Die Missions- und Partnerschaftskonferenz der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern fordert die Leitung ihrer Landeskirche auf, sich wirksam für eine menschenwürdige Behandlung der Geflüchteten, die über Belarus an die polnische Grenze gebracht worden sind und dort festsitzen, einzusetzen. Nach Ansicht der Dekanatsbeauftragten für Partnerschaft, Entwicklung und Mission und der Dekanatsmissionspfarrer*innen ist es „ein notwendiger Ausdruck christlichen Handelns und der Liebe Christi in der Gesellschaft“, die Geflüchteten menschenwürdig zu behandeln und „sie in Deutschland und den weiteren Ländern der EU aufzunehmen“.

„Wir sind schockiert darüber, dass Menschen in Not zum Spielball politischer Machtspiele gemacht werden und die Verantwortlichen, insbesondere der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko, dabei auch bereit sind, über Leichen zu gehen. Wenn die Bundesregierung und die EU die christlichen und humanistischen Werte, denen sie sich verbal verpflichten, ernstnehmen, müssen sie jetzt sofort und ohne weiteres Zögern aktiv werden, den Geflüchteten an der polnischen Grenze helfen und sie schnellstmöglich aufnehmen. Die MiPaKo bittet die Leitung der ELKB, sich konsequent für dieses Anliegen einzusetzen“, sagt Peter Gürth, Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde Burgau und Vorsitzender des Präsidiums der MiPaKo.