Schafft Recht und Gerechtigkeit

Jer 22,3

Heute vor sieben Jahren stürzte die achtstöckige Textil-Fabrik Rana Plaza ein. 1.136 Menschen starben, über 2.000 wurden verletzt. Schon am Tag vor dem Unglück wurden Risse in dem Gebäude entdeckt, viele Menschen wurden jedoch gezwungen, ihre Arbeit fortzusetzen. Sie hatten hauptsächlich Kleidung für den Export produziert, unter anderem für europäische Modefirmen wie Primark, Benetton, Mango, C&A, und auch für deutsche Unternehmen wie KiK oder Adler beziehungsweise deren Zuliefer/innen.

Viele Menschen verloren ihr Leben. Tausende Familien standen plötzlich vor dem wirtschaftlichen Abgrund, da die verunglückten Näher/innen oft Alleinverdiener/innen waren. Rana Plaza wurde zum Synonym für alles, was in der Bekleidungsindustrie nicht stimmte: Gier, Hungerlöhne, die Ausgliederung von Produktion und Problemen und immer schnellere Zyklen der Mode, die im Endeffekt alle fertigmachten.

Wir möchten heute der Opfer gedenken und die Erinnerung als Mahnung ansehen, dass wir uns dafür einsetzen, dass sich die Rahmenbedingungen verändern. Dazu gehört ein Lieferkettengesetz, wie es von einem breiten Bündnis der Zivilgesellschaft in Deutschland und weltweit gefordert wird. Unternehmen müssen zur Einhaltung von sozialen, ökologischen und sicherheitsrechtlichen Standards entlang ihrer Lieferketten gesetzlich verpflichtet werden. Weitere Informationen: www.lieferkettengesetz.de

Andacht: Gisela Voltz, Referat Entwicklung und Politik, Mission EineWelt

Illustration: Daniela Denk, Öffentlichkeitsarbeit, Mission EineWelt

 

Create Right and Justice

Jer 22,3

Today seven years ago, the eight-story textile factory Rana Plaza collapsed. 1,136 people died and over 2,000 were injured. The day before the accident, cracks were discovered in the building, but many people were forced to continue their work. They had mainly produced clothing for export, among others for European fashion companies such as Primark, Benetton, Mango, C&A and also German companies such as KiK or Adler or their suppliers.

Not only did many people lose their lives; thousands of families suddenly faced the economic abyss, as the accidental seamstresses were often the sole earners. Rana Plaza became synonymous with everything that was not right in the clothing industry: greed, starvation wages, the outsourcing of production and problems, and ever faster cycles of fashion that ended up defeating everyone.

Today, we would like to commemorate the victims and view the memory as a reminder that we are committed to changing the framework conditions. This includes the Supply Chain Act, as demanded by a broad alliance of civil society in Germany and worldwide. Companies must be legally obliged to comply with social, environmental and security standards along their supply chains. For more information: www. lieferkettengesetz. de

Prayer: Gisela Voltz

Illustration: Daniela Denk