Illustration: Daniela Denk

Illustration: Daniela Denk

 

Jesu TOP 5 Trostworte für diese Lockdown-Zeiten:

 

  1. Ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende. Mt.28,20
  2. Ihr habt nun Traurigkeit; aber ich will euch wiedersehen und euer Herz soll sich freuen! Joh 16,22
  3. Himmel und Erde werden vergehen; meine Worte aber werden nicht vergehen. Mk 13,31
  4. Selig sind, die da Leid tragen; denn sie sollen getröstet werden. Mt 5,4
  5. Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht. Joh 14,27

 

Andacht: Jakob Holland und Paula Klein, im FSJ bei Mission EineWelt

Illustration: Daniela Denk, Öffentlichkeitsarbeit, Mission EineWelt

 

 

Jesus’ TOP 5 comfort words for those lockdown times:

 

  1. Teaching them to keep all the rules which I have given you and see, I am ever with you, even to the end of the world. Matthew 28,20
  2. So you have sorrow now: but I will see you again, and your hearts will be glad, and no one will take away your joy. John 16,22
  3. Heaven and earth will come to an end, but my words will not come to an end. Mark 13,31
  4. Happy are those who are sad: for they will be comforted. Matthew 5,4
  5. May peace be with you, my peace I give to you, I give it not as the world gives. Let not your heart be troubled, let it be without fear. John 14,27

 

Prayer: Jakob Holland, Paula Klein

Illustration: Daniela Denk

Wir können’s ja nicht lassen, von dem zu reden, was wir gesehen und gehört haben. Apg 4,20

 

Petrus und Johannes widersetzen sich dem Hohen Rat, der ihnen verbieten möchte, im Namen Jesu zu sprechen oder zu handeln. Es interessiert sie offenbar nicht besonders, was dieser Rat zu sagen hat. Dahinter steht die Frage: Wem gehorchen wir mehr, den Menschen oder Gott? Diese Frage ist nicht leicht zu beantworten. Was motiviert uns zu unseren Handlungen? In welchem Umfeld bewegen wir uns? Was ist letztlich ausschlaggebend für das, wofür wir uns entscheiden? Können wir überhaupt „gehorchen“? Diese weiteren Fragen ergeben sich, wenn man nach einer Antwort sucht. Sie können hier nicht abschließend geklärt werden. Für Petrus und Johannes ist an dieser Stelle die Haltung des Glaubens entscheidend: Aus ihr heraus entwickeln sie die Motivation für ihre Handlungen. Sie ist maßgeblich dafür, wie sie ihrem Umfeld gegenübertreten und Entscheidungen treffen. An ihr richtet sich das „gehorchen“ aus. Ihr Glaube ist insofern die Ermöglichung und Bedingung ihrer Existenz, dass sie die Welt nicht anders als durch seine Brille sehen können. Deshalb können sie es nicht lassen, von dem zu reden, was sie gesehen und gehört haben.

 

Andacht: Eva Dorer

Illustration: Daniela Denk

 

 

As for us, we cannot help speaking about what we have seen and heard. Acts 4:20

 

Peter and John oppose the high council that wants to forbid them to speak or act in the name of Jesus. They are obviously not particularly interested in what this council has to say. Behind this is the question: Who do we obey more, men or God? This is not an easy question to answer. What motivates our actions? What is the environment in which we operate? What is ultimately decisive for what we decide to do? Can we „obey“ at all? These further questions arise when one searches for an answer. They cannot be conclusively answered here. For Peter and John, the attitude of faith is decisive at this point: from it they develop the motivation for their actions. It is decisive for how they face their environment and make decisions. Their „obeying“ is directed by it. Their faith is the enabling and condition of their existence insofar as they cannot see the world other than through its glasses. Therefore, they cannot help speaking about what they have seen and heard.

 

Prayer: Eva Dorer

Illustration: Daniela Denk

Illustration: Daniela Denk

Illustration: Daniela Denk

 

Du bist mein Gott von meiner Mutter Schoß an. Psalm 22,11

 

Mit flehenden Augen und ausgestreckten Armen steht mein Kind vor mir.

„Darf ich auf deinen Schoß sitzen?“

Oder mein Kind steht vielleicht tränenüberströmt und traurig vor mir und kann nur noch mit körperlicher Nähe und Wärme getröstet werden.

„Komm auf meinen Schoß!“

Wer Kinder hat, kennt solche Szenen gut.

