Illustration: Daniela Denk

Illustration: Daniela Denk

Das Kirchenjahr ist für viele Christ/innen ein wichtiger Ankerpunkt ihres Glaubens. Die immer wiederkehrenden Feste bieten Halt und immer wieder neue Vergewisserung. Sich erinnern an all das, was Gott für uns getan hat an Weihnachten, Ostern, Himmelfahrt und Pfingsten ist wichtig. Es ist gut und stärkend, sich dessen immer wieder neu zu vergewissern und es für den eigenen Glauben fruchtbar zu machen. Doch wäre es fatal, wenn wir uns dabei immer nur im Kreis drehen, im Jahreskreis praktisch, und nach jedem Fest denken würden: „Ach, schön war’s wieder“.

Gerade liegt Pfingsten hinter uns, das Fest der Ausgießung des Heiligen Geistes. Pfingsten, das Fest des Neuaufbruchs, Pfingsten, die Abbiegespur aus dem alten Trott, aus dem ewigen Kreislauf. Oder auch: Pfingsten, die Treppe auf eine neue Ebene. Wir Menschen brauchen ja eigentlich beides. Zum einen die Erinnerung, die Besinnung auf das, was Gott für uns getan hat, auf das, was uns hält und trägt. Zum anderen brauchen wir auch immer wieder einen neuen Anstoß, neue Begeisterung für unseren Glauben, damit er nicht erstarrt oder sich nur im Kreis dreht. Wir brauchen die Verinnerlichung, aber genauso auch den Blick nach außen, hinein in die Welt, auf die Menschen, die uns vielleicht brauchen.

Es ist heute wie damals. Pfingsten ist Aufbruch. Gott gibt uns seinen Geist und befähigt uns zu neuem Sehen und Wahrnehmen, wo er uns gebrauchen will.

Herr, unser Gott, wir danken Dir, für alles, was du für uns getan hast und noch tust. Du hast uns diese Welt geschenkt, bist in Jesus Mensch geworden, hast für uns gelitten, bist für uns durch den Tod gegangen, damit wir befreit leben können. Du stößt uns immer wieder an durch Deinen Geist, öffnest uns neue Blickwinkel auf Deine Welt und unsere Mitmenschen, begeisterst und stärkst uns immer wieder für neue Aufgaben. Danke, Gott, für das alles!

 

Günter Fischer, Tagungsstätte, Mission EineWelt

Illustration: Daniela Denk, Öffentlichkeitsarbeit, Mission EineWelt

 

For many Christians the church year is an important anchor point of their faith. The recurring celebrations offer support and ever new assurances. It is important to remember all that God has done for us at Christmas, Easter, Ascension Day and Pentecost. It is good and strengthening to reassure oneself again and again and to make Gods deeds fruitful for one’s own faith. However, it would be fatal if we were to go around in circles, practically every year and after every feast, thinking: “Oh, it was nice again”.

Pentecost is just behind us, the feast of the outpouring of the Holy Spirit. Pentecost, the feast of new beginnings, Pentecost, the turning track out of the old rut, out of the eternal cycle. Or also: Pentecost, the stairway to a new level. We humans actually need both. On the one hand, the memory, the reflection on what God has done for us, on what holds us and bears us. On the other hand, we also need a new impulse, new enthusiasm for our faith, so that it does not freeze or just goes round in circles. We need to internalize, but also to look outwards, into the world, to the people who may need us.

It is today as it was then. Pentecost is a new beginning. God gives us His Spirit and enables us to see and perceive anew where He wants to use us.

Lord, our God, we thank You for all that You have done and are still doing for us. You gave us this world, became man in Jesus, suffered for us, went through death for us, so that we can live free. You push us again and again through Your Spirit, open us new perspectives on Your world and our fellow men, inspire and strengthen us again and again for new tasks. Thank you, God, for all this!

