Beim ökumenischen Rednitztalfest „EinFluss“ am 1. und 2. Juni 2019 auf dem Gelände des Wolkersdorfer Sportplatzes ging es nicht nur dem Namen nach um Wasser. Es wurden Spenden für ein Wasserprojekt in Kenia gesammelt. Und damit auch ein Eindruck entstehen konnte, welch zentrale Rolle Wasser für diesen Planeten und für die Menschheit spielt, gab es am Sonntagnachmittag eine Podiumsdiskussion mit Karin Holluba-Rau vom Bund Naturschutz, Klaus Krauss von den Stadtwerken Schwabach, Margaret Obaga, ökumenische Mitarbeiterin von MissionEineWelt, und Moderatorin Renate Schindelbauer.

Margaret Obaga machte deutlich, wie groß die Unterschiede im Umgang mit Wasser hierzulande im Vergleich zu Kenia sind:

„Während die Menschen in Kenia nicht zuletzt aufgrund des Klimawandels immer häufiger mit Trinkwasserknappheit leben müssen, können die Menschen hier in Schwabach ganz selbstverständlich Wasser aus der Leitung trinken. Aber der trockene Sommer 2018 hat auch hier ein Bewusstsein dafür geschaffen, dass Wasser eines Tages knapp werden könnte, wenn noch mehr solche Trockenperioden kommen. Wasser ist eine Aufgabe für die Politik, der Zugang zu Trinkwasser ist ein Menschenrecht. Vor allem die Frauen in Kenia waren immer damit beschäftigt, den Zugang zu Trinkwasser für ihre Familien zu sichern.

In der derzeitigen Diskussion um die Privatisierung der Wasserversorgung müssen die Bedürfnisse der Menschen im Vordergrund stehen, nicht der wirtschaftliche Profit. Wasser ist etwas Heiliges, etwas sehr Kostbares, das uns auch insofern gemeinsam ist, als wir im Mutterleib darin schwimmen und wir nach unserer Geburt damit getauft werden.

Wir haben viele Möglichkeiten, Wasservorräte in den Regionen, in denen wir leben, zu bewahren. Vielleicht könnten wir in Deutschland damit anfangen, Regenwasser für unsere Toilettenspülungen zu nutzen?“