Und was passiert, wenn die kindlichen Bedürfnisse nach Trost, nach Nähe und Wärme gestillt werden? Wenn sie hochgehoben werden auf den Schoß der Mama, des Vaters der Oma oder des Opas?

Meistens kehrt Ruhe ein.

Der Psalmbeter skizziert ein starkes Bild von Gott, von dem er absolut überzeugt ist.

Schoß meint, wo neues Leben beginnt.

Im biologischen Sinn wie auch bei meinem Kind, das nach einer Weile wieder Mut zum Spielen spürt.

Diese alten Psalmworte ermutigen, sich in allen Situationen auf Gottes Schoß zu flüchten.

Vom Ursprung meines Lebens an ist Gott für mich da!

Gott sei Dank!

 

Andacht: Elfriede Hauenstein, Ausstellung einBlick, Mission EineWelt

Illustration: Daniela Denk, Öffentlichkeitsarbeit, Mission EineWelt

 

 

From my mother’s womb you have been my God. Psalm 22:11

 

My child stands before me with pleading eyes and arms outstretched.

“May I sit on your womb?”

Or maybe my child is standing in front of me sad and tearful and can only be comforted with physical closeness and warmth. “Come on my womb!”

Who has children knows such scenes too well.

And what happens when children’s needs for consolation, for closeness and warmth are covered? When they are lifted up to the womb of their mother, father grandmother or grandfather?

It is mostly quiet.

The psalmist paints a powerful image of God of which he is absolutely convinced.

Womb means where new life starts.

In a biological sense, as with my child, who after a while feels the courage to play again.

These old psalm words encourage me to flee on God’s womb in all situations .

From the beginning of my life god has been there for me!

Thank God!

 

Prayer: Elfriede Hauenstein

Illustration: Daniela Denk

Translation: Alexandra Nießlein

Illustration: Daniela Denk

Illustration: Daniela Denk

 

Übt Gastfreundschaft. Römer 12,13

 

„Mgeni ni baraka.“ So lautet eines der bekanntesten Swahili-Sprichwörter: „Ein Gast ist ein Segen.“

Wer einmal afrikanische Gastfreundschaft erfahren hat, wird sie nie vergessen. Diese gelebte Alltagshaltung, dass ein Gast per se gutes Neues mitbringt und die eigene Welt weitet; dass ein Gast, auch ein fremder Gast, zu einem neuen Freund beziehungsweise einer neuen Freundin und einem Segen werden kann; dass mit einem Gast im Grunde ein Bote Gottes oder gar Jesus und Gott selbst zu Besuch kommen …

… wer solch überwältigende biblische afrikanische Gastfreundlichkeit nie erlebt hat, weiß gar nicht, wie armselig unsere wohltemperierte und sorgfältig gepflegte deutsche Gastfreundlichkeit dagegen manchmal wirken kann.

Wen könnten wir mal wieder einladen, einfach um zu üben …?

 

Andacht: Klaus Dotzer, Referat Afrika, Mission EineWelt

Illustration: Daniela Denk, Öffentlichkeitsarbeit, Mission EineWelt

 

 

Practice hospitality. Romans 12:13 (English Standard Version)

 

„Mgeni ni baraka.“ So goes one of the best-known Swahili proverbs. „A guest is a blessing.“

Anyone who has experienced African hospitality will never forget it. This great attitude that a guest per se brings goodness and expands one’s own world; that a guest, even a foreigner, can become a new friend and a blessing; that a guest basically might be a messenger of God; that with a guest even Jesus and God themselves come to visit …

… those who have never experienced such overwhelming biblical African hospitality do not know how poor our well-tempered and carefully cultivated German hospitality can sometimes seem in comparison.

Whom could we invite next, simply to practice …?

 

Prayer: Klaus Dotzer

Illustration: Daniela Denk

Illustration: Daniela Denk

Illustration: Daniela Denk

 

Wenn ich auch im Finstern sitze, so ist doch der HERR mein Licht. Micha 7,8

Ihr alle seid Kinder des Lichtes und Kinder des Tages. 1.Thessalonicher 5,5

 

