Illustration: Daniela Denk

Illustration: Daniela Denk

 

Ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der Herr: Gedanken des Friedens und nicht des Leides, dass ich euch gebe Zukunft und Hoffnung. Jer. 29,11

 

„Die Zukunft war früher auch besser“ – auch so ein Satz des kürzlich schon in einer anderen Andacht zitierten Komikers Karl Valentin. Im Moment würden viele Menschen diesen Satz vielleicht gar nicht so abwegig finden. Die oft geäußerte Aussage „Ich will meine schöne Normalität wieder haben“ ist im Grunde ein wehmütiger Blick zurück. Der Blick nach vorne ist gerade wenig attraktiv, die nächsten Wochen und Monate werden weiter ein Hauptthema haben: Corona mit allen Einschränkungen und Bedrohungen, die es für unser Leben bringt. Das verunsichert und stellt alle persönlichen und beruflichen Pläne in Frage.

Mir kam im Lockdown wieder der alte Ratschlag aus dem Jakobusbrief in den Sinn (Jak. 4,15). Jakobus rät, nicht hochfliegende Pläne zu schmieden, denn prinzipiell, ob mit oder ohne Corona, ist die Zukunft eher schwer vorhersehbar und so oder so wissen wir nicht, was sie uns bringen wird: „Dafür sollt ihr sagen: So der Herr will und wir leben, wollen wir dies oder das tun“. In Rückbindung an Gott können wir getrost Pläne für die Zukunft machen. Wir sollten nicht meinen, wir müssen nur alles in Gottes Hand und unsere Hände in den Schoß legen, dann wird das schon. Wir dürfen ruhig als selbstverantwortliche Menschen unsere Zukunft vorausdenken, aber eben als Menschen, die sich nicht selbst in den Mittelpunkt stellen, sondern als Menschen, deren Lebensmitte und Rückhalt Gott ist, der Gott, der schon vor über 2600 Jahren durch den Propheten Jeremia ausrichten ließ: „Ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der Herr: Gedanken des Friedens und nicht des Leides, dass ich euch gebe Zukunft und Hoffnung.“

 

Andacht: Günter Fischer, Tagungsstätte, Mission EineWelt

Illustration: Daniela Denk, Öffentlichkeitsarbeit, Mission EineWelt

 

 

I know well the thoughts that I have toward you, saith the LORD; thoughts of peace, and not of sorrow; that I may give you a future and a hope. Jer. 29:11

 

„The future was better in the past“ – another sentence by the recently in another prayer quoted comedian Karl Valentin. At the moment, many people might not find this sentence so absurd. The often uttered statement „I want my beautiful normality back“ is basically a wistful look back. Looking forward is not very attractive right now, the next weeks and months will continue to have one main theme: Corona with all the restrictions and threats it brings to our lives. This is unsettling and calls all personal and professional plans into question.

The old advice from the letter of James came to my mind again in the lock down (Jam. 4:15). James advises not to make lofty plans, because in principle, with or without Corona, the future is rather difficult to predict and either way we do not know what it will bring us. „For this you shall say, if the Lord will and we live, we will do this or that“. In recommitment to God, we can confidently make plans for the future. We should not think that we just have to put everything in God’s hands and put our hands in our laps and everything will work out. We are allowed to think ahead about our future as self-responsible people, but as people who do not put themselves at the centre, but as people whose life’s centre and support is God, the God who, more than 2600 years ago, sent word through the prophet Jeremiah: „I know well the thoughts that I have toward you, saith the LORD: thoughts of peace, and not of sorrow, that I may give you a future and hope.

 

Prayer: Günter Fischer

Illustration: Daniela Denk