Die althergebrachte europäische Haltung zur afrikanischen Entwicklung und Perspektive ist immer noch oft eine (neo-)koloniale: Europa sagt Afrika, wo es langgeht. Die Speakers‘ Tour mit afrikanischen Führungskräften will diese Haltung überwinden und einen gleichberechtigten Dialog zwischen Europa und Afrika initiieren. Sie gastiert im Zeitraum von 12. bis 21. Juni 2019 in Hamburg, München, Hannover, Berlin und in Dortmund beim Deutschen Evangelischen Kirchentag. Am 13. Juni steht in München, im Orangeriesaal des Schlosses Nymphenburg, ab 10 Uhr der Studientag „Afrika und Europa im Dialog: Kirche, Politik und Gesellschaft“ auf dem Programm.

Was Zukunftskonzepte für Afrika und für die europäisch-afrikanische Zusammenarbeit angeht, darüber kursieren diverse Pläne. Im Fokus stehen Konzepte wie die Afrikaleitlinien der Bundesregierung von 2014; der Marshallplan mit Afrika des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung von 2017 der anfänglich etwas selbstentlarvend „Marshallplan für Afrika“ hieß; der Khartoum Prozess der EU; neuerdings so genannte „Migrationspartnerschaften“ mit afrikanischen Ländern oder die „Africa Partnership“ der G20 mit dem „Compact with Africa“.

Der Haken an der Sache: Diese Konzepte sind alle europäische, dominiert von europäischen Sichtweisen und Wertvorstellungen. Afrikanische Zukunftskonzepte wie das schon 2013 veröffentlichte Dokument „The Africa we want – Africa Agenda 2063“ der Afrikanischen Union werden in Europa eher peripher wahrgenommen. Der Studientag „Afrika und Europa im Dialog: Kirche, Politik und Gesellschaft“ will dieser einseitigen eurozentrischen Sichtweise einen wirklichen Dialog entgegensetzen. Die Veranstaltung in München wird organisiert von Mission EineWelt in Kooperation mit der Evangelischen Akademie Tutzing und der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern.

Weitere Informationen:

https://mission-einewelt.de/events/afrika-und-europa-im-dialog-kirche-politik-und-gesellschaft/