Jedes Jahr merke ich nicht nur an meinem Kalender, an den längeren Tagen und den wärmeren Temperaturen, dass es Frühling wird, sondern auch weil meine Hündin mich an den ersten sonnigen Tagen des Jahres weckt, damit ich ihr die Balkontür öffne. Sie legt sich dann in ein kleines sonnenbeschienenes Rechteck, das dort nur in den frühen Morgenstunden ist, und sonnt sich. Und wenn ich Tiere – meine Hündin, die Kaninchen meiner Eltern, die Katze meiner Freundin – dabei beobachte, wie sie sich genüsslich in der Sonne ausstrecken, dann bekomme ich richtig Lust darauf, dieses einfache Glück auch zu spüren. Also setze ich mich oft mit meiner Hündin auf den Balkon, manchmal in einer Winterjacke, weil es morgens noch immer frisch ist, und lasse mir die Sonne ins Gesicht scheinen und merke, dass es mir guttut. Medizinisch gesprochen regen Sonnenstrahlen die Produktion von Vitamin D und von Glückshormonen an. Biologisch gesprochen sind Menschen tagaktiv. Wichtiger für mich ist aber, spirituell gesprochen, dass das Licht mein Herz wärmt und meine Seele erleuchtet. Wir alle sind Kinder des Lichts und Kinder des Tages, das merke ich ganz deutlich, wenn ich mir die Zeit für solche Momente nehme und mir von Gottes Licht meinen Tag erhellen lasse.

 

Andacht: Helen Karch, theologische Praktikantin im Referat Partnerschaft und Gemeinde, Mission EineWelt

Illustration: Daniela Denk, Öffentlichkeitsarbeit, Mission EineWelt

 

 

For you are all children of light, children of the day. 1 Thes 5.5

 

Every year several things make me realize that spring is coming: the date on my calendar, the longer days, and the rising temperature, but aside from that, it is my dog, who wakes me early on the first sunny days of the year so that I will open the balcony door for her. She will then lay down in the small area of sunshine that is only there in the early morning, and sunbathe. And, when I look at how pets stretch out with such relish in the sunshine – my dog, my parents’ bunnies, my friend’s cat – then I get a yearning to feel that simple happiness. So I often join my dog on the balcony, sometimes in a winter jacket because it is still cold in the mornings, and I let the sun shine on my face and I can feel that it is good for me. Medically speaking the sunrays lead to the production of vitamin D and happiness hormones. Biologically speaking humans are diurnal. But to me it is more important, that, spiritually speaking, the light warms my heart and illuminates my soul. We are all children of light, children of the day. I feel that clearly, when I take the time to have those moments and when I let God’s light enlighten my day.

 

Prayer: Helen Karch

Illustration: Daniela Denk

Illustration: Daniela Denk

Illustration: Daniela Denk

 

Wie ist es um Ihre Superkräfte bestellt? Haben sie Superkraft (Superman)? Können sie durch Gedanken feste Materie bewegen (Flash)? Ist Ihre Kampfkunst legendär (Wonder Woman)? Wie? – Sie haben keine Superkräfte?

Die strumpfhosengewandeten Superheld*innen der Comics sind ja irgendwie zu stark, zu perfekt, um wahr zu sein. Sie sind Projektionsflächen unserer Sehnsucht nach einer Welt, in der aus dem Nichts Rettung kommt. So wie damals, auf dem Spielplatz, als wir uns ganz stark fühlten, wenn der große Bruder grimmig über unsere Schulter schaute und dem Sandschaufeldieb Respekt einflößte. Nur, wir sind ja nun „schon groß“, Sie und ich. Wir wissen: Das mit den Superkräften des großen Bruders ist auch nicht das Gelbe vom Ei …

… doch: Rettung naht! Superheld*innen sind mitten unter uns! Manch einer ganz zart, grün und weiß: das Schneeglöckchen. Unscheinbar kommt es daher, mit der Superkraft, aus sich selbst heraus neun Grad Celsius zu produzieren und damit durch den gefrorenen Boden zu brechen. Das härteste Eis wird durch Herzenswärme erweicht!

Entdecke die Schneeglöckchenkraft in Dir und in anderen, denn „meine Kraft ist in den Schwachen mächtig” (2. Kor. 12,9)! Das flüstert uns der Himmel diese Woche zu!

 

Andacht: Irina Ose, Referat Diakonie und Theologie, Samariter Stiftung

Illustration: Daniela Denk, Öffentlichkeitsarbeit, Mission EineWelt

 

 

What about your superpowers? Do you have super strength (Superman)? Can you move solid matter through thought (Flash)? Is your martial art legendary (Wonder Woman)? What? You don’t have any superpowers?

