„Ihnen sind auf ihrer Reise viele positive, aber auch schwierige Aspekte der Geschichte und Gegenwart von Kirche und Gesellschaft in Deutschland begegnet“, sagte Pfr. Manfred Scheckenbach bei der Verabschiedung einer Gruppe aus der Ost- und Küstendiözese (Daressalam) der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Tansania (ELCT) bei Mission EineWelt in Neuendettelsau. Er beschrieb damit die Erfahrungen und Eindrücke, die eine Gruppe von 16 Pfarrerinnen, Pfarrern und Gemeindegliedern während ihres knapp zweiwöchigen Aufenthaltes in Bayern gemacht hatten.

Als erste Gruppe aus Afrika nahm sie die Möglichkeit wahr, sich im Rahmen eines von Mission EineWelt organisierten Programms mit den Aufbrüchen der Reformationszeit bis hin zu der gegenwärtigen Arbeit der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (ELKB) auseinanderzusetzen. Vorträge und Führungen halfen ihnen das, was sie sahen, nicht nur als geschichtliche Ereignisse der Vergangenheit zu verstehen, sondern auf die Bedeutung für ihr eigenes Leben und Glauben als lutherische Christen in Tansania zu durchdenken.

Sehr eindrücklich war für viele Teilnehmende die Auseinandersetzung mit der Zeit des Nationalsozialismus im Nürnberger Dokumentationszentrum auf dem Reichsparteitagsgelände und im ehemaligen KZ Flossenbürg, in dem Pfarrer Dr. Dietrich Bonhoeffer hingerichtet wurde.