Bei widrigem Wetter demonstrierten ein ökumenischer Zusammenschluss von Organisation für eine Asyl- und Migrationspolitik, die sich an den Menschenrechten orientiert. © MEW/Schlicker

Mit einer Straßenaktion machte am gestrigen Mittwoch, 10. Dezember 2014, ein ökumenischer Zusammenschluss mehrerer Organisationen in Nürnberg auf den Internationalen Tag der Menschenrechte aufmerksam.

„Menschen auf der Flucht“ war die zweistündige Aktion vor der Kirche St. Klara überschrieben, bei der die 1948 verabschiedete UN-Menschenrechtscharta in Bezug auf die heutige Asyl- und Migrationspolitik kritisch hinterfragt wurde. Über die Umsetzung der 30 Artikel umfassenden Charta beziehungsweise deren Scheitern berichteten Flüchtlinge, die in der Metropolregion leben. Ihre Erfahrungsberichte zeigten, dass noch immer ein tiefer Graben zwischen dem Anspruch universell gültiger Menschenrechte und der Wirklichkeit klafft.

„Der Tag der Menschenrechte mahnt uns, in unserem Einsatz für die Durchsetzung der Menschenrechte nicht nachzulassen.“, so Aneth Lwakatare, Menschenrechtsreferentin von Mission EineWelt. „Die Asyl- und Migrationspolitik muss an den Menschenrechten ausgerichtet werden!“

Das Bündnis der Organisationen – darunter Mission EineWelt, Brot für die Welt, pax christi und dem Nürnberger Menschenrechtsbüro – machte mit der Aktion auf seine Forderungen aufmerksam. So soll das europäische Asylrecht harmonisiert, die Möglichkeiten zur legalen Einreise Schutzsuchender ausgebaut und eine menschenwürdige Unterbringung und Versorgung der Flüchtlinge gewährleistet werden. Sämtliche Forderungen konnten direkt per Postkarte von den Teilnehmenden der Straßenaktion an Bundeskanzlerin Angela Merkel geschickt werden.

Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung durch Einlagen der Trommelgruppe „AKWABA“. Zum Abschluss fand im Caritas-Pirckheimer-Haus eine Gesprächsrunde zum Thema „Der glücklichste Flüchtling ist jener, der zu Hause bleiben kann“ statt.