The superheroes in tights as represented in comics are somehow too strong, too perfect to be true. They are projections of our longing for a world in which salvation comes out of nowhere. Just like back then, on the playground, when we felt really strong when big brother looked grimly over our shoulder and impressed the sand shovel thief. Only, we’re „grown up“ now, you and me. We know: The superpowers of the big brother is not the answer …

… but: Rescue is at hand! Superheroes are among us! Some of them are very delicate, green and white: the snowdrop. They come along inconspicuously, with the super power to produce nine degrees Celsius out of itself and to break through the frozen ground with it. The hardest ice is softened by warmth of heart!

Discover the snowdrop power in yourself and in others, for “my power is mighty in the weak” (2 Cor. 12:9)! This is what heaven whispers to us this week!

 

Prayer: Irina Ose

Illustration: Daniela Denk

Translation: Alexandra Nießlein

Illustration: Daniela Denk

Illustration: Daniela Denk

 

Ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der Herr: Gedanken des Friedens und nicht des Leides, dass ich euch gebe Zukunft und Hoffnung. Jer. 29,11

 

„Die Zukunft war früher auch besser“ – auch so ein Satz des kürzlich schon in einer anderen Andacht zitierten Komikers Karl Valentin. Im Moment würden viele Menschen diesen Satz vielleicht gar nicht so abwegig finden. Die oft geäußerte Aussage „Ich will meine schöne Normalität wieder haben“ ist im Grunde ein wehmütiger Blick zurück. Der Blick nach vorne ist gerade wenig attraktiv, die nächsten Wochen und Monate werden weiter ein Hauptthema haben: Corona mit allen Einschränkungen und Bedrohungen, die es für unser Leben bringt. Das verunsichert und stellt alle persönlichen und beruflichen Pläne in Frage.

Mir kam im Lockdown wieder der alte Ratschlag aus dem Jakobusbrief in den Sinn (Jak. 4,15). Jakobus rät, nicht hochfliegende Pläne zu schmieden, denn prinzipiell, ob mit oder ohne Corona, ist die Zukunft eher schwer vorhersehbar und so oder so wissen wir nicht, was sie uns bringen wird: „Dafür sollt ihr sagen: So der Herr will und wir leben, wollen wir dies oder das tun“. In Rückbindung an Gott können wir getrost Pläne für die Zukunft machen. Wir sollten nicht meinen, wir müssen nur alles in Gottes Hand und unsere Hände in den Schoß legen, dann wird das schon. Wir dürfen ruhig als selbstverantwortliche Menschen unsere Zukunft vorausdenken, aber eben als Menschen, die sich nicht selbst in den Mittelpunkt stellen, sondern als Menschen, deren Lebensmitte und Rückhalt Gott ist, der Gott, der schon vor über 2600 Jahren durch den Propheten Jeremia ausrichten ließ: „Ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der Herr: Gedanken des Friedens und nicht des Leides, dass ich euch gebe Zukunft und Hoffnung.“

 

Andacht: Günter Fischer, Tagungsstätte, Mission EineWelt

Illustration: Daniela Denk, Öffentlichkeitsarbeit, Mission EineWelt

 

 

I know well the thoughts that I have toward you, saith the LORD; thoughts of peace, and not of sorrow; that I may give you a future and a hope. Jer. 29:11

 

„The future was better in the past“ – another sentence by the recently in another prayer quoted comedian Karl Valentin. At the moment, many people might not find this sentence so absurd. The often uttered statement „I want my beautiful normality back“ is basically a wistful look back. Looking forward is not very attractive right now, the next weeks and months will continue to have one main theme: Corona with all the restrictions and threats it brings to our lives. This is unsettling and calls all personal and professional plans into question.

The old advice from the letter of James came to my mind again in the lock down (Jam. 4:15). James advises not to make lofty plans, because in principle, with or without Corona, the future is rather difficult to predict and either way we do not know what it will bring us. „For this you shall say, if the Lord will and we live, we will do this or that“. In recommitment to God, we can confidently make plans for the future. We should not think that we just have to put everything in God’s hands and put our hands in our laps and everything will work out. We are allowed to think ahead about our future as self-responsible people, but as people who do not put themselves at the centre, but as people whose life’s centre and support is God, the God who, more than 2600 years ago, sent word through the prophet Jeremiah: „I know well the thoughts that I have toward you, saith the LORD: thoughts of peace, and not of sorrow, that I may give you a future and hope.

