Das Mittwochskino präsentiert die chilenische Filmdokumentation

Werbefachmann Rene Saavedra soll eine Kampagne leiten, die 1988 verhindern soll, dass der Diktator Augusto Pinochet weiterhin an der Macht bleibt. Saavedra initiiert die linkspolitische Kampagne „No“ und versucht mit allen Mitteln, die Leute zu motivieren, sich an den Wahlen zu beteiligen. Die meisten Chilenen aber glauben nicht, dass sie überhaupt eine Wahl haben.

Siebzehn Jahre lang regierte der 2006 verstorbene Diktator Augusto Pinochet in Chile ohne demokratische Legitimation. 1973 war er durch einen von den USA geförderten Militärputsch an die Macht gekommen und sorgte mit Menschenrechtsverletzungen, Folter und Ermordung von Regimekritikern für weltweite Empörung. Schließlich gab der Diktator dem Druck nach und akzeptierte das Ergebnis eines Volksentscheids von 1988. Dem Referendum ging eine mediale Wahlkampfschlacht voran, die der chilenische Filmemacher Pablo Larraín in seinem sehenswerten Politdrama „No“ humorvoll beleuchtet.

Der Film ist am Mittwoch, 24. Juni 2015, um 19.30 Uhr im Otto-Kuhr-Saal (Hauptstraße 2 in Neuendettelsau) zu sehen. Der Eintritt ist frei.