Der Herr wird mich erlösen von allem Übel und mich retten in sein himmlisches Reich.                                2.Timotheus 4,18

Es ist eine Frage des Zeitraums, wie lange Hoffnung vorhält in Zeiten der Isolation. Wie stark ist das, was mich trägt, in Zeiten der Prüfung. Was mache ich, wenn es unmöglich ist, denen zu begegnen, die mir wahrhaftig unter die Arme greifen, wenn ich Stütze brauche und wenn sich Begegnung auf die elektronische Kommunikation beschränkt.

Es ist eine Frage des Glaubens, woher ich die Kraft nehme in Zeiten der Isolation. Wie stark ist Er, der mich zu tragen versteht, egal in welcher Situation in meinem Leben. Der Herr wird mich erlösen von allem Übel und mich retten in sein himmlisches Reich. So steht es im Timotheusbrief.

Diese Hoffnung dürfen wir auch als Stütze nutzen. Sie trägt und sie hat ein Gesicht im Alltag – auch heute. All die Freundinnen und Freunde, die sich aufmachen, um Einkäufe zu erledigen, die sich erkundigen, wie es so geht, die Nähe zeigen auch aus der Entfernung, einfach da sind. Gesichter der Hoffnung, die wir uns auch in dieser Zeit bewahren sollten.

Bleiben Sie hoffnungsvoll.

 

Herr, ich danke dir

für alle Zeichen der Hoffnung,

für all die Menschen, die Nähe zeigen auch in Zeiten der Distanz,

für all diejenigen, die in diesen Tagen und Wochen aufopferungsvoll ihren Dienst tun.

Sei mit ihnen und mit uns mit deiner Kraft der Hoffnung. Amen.

 

Andacht: Helge Neuschwander-Lutz, Leiter des Erlanger Verlags für Mission und Ökumene

Illustration: Daniela Denk, Öffentlichkeitsarbeit, Mission EineWelt