 

Prayer: Günter Fischer

Illustration: Daniela Denk

Illustration: Daniela Denk

Illustration: Daniela Denk

 

Lehre mich rechtes Urteil und Erkenntnis, denn ich vertraue deinen Geboten. Psalm 119,66

 

Stau, rote Ampeln, spät dran. Wer ist weise und klug unter euch? Der zeige mit seinem guten Wandel, seine Werke in Sanftmut und Weisheit (Jak 3,13). Tja, das sagt sich so leicht. Manchmal geht das halt nicht, cool bleiben und nochmal drüber nachdenken. Und dann? Dann sind Klugheit, Weisheit und Sanftmut vielleicht auch mal egal. Handeln geschieht dann aus dem Vertrauen heraus, dass das, was ist, trotz allem Störendem gut ist. Handeln geschieht dann gegen das Wissen um das Schlechte, auf die Hoffnung hin, dass es besser wird.

 

Andacht: Eva Dorer

Illustration: Daniela Denk

 

 

Teach me knowledge and good judgment, for I trust your commands. Psalm 119: 66

 

Traffic jam, red lights, late again. Who is wise and understanding among you? Let them show it by their good life, by deeds done in the humility that comes from wisdom. (Jak 3:13) Well, that’s so easy to say. Sometimes, it’s just not possible to stay calm and to rethink something.

So? Maybe, at this point, knowledge, meekness and wisdom aren’t that important. Action is then based on the trust that what is is good despite everything that is disturbing. Action then happens against the knowledge of the bad, with the hope that it will get better.

 

Prayer: Eva Dorer

Illustration: Daniela Denk

Illustration: Daniela Denk

Illustration: Daniela Denk

 

Ein jeder sehe nicht nur auf das Seine, sondern auch auf das, was dem andern dient. Philipper 2,4

 

Einiges gehört nur mir, aber vieles kann oder muss ich mit anderen teilen. Ich habe Eltern und Geschwister. Zusammen sind wir eine Familie, mit den anderen Verwandten eine Art Großfamilie. „Meine“ Kinder sind nicht mein, sondern Gottes Gabe an mich. Wir alle wollen füreinander da sein. Wie ist es mit Gott? – Manchmal möchte ich, dass er mich anderen Menschen vorzieht, er ist doch „mein“ Himmlischer Vater. Aber zum Glück ist Gott nicht parteiisch. Wir beten „Vater unser“ und wollen bewusst damit sagen: Er „ge-hört“ allen, das heißt. Er hört auf alle – auch die Nicht-Glaubenden dürfen sich an ihn wenden.

In der Bibel gibt es viele Geschichten, die uns auf positive Weise den rechten Weg zeigen sollen. Aber auch einige ganz traurige, abschreckende Beispiele wie Kain und Abel. Neben dem Glauben an Gott erobern sich die Eifersucht und die Angst immer wieder ihren Platz in unserem Herzen. Gott warnt den Kain, aber dessen Eifersucht oder Angst, sein Selbstmitleid, setzt sich durch und er erschlägt seinen Bruder. Hat er jetzt Gott für sich allein? Nein, er hat nicht nur seinen Bruder, sondern auch Gott verloren, obwohl der ihm weiterhin die Hand zur Versöhnung hinhält.

Häufig streiten wir uns aber über Kleinigkeiten: Bei kleinen Kindern geht es um Spielzeug und endet, wenn jemand stirbt und sein Erbe zu verteilen ist.

Wieweit geht das Teilen? In Papua-Neuguinea herrscht in den Krankenhäusern oft Mangel an Blutspenden. „Warum soll ich spenden, spende doch du!“, hörte ich gelegentlich von europäischen Kollegen. Sie teilten am Seminar großzügig ihr Wissen mit ihren Schülern, aber Blutspenden, das geht doch zu weit, oder?

Paulus gibt uns das Bild vom Leib Christi. Alle sind wir verschieden, aber alle sind wir miteinander durch das Band der Liebe verbunden, Teil des Leibes, bei dem Christus das Haupt ist.

Das „krasseste“ Beispiel ist der Barmherzige Samariter. Er kümmert sich um jemanden, der sogar sein Gegner sein könnte. Wenn heute ein Unglück geschieht, vergessen viele zu helfen, weil sie doch das Geschehen mit dem Smartphone oder der Kamera festhalten müssen. Jesus hat seinen Jüngern nicht einen Vortrag über Hygiene gehalten, sondern ihnen die Füße gewaschen.