 

Prayer: Günter Fischer

Illustration: Daniela Denk

Illustration: Daniela Denk

Illustration: Daniela Denk

 

Illustration: Daniela Denk

Illustration: Daniela Denk

Illustration: Daniela Denk

Illustration: Daniela Denk

Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Dieser oft gesprochene Satz aus dem Vaterunser ist vielleicht auch der für uns Menschen schwierigste. Gott vergibt uns. Doch er möchte zugleich, dass wir uns darauf nicht ausruhen, sondern dass auch wir denen vergeben, die an uns schuldig geworden sind.

Doch was ist Vergebung für mich? Kann ich das überhaupt? Was bin ich bereit zu vergeben? Wo hört Vergebung für mich auf, wo komme ich an meine Grenzen? Wem müsste ich, wem möchte ich vergeben? Wo kann nur noch Gott allein vergeben?

Gott vergibt uns Menschen einfach so, ohne Bedingungen, ohne Wenn und Aber, aus Liebe heraus. Wie eine Mutter ihren Kindern ihre kleinen Fehler und Streiche vergibt. Dabei geht durch unsere Schuld viel mehr zu Bruch als nur ein Teller, eine Fensterscheibe oder ähnliches. Wir werden schuldig an unseren Mitmenschen und an der Schöpfung. Beziehungen reißen ab und Schaden entsteht, weil wir unbedingt unseren Willen durchsetzen wollen. Und dennoch kann Gott das Getrennte wieder zusammenführen und heilen. In seine Hände legen wir das Vertrauen, dass er die Dinge wieder richten kann, die wir beschädigt oder zerstört haben.

Und so dürfen wir beim Beten der Worte „und vergib uns unsere Schuld“ einen neuen Weg suchen und finden, in der Freiheit der Kinder Gottes zu leben. In dieser Überzeugung können wir befreit auf unserem Weg gehen und anderen mit aufrechtem Gang und klarem Blick begegnen. Und ihnen unsererseits vergeben.

 

Andacht: Sara Dippold, Studierende Religionspädagogik und Kirchliche Bildungsarbeit im Praktischen Studienjahr, Praktikantin im Referat EP von Mission EineWelt

Illustration: Daniela Denk, Öffentlichkeitsarbeit, Mission EineWelt

 

 

Forgive us our trespasses as we forgive them that trespass against us.

This often spoken sentence from the Lord’s Prayer is perhaps the most difficult one for us humans. God forgives us. But at the same time he wants us not to rest on it but also to forgive those who are guilty of us.

But what is forgiveness for me? Can I do that at all? What am I willing to forgive? Where does forgiveness end for me, where do I reach my limits? Who would I have to forgive and whom should I forgive? Where can only God forgive?

God forgives us humans just like that, without conditions, without ifs and buts, out of love. How a mother forgives the little mistakes and pranks on her children. Our fault means that much more is broken than just a plate, for example. We become guilty of our fellow human beings and of creation. Relationships break off and damage occurs because we absolutely want to enforce our will. And yet God can bring that which has been separated back together and heal it. We place his trust in his hands that he can fix things that we have damaged or destroyed.

And so when we pray the words „and forgive ourselves our guilt“ we can search and find a new way to live in the freedom of the children of God. With this conviction, we can walk freely on our path and meet others with an upright gait and a clear view. And forgive them on our part.

 

Prayer: Sara Dippold

Illustration: Daniela Denk

Illustration: Daniela Denk

Illustration: Daniela Denk

Der Herr wird’s vollenden um meinetwillen.

Psalm 138,8

 

Meine Mutter konnte ich früher damit zur Weißglut bringen: Wenn sie – Immer hinter mir her – das permanent entstehende Chaos in meinem Kinderzimmer aufräumen zu müssen meinte. Und wenn sie mich heute besucht: Sofort beschleicht mich wieder das Gefühl, das schlechte Gewissen: Das Haus ist nicht sauber und aufgeräumt genug.

Von unserem Leben insgesamt kennen wir das auch: Wir wünschen uns, dass es aufgeräumt und geordnet wäre, irgendwie perfekt und rund. Aber auch das schaffen wir nicht. Irgendwas geht immer schief, irgendwas wirft uns immer aus der Bahn, und fertig werden wir nie.

Gut zu wissen, dass das nicht schlimm ist. Unsere Lebensentwürfe dürfen unrund und fragmentarisch bleiben. Einer räumt hinter uns her und wird einmal alles vollenden.

