbar gemacht werden mithilfe einer Urkunde, Plakette und Logo, aber mehr noch in Wort und Tat: im geistlichen Leben, im Wirtschaften, bei Gemeindeveranstaltungen und in der Öffentlichkeitsarbeit der Gemeinde. So können bestehende Impulse und Ansätze in den Kirchengemeinden hinsichtlich fairem Handel, weltweiter Partnerschaft und Nachhaltigkeit hervorgehoben, verstärkt und unterstützt werden. Auch die Vernetzung der ausgezeichneten Kirchengemeinden untereinander kann weitere Impulse geben.

Gerade angesichts der Krisen und Herausforderungen, der wir als Gesellschaft gegenüberstehen, können und wollen wir als Kirche nicht unsere Augen verschließen. Unser Glaube an den Schöpfer-Gott, der in Christus Mensch geworden ist, begeistert uns auch für die Wahrnehmung unserer Verantwortung. Als Christinnen und Christen haben wir Handlungsmöglichkeiten und Verpflichtungen: gegenüber unseren Nächsten, gegenüber der Mitwelt, in die wir hineingestellt sind, und gegenüber Gott. Die Zertifizierung „Gemeinde: Fair und nachhaltig“ zeigt auf, wieviel in unserer Kirche schon passiert und will weiter motivieren, sich für diese wichtigen Themen einzusetzen und sich mit anderen Aktiven in Bayern zu vernetzen.

So kann die Zertifizierung ein hilfreicher Baustein sein, das Klimaschutzkonzept umzusetzen, welches die ELKB 2019 verabschiedet hat und das für alle Kirchengemeinden grundlegend ist.
Die Kurzfassung des Konzepts können Sie hier als PDF herunterladen.

Für mehr Informationen bezüglich des Auszeichnungsverfahrens, Beratung und Begleitung, wenden Sie sich gerne per Mail an Marie-Luise Großmann unter info@gemeinde-fair-nachhaltig.de.

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