An Handys klebt Blut. Entlang der Produktion von Smartphones ist die Einhaltung von Arbeits- und Menschenrechten ein rares Gut. Im Hype um die rechteckig-praktischen Allesmögliche-Könner wird das allzu gerne vergessen. Doch die rigorose Ausbeutung von Menschen in den Ländern mit für die Handyproduktion notwendigen Rohstoffvorkommen, einhergehend mit der Förderung von Totalitarismus und Korruption, fördert die Entstehung globaler Konfliktlagen, die auch die nicht mehr ignorieren können und dürfen, denen Arbeits- und Menschenrechte nicht so wichtig sind.

Mission EineWelt lädt in Kooperation mit der Katholischen Akademie, Caritas-Pirckheimer-Haus, am 20. Juni 2018, dem Weltflüchtlingstag, um 19.30 Uhr zu einer Fachdiskussion ins CPH unter dem Titel „Rohstoffe: Menschenrechte, Märkte und Mobiltelefone“ ein. Der Menschenrechtsexperte Dr. Claude Kabemba, Direktor der Southern Africa Resource Watch, wird mit MdB Gabriela Heinrich (SPD, Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe), MdB Uwe Kekeritz (Bündnis90/Die Grünen, Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) sowie Manfred Eschenbacher (Telekom Deutschland GmbH, Endgerätemanagement & SCM) zu folgenden Fragen diskutieren: Wer trägt welche Verantwortung bei Menschenrechtsverletzungen in der Wertschöpfungskette von Mobiltelefonen? Welche Herausforderungen stehen an? Was kann und muss sich ändern?

Info:

https://mission-einewelt.de/wp-content/uploads/2018/05/Infoblatt_Fachdiskussion_Rohstoffe.pdf