Wir dürfen uns ohne schlechtes Gewissen auf das konzentrieren, was wir heute schaffen – auch wenn es wieder nur Stückwerk bleibt. Aus Bruchstücken schafft Gott vielleicht seine schönsten Mosaike.

 

Andacht: Klaus Dotzer, Referat Afrika, Mission EineWelt

Illustration: Daniela Denk, Öffentlichkeitsarbeit, Mission EineWelt

 

 

The LORD will perfect that which concerneth me.

Psalm 138, 8 (King James Version)

 

This made my mother furious: Always tidying up after me the mess in my old children’s room. Even today, decades later, an uneasiness is creaping into my conscience during her visits: The house is not clean and tidy enough.

We also know that from our life in general: We wish that everything is fine and orderly, somehow perfect. But it‘s not. Something always goes wrong, something throws us off track, we lag behind.

Good to know that that‘s okay. Our life may remain broken and fragmented. Somebody else will tidy up after us and perfect that which concerns us.

There is no need for uneasiness in our conscience – we focus on what we are able do today, even if it will remain imperfect. God can create masterpieces out of our imperfection.

 

Prayer: Klaus Dotzer

Illustration: Daniela Denk

Illustration: Daniela Denk

Illustration: Daniela Denk

Illustration: Daniela Denk

Illustration: Daniela Denk

Illustration: Daniela Denk

Illustration: Daniela Denk

Jetzt, Ende Mai, geht meine Zeit bei Mission EineWelt zu ende. Ich bin dankbar dafür, dass ich sechs Jahre lang an sehr spannenden Themen und in all der Partnerschaftsarbeit mitarbeiten konnte. Herzlichen Dank Euch allen für alle gute kollegiale Zusammenarbeit, im Referat Mission Interkulturell wie auch mit allen im Haus! Am Pfingstmontag, am 1.Juni, beginnt schon mein neuer Verantwortungsbereich: Aussiedlerseelsorge im Prodekanat Nürnberg-Ost (50 Prozent – mit der anderen halben Stelle bin ich weiterhin in der Kirchengemeinde Röthenbach an der Pegnitz).

Am Pfingstmontag werden im Gottesdienst die letzten Verse von Psalm 118 gebetet (V.24-29). Meine dankbaren Erinnerungen an die gemeinsame Zeit kann ich mit diesen Worten gut ausdrücken: „Du bist mein Gott, und ich danke dir.“ Aber im Psalm 118 werden auch schwere Erfahrungen ausgedrückt, gerade so wie die Psalmen grundsätzlich als „Gotteslob in den Nächten“ charakterisiert werden (Erich Zenger).

In der Arbeit mit Russlanddeutschen wird ihre besondere, dramatische Geschichte immer wieder eine Rolle spielen. Mit Worten von Psalm 118 kann man dem Ausdruck verleihen:

„In der Angst rief ich den Herrn an … Es ist gut, auf den Herrn vertrauen und nicht sich verlassen auf Menschen… Alle Völker umgeben mich… Man stößt mich, dass ich fallen soll, aber der Herr hilft mir…“ (V.5-13). Opfer der Willkür von Regierungen und Folterknechten; Spielball inmitten des Kampfes von Völkern und Großmächten; herumgestoßen von staatlichen Bürokratien – dort wie hier.

Angesichts dessen ist Integration ein schwieriger Prozess, der lange dauert und viel Arbeit und Geduld erfordert. Hilfreich finde ich die Vision, die Ati und Markus Hildebrandt-Rambe (jetzt „Fachstelle Interkulturell Evangelisch in Bayern“) entwickelt haben: dass unsere Kirche offen ist, eine „einladende Weggemeinschaft von Glaubensgeschwistern unterschiedlicher Sprache und Herkunft“ zu werden.

Pfingsten bedeutet hier für mich eine große Hoffnung: Integration ist möglich. Es ist möglich, eine größere Gemeinschaft zu leben, eine Gemeinschaft, die Menschen mit unterschiedlichen Lebenswegen, Erfahrungen und Erlebnissen, zusammenführt und integriert.