Wir beten: Lieber himmlischer Vater, du beschenkst uns alle. Lass uns dankbar werden und nicht eifersüchtig, damit wir uns auch um deine anderen Kinder kümmern können. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen

 

Andacht: Karl Lippmann

Illustration: Daniela Denk

 

 

Not looking everyone to his private good, but keeping in mind the things of others. Philippians 2:4

 

Some things belong only to me, but I have to share a lot with others. I have parents and siblings. Together we are a family, with other relatives we are an extended family. “My” children are not mine, but god’s gift to me. We all want to be there for one another. How about God? Sometimes I want him to prefer me to other people, he’s MY heavenly father. But luckily god is not partial. We pray “Our Father” and we want to say consciously: He belongs to everyone. He listens to everyone – even non-believers are allowed to turn to him.

There are many stories written in the bible, which want to show us the right way in a positive manner. But even very sad and cautionary examples like Cain and Abel. In addition to believing in god, jealousy and fear repeatedly conquer their place in our heart. God warns Cain, but Cain’s jealousy and fear, his self-pity is dominating him and he kills his brother. Does he have God to himself alone, now? No, he not only lost his brother but also God. Although God still extends his hand to reconciliation.

We often discuss about little things: Children argue about their toys, adults about their heritage.

What means sharing for us? In Papua New Guinea there is often lack of blood donations. “Why should I donate? You donate.”, I heard occasionally from European colleagues. They shared their knowledge generously at the seminar with the students, but donating blood, that goes too far, isn’t it?

Paul gives us the wonderful image of the Church as the Body of Christ. We are all different but we are all connected by the bond of love, part of the body where Christ is the head.

The most blatant example is “the good Samaritan”. He cares about someone who could even be his opponent. When an accident happens, today many people forget to help because they have to record what is happening with the mobile phone or the camera. Jesus did not give his followers a lecture on hygiene, but washed their feet.

Let us pray (Quote): Dear Father God, we constantly fall short of what you want from us. Thank you for your undeserved grace, mercy and love. As we navigate the year ahead, please help us to walk humbly with you. Amen

 

Prayer: Karl Lippmann

Illustration: Daniela Denk

Illustration: Daniela Denk

Illustration: Daniela Denk

 

Siehe: Der die Berge gemacht und den Wind geschaffen hat, der dem Menschen sagt, was er im Sinne hat, der die Morgenröte zur Finsternis macht und der auf den Höhen der Erde einherschreitet- er heißt »HERR, Gott Zebaoth«. Amos 4,13

 

Mit diesen Worten begründet der sozialkritische Prophet Amos im 8. Jahrhundert vor Christus seine Strafpredigt und Unheilsankündigung an die Oberschicht des damaligen Samarias. Alle Aufforderung zur Umkehr, alles Offenlegen der korrupten und ausbeuterischen Strukturen zugunsten der Reichen und auf Kosten der Armen, hat nichts genützt. Er droht ihnen mit Katastrophen und dem Untergang. Und Amos erinnert die damaligen Nutznießer*innen des Systems daran, dass nicht sie die Herren der Welt sind, sondern Gott Zebaoth, der Herr der Heerscharen. Amos verweist darauf, dass die Bestimmung der göttlichen Schöpfung nicht Ausbeutung, Ungerechtigkeit und Eigennutz ist, sondern ein gerechtes und friedliches Miteinander. Und dass Gott, dass die Liebe das letzte Wort hat. Im Wirken, Leben, Sterben und Auferstehen von Jesus ist dies offenbar geworden. Das ist für mich tröstlich und gibt mir immer wieder Hoffnung. Amen.

 

Andacht: Gisela Voltz, Referat Entwicklung und Politik, Mission EineWelt

Illustration: Daniela Denk, Öffentlichkeitsarbeit, Mission EineWelt

 

 

He who forms the mountains, who creates the wind, and who reveals his thoughts to mankind, who turns dawn to darkness, and treads on the heights of the earth— the Lord God of hosts is his name. Amos 4:13

 

With these words the socially critical prophet Amos justifies in the 8th century BC his sermon of punishment and announcement of doom to the upper class of Samaria at that time. All the calls for conversion, all the exposure of the corrupt and exploitative structures in favour of the rich and at the expense of the poor, have not benefited. He threatens them with disasters and doom. And Amos reminds the beneficiaries of the system that they are not the masters of the world, but God Almighty, Lord of hosts. Amos points out that the purpose of the divine creation is not exploitation, injustice and selfishness, but a just and peaceful coexistence. And that God, that love has the last word. In the work, life, death and resurrection of Jesus this has been revealed. This is comforting to me and always gives me hope. Amen.

 

Prayer: Gisela Voltz

Illustration: Daniela Denk