Am 25. März 2015 bei Mission EineWelt in Neuendettelsau

Mit einer schockierenden Dokumentation des US-amerikanischen Regisseurs Joshua Oppenheimer über den Massenmord an Gewerkschaftsmitgliedern, Intellektuellen, ethnischen Chinesen und landlosen Bauern, die Mitte der 1960er Jahre in Indonesien als Kommunisten beschuldigt und ermordet wurden, wird das Mittwochskino bei Mission EineWelt im März fortgesetzt.

„The Act of Killing“ ist ein erschütternder Film, dessen Hauptdarsteller wie Anwar Congo tatsächlich zu den Tätern zählen. Wie die meisten anderen Mitglieder der damaligen Todesschwadronen leben die Täter bis heute unbehelligt und ohne Schuldbewusstsein in dem asiatischen Vielvölkerstaat.

Werner Herzog und Errol Morris haben den Film produziert. Die vielfach ausgezeichnete Dokumentation ist nichts für Menschen mit schwachen Nerven. Um die Geschichte des Massenmordes zu erzählen, hat Regisseur Oppenheimer mit den Mördern geredet. Und die erzählen teilweise freudig von ihren Taten, spielen sie vor der Kamera nach und inszenieren sich dabei selbst. Und nur manchmal schimmert Reue beim Nachdenken und Sprechen über einen Genozid, dem mehr als eine Million Menschen zum Opfer gefallen sind, durch.

Der Film ist am Mittwoch, 25. März 2015, um 19.30 Uhr im Otto-Kuhr-Saal (Hauptstraße 2 in Neuendettelsau) zu sehen. Professor Dr. Dieter Becker (Augustana-Hochschule) wird in den Film einführen. Der Eintritt ist frei.