Meinen Einführungsottesdienst, mitsamt weiteren Gedanken von mir zu Psalm 118, könnt Ihr ab Pfingstmontag auf der Webseite der Niemöller-Kirchengemeinde in Nürnberg-Langwasser sehen.

Habt herzlichen Dank für alle freundlichen Grüße auf der digitalen Wand! Ich freue mich darauf, wenn sich zukünftig Begegnungen oder auch fachliche Zusammenarbeit miteinander ergeben. Euch alles Gute, Gottes Segen!

 

Andacht: Alexander Mielke, bis 31. Mai 2020 im Referat Mission Interkulturell bei Mission EineWelt

Illustration: Daniela Denk, Öffentlichkeitsarbeit, Mission EineWelt

 

 

On May 31, my 6-years-term at Mission EineWelt ends. On June 1, I will be beginning with another kind of work: „Aussiedlerseelsorge“ in Nuremberg. This means pastoral care for migrants from Russia who have German roots. In connection with Gorbachev`s „Perestroika“, some 2.5 million came to Germany. In Bavaria, Nuremberg has been an important place of settlement for many. June 1, this is Pentecost Monday. At this time, we will be praying verses of Psalm 118 in our worship. Erich Zenger, a professor for the Old Testament (which we call „The Hebrew Bible“ nowadays), has characterized the psalms as „praise of God in the nights of our life“. Therefore we find thankfulness in this Biblical prayer: „you are my God, and I will give thanks to you“ (verse 28). But we also learn of danger and enmity, e.g. verse 10 and 13: „all nations surrounded me … I was pushed hard so that I was falling.“ This way, the psalm expresses experiences of persecution, torture and deportation. These traumatical experiences are one reason why integration is a very big task. But I am certain, Pentecost is hope and vision of a greater community. Thanks so much for all good cooperation, may God bless you all!

 

Prayer: Alexander Mielke

Illustration: Daniela Denk

Illustration: Daniela Denk

Illustration: Daniela Denk

Ich bin ein bekennender Fan des klassischen Sonntagmorgengottesdiensts. Für eine knapp 30 Jahre alte evangelische Christin aus dem Ballungsraum Nürnberg ist das ein doch eher ungewöhnliches Statement. Und auch wenn ich nicht jeden Sonntagmorgen in der Kirche zu finden bin, war ich am vergangenen Sonntag Rogate aus ganzem Herzen froh und auch erleichtert, wieder in den Gottesdienst, wieder „in die Kirche“, wie man bei mir daheim sagt, gehen zu dürfen. Zum zweiten Gottesdienst „während Corona“.

Und besonders am Schluss, am Ende des Gottesdienstes, habe ich gemerkt, wie sehr ich mich immer über den Schlusssegen freue und wie dankbar ich bin über diesen Zuspruch:

Der HERR segne dich und behüte dich; der HERR lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig; der HERR hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.

Num 6,24-26

Diese Worte des „aaronitischen Segens“ wurden einst von Martin Luther als Schlusssegen an das Ende des Gottesdienstes gestellt und stellen seitdem ein bedeutendes Charakteristikum des evangelischen Gottesdienstes dar. Und bereits im Alten Testament fordert Gott selbst die Priester auf, das Volk Israel mit eben diesen Worten zu segnen!

Auffällig ist dabei die persönliche Anrede Gottes, der direkt und unmittelbar zu jedem einzelnen Menschen spricht. Gott wendet sich uns Menschen zu, er schützt und bewahrt uns; er zeigt uns seine Gnade und spricht uns andauernde Vergebung zu. Und Gott schenkt uns Frieden – könnte es ein schöneres Geschenk geben?

Mir schenkt der Segen am Ende des Gottesdienstes jedenfalls Kraft und Mut, in die neue Woche zu gehen, weil ich weiß, dass da einer ist, der mit mir geht und mich behütet.

