Teilnehmende der Pressekonferenz zum Konvent für das Menschenrecht auf Nahrung durch die Bewahrung der biologischen Vielfalt am 06.03.2015

Schulterschluss zwischen Menschenrechtsorganisationen, kirchlichen Entwicklungsorganisationen und Umweltverbänden

Ist es zu rechtfertigen, „dass tausende Familien verdrängt werden, um in anderen Teilen der Welt das Vieh zu ernähren? Wer wird die Pflanzen- und Tierarten, die Biodiversität von ganzen Regionen ersetzen?“ – so zitierte Herr Dr. Bergmann den argentinischen Kirchenpräsident Carlos A. Duarte in der Pressekonferenz im Historischen Rathaussaal in Nürnberg am 06. März. Grund der Veranstaltung war der am 15. und 16. Mai stattfindende „Nürnberger Konvent zum Menschenrecht auf Nahrung durch die Bewahrung der biologischen Vielfalt“.

Der Impuls für den Zusammenschluss kam von der indischen Umweltaktivisten Vandana Shiva, die vor 3 Jahren den bayerischen Naturschutzpreis verliehen bekam. Sie hatte in ihrer Rede auf die dramatischen Verluste der Sortenvielfalt in Indien und die Bedrängung indischer Kleinbauern durch Agrogentechnikkonzerne aufmerksam gemacht.

An zwei Tagen werden Expertinnen und Experten aus dem In- und Ausland auf dem Podium diskutieren und zur derzeitigen aktuellen Situation informieren. Sie werden gemeinsam mit den Teilnehmenden nach Lösungen suchen, wie der Schutz der biologischen und genetischen Vielfalt als Basis für Ernährungssouveränität und damit der Schutz des Menschenrechts auf Nahrung erreicht und gesichert werden kann.

Der Konvent zielt darauf, die Ergebnisse in eine „Nürnberger Erklärung“ zu fassen und diese an die Verantwortlichen der nationalen und internationalen Politik zu übergeben. Die verschiedenen Aspekte des geplanten Konvents erläuterten der Umwelt- und Gesundheitsreferent der Stadt Nürnberg, Dr. Peter Pluschke; der Leiter des Referats „Entwicklung und Politik“ von Mission EineWelt, Dr. Jürgen Bergmann; die Agrarreferentin des BUND, Marion Ruppaner; Akademiedirektor Caritas-Pirckheimer-Haus, Dr. Siegfried Grillmeyer und Frau Helga Riedl vom Menschenrechtsbüro.