 

Sara Dippold, Studierende Religionspädagogik und Kirchliche Bildungsarbeit im Praktischen Studienjahr, Praktikantin im Referat EP bei Mission EineWelt

Illustration: Daniela Denk, Öffentlichkeitsarbeit, Mission EineWelt

 

 

I am an avowed fan of the classic Sunday morning service. A rather unusual statement for a nearly 30-year-old Evangelical Christian from the Nuremberg metropolitan area. And even though I am not to be found in church every Sunday morning, last Sunday Rogate I was wholeheartedly happy and also relieved to be allowed to visit the service. The second service “during Corona“. And especially at the end of the service, I noticed how much I am always happy about the final blessing and how grateful I am about this encouragement:

The LORD bless you and keep you; the LORD make his face shine upon you and be gracious to you; the LORD turn his face toward you and give you peace.

Num 6,24-26

These words of the „Aaronic Blessing“ were once put by Martin Luther as a final blessing at the end of the service and have been an important characteristic of the Protestant service since then. And even in the Old Testament God himself asks the priests to bless the people of Israel with precisely these words!

The personal address of God who speaks directly and immediately to each individual person is striking. God turns to us, he protects and prevents us from the evil; he shows us his grace and gives us ongoing forgiveness. And God gives us peace – could there be a better gift?

The blessing at the end of the service gives me strength and courage to go into the new week because I know that there is someone who walks with me and protects me.

 

Prayer: Sara Dippold

Illustration: Daniela Denk

Illustration: Daniela Denk

Illustration: Daniela Denk

Der Gerechte erkennt die Sache der Armen.

Sprüche 29,7

In unserer Kultur nennen wir einen Menschen, dem wir höchste Anerkennung zollen, selten „einen Gerechten“ oder „eine Gerechte“. Wir sagen dann lieber „ein wundervoller Mensch“. Oder „eine herausragende Persönlichkeit“. Oder „ein Vorbild im Glauben“. Oder ganz schlicht „ein guter Mensch“.

All das, aber auch noch viel mehr, umfasst der Begriff des oder der „Gerechten“ im jüdischen Glauben. Wer je die Gelegenheit hatte, durch die „Allee der Gerechten unter den Völkern“ in der Holocaust Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem zu wandeln, wird sich nie mehr der Tiefe, Ehrfurcht und Dankbarkeit entziehen können, die das jüdische Volk mit diesem Begriff verbindet.

In seiner gesungenen Hommage an den ersten schwarzen Präsidenten Südafrikas vereint der bayerische Liedermacher Werner Schmidbauer beide Traditionen: „Danke, Mandela! Du warst für uns einer der Guten, einer der Gerechten.“

Wir bei Mission EineWelt werden nicht Nelson Mandela sein können. Und wohl auch nicht unsere letzte Ruhestätte im Garten der Gerechten unter den Völkern von Yad Vashem finden.

Aber die Sache der Armen erkennen – das wollen wir in der Nachfolge Jesu auch.

Dafür segne uns Gott diesen Tag.

 

Andacht: Klaus Dotzer, Referat Afrika, Mission EineWelt

Illustration: Daniela Denk, Öffentlichkeitsarbeit, Mission EineWelt

 

 

The righteous considereth the cause of the poor.

Proverbs 29,7 (King James Version)

In our culture, we rarely call a person whom we hold in highest esteem „a righteous man“ or „a righteous woman“. We prefer to say „a wonderful person“. Or „a great personality.“ Or „a model of faith“. Or quite simply „a good man/woman“.

All this, and much more, is covered by the word „righteous“ in the Jewish faith. Anyone who has ever had the opportunity to walk through the „Garden of the Righteous among the Nations“ at the Yad Vashem Holocaust Memorial in Jerusalem will never again be able to escape the depth, awe and gratitude that the Jewish people associate with this word.

In his sung homage to South Africa’s first black president, the Bavarian singer-songwriter Werner Schmidbauer combines both traditions: „Thank you, Mandela! You were one of the good men, one of the righteous.“

We at MEW will not be able to be Nelson Mandela. Nor will we find our final resting place in the Garden of the Righteous among the Nations in Yad Vashem.

But to consider the cause of the poor – that is what we want to do as well, as Jesus‘ followers.

For this we ask God to bless our day.

 

Prayer: Klaus Dotzer

Illustration: